Glasfaser Glasfaserhausanschluss: Kupferleitung weiter nutzen?

rezzler schrieb:
Was sind denn bei dir "größere Entfernungen"?
Über 15 km, jedenfalls.

Mein Wohngebiet wird derzeit komplett über Outdoor MSAN versorgt... aber da bereits Glasfasern bis in die einzelnen Gebäude verlegt wurden soll perspektivisch eine Umstellung der Versorgung auf FTTB / FTTH erfolgen.
 
WinnieW2 schrieb:
Naja. als die ursprünglichen VmSt. gebaut wurden wurden diese nicht mit Glasfaser sondern mit Koaxkabel angebunden. Da wurde Trägerfrequenztechnik genutzt um viele Gespräche gleichzeitig über ein Kabel zu übertragen.
Jein. Das kommt auf das Alter der Vermittlungsstelle an. Anfangs gab es solche Raketenwissenschaften noch nicht. Da wurde noch ordentlich analog über gewöhnliche Kupferkabel übertragen und die Dämpfung mittels Pupinspulen+Kondensatoren reduziert und die Adern via Phantomschaltung mehrfach ausgenutzt. Später kamen dann etliche Systeme zur Übertragung mittels Zwischenregeneratoren auf eben diesen Kabeln zum Einsatz.

Koax gab es dann auch, aber zumindest hier in der Gegend nicht so oft.
 
thom53281 schrieb:
Das kommt auf das Alter der Vermittlungsstelle an.
Die Technik in den VmSt wurde immer mal wieder aktualisiert. Alt sind da höchstens die Gebäude und die Kabel. Uralte Vermittlungstechnik ist da nicht mehr im Einsatz.

thom53281 schrieb:
Anfangs gab es solche Raketenwissenschaften noch nicht. Da wurde noch ordentlich analog über gewöhnliche Kupferkabel übertragen und die Dämpfung mittels Pupinspulen+Kondensatoren reduziert und die Adern via Phantomschaltung mehrfach ausgenutzt.
Ja, zu Zeiten vor der deutschen Wiedervereinigung.
Für ISDN hatten solche gepimpten Leitungen zu schlechte Übertragungseigenschaften, weil bei ISDN Frequenzen bis 120 kHz über die Drähte übertragen wurden mussten. Mehrfachnutzung der Drähte war dann nicht mehr möglich.
Während es bei analoger Telefonie nur bis 4 kHz waren... wobei es glaube ich ein Signal mit 16 kHz für Gesprächseinheitenzähler gab, welches bei einigen Anschlüssen übertragen wurde... aber das nur nebenbei.

Spätestens mit DSL mussten die Drähte Frequenzen bis 2 MHz übertragen...

thom53281 schrieb:
Koax gab es dann auch, aber zumindest hier in der Gegend nicht so oft.
Ich meinte damit die Kabelverbindungen zwischen den Vermittlungsstellen, nicht zu den einzelnen Haushalten.
 
WinnieW2 schrieb:
Die Technik in den VmSt wurde immer mal wieder aktualisiert. Alt sind da höchstens die Gebäude und die Kabel. Uralte Vermittlungstechnik ist da nicht mehr im Einsatz.
Hä? Wir drehen uns im Kreis. Dein ursprüngliches Argument war irgendwann mal:

WinnieW2 schrieb:
Nö, da analoge Festnetztelefone bei Verwendung von Kupferdrähten nur bis zu einer Länge von max. 8 km funktionieren, und bei ISDN lag die Obergrenze der Leitungslänge so ca. bei 5 km.
Bedeutet, weiter als ~5 km befand sich (in Deutschland) die nächste Telko-Vermittlungsstelle im alten Kupferdrahtnetz nie von Wohngebieten entfernt.

Ja, die Gebäude sind alt und die meisten vor ISDN gebaut worden. Wenn welche aus Platzgründen neu gebaut wurden, dann fast immer am fast selben Platz wie die alte VSt. Deswegen sind sie auch fast immer weiter als 5km auseinander - zumindest im ländlichen Bereich. Was der Rest jetzt da zur Sache tut, verstehe ich gerade nicht.
 
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