Glasfaser Glasfaserhausanschluss: Kupferleitung weiter nutzen?

Irgendwann bestimmt.

Aber erst einmal verbrauchen die MSAN doch unnötig Strom, wenn wegen FTTH fast keine Kunden mehr draufhängen. Die Anzahl der Kunden, die noch von Indoor mit ADSL versorgt werden, dürfte wohl deutlich höher sein. Manche haben den Wechsel zu VDSL halt nie gemacht, manche können ihn nicht machen und in manchen Gebieten mit Versorgung durch andere VDSL-Netzbetreiber muss die Telekom wohl bei so hohen Einstiegspreisen auch nicht unbedingt das Bedürfnis haben, ADSL schnell abzuschalten.

Glaube/vermute ich jedenfalls alles.

Korrigiert mich, aber bei den Recherchen die ich in letzter Zeit gemacht habe, hatte ich den Eindruck, dass weit vom HVT entfernte MSAN abgelegenen Orten keine ADSL-Versorgung bescheren. Heißt, sobald man aus der VDSL-Reichweite raus ist, bekommt man wieder nur die langsame ADSL-Geschwindigkeit vom HVT, gern 6 Mbit/s oder weniger. Das müsste heißen, dass solche Orte oft auch wegen Hybrid noch für viele indoor geschaltet Anschlüsse verantwortlich sind.
 
DLMttH schrieb:
Irgendwann bestimmt.

Aber erst einmal verbrauchen die MSAN doch unnötig Strom, wenn wegen FTTH fast keine Kunden mehr draufhängen. Die Anzahl der Kunden, die noch von Indoor mit ADSL versorgt werden, dürfte wohl deutlich höher sein.
Sehr unwahrscheinlich. Die Telekom nennt quartalsweise Kundenzahlen, hier der Status von Ende Q2 2026 (PDF Seite 22).

Die Telekom gibt Kundezahlen an für "Broadband", dass umfasst alles von ADSL über FTTC/VDSL zu FTTH/B. Und zusätzlich die Untermenge an "Fiber" Kunden, das umfasst laut Fußnote FTTC/VDSL, Vectoring, FTTH/B. Die Differenz zwischen den beiden Zahlen dürfte also im wesentlichen die ADSL-Kunden sein.

Bei Telekom-eigenen Kunden waren das Ende Juni 2026:
Broadband: 15,079 Mio
davon Fiber: 13,431 Mio
--> ADSL: 1,648 Mio

Dazu kam Wholesale Broadband:
Broadband: 8,426 Mio
davon Fiber: 7,574 Mio
--> ADSL: 0,852 Mio

Ausserdem gab es noch 1,47 Mio ULL (Unbundled local loops), das sind nach meinem Verständnis vermietete TAL. Auch hier dürfte es sich im wesentlichen um TAL in den FTTC-Ausbaugebieten anderer Anbieter wie EWE, Netcologne oder M-Net handeln, welche darüber ihre VDSL-Anschlüsse schalten.

Lässt man ULL außen vor kommt man auf etwa 2,5 Mio aktive ADSL-Anschlüsse vs 19 Mio. aktive FTTC-Anschlüsse (die etwa 2 Mio FTTB/H-Anschlüsse im Telekom-Netz schon abgezogen).
 
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Sorry, ich meinte die Anzahl der jeweils pro HVT noch vorhandenen ADSLer im Vergleich zu den verbleibenden VDSL-Kunden pro einzelnem MSAN.
 
DLMttH schrieb:
Heißt, sobald man aus der VDSL-Reichweite raus ist, bekommt man wieder nur die langsame ADSL-Geschwindigkeit vom HVT, gern 6 Mbit/s oder weniger. Das müsste heißen, dass solche Orte oft auch wegen Hybrid noch für viele indoor geschaltet Anschlüsse verantwortlich sind.
Nein. Das wäre doch kompletter Quatsch. Man will schließlich die Kupfer-Hauptkabel möglichst schnell loswerden.

So etwas sollte nur passieren, wenn alle Ports am Outdoor voll sind. Oder das Gebäude, um das es geht, hat z. B. irgendwelche Sonderlocken wie ein A0-Punkt.
 
Dann scheint es ziemlich viele A0-Dörfer zu geben oder man traut sich schon nach recht kurzer Distanz nicht mehr die Schaltung von 6 Mbit/s zu.

Wir wohnen nicht weit vom HVT, aber beim Einzug 2021 wurde unser Anschluss von Indoor auf Outdoor umgeschaltet. Hatte extra gefragt.
 
DLMttH schrieb:
Sorry, ich meinte die Anzahl der jeweils pro HVT noch vorhandenen ADSLer im Vergleich zu den verbleibenden VDSL-Kunden pro einzelnem MSAN.
Ich vermute das wird regional stark unterschiedlich sein.

Die Telekom hat bereits vor Jahren möglichst viele Kunden mit 16 Mbit/s-Tarifen von ADSL auf VDSL (und damit vom HVT auf FTTC/MSAN) migriert. Hintergrund ist vermutlich (wie @thom53281 sagte) dass die Telekom ihre Kupfer-HK möglichst los werden möchte, und wohl auch die Vermittlungsstellen von DSL-Technik frei räumen möchte. Da kann ich mir vorstellen dass die Telekom auch dann ADSL Kunden auf Outdoor-Technik migriert wenn die verbliebenen Leitungen zu lang für klassische VDSL-Tarife sein müsste. Wobei ich auch nicht explizit weiß ob sie das macht.

Dort wo die Telekom selbst FTTC ausgebaut hat (betrifft ja gut 80% der Haushalte in D) forciert sie also eher erstmal eine "ADSL-Abschaltung". Dort dürften die Anzahl der ADSL-Anschlüsse im HVT mittlerweile gering sein. Neben A0-Anschlüssen vermutlich vor allem noch Fälle in denen es bei den Outdorr-MSAN zu wenig Ports gibt. Das dürfte sich dann beim fortschreitenden FTTH-Ausbau auch lösen.
 
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Die klassischen Vermittlungsstellen sollen perspektivisch durch Glasfaser-Netzknoten ersetzt werden, und es werden zukünftig auch weniger davon benötigt, weil Glasfasern Übertragungsstrecken bis ~20 km überbrücken können.
Das Kupferdraht-Übertragungsnetz (Telefonnetz) wird, meiner Schätzung nach, in ~10 Jahren komplett stillgelegt werden. Min. die Hälfte aller Vermittlungstellen werden dann nicht länger benötigt.

Ich hatte mal einem Vortrag der Telekom mitbekommen dass die Telekom mit der Umstellung auf FTTB / FTTH auch massive Einsparungen beim el. Stromverbrauch beabsichtigt.
Die DSLAM-Technik benötigt in der Masse nicht gerade wenig el. Energie.
 
@DLMttH :

P.S.: Gerade beim Kaffee wieder eingefallen: Vor einigen Monaten hat die Telekom ja eine große Bitstreamvereinbarung mit zwei Anbietern verkündet, die geförderte FTTH-Netze im ländlichen Mecklenburg-Vorpommern gebaut haben. Zur Überraschung vieler, da die Telekom bei FTTH bisher nur sehr ungern Bitstream-Vorleistungen einkauft.

Ich denke gerade solche ländlichen "nur ADSL"-Netze wie die Telekom sie dort betreibt sind prädestiniert dafür dass die Telekom sie "freiwillig" abschaltet, also ohne regulatorischen Zwang: sehr dünn besiedelt, viel Kupferkabel pro Haushalt (teils vermutlich oberirdisch), denen man aber gerade deswegen nur sehr langsames ADSL bieten kann. Und nach FTTH-Ausbau hat man deswegen vermutlich auch sehr wenig Kunden. Ich vermute das ist eine Motivation für diese Vereinbarung: Das Kupfernetz wird unwirtschaftlich, Überbau lohnt sich auch nicht, dann ist eben Bitstream hier die langfristig beste Lösung.

In FTTC-Gebieten kann man bisher dagegen meist relativ gut gegen FTTH-Netze anderer Anbieter konkurrieren (zum Leidwesen dieser Anbieter). Hier wird man die Abschaltung sicher möglichst lange rauszögern, solange man noch genug Kunden findet (und nicht von der BNetA gezwungen wird).
 
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Ja, das ergibt Sinn. Ich war nur verwirrt, weil ich meine, hier bei mir schon direkt außerhalb der VDSL-Reichweite gleich an mehreren Orten besonders niedrige ADSL-Datenraten mitbekommen zu haben, aber die Leitungswege sind dort wahrscheinlich nicht wie ich dachte und die Distanzen teilweise auch schon ziemlich groß bzw. habe ich die Reichweite von 16-6 Mbit/s ADSL überschätzt.

Gerade eben wurde mir auch klar, dass vor VDSL nur 1-2 Mbit/s an dem Ort verfügbar gewesen sein müssen, wo ich zur Schule ging. Wenn man aus dem Nachbarort mit ziemlich guter ADSL-Versorgung kommt, denkt man nicht unbedingt daran, dass der andere Ort so viel schlechter dran ist. Seinerzeit hatte ich das immer für eine Überlastung aufgrund der großen Schülerzahl gehalten.
 
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DLMttH schrieb:
Dann scheint es ziemlich viele A0-Dörfer zu geben oder man traut sich schon nach recht kurzer Distanz nicht mehr die Schaltung von 6 Mbit/s zu.
Ich vergaß noch einen anderen Grund, der möglicherweise hier auch noch relevant ist. Durch DPBO muss das Frequenzband im ADSL2+-Bereich künstlich bedämpft werden, um die eventuell noch vorhandenen Anschlüsse auf dem Kupfer-Hauptkabel zu schützen. Ist der Outdoor-Standort näher an der Vermittlungsstelle, muss praktisch das gesamte Frequenzband bedämpft werden.

Ist also DPBO relativ blöd eingestellt, so bekommt man vom Outdoor via ADSL2+ nicht viel mehr als über das Hauptkabel. Bei VDSL hingegen fällt das kaum auf, da hier ein wesentlich größeres Frequenzband verwendet wird.
 
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Falls Breitband-Internet-Reseller überhaupt noch eigene Technik für DSL in den Vermittlungsstellen der Telekom verbauen. Oftmals mieten diese einfach Bitstream-Zugänge an und mieten die DSL-Technik der Telekom an.
Ist meistens für die Reseller so auch profitabler.
 
Neu verbauen die Carrier normalerweise keine Technik mehr am HVt. Aber was vorhanden ist, läuft noch an vielen Stellen. Sobald eine TAL vorhanden sein könnte, muss DPBO bleiben. Und im Prinzip auch immer, wenn noch Telekom-DSL auf dem Hauptkabel vorhanden sind, z. B. weil ein KVz nicht ausgebaut worden ist.
 
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DLMttH schrieb:
Die Anzahl der Kunden, die noch von Indoor mit ADSL versorgt werden, dürfte wohl deutlich höher sein.
Das bezweifle ich. Spätestens mit dem FTTC-Nahbereichsausbau vor ein paar Jahren dürften auch die ADSL-Kunden größtenteils mittlerweile auf FTTC-Infratsruktur umgeschaltet worden sein.

Es mag vielleicht nur noch Ausnahmen geben (u.a. A0-Anschlüsse, Dörfer gehören eher nicht dazu). Oder ggf. vereinzelt ADSL-Anschlüsse, die tatsächlich noch über HVT-Kollokation laufen (aber selbst das dürften nicht mehr allzu viele sein, wenn überhaupt, da sich entspr. Kollokation in HVt. aufgrund des FTTC-Ausbau nicht mehr wirklich lohnt).



BTW:
T1984 schrieb:
Die Telekom hat bereits vor Jahren möglichst viele Kunden mit 16 Mbit/s-Tarifen von ADSL auf VDSL (und damit vom HVT auf FTTC/MSAN)
Wobei die Telekom das scheinbar erst etwas später gemacht hat. Anfangs hat sie lediglich von ADSL-Indoor auf ADSL-Outdoor (FTTC, inkl. DPBO) umgeschaltet (bzw. auch nur i.V.m. mit einem neuen 16Mb/s-Tarif oder bei neuen 16Mb/s-Anschlüssen).
Für einen 16Mb/s-Tarif auf Basis von VDSL musste man vorher bei der Telekom einen separaten Tarif buchen (MagentaZuhause S (1), man beachte die 1 in Klammern) oder einen 16Mb/s-Tarif mit IPTV (welcher aber schon zuvor nur dann angeboten wurde wenn entweder ADSL Indoor in ausreichender Geschw. (ohne DPMO) oder VDSL über FTTC möglich war).

Anders sah das bei den Resellern wie z.B. 1und1 aus, die haben schon eher als die Telekom auch für die 16Mb/s Tarife auf VDSL über FTTC anstatt ADSL zurückgegriffen (aka Nutzung freier VDSL-Kontingente). Zumindest ohne, dass man das selbst durch Tarifwahl o.ä. beeinflussen konnte.



DLMttH schrieb:
Ja, das ergibt Sinn. Ich war nur verwirrt, weil ich meine, hier bei mir schon direkt außerhalb der VDSL-Reichweite gleich an mehreren Orten besonders niedrige ADSL-Datenraten mitbekommen zu haben, aber die Leitungswege sind dort wahrscheinlich nicht wie ich dachte und die Distanzen teilweise auch schon ziemlich groß bzw. habe ich die Reichweite von 16-6 Mbit/s ADSL überschätzt.
Grund dafür dürfte ggf. auch DPBO sein (siehe auch Beitrag #31 von @thom53281), was je nach Hauptkabellänge bzw. eben ESEL-Wert mal mehr oder weniger drastisch Einfluss auf die mögliche Bandbreite mit ADSL2+ hat. Da sind dann ggf. (als bei relativ kurzem Hauptkabel) auch mit kurzer TAL ggf. nicht wirklich mehr als 8-10Mb/s drin.
 
WinnieW2 schrieb:
Die klassischen Vermittlungsstellen sollen perspektivisch durch Glasfaser-Netzknoten ersetzt werden, und es werden zukünftig auch weniger davon benötigt, weil Glasfasern Übertragungsstrecken bis ~20 km überbrücken können.
Ja, das betrifft aber eher die Großstädte, wo man quasi alle 2 km eine Vermittlungsstelle hat. Im ländlichen Bereich hast du ja durchaus mal 10-15km Leitungslänge bis zum Kunden.
WinnieW2 schrieb:
Min. die Hälfte aller Vermittlungstellen werden dann nicht länger benötigt.
Find ich zu viel.
WinnieW2 schrieb:
Ich hatte mal einem Vortrag der Telekom mitbekommen dass die Telekom mit der Umstellung auf FTTB / FTTH auch massive Einsparungen beim el. Stromverbrauch beabsichtigt.
Die DSLAM-Technik benötigt in der Masse nicht gerade wenig el. Energie.
Ja, das ist ein willkommener Nebeneffekt.
 
rezzler schrieb:
Ja, das betrifft aber eher die Großstädte, wo man quasi alle 2 km eine Vermittlungsstelle hat. Im ländlichen Bereich hast du ja durchaus mal 10-15km Leitungslänge bis zum Kunden.
Nö, da analoge Festnetztelefone bei Verwendung von Kupferdrähten nur bis zu einer Länge von max. 8 km funktionieren, und bei ISDN lag die Obergrenze der Leitungslänge so ca. bei 5 km.
Bedeutet, weiter als ~5 km befand sich (in Deutschland) die nächste Telko-Vermittlungsstelle im alten Kupferdrahtnetz nie von Wohngebieten entfernt.
Es gab zwar spezielle Lösungen wie zusätzliche Verstärker in den Leitungen u. auch Telefonanschlüsse über Richtfunk. Aber alleine aufgrund des Aufwands und der Kosten waren das nur recht wenige Anschlüsse.

rezzler schrieb:
Find ich zu viel.
Ok, das war jetzt ein Schätzung meinerseits basierden auf den nun möglichen längeren Leitungslängen bei Glasfaser.
Mir fehlt der Zugang zur Planung der zukünftigen Telekom-Infrastruktur.

rezzler schrieb:
Ja, das ist ein willkommener Nebeneffekt.
Neben dem sinkenden Wartungsbedarf. Die DSLAMs benötigen ab und zu mal Wartung, vor Ort. Diese entfällt mit der Abschaltung der DSLAM ebenfalls.
 
WinnieW2 schrieb:
Nö, da analoge Festnetztelefone bei Verwendung von Kupferdrähten nur bis zu einer Länge von max. 8 km funktionieren, und bei ISDN lag die Obergrenze der Leitungslänge so ca. bei 5 km.
Bedeutet, weiter als ~5 km befand sich (in Deutschland) die nächste Telko-Vermittlungsstelle im alten Kupferdrahtnetz nie von Wohngebieten entfernt.
Kann ich widerlegen. Meine Kupfer-Leitung war/ist laut Telekom-Doku 6,9km lang und da ging ISDN. Soll aber (nach Hören/Sagen) auch Gegenden gegeben haben, wo kein ISDN ging.

DIe 15km waren jetzt auch das Extrem-Beispiel einer Glasfaser-Zuführung zum NVt. Es ist gut möglich, das die Kupfer-Leitung andere Wege zu einer anderen Vermittlungsstelle geht.
WinnieW2 schrieb:
Ok, das war jetzt ein Schätzung meinerseits basierden auf den nun möglichen längeren Leitungslängen bei Glasfaser.
Mir fehlt der Zugang zur Planung der zukünftigen Telekom-Infrastruktur.
Mir ebenso. Nur im ländlichen Bereich sind halt alle VSt mit Technik für FTTH versehen, während das im Großstadt-Bereich nicht der Fall ist.
 
WinnieW2 schrieb:
Bedeutet, weiter als ~5 km befand sich (in Deutschland) die nächste Telko-Vermittlungsstelle im alten Kupferdrahtnetz nie von Wohngebieten entfernt.
Nun würde mich schon brennend interessieren, wie Du denn da drauf kommst. :)

Das längste Hauptkabel, das ich bisher gesehen habe, hatte eine Länge von rund 12km. Es ist nicht die Länge als Planungsgrundlage relevant gewesen, sondern ein maximaler Schleifenwiderstand von 1200 Ohm. Das war das Maximum, was mit einem Analogen zuverlässig möglich war.

ISDN ging natürlich nicht so weit. Aber das gab es zu der Zeit, wo die meisten der Vermittlungsstellen gebaut wurden, noch überhaupt nicht. Wenn man weit draußen ISDN wollte, dann konnte ein ZWR-BA in den Leitungsweg eingebaut werden. Oder es wurde auf der Strecke ein AslMx oder PCM5D aufgebaut. Oder es gab den Anschluss einfach nicht.
 
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rezzler schrieb:
Kann ich widerlegen. Meine Kupfer-Leitung war/ist laut Telekom-Doku 6,9km lang und da ging ISDN. Soll aber (nach Hören/Sagen) auch Gegenden gegeben haben, wo kein ISDN ging.
Ist abhängig vom Drahtquerschnitt, nicht nur von der Länge. Ich war vom Worst-Case, geringer Drahtquerschnitt ausgegangen.

rezzler schrieb:
DIe 15km waren jetzt auch das Extrem-Beispiel einer Glasfaser-Zuführung zum NVt. Es ist gut möglich, das die Kupfer-Leitung andere Wege zu einer anderen Vermittlungsstelle geht.
Naja. als die ursprünglichen VmSt. gebaut wurden wurden diese nicht mit Glasfaser sondern mit Koaxkabel angebunden. Da wurde Trägerfrequenztechnik genutzt um viele Gespräche gleichzeitig über ein Kabel zu übertragen.
ISDN wurde erst im Rahmen der Digitalisierung der Technik in den VmSt. möglich.

rezzler schrieb:
Mir ebenso. Nur im ländlichen Bereich sind halt alle VSt mit Technik für FTTH versehen, während das im Großstadt-Bereich nicht der Fall ist.
Also mir ist jedenfalls bekannt dass die VmSt. über die noch mein alter Kupferdraht-TAL lief geschlossen u. rückgebaut wird. Der nächste GPON-Verteilknoten befindet sich in größerer Entfernung zum Wohngebiet in dem ich mich befinde.
 
WinnieW2 schrieb:
Also mir ist jedenfalls bekannt dass die VmSt. über die noch mein alter Kupferdraht-TAL lief geschlossen u. rückgebaut wird.
Das schließen von VSt im größeren Maßstab ist mir bis jetzt eher unbekannt, meist laufen da eher Mietverträge aus.
WinnieW2 schrieb:
Der nächste GPON-Verteilknoten befindet sich in größerer Entfernung zum Wohngebiet in dem ich mich befinde.
Was sind denn bei dir "größere Entfernungen"?
 
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