Ein Ausweg wäre weiterhin Karten mit GDDR6 zu bauen, aber mit doppelt so großem Speicherinterface.
Damit holt man sich den Datendurchsatz dann eben nicht über MHZ sondern über die Bandbreite.
Ist ja im Prinzip das was hinter HBM steckt. Taktet relativ niedrig, hat aber ein riesiges Speicherinterface.
Ne Karte mit 16 Modulen GDDR6 und nem 512er Interface könnte man ja auch bauen.
Die hat dann eben 32-48 GB Speicher und ne Bandbreite von 1280 GB/s wenn man 20 gbps module verbaut.
(GDDR6 schafft maximal 24 gbps, üblich sind aber 20)
EDIT:
Es gibt bereits übrigens eine technische Lösung von Samsung namens GDDR6W, wobei zwei Speichermodule übereinander gestapelt und ins selbe Chipgehäuse gepackt, heisst man hat effektiv nur ein Modul was man verlöten muss. Und dieses Modul ist im Gegensatz zum Standard 32bit Speicher ein 64 Bit Speicher, heisst, ich kann vier dieser 64bit Module an nem 256 Bit Speicherinterface verbauen anstelle von acht 32Bit Modulen.
GDDR6W kann, je nachdem ob man 2GB oder 3GB Module intern stapelt also pro Chip 4-6GB groß sein.
Damit könnte man Grafikkarten bauen mit 16 GB die aber nur 4 Speicherchips auf der Platine verlötet haben. 256 Bit Interface dazu und man hat Bandbreite ohne Ende.
Das einzige Problem: Die JEDEC hat sich dagegen entschieden die Technologie für Consumer Karten zu nutzen und setzt statt Bandbreite voll auf den MHZ erhöhen Weg und GDDR7. Aber halt weiter mit 32Bit pro Modul.
Für Alle die es interessiert, aktuell funktioniert das so:
Jedes Speichermodul, egal ob 1GB 2GB oder 3GB groß hat eine 32 Bit Anbindung.
Je nach Anzahl der verbauten Module brauche ich dann ein entsprechend großes Speicherinterface.
Bei 4 Modulen ein 128 Bit
Bei 6 Modulen ein 192 Bit
Bei 8 Modulen ein 256 Bit usw.
Die Bandbreite berechnet sich dann wie folgt:
Bandbreite (in GB/s) = Effektiver Takt (in gbps) * Interface Breite / 8
(Man teilt durch 8 um von Bit auf Byte umzurechnen)
Bei 20 gps Modulen und nem 256er Interface kommt dann raus:
20 gps * 256 / 8 = 640 GB/s Bandbreite
Das bisherige Problem ist: Will ich ein größeres Speicherinterface muss ich mehr Module/Chips verbauen, da die Module ja nur jeweils 32 Bit Anbindung haben.
Um ein 512er Interface zu nutzen benötige ich also 16 Module.
Die verursachen Kosten und machen die Grafikkarte sehr viel komplexer.
Daher ist Samsungs Ansatz so gut, die Chip Anbindung von 32 Bit auf 64 Bit zu verdoppeln, die Anzahl der Chips gleich zu halten, die Interfacegröße zu verdoppeln und dann mit der gleichen Anzahl zu verlötender Chips den doppelten Durchsatz / Bandbreite zu schaffen ohne dass die Karte total überladen ist.
Mit GDDR6W wäre sowas möglich:
Die angegebenen Kosten sind die Produktionskosten, d.h. im Laden stehen die Karten dann fürs 2-3fache