News Hackback: USA lassen private Firmen Cyberkriminelle angreifen

Mal sehen was von den scheinbar hohen Hürden nach ein, zwei Jahrzehnten übrig ist und wie viel die in der Praxis relevant sind. Wenn geheime gremien in zusammenarbeit mit geheimdiensten geheimoperationen genehmigen und überwachen kann ja nicht viel schief gehen in sachen legitimität. Oder ist da irgendwas öffentlich zur prüfung?

Außerdem mal sehen wie lange es dauert bis 'Ups, sorry, waren wir nicht!' ein Krankenhaus erwischt wird ohne dass es rechtzeitig bemerkt wird. Oder dann auf 'nicht regulärem Weg' genehmigt wird weil da vielleicht jemand liegt den man loswerden will.
Oder erstmal weniger dramatisch: staatlich legitimierte private Industriespionage. Bevor man die Systeme löscht kann man ja ein backup der wichtigsten dinge machen. Der freund eines freundes des genehmigenden Mitarbeiters hat vielleicht verwendung dafür.
 
Unter dem Gesichtspunkt dieser Entscheidung wirken die 'Versehentlich entkommen und eigenständig Firmen angegriffen' Nachrichten über KI Modelle mehr wie Probeläufe, um sich auf Regierungsaufträge zwecks Cyberkriegsführung zu bewerben.
 
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Der Staat von dem die meisten Cyberangriffe ausgehen, legalisiert es and holt sich Hilfe aus dem Privatsektor.
Und nicht wenige finden es auch noch toll.
Das Internet wird zunehmend feindlich und es ist nur noch eine Frage der Zeit bis freie Kommunikation nicht mehr möglich sein wird.
 
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Ich sehe schon das Marketing für KI gestützten Hackback von Anthropic und OpenAI kommen... Die sehen das sicher als gutes Gwschäftsmodell an.
 
Booby schrieb:
Der Staat von dem die meisten Cyberangriffe ausgehen,
gibt es dafür auch eine quelle?
Booby schrieb:
Das Internet wird zunehmend feindlich
ist es doch schon lange. wer meint, im internet herrsche friede, freude, eierkuchen, ist einfach nur naiv. und das wird von anderen gnadenlos ausgenutzt. du machst es dir sehr einfach, die usa jetzt als die bösen hinzustellen, während z.b. auf der anderen seite des globus in diesem moment fröhlich durchs netz gehackt wird. was sollte man denn deiner meinung nach jetzt gegen diese hacker machen?
 
Cyberattacken zu privatisieren ist an sich folgerichtig, nachdem man die Raumfahrt schon privatisiert hat. Das senkt die Kosten und erhöht die Effektivität.
Vor allem, weil dies je nach Auftragslage nur kurzzeitige Kapazitäten erfordert.
 
Mal abseits von Gesetzen, Moral, Ethik, Trump und was auch immer:

Ja macht die miesen Hacker fertig, zurückschlagen und zerstören. Denen soll der Kackstift gehen wenn die was versuchen.

Wer mir auf die Fresse gibt, kriegst doppelt zurück. Ich meine natürlich nicht Kevin und Chantal, 12 Jahre alt in Buxtehude, sondern die großen Fische die gezielt Schaden anrichten. Informationen für Terroristen stehlen usw.
 
Bigeagle schrieb:
Mal sehen was von den scheinbar hohen Hürden nach ein, zwei Jahrzehnten übrig ist

Im Koreakrieg dauerte es wenige Monate, bis die USAF von "precision bombing" (wobei es noch immer genug zivile Opfer gab) auf Flaechenbombardement umgestellt hat.

Außerdem mal sehen wie lange es dauert bis 'Ups, sorry, waren wir nicht!' ein Krankenhaus erwischt wird ohne dass es rechtzeitig bemerkt wird.

Um bei der USAF zu bleiben: Kunduz hospital airstrike
 
Auf die Schlagzeilen der nächsten Jahre bin ich gespannt, wenn nun alle per staatlicher Erlaubnis und ohne im Hintergrund oder öffentlich ihre digitalen "Kriege" im Hintergrund durchführen.

Satire

Zumindest könnte man jetzt Atomwaffen abschaffen, wenn man auch andere Infrastruktur damit angreifen kann.

Einfach mal die Tore von einem Stausee öffnen? Vermutlich in Zukunft kein Problem. Kraftwerke abschalten? Dank KI möglicherweise einfaches Vorhaben, wenn KI-Agenten schon jetzt aus ihren "sicheren Umgebungen" ausbrechen und sich mit anderen Agenten verknüpfen.


"Herzlich Willkommen in der neuen IT-Welt!"


Ich gehe dann mal in den Keller, suche die alte Schreibmaschine, Briefumschläge und gewöhne mich an den Geschmack, wenn man wieder Briefmarken anlecken muss, weil diese nicht selbstklebend sind.
 
0x8100 schrieb:
gibt es dafür auch eine quelle?
Welche würdest du denn akzeptieren? Selbst wenn man westliche Quellen nimmt, die sich auf westliche Länder und das Empfinden von Gefahr konzentrieren, gehen 17-26% davon aus, dass Angriffe von den USA ausgehen. (Statista, kiwiko)
Israel ist überraschenderweise in jeder westlichen Quelle abwesend.
Nicht-westliche Länder werden zum Großteil aus den USA/Israel angegriffen. (Cyberattacks against China[globaltimes.cn], Asian Winter Games cyberattacks[rfi.fr], Hegseth: Offensive Cyberoperations Against Russia[nytimes], This Israeli Cyber Billionaire Battles Hackers In China, Russia And Iran[forbes])
Google ist hier übrigens auffällig blind und kann jene Artikel nicht von alleine finden.

Das einzig Gute an der Trump-Administration ist, dass die Propaganda plumper und durchsichtiger wurde. Die Politik hat sich nicht geändert, die Absichten werden einfach unverhohlener und direkter genannt.
 
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sedot schrieb:
Das Thema wird seit ~10 Jahren diskutiert. Hackback ist keine sinnvolle Option.
https://netzpolitik.org/tag/hackback/
Ist es eine sinnvolle Option der Angreifer?Wird darüber auch seit 10 Jahren diskutiert?
Ergänzung ()

Booby schrieb:
Der Staat von dem die meisten Cyberangriffe ausgehen, legalisiert es and holt sich Hilfe aus dem Privatsektor.
Und nicht wenige finden es auch noch toll.
Das Internet wird zunehmend feindlich und es ist nur noch eine Frage der Zeit bis freie Kommunikation nicht mehr möglich sein wird.
20-30% unserer lieben Mitbürger wünschen sich ein System wie unter Onkel XI und dem Putler. Endlich wieder florierende Wirtschaft und ungekannte Freiheiten. Die sollten damit also kein Problem haben, sondern wünschen sich das herbei!
 
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Hornblower schrieb:
20-30% unserer lieben Mitbürger wünschen sich ein System wie unter Onkel XI und dem Putler. Endlich wieder florierende Wirtschaft und ungekannte Freiheiten. Die sollten damit also kein Problem haben, sondern wünschen sich das herbei!
Der sogenannte Freund kontrolliert unsere komplette Kommunikation, aber das tut er aber nur, weil er uns davor schützen möchte, dass unsere sogenannten Feinde das gleiche tun. Wenn man solch eine Begründung nicht in Frage stellt, dann kann mit einem alles angestellt werden, solange der empfundene Feind als schlimmer dargestellt werden kann.
 
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BLACKWATER Special Division IT

Na toll, das wird außer Kontrolle geraten ...
 
An und für sich keine schlechte Idee, wenn die US-Regierung noch richtig ticken würde, aber da diese momentan keinen Unterschied mehr zwischen Nordkorea und Kanada macht, stellt sich die Frage, wer am Ende die Cyberkriminellen sind.
 
estros schrieb:
Cyberattacken zu privatisieren ist an sich folgerichtig, nachdem man die Raumfahrt schon privatisiert hat.
Naja, man hat dort ja auch den Strafvollzug privatisiert. Mal ehrlich, einem solchen Staat würde ich nicht mehr über den Weg trauen. Da muss die Masse ja jederzeit befürchen, dass an ihr ein unnötiges Exempel statuiert wird, nur damit die Knäste voll sind oder "Dienstleister" sonstige Zielvereinbarungen erfüllen können. Was kommt da als nächstes, etwa kommerzialisierte Hinrichtungen - deren Zahlen dann vermutlich auch deutlich ansteigen?
 
@mae zum glück nicht ganz das gleiche, aber die richtung stimmt :/
wehe wenn mal die ganze krankenhausausstattung als IoT ausgeführt wird damit es 'einfacher' wird und niemand mehr ins zimmer gehen muss um einstellungen zu ändern. spätestens dann könnte ein krankenhaushack wirklich einem beschuss gleichen.
medikation könnte man sicher jetzt schon teils unbemerkt anpassen, aber da passieren auch ohne fremdeingriff ab und zu fehler. da muss man als patient eh selbst aufpassen ~.~
 
Zulgohlan schrieb:
Na dann. Wird sicher nichts schief gehen, wenn irgendwelche rechten Drecksfirmen anfangen mit Kaperbrief wild herum zu hacken.
Was hat das jetzt mit „rechts“ zu tun?
 
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