Heimnetzwerkplanung

Crumar

Lt. Commander
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Hallo zusammen,

hatte letztens wegen einem anderen Projekt gefragt, dass ist leider ausgefallen. Jetzt haben wir aber den Notarvertrag für Dienstag angesetzt und daher bin ich wieder in der Planung für Sanierung und Renovierung.

Das Wichtigste am Anfang, wo platziere ich die Access Points und welche sind das.
HÜP ist im Raum Vorräte. Dort möchte ich vermutlich auch einen 19" Schrank platzieren, wo Patchpanel, Switch und Server drin hängen.
Genutzt als Router wird erstmal eine FB 7590 in Garage (wohnmäßig ausgebautes Büro mittlerweile). In der Garage soll es dafür drei Doppeldosen geben, eine wird Router & Telefonleitung zu Vorräte enthalten.

Frage 1: Welche APs nehme ich?
Ich möchte in Zukunft vermehrt Smarthome Produkte einbinden. Ich könnte mir vorstellen, dieses Netz zu segmentieren und quasi Openhab oder ähnliches als einzigen Zugang dazu. Aktuell nutze ich nur Zigbee, aber in Zukunft ggf. auch andere, bspw. über Thread oder ähnliches. Dabei soll alles immer On Premise bleiben.

Da scheint die günstigste Variante der Ubiquiti Unifi 6 Lite zu sein, wenn die Kriterien Wifi 6 und VLAN erfüllt sein sollen. Dieser scheint aber kein IPv6 zu können? Wäre ggf. für andere WLAN Clients ja eher schlecht in der Zukunft.
Ich bin nicht auf Fritz bzw. Mesh im Allgemeinen festgelegt. Soweit ich das erkennen kann, ist der einzige Vorteil, dass die Einstellungen zentral verwaltet werden? So oft ändere ich die nicht und dann kann ich auch 3 Webinterfaces bedienen.

Frage 2: Wo stelle ich die APs hin, um ein möglichst gute Abdeckung inkl. Garten zu erreichen.
Ich weiß, dass ist super schwer übers Internet zu erklären. Mein naiver Ansatz im Treppenhaus, weil das Haus offen genug ist, um alles zu erreichen, ist ggf. Schwachsinn.
Der Hintergrund ist, dass dies ein Split-Level Haus ist. Alles links der roten Linie ist eine halbe Ebene höher als die rechte Seite.
Das KG links ist bei der Garage ebenerdig, bei Hobbyraum Souterrain.
Kind bzw. Eltern sind über Garage, quasi 1. Geschoss, während Wohnen / Essen eher Hochparterre ist.
Das zentrale Treppenhaus ist damit recht offen.

Mein Plan ist es, mich für einen AP zu entscheiden, diesen jetzt zu kaufen und damit die Ausleuchtung zusammen mit Smartphone zu testen, anschließend mehr zu holen, falls nötig.

Grundriss:

1621610734361.png
Blaue Vierecke = aktuell geplante Doppeldosen.
 
Crumar schrieb:
Kriterien Wifi 6 und VLAN
Ich würde mir mal den ZyXEL NWA110AX ansehen und im Hinterkopf behalten, dass Wi-Fi 6E vor der Tür steht.
Crumar schrieb:
Mein naiver Ansatz im Treppenhaus, weil das Haus offen genug ist, um alles zu erreichen, ist ggf. Schwachsinn.
Kann funktionieren, aber in der Regel macht es mehr Sinn, den AP dort aufzustellen, wo man ihn auch braucht.
Crumar schrieb:
Mein Plan ist es, mich für einen AP zu entscheiden, diesen jetzt zu kaufen und damit die Ausleuchtung zusammen mit Smartphone zu testen, anschließend mehr zu holen, falls nötig.
Klingt vernünftig.
 
Crumar schrieb:
Da scheint die günstigste Variante der Ubiquiti Unifi 6 Lite zu sein, wenn die Kriterien Wifi 6 und VLAN erfüllt sein sollen.

Der kann kein WiFi 6 auf 2,4 GHz. Kann man mit leben, sollte einem aber bewusst sein wenn man das 2,4 GHz für hohe Reichweiten fest einplant.

Die FRITZ!Box kann als Router aktuelle kein VLAN. Du kannst also über einen VLAN fähigen Switch lediglich Heimnetz und Gastnetz der FRITZ!Box bereitstellen in dem du letzteres über LAN 4 zusätzlich an den Switch reichst.
 
Will man große (oft völlig ausreichend performende) Abdeckung ist deine Platzierung erstmal gut. Ich würde an der Hausaußenwand im Garten einen dritten AP platzieren, falls das Signal nicht reicht. Sonst gut.
Gibt es an einem Ort einen verstärkten Bandbreitenbedarf sollte der AP näher dort hin wandern.
Das Ausleuchten ist perfekt, so plant man WLAN.
Zur HW und Umsetzung mit Zonen...
Ich kann dir jedenfalls sagen, dass das mit Unifi APs, Cloud Key und Security Gateway umsetzbar ist; ich hab das so. (Plus VLAN-fähigen Switch, der ist bei mir aber von Zyxel.)
Die Performance des USG ist allerdings NICHT wirklich ausreichend mit IPS/IDS und VPN, bei Neukauf würde ich mehr nehmen.
Dennoch inhaltlich ist alles umsetzbar.
Ich habe Admin, Gast, Kinder, Device und public Hotspot als VLANs. Im public Hotspot mit captive portal. 3 davon werden als getrennte SSIDs ausgestrahlt; VLAN-getrennt.
Kann schon viel das Zeugs.
 
Crumar schrieb:
aber kein IPv6 zu können?
Wie kommst du zu dieser absurden Theorie?^^
Crumar schrieb:
Kriterien Wifi 6 und VLAN
Dann kommst du mit der Fritzbox nicht sehr weit. Irgendwie willst bzw. musst du die VLANs ja miteinander kommunizieren lassen. Außer du willst nur genau und maximal zwei VLANs haben, die nicht untereinander kommunizieren sollen und nur ins Internet sollen.... Dann reicht's.

Splitlevel ist fies weil dann in einer Haushälfte immer viel Betondecke im Weg ist. Ich würde da eher einen mittig im Wohnzimmer platzieren und einen zweiten im Flur zwischen Eltern, Kind und Bad.
 
Crumar schrieb:
Mein naiver Ansatz im Treppenhaus, weil das Haus offen genug ist, um alles zu erreichen
Das wäre quasi die Minimalversion. Damit bekommst du zwar nicht überall perfektes WLAN, aber mit wenigen Geräten eine große Wohnfläche abgedeckt.
Für eine perfekte Verbindung (soweit das mit WLAN eben möglich ist) solltest du eine freie Sichtverbindung zwischen Endgerät und AP anstreben.

Crumar schrieb:
Mein Plan ist es, mich für einen AP zu entscheiden, diesen jetzt zu kaufen und damit die Ausleuchtung zusammen mit Smartphone zu testen
Das ist ein sinnvoller Ansatz.
 
Danke für die Antworten.

Bezüglich der Fritzboxthematik - die ist für den Anfang, weil vorhanden. Das 19" Rack ist aktuell bis auf meinen Server ebenfalls leer. Im Grunde möchte ich soviel Technik wie möglich in den Schrank verbannen, damit auch den Router.
Mir geht es darum, dass ich nicht auf VLANs etc. jetzt verzichten möchte beim Neukauf, wenn ich das in Zukunft brauche, wenns an den Smarthome Einbau geht. Dann ist auch ein Routerneukauf teil des Smarthomeprojekts, wenn nötig (oder er bietet eben nur Modem / WAN connection in irgendeinem Scenario)

0-8-15 User schrieb:
Ich würde mir mal den ZyXEL NWA110AX ansehen und im Hinterkopf behalten, dass Wi-Fi 6E vor der Tür steht.
Fast doppelt so teuer, lese dort aber nichts von 6E? Steht fest, dass dieser 6E per Firmware update bekommt?. Ich mein, im Endeffekt noch immer eine vertretbare Summe, aber was kann dieser besser?

Merle schrieb:
Ich würde an der Hausaußenwand im Garten einen dritten AP platzieren, falls das Signal nicht reicht. Sonst gut.
Muss ich da was beachten? Es gibt glaub ich keine Bedachung außen rum, und weder der Ubiquiti noch der Zyxel scheinen mir wetterfest zu sein.
Ich denke allerdings der wichtige Bereich ist der vor dem WZ, da ist nur Glas

snaxilian schrieb:
Wie kommst du zu dieser absurden Theorie?^^
Naja, es würde mich auch wundern, aber Geizhals schließt ihn aus, wenn man auf IPv6 filtert. Auf herstellerseite finde ich auch nichts.

snaxilian schrieb:
Splitlevel ist fies weil dann in einer Haushälfte immer viel Betondecke im Weg ist. Ich würde da eher einen mittig im Wohnzimmer platzieren und einen zweiten im Flur zwischen Eltern, Kind und Bad.
Ich benötige aber auch unten WLAN, da der Hobbyraum (ebenfalls wohnmäßig ausgebaut) vermutlich Schlafzimmer von uns wird (erstmal). Deswegen dachte ich, wenn ich beiden Fluren eins in Deckenhöhe der unteren Ebene hänge, dann erreiche ich sowohl unten als auch oben viel. Andererseits würden dann zwei quasi direkt übereinander hängen.

Merle schrieb:
Ich kann dir jedenfalls sagen, dass das mit Unifi APs, Cloud Key und Security Gateway umsetzbar ist; ich hab das so. (Plus VLAN-fähigen Switch, der ist bei mir aber von Zyxel.)
Die Performance des USG ist allerdings NICHT wirklich ausreichend mit IPS/IDS und VPN, bei Neukauf würde ich mehr nehmen.
IPS/IDS? Ipsec?

VPN (Wireguard) läuft bei mir über ein FreeBSD Jail, in Zukunft vermutlich Docker auf dem Server. Das brauch ich nicht direkt im Router.

Edit: IPS/IDS gegoogelt. Glaube nicht, dass ich das wirklich brauche. Aber ohne VPN wäre sie leistungsstark genug um IPS/IDS zu stemmen? Bislang kommen eh nur 175 MBit über VDSL rein.


Switch wird im nächsten Schritt interessant, wenn ich weiß, wie die Vorraussetzungen (PoE, 10 GBit fürs NAS) aussehen. Da muss ich mir aber auch noch Gedanken drüber machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Crumar schrieb:
IPS/IDS gegoogelt.
Kannst du - wenn du mich fragst - gleich wieder vergessen.
Crumar schrieb:
Switch wird im nächsten Schritt interessant
Mal ein Beispiel: ZyXEL GS1900 Desktop Gigabit Smart Switch, 24x RJ-45, 130W PoE+
Crumar schrieb:
Fast doppelt so teuer, lese dort aber nichts von 6E? Steht fest, dass dieser 6E per Firmware update bekommt?. Ich mein, im Endeffekt noch immer eine vertretbare Summe, aber was kann dieser besser?
Mehr Durchsatz (insbesondere im 2.4 GHz Band) und mehr Reichweite (insbesondere bei schwierigen Bedingungen wie deinen). Wenn du dadurch statt zwei nur einen AP brauchen würdest, hättest du die höheren Investitionskosten wieder drin. Aber Wunder darfst du von dem Teil natürlich keine erwarten.

Mit dem Hinweis auf 6E wollte ich sagen, dass es eventuell Sinn macht, den Kauf noch ein wenig hinauszuzögern, bis entsprechende Geräte auf dem Markt sind.
 
Ah, weil dieser WiFi 6 im 2.4 GHz unterstützt, im Gegensatz zum unifi?
 
Ja, und weil er eine andere Abstrahlcharakteristik hat (und generell ein hochwertigeres Innenleben hat).
 
Eh... Die Performance, wenn HW offloading deaktiviert ist, ist halt niedrig.
175M gingen mit IDS/IPS nicht. Ob man das braucht ist ein gesondertes Thema. Mir reichen FW Regeln bis Layer 4.
Aber auch ohne diese Features kann ich es dir nicht sagen, ich hab nur 75M. Da wirst du zur routing performance googlen müssen.
Alles, was Bearbeitung der Datenpakete in Hardware beendet und es an die CPU gibt bremst immer jegliches Netzequipment von allen Herstellern; war nur ein Hinweis.
 
Crumar schrieb:
Naja, es würde mich auch wundern, aber Geizhals schließt ihn aus, wenn man auf IPv6 filtert. Auf herstellerseite finde ich auch nichts.
Ein WLAN AP leitet Ethernet Frames auf Layer 2 weiter, IPv6 hingegen ist ein Layer 3 Protokoll. Der Router muss IPv6 unterstützen, der AP spielt dafür keine Rolle.
 
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Crumar schrieb:
Geizhals schließt ihn aus, wenn man auf IPv6 filtert. Auf herstellerseite finde ich auch nichts.
Darauf würde ich nicht viel geben ob jetzt die Kriterien bei gh.de korrekt bzw. vollständig sind. Auf Herstellerseite steht ja auch nix explizit zu IPv4. Man könnte 2021 also auch fast annehmen, das Gerät unterstützt nur IPv6 und kein legacy IP (v4) mehr.^^
@up.whatever Jain. Also ja IPv4/v6 sind Layer 3 aber die hier diskutierten APs haben in der Regel eigene IPs und werden darüber ja angesprochen und konfiguriert.
Okay im worst case kann der Ubiquiti nur per IPv4 konfiguriert werden und auch wenn sich Ubiquiti in den letzten Monaten echt nicht mit Ruhm bekleckert hat würde ich hier noch die Unschuldsvermutung gelten lassen :D
Crumar schrieb:
Andererseits würden dann zwei quasi direkt übereinander hängen.
Warum denkst du, wäre dies ein Problem?
 
@snaxilian
War AP assignment nicht ein feature von 802.1x / RADIUS und ansonsten den clients überlassen? Könnten sich theoretisch gut überstrahlen und dann entweder extremes switching oder hängen bleiben?
 
Mit 802.1x machst du Authentifizierung und auf Wunsch Zuordnung ins gewünschte VLAN. Stellen mehrere APs dies zur Verfügung, gehen auch mehrere aber welcher AP dann gewählt wird hat nix mit 802.1x zu tun.

Ich denke, du meinst eher das was jeder Hersteller und Marketingfuzzi anders interpretiert und mal Mesh, mal Roaming oder Band/AP steering und mal ganz anders nennt^^
Ja, wenn das Endgerät sich zwischen beiden APs befindet oder der eine AP mit mehr Leistung sendet als der andere oder aus zig potentiell anderen Gründen wäre dies möglich. Aber du hast ja selbst schon im Eingangspost angemerkt, dass diese Art der Beratung übers Netz schwer bis unmöglich ist. Da bleibt nur ausprobieren in der jeweiligen Situation denn hier kann niemand absehen wie stark die Decken und Wände bei den Winkeln abschirmen oder eben nicht.
 
Wie würden denn die beiden APs (Ubiquiti, Zyxel) montiert werden? Finden dazu keine Angabe. Besser Decke oder oben an der Wand?

@0-8-15 User
Ich schaue mir aktuell Switches an, und kenne mich mit dem PoE Zeug nicht so ganz aus.
https://www.zyxel.com/za/en/uploads/images/XGS1910-GS1910_Series.pdf

Ich könnte wohl den GS1910-48HP für rund 60 Euro gebraucht bekommen. Damit hätte ich genügend Ports, er sollte VLANs etc. unterstützen und Gigabit haben. Laut dem Blatt oben hat er PoE+, das dürfte passen? Der von dir verlinkte ja anscheinend auch. Das Modell scheint von 2012 zu sein.

Also wenn ich das Datenblatt richtig verstehe, dann unterstützt GS1910 sowohl PoE 802.3 at@30W pro Port als auch af.
Der ZyXEL NWA110AX nutzt wohl 802.3 at und zieht 17W.
Sollte also aus meiner Sicht klappen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Crumar schrieb:
Wie würden denn die beiden APs (Ubiquiti, Zyxel) montiert werden? Finden dazu keine Angabe.
Laut Handbuch lässt sich beim Zyxel sogar die Antennenkonfiguration je nach Montageort umschalten.
Crumar schrieb:
Besser Decke oder oben an der Wand?
Bei mir hat sich Wandmontage bewährt, aber da hilft nur ausprobieren.
Crumar schrieb:
Sollte also aus meiner Sicht klappen.
Würde ich auch sagen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke.

Ich schwanke jetzt noch beim Switch. Ich komme über die Doppeldosen wohl auf 42 Ports.
Da würde sich ein Switch mit 48x RJ-45 natürlich anbieten. Für 566 gibt es da den:
HP Aruba Instant On 1930 Rackmount Gigabit Smart Switch, 48x RJ-45, 4x SFP+, 370W PoE (JL686A) ~566 Euro

Der würde quasi alles abdecken. Gigabit ports, Möglichkeit NAS / Hauptpc mit 10 Gbit anzubinden, PoE für Access Points, Rasperry Pi, Türklingel etc.

Oder, ich kaufe mir 2x Switches, einmal mit 4xSFP 10Gbs und 24xPorts und einen zweiten mit 24xPorts 1Gbit inkl. Poe.
Bspw.
HP Aruba Instant On 1930 Rackmount Gigabit Smart Switch, 24x RJ-45, 4x SFP+ ~170 Euro
ZyXEL GS1900 Desktop Gigabit Smart Switch, 24x RJ-45, 130W PoE+ ~170 Euro

Geräte die eh keine Anbindung ans NAS brauchen, kommen an den Zyxel sowie PoE Geräte.
Alles andere an den HP.
Da beide 802.1Q unterstützen, dürften VLANs kein Problem darstellen. Stromkosten von 226 Euro dürften auch eher länger dauern, bis die eingespielt sind.
 
Ich würde mir eher die Frage stellen ob tatsächlich so viele Geräte gleichzeitig angeschlossen werden. Nur weil du 42 Ports am Patchfeld hast musst du die ja nicht alle anschließen.

Ein guter 24 Port Switch reicht im privaten meistens vollkommen aus.
 
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