BDR529 schrieb:
Wüsste ich nicht, dass es seine Musik auf Platte gibt.
Das sollte man mal gesehen, wenn nicht gehört haben:
https://www.discogs.com/de/master/553-Phil-Collins-Face-Value .
Besonders der erste Titel haut richtig rein.
Krik schrieb:
Ich bin musikalisch bei den meisten Sachen vor 2005 hängen geblieben.
Ich auch.
Da hab ich die letzte gute CD gekauft: Brave New World von Iron Maiden, die ich auch heute noch öfters mal höre.
Alles, was danach kam, war uninspiriert und fad.
Von Ozzys "13" hab ich mir nur God Is Dead gemerkt, alles andere war schlecht.
Jethro Tulls letzter CD merkt man ganz deutlich an, daß die Luft schon lange raus ist bei Herrn Anderson.
Nicht mal ansatzweise so ein Ohrwurm wie Locomotive Breath oder Crooeyed Mary sind da zu finden - nur gleichförmiger Einheitsbrei.
Sie haben alle nachgelassen, die Idole meiner Jugend.
So etwas, wie A Light In The Black von Rainbow, was man so lange spielt, bis die Platte abgehobelt ist, werde ich wohl nie wieder sehen.
Der kreative Schwung ist weg.
Phil Collins hat schon lange mit den elektronischen Trommeln gespielt, weil er die Stöcke nicht mehr richtig halten konnte und es hat sich keiner aufgeregt ( doch, ich ... ).
Bei In The Air Tonight hört man das ganz deutlich.
Aber er hat bis 2007 fast jede Woche auf der Bühne gestanden und nicht immer das gleiche gespielt.
Das ist doch der Kick, der der Zuhörer anspringt.
Jon Lord spielt Bach auf der "Perfect Strangers" maö so eben zwischendurch.
Die Platte klingt heute noch frisch und knackig als Live-Album, obwohl her Gillan schon wieder einige Drehzahlen auf dem Kessel zu haben scheint.
Krik schrieb:
KI gab es damals noch nicht.
Zwischendurch haue ich gerne auch mal generisches Lofi in Spotify an. Da kann durchaus viel KI drin stecken und ich merke es nicht. Diese Art Musik dürfte sich relativ einfach durch ein Programm generieren lassen.
Genesis hat sicher auch viel mit dem Computer getrickst, wenn man sich die Klänge von Tony Banks mal genau anhört.
Bei Home By The Sea ist im Mittelteil viel Synthesizer zu hören.
Und der heißt so, weil er syntehtische Klänge generiert.
Aber die Anschlaglänge und das -tempo generiert immer noch der Keyborder.
Das ist von Konzert zu Konzert anders, deswegen geht man zum Konzert, auch wenn man die Platte 8 CD schon hundert mal gehört hat.
Frijid Pink hat mal The House Of The Rising Sun mit völlig verzerrten Gitarren gespielt.
Das klang besser, als Eric Burdon mit der Orgel als Leitmotiv.
Dann haben sie noch den Röhren-Verstärker übersteuert, bis es gekratzt hat.
Das kann man eben nicht mal so eben mit der 5. oder 7. Oberwelle erklären mathematisch, wenn die Signale unsymmetrisch von der Endstufe kommen wegen des nichtlinearen Bereiches der Kennlinie.
Genau diese Ungenauigkeiten sind das, was ein Stück interessant macht.
Ich hab 6 oder 8 Versionen von Home By The Sea gehört und angesehen, weil ich unbedingt die Version mit den fließenden Gesichtern von Munk, die sich voneinander weg bewegen sehen wollte, aber irgendwie gibt es die nicht mehr auf Youtube und Co.
Jede Version ist anders und wenn das Licht ausgeht, weiß man nie, wo Phil Collins beim nächsten Gesangspart wieder auftaucht und welche Faxen er dann macht.
Krik schrieb:
Ich stimme aber nicht zu, dass Musik einfach nur Mathematik ist.
Ich auch nicht.
Wenn die Ki mal die Stufe von Marillion erreicht hat, höre ich mal rein,
Aber das kann dauern, denke ich.
Da geh ich in der Zwischenzeit lieber zu Chris Hülsbeck und höre mir den alten Turrican Sound an.