HTPC vernünftig zusammenstellen

Choceur

Ensign
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Apr. 2012
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Hallo Com,
da mein alter DVD-Player letztens gestorben ist habe ich beschlossen einen ITX HTPC zusammen zu basteln. Dabei habe ich leider immer noch einige Fragen nach meiner Recherche offen.

Das Gerät soll folgende Punkte erfüllen:
  • DVDs abspielen
  • Alle möglichen Videodatein und Videostreams flüssig abspielen
  • Möglichst leise und energieeffizient sein
  • Moderne Games will ich keine spielen, eventuell paar alte oder was auf einem Emulator
  • Wäre toll wenn man das Gerät mit einer Fernbedienung steuern könnte
  • nicht allzu teuer, um 400 €
  • Linux kompatibel


Ich habe keinerlei Hardware vorhanden. Habe mich entschieden das Gerät mit einer 64er SSD, 8GB Ram auszurüsten. Bei den Rest der Hardware kann ich mich nicht entscheiden.

Frage 1: AMD oder Intel?
Die Trinitys scheinen recht vernünftige Leistung zu bringen, sind aber teurer als die low Intels und nicht sparsam. Habe mit dem „Intel Pentium G2020“ geliebäugelt. Reicht seine GPU Leistung und wird er unter Linux vernünftig unterstützt? Habe von den 24p-Bug gelesen, aber ich weiß nicht, ob der überhaupt auf mich zu trifft. Oder sollte man direkt dazu eine passive Grafikkarte dazu holen?

Frage 2: Passive Kühlung oder leise aktive?
Die passiven Gehäuse von Streacom finde ich sehr schick. Sie sind aber sehr teuer. Wäre eine Alternative ein normales Gehäuse mit einer sehr leisen aktiven Kühlung? Könnt ihr da einen Kühler empfehlen?

Frage 3: Welches optisches Laufwerk.
Dieses sollte am besten nahezu unhörbar sein. Bluerays habe ich keine.

Frage4: Stromversorgung?

Habe gelesen man benutzt bei ITX-Boards kein herkömmliches Netzteil. Es wird einen Adapterplatine benötigt und ein externes Netzteil. Könnt ihr hier was empfehlen und vor allem auf wie viel WATT soll das ausgelegt sein?

Freue mich über eure Ratschläge und schon mal danke im voraus!
Micha
 
Frage4: Stromversorgung?
Habe gelesen man benutzt bei ITX-Boards kein herkömmliches Netzteil. Es wird einen Adapterplatine benötigt und ein externes Netzteil. Könnt ihr hier was empfehlen und vor allem auf wie viel WATT soll das ausgelegt sein?

Das ist totaler Quatsch!

Wenn du wirklich ein leises und spromsparendes System haben möchtest, schau dir mal die AMD E350 APUs an. Sind sehr sehr genial dafür. Habe selner einen HTPC mit einem E350 und kann alles machen damit. Versteh nicht, warum immer so große CPUs dafür genommen werden. Ein HTPC soll ja nicht zum zocken da sein, eher für Multimedia. Dafür reicht so eine kleine APU. Film in 1080P stellt überhaupt kein Problem dar.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Du kannst natürlich ein normales ATX Netzteil verwenden. Das einzige "Problem" dabei ist, dass es fast genau so groß ist wie das Board ;)
 
Wenn das ganze bestmöglich Linuxkompatibel sein muss, ist man vorallem bei Videobeschleunigung mit Nvidia besser beraten.
Wenn man schon eine dedizierte Nvidia verbaut, machen die APU's von AMD als Prozessor keinen Sinn. Sollte das ganze zusätzlich günstig sein, lohnt sich ein Blick auf die Mainboards mit fest verlötetem Celeron 847.
Ich würde gegenwärtig das MSI C847MS-E33 als Board verwenden, und erst mal versuche mit der prozessoreigenen Videobeschleunigung anstellen. Der Opelelec-Build für Intel-Systeme sollte hierauf einwandfrei laufen.
Wenn einem die Performance nicht ausreicht (bei ggf emulatorspielen) kann man zb die GT610 nachrüsten.
Das ganze ist problemlos mit einer Pico-PSU 90 und einem 12V Netzteil mit 8A zu betreiben. Das ist dann diese "Adapterplatine" die du meinst. Welches Netzteil man verwendet, ist den Mainboards relativ egal.
HTPC Gehäuse für µATX Boards mit IR-Empfänger und Fernbedienungen gibt es auch zuhauf.
 
Hi,

als erstes kannst Du Dich hier informieren. Da gibt es auch Vorschläge bzw. Zusammenstellungen von anderen Usern.

zu 1:
der G2020 ist ausreichend. (ich habe z.b. den Vorgänger G630T 35W, besser und leiser zu kühlen), die AMD's ahben alle 55W aufwärts dafür ist die Grafik besser. Als Graka habe ich eine 6450 passiv dazu genommen.

zu 2:
passiv kriegst Du nicht wirklich hin und wenn dann wirds im Sommer zu heiß für die Komponenten. Kühler wäre hier der Scythe Big Shuriken 2 Rev. B erwähnenswert. Hat nur 58mm Höhe und ist sehr leise.

zu 3:
LiteOn iHOS104 ist eigentlich sehr leise. Viele nehmen eine 5,25" Blende und ein Slim Laufwerk.

zu 4:
ist von Gehäuse zu Gehäuse verschieden. In meinem könnte ich z.B. ein ATX verbauen. War mir aber zu groß deshalb kam ein SFX + Blende rein.

Hier mal meine Zusammenstellung. Ist komplett fernbedienbar. Temperaturen liegen auch alle im grünen. Zusätzlich habe ich noch ein 80mm bequiet auf der rechten Seite verbaut.

Das ganze System ist leiser als mein alter DVD-Player.
 
Zuletzt bearbeitet:
zu 2:
passiv kriegst Du nicht wirklich hin und wenn dann wirds im Sommer zu heiß für die Komponenten. Kühler wäre hier der Scythe Big Shuriken 2 Rev. B erwähnenswert. Hat nur 58mm Höhe und ist sehr leise.

Eher im Gegenteil, es ist schon recht laut.
 
Der Scythe? Ne also ich bin sehr überrascht gewesen von dem Teil. Ich hatte ihn mir lauter vorgestellt.
 
Also auf den ersten Blick überzeugen mich die Celeron 847 Boards nicht. Fest verbaut, kein USB 3.0. Aber ich schaue mir das System nochmal genauer an.

Die meisten hier tendieren hier also zu einer lowcost Intel CPU mit ggf. zusätzlicher Grafik?
Kann man die CPU untertakten, so dass diese noch leiser zu kühlen ist?
 
Die CPU's heutzutage tun den lieben langen Tag nichts anderes als sich rauf oder runterzutakten.
Wenn man sie überhaupt sparsamer bekommt, dann indem man ihnen die Spannung reduziert.
Ein Pentium G640 ist mit dem Scyte Shuriken in einem Gehäuse verbaut aus 2 Metern Entfernung nicht wahrnehmbar.
Wenn er es dennoch ist, sollte man sich darum Gedanken machen, wie man die PWM-Steuerung im Bios konfiguriert hat.

CPU fest verbaut? Das man innerhalb der möglichen Nutzungsphase des Sockels auf die Idee kommt, nun doch einen Quadcore nach zurüsten ist unwahrscheinlich.

Wozu brauchst du denn genau USB 3.0?
 
Zuletzt bearbeitet:
@ghecko
Also mein Gedanke war halt, wenn man doch mehr Power irgendwann will muss man das komplette Board tauschen. Wobei du schon recht hast. Das von dir vorgeschlagene MSI-Board ist ja komplett passiv. Muss hier das Gehäuse über einen Lüfter verfügen? USB 3.0 ist ja mehr nice to have.
 
Der Celeron allein dürfte passiv in einem µATX Gehäuse, welches Luftaustausch erlaubt, problemlos zu kühlen sein.
Sollte eine passive Grafikkarte hinzukommen, würde ich dennoch empfehlen, einen lüfter zu verbauen.
Ein Lüfter bedeutet ja nicht zwangsläufig, das es laut sein muss. Mein HTPC ist auch nicht hörbar:
DSC04748.jpg
DSC04754.jpg
Mittlerweile ist ein anderes Mainboard mit einer anderen CPU verbaut (GIGABYTE GA-H61M-DS2V, Pentium G640) und der 120mm Lüfter wurde durch einen Coolink SWiF2-120P ersetzt.
 
Sieht alles sehr schick aus. Wäre an deiner gesamter Konfiguration interessiert. Dieser schräge Lüfter ist selbst angepasst? Was ist da drunter?
 
Das Gehäuse ist ein MS-TECH MC-1200. Da ist ein SFX-Netzteil verbaut. Das ist aber recht laut, deswegen wurde es ausgebaut und durch einen Pico-PSU90 ersetzt.
DSC04763.jpg

Am Einbauort des SFX-Netzteils habe ich mir aus Lochblech eine Lüfterhalterung gebogen, damit Luft aus dem Innenraum aus dem Gehäuse und ein Teil davon zur passiven Grafikkarte zirkuliert. Den Lüfterrahmen musste ich etwas mit dem Dremel bearbeiten, damit es nicht mit der Abdeckung des Gehäuses kollidiert.
DSC04760.jpg


Komplette Hardware aufgelistet:

MS-TECH MC-1200
Celeron/Pentium der SB-Generation nach Wahl
Scythe Big Shuriken 2 Rev.B
GIGABYTE GA-H61MA-D2V
Nvidia GT520/GT610
2GB DDR3-1333
Kingston SSDNow V300 2,5" SSD 60 GB
PicoPSU-90 + 84W AC/DC Adapter / Netzteil
Coolink SWiF2-120P
Verlängerung für den 4-Poligen CPU Power Stecker.
Optisches Laufwerk nach Auswahl (so gut wie jedes Laufwerk bekommt man leise, wenn man es auf 4x Geschwindigkeit begrenzt)

DSC04761.jpg

Das ganze läuft unter Xubuntu 12.04 mit XBMC.
Ich hab mit dem G640 einen relativ starken Prozessor verbaut, der eigentlich nicht nötig wäre. Nur habe ich die ein oder andere Datei, für die es gegenwärtig keine Hardwaredecoder gibt (Hi10p H264). Die muss ich zwangsläufig über die CPU per Software Decodieren. Der Celeron G550 war mir da etwas zu unsicher und der 847 hätte es wohl nicht ganz geschafft. Aber den gab es zu dem Zeitpunkt auch noch nicht.
 
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Das wird nicht gehen. Das MSI-Board ist ein µATX, und in das Gehäuse passen nur ITX Boards.
In dem Fall solltest du ein ITX Board mit LGA1155 und eben einem Celeron/Pentium mit einer kleinen, aktiven Kühler verbauen. Passive Grafikkarten sind bei den Dimensionen auch nicht mehr ohne Weiteres möglich.

Bisher können so ziemlich alle gebräuchlichen Videocodecs durch die HD-Grafik des Celerons beschleunigt werden. Zumindest alle, bei denen es einer Beschleunigung bedarf, also H264 und VC-1. Mpeg2 bringt selbst ein Atom Singlecore zustande.
Hi10p H264 ist ein Ausnahmefall, und kommt gegenwärtig nur in der Subbingszene zum Einsatz.
 
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