News Hyperscaler: Gigantisches KI-Rechenzentrum in Utah genehmigt

ukulele schrieb:
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso so viele hier sagen, dass dort wenige Jobs entstünden. :D
Weil dieses Forum hier eine beachtliche Gruppe von Realitätsverweigern hat, die glauben, dass die KI Blase platzt (lol), weil sie selbst in ihrer Blase (welch' Ironie) gar nicht mitbekommen, wie und wo die Transformation stattfindet und was da passiert.
Wenn man beruflich damit zu tun hat, schwankt man zwischen Heiterkeit und Sarkasmus. ^^
 
@ukulele @Laphonso Nein, weil der größte Teil der Kosten für ein RZ die Sever und die Gebäudetechnik sind. Die für so ein RZ zuständigen Mitarbeiter sind gemessen an der Investitionssumme überschaubar.

Hier ein Beispiel:
In Brandenburg soll ein RZ für 25 Mrd € gebaut werden. Später sollen dort 1.200 MA arbeiten.
Das Tesla-Werk im gleichne BL hat 5,8 Mrd. € gekostet und beschäftigt 12.000 MA.

https://www.rbb24.de/wirtschaft/bei...echenzentrum-geplant-freyenstein-protest.html
https://t3n.de/news/gigafactory-berlin-zahlen-und-fakten-zur-tesla-fabrik-in-gruenheide-1612102/
 
Zuletzt bearbeitet:
@Kaufmannsladen Das ist so pauschal falsch, weil die Betriebskosten nur ein Teil sind, dazu kommen TVM, FVM, Datenbanken, Rechtemanagement und Policies, Lizenzen, Support 1st bis 3rd Level, Produktmanager für die ganzen INC+CRQ Prozesse etc,
Kein Angebot kalkuliert RZ Kosten isoliert in meiner Branche, wir reden hier nicht über hosted „Blech“ mit Accounts und Konsolen.
Ich habe Kunden mit geschäftskritischen Verfahren in der Polizei, Justiz, Steuer, Sozialwesen etc, und die RZ Kosten sind hier ein Furz in der siebenstelligen oder gar achtstelligen Faktura.
Und Storage kostet Gold mittlerweile.

Daher, siehe oben, systemisch betrachten, bitte.
 
Ford_Prefekt schrieb:
Was willst du nun aussagen, BASF ist böse und böse und alles dichtmachen wäre besser? Alles ab nach China?
Überzeuge den Steuerzahler davon die Risiken von BASF zu übernehmen.
 
Laphonso schrieb:
Das ist so pauschal falsch, weil die Betriebskosten nur ein Teil sind, dazu kommen TVM, FVM, Datenbanken, Rechtemanagement und Policies, Lizenzen, Support 1st bis 3rd Level, Produktmanager für die ganzen INC+CRQ Prozesse etc,
Und was davon landet als Wertschöpfung vor Ort? Was hat die Gemeinde davon?

Laphonso schrieb:
Ich habe Kunden mit geschäftskritischen Verfahren in der Polizei, Justiz, Steuer, Sozialwesen etc, und die RZ Kosten sind hier ein Furz in der siebenstelligen oder gar achtstelligen Faktura.
Ich weiß nicht, was dein RZ macht, aber ich glaube nicht, dass es für State-of-the-art-KI genutzt wird. Da sind die Kostenpositionen etwas anders verteilt. Das wenigste wird am Ende bei den Menschen vor Ort in Form von lokalen Arbeitsplätzen und Gewerbesteuer bleiben.
 
Kaufmannsladen schrieb:
Und was davon landet als Wertschöpfung vor Ort? Was hat die Gemeinde davon?
Ich arbeite im public sector, d.h. alleine in meiner 2 Mrd. Euro Umsatz Bude bleibt das meiste ja vor Ort, durch die Abgaben, Steuern, Gehälter und Investitionen in den Mittelstand und die Service Provider.
Wir arbeiten an einem Deutschland stack, auch bzgl. KI und LLM und Systemintegratoren.
Die Politik ist in einigen Bundesländern hier progressiv und denkt digital souverän. Endlich! :-)

Kaufmannsladen schrieb:
Ich weiß nicht, was dein RZ macht, aber ich glaube nicht, dass es für State-of-the-art-KI genutzt wird.
RZ ist nur der Betriebsteil, wir begleiten die Transformationen alleine in 6 Bundesländern direkt und kooperieren bundesweit. Das ganze Thema Lebenslagen für die Bürgerservices ist ein Agenda big point für einige CDOs und CIOs, und state of the art braucht auch Gelder, Steuergelder.
Wir sprengen oft schon die EG15 und müssen AT zahlen, aber das geht nur begrenzt.
Wir bekommen keine high End Spezialisten für Tariflohn, die arbeiten gegenüber meines Kunden in der ABC-Straße (die heißt so!) in Hamburg für Google ;-)
Kaufmannsladen schrieb:
Da sind die Kostenpositionen etwas anders verteilt. Das wenigste wird am Ende bei den Menschen vor Ort in Form von lokalen Arbeitsplätzen und Gewerbesteuer bleiben.
Ist bei uns zum Glück anders.
Wir waren 2006 rund 1300. 2026 sind wir 6000 Beschäftigte. Und alles um die KI Transformation ist der mit Abstand größte Motor, den ich erlebe seit ich hier in der Branche bin, und das sind fast 30 Jahre.
Durch unsere Vergaben und Aufträge haben wir auch mittlerweile Milliarden an Steuergeldern, die letzten 20 Jahre in Deutschland gelassen, und das ist ja auch gut so.
 
SavageSkull schrieb:
Gibt es denn für Nischen einen sinnvollen Nutzen von KI?
Ja, es rennt momentan das Geld hinter KI hinterher, aber wofür.
Irgendwann kommt eine Ernüchterung und dann bleibt von dem aufgeblasenen Hype nur noch das übrig, wo es wirklich sinnvoll ist. Ich bin da in meiner privaten Bubble allerdings noch nicht über diese Nische gestolpert.
Welche sind das denn?

Medizin. Auswertung von von Daten und Bildern. Erkennung von Mustern. Schon jetzt rettet KI leben, weil eine KI nicht müde wird.
Entwicklung. KI schreibt massiv viel Source code und bricht ein neues Zeitalter in der Softwareentwicklung an. Indem es bestehende Codes neu schreibt oder analysiert. Statt drei Monate Sicherheitsaudit kannst den in 20 Minuten haben.
Militär: Auswertung von Überwachungpgsbildern. Früher mühselig, heute setzt ne KI dran. So sieht ne Abschussrampe aus und das sind Hunderttausend Bildern vom Iran, suche bitte.
Weltraumforschung genauso.
Medizin 2: Entwicklung von Medikamenten und Simulationen
KI revolutioniert gerade auf einigen Feldern im Business Umfeld unsere Gesellschaft, oft relativ still.
Chatgpt ist nur der öffentlich Spaßanteil der KI.
 
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