Andere/Übergreifend Infrastrukturvorbereitungen Baulücke

fireblade_xx

Commodore
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Hallo zusammen,

ich habe das Glück einen Bauplatz von meiner Familie zu erhalten, welcher eine Baulücke in einem Wohngebiet aus den 1980ern darstellt.

Hier wurde damals über eine Privatstraße die Erschließung vorgenommen und auch mein künftiger Bauplatz über Kupfer erschlossen. Bei den Nachbarn ist SuperVectoring mit Full Sync möglich, daher sollte das bei mir auch passen.

Allerdings ist die Frage wie "belastend" langfristig die Privatstraße für einen FTTH Ausbau wird, wenn schon SuperVectoring liegt und damit für die anderen Anlieger wohl ausreichende Geschwindigkeiten.

Folgende Szenarien habe ich aktuell:

1. Hausbau mit Kupfer + Leerrohre zur Privatstraße für mögliches FTTH (Telekom baut schon an der Hauptstraße und mit dem nächsten Rutsch Bauplätze sollte das praktisch vier Häuser neben mir hochgezogen werden - Skizze Blau)

2. Hausbau mit Kupfer + Leerrohre + Kabel (Skizze Rot) über das Grundstück meiner Oma erschließen (hier geht ein unbebauter Grenzkorridor von etwa 7m von der Hauptstraße direkt zum Bauplatz) - eine Baulast etc. für das Kabel wäre kein Thema. Würde sowieso im unüberbaubaren Grenzbereich liegen

Ich habe ehrlich gesagt etwas Bedenken, dass ich auf Ewigkeiten dank der Privatstraße auf Kupfer festsitze, da 250 den meisten "normalen" Haushalten ausreichen.

Würdet ihr entspannt Kupfer verwenden und sehen was die Zukunft bringt, oder mit Aufwand bereits eine Kabelerschließung noch über das Nachbargrundstück vornehmen?
 

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Du brauchst für die Erstversorgung (falls von Telekom) auf jeden Fall den Bauherrenservice. Es wäre also naheliegend, mit diesem Kontakt aufzunehmen und zu fragen was sie Dir empfehlen.
Falls sich das als nicht hilfreich erweist könntest Du auch Telekom Hilft hier im Forum von CB kontaktieren. FTTH kriegst Du damit vermutlich nicht früher, aber mit etwas Glück können sie Dir detailliert sagen welche Art von Leerrohr (vom Beginn der Privatstraße bis zum Baugrundstück) sie mit verwenden würden.
 
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Auf den Bauherrenservice gehe ich natürlich zu, allerdings mache ich mir da wenig Hoffnung, da ich bereits das Kupferkabel aus der Erde geholt habe zusammen mit Strom und Frischwasser :D

Die ganze Privatstraße kann ich leider nicht mit Leerrohren zupflastern, sondern unter meinem Hof um ein späteres Öffnen zu vermeiden. Ich hoffe, dass zumindest das 250er Profil freigeschalten wird... gegenüber ist ein Dreifamilienhaus mit 2x 250 und einmal 175 Mbit/s :D

SV reicht mir völlig - ich will nur nicht damit noch in 20 Jahren festsitzen weil sich z. B. meine Mitanlieger gegen einen FTTH Ausbau aussprechen, was ja bei einer Privatstraße persönliche Ausbaukosten nach sich ziehen sollte oder?
 
Dein Bauplatz ist über das Ende der Privatstraße im Westen der Skizze erschlossen? Gibt es südlich der Privatstraße noch weitere Bebauung?
Hast du dir von der Telekom schon mal eine kostenlose Trassenauskunft besorgt: https://trassenauskunftkabel.telekom.de/start.html#

Die Privatstraße sehe ich eigentlich nicht als größeres Hindernis. Nur weil dein Gebäude an einer Privatstraße liegt sollte es nicht automatisch aus einer FTTH-Planung fallen.
Der Eigentümer der Privatstraße sollte dann natürlich dem nötigen Tiefbau zustimmen.
Zudem muss die FTTH-Erschließung nicht zwangsläufig dem vorhandenen Kupfer folgen. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass wenn es günstig ist dein Gebäue auch von der Hauptstraße erschlossen wird.

Ich würde auch mal den Bauherrrenservice kontaktieren. Den brauchst du sowieso, denn das Kuperkabel in der Erde ist noch kein Anschluss solange kein APL gesetzt wurde.
 
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Warum nicht beides?

Der sofortige Erstanschluss über die vorhandene Zuführung per Kupfer, weil man dazu ja kaum Aufwand hat. Dazu natürlich auch schon ein Leerrohr vom Haus bis zum Privatweg.

Und später FTTH halt übers Grundstück der Oma, sobald im Ort mal ausgebaut wird, falls dann eure Privatstrasse doch nicht dabei wäre.
Ich würde dazu beim Hausbau auch schon mal für den Fall vorsorgen und zB im Keller zur entsprechenden Hauswand ein Leerrohr setzen.
Und wenn man auf Sicher gehen will, dann im Grundbuch für das Grundstück der Oma schon mal vorsorglich das Wegerecht für das Kabel eintragen lassen, denn man weiß ja nie was später mal kommt (zB Todesfall, Erbstreit, Hausverkauf, ...).
 
Frag den Bauherrenservice zwecks Kupfer-Anbindung und leg Leerrohr sowohl zur Privatstraße als auch zur Hauptstraße. Als Leerrohr würd ich PE-HD mit 40 oder 32mm Außendurchmesser nehmen, da passt dann später alles mit Glasfaser durch.
 
Die Telekom legt dir bei einem neuen Hausanschluss mittlerweile sowieso gleich eine Speedpipe rein. Telekom FTTH ist damit gedeckelt, außer man hängt dich an den APL der Oma.
Ich würde zusätzlich trotzdem ein privates Leerrohr mit in diese Grube werfen, falls schlussendlich doch ein anderer Anbieter Glasfaser ausbaut. Der darf die Speedpipe der Telekom nämlich nicht einfach so nutzen.

Wenn Kupfer schon liegt und nur ein APL aufgebaut wird, dann würde mindestens der Kupfertrasse folgen.

Wem gehört denn die Privatstraße?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Privatstraße gehört allen Anliegern zu unterschiedlichen Teilen. Mir persönlcih gehören 1/8 - da sehe ich gerade das Problem. Die anderen Anwohner sind zwischen 50-80 Jahre alt d. h. wenn es zum FTTH Ausbau kommen sollte und einer möglichen Kostenumlage sehe ich schwarz :(

Ich mache es wohl so wie angedacht, Ersterschließung per vorhandenem Kupferkabel (liegt aktuell knappe 15 Meter von seinem späteren Bestimmungsort) und Leerrohre sowohl zur Privatstraße vor, als auch rückseitig zu meiner Oma.

Der Bauplatz ist komplett über die Privatstraße erschlossen, sprich Strom, Frischwasser, Abwasser etc. daher wäre der Weg zu meiner Oma nur ein "Ausweg" gewesen, da in der Haupstraße sowohl Telekom Glas & Vodafone Kabel schon liegt. Der Aufwand ist es mir aber wohl nicht wert...

Das Thema ist halt, dass meine Oma auch nicht jünger wird und wenn ich da eine Erschließung vornehmen sollte, ich das jetzt am besten schon mache z. B. Vodafone Kabel hoch und daneben noch ein Leerrohr + entsprechende rechtliche Sicherungen für die Kabelführung.
 
h00bi schrieb:
Die Telekom legt dir bei einem neuen Hausanschluss mittlerweile sowieso gleich eine Speedpipe rein.
In FTTC-Gebieten? Seit wann das denn?

@fireblade_xx : Du hast also den Bauherrenservice immer noch nicht angerufen? Ist Dir der Gedanke unangenehm dass Du nach einem Anruf womöglich auf Basis von Fakten eine Entscheidung treffen könntest statt wie bisher wild irgendwelche Spekulationen einzubringen und abzufragen?
 
Nore Ply schrieb:
In FTTC-Gebieten? Seit wann das denn?
Ich habe den Eindruck, das die Tiefbaufirmen, die den Elektro-Anschluss bauen und dabei auch für die Telekom tätig werden, das manchmal aus Gewohnheit mitmachen :D Das die Speedpipes dann draußen tot rumliegen ist klar.
 
Ok...Und Du bist Dir da sicher?
 
Nore Ply schrieb:
Ok...Und Du bist Dir da sicher?
Nein, eine Garantie kann ich dir da nicht geben. Ich weiß auch nicht mehr, auf welches Ereignis sich meine Aussage begründet (zumal, wenn ich ins Haus komme, das Speedpipe auch angeschlossen sein sollte), aber ich hab das irgendwie noch so im Kopf... :D
 
rezzler schrieb:
Ich habe den Eindruck, das die Tiefbaufirmen, die den Elektro-Anschluss bauen und dabei auch für die Telekom tätig werden, das manchmal aus Gewohnheit mitmachen :D Das die Speedpipes dann draußen tot rumliegen ist klar.

Nore Ply schrieb:
Ok...Und Du bist Dir da sicher?

Sehe ich hier in der Gegend bei den Neubauten auch. Ob die Speedpipe irgendwann mal von der Telekom oder sonstwem genutzt wird, bleibt abzuwarten.

Wird aber teilweise in die Trassenauskunft Kabel eingetragen:

snr.jpg
 
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Deine Zeichnung bezieht sich auf einen per Kupfer versorgten Neubau in einem FTTC-Bestandsgebiet?
 
Genau. Ein relativ neu gebautes MFH, angeschlossen am MFG-Standort, der oben rechts eingezeichnet ist.

Neben dem Kupferkabel liegen im Gebäude auch 2 Speedpipes, die aber noch ungenutzt sind.

Macht aber Sinn, da irgendwann in den nächsten Jahren FTTH kommen soll. Förderverfahren dazu ist geplant und startet voraussichtlich 2023.
 
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Nore Ply schrieb:
In FTTC-Gebieten? Seit wann das denn?
Zumindest in jedem Neubau seit 2017, in dessen Hausanschlussraum ich in den letzten Jahren war.
Das spart zumindest das Hof aufreißen.
 
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rezzler schrieb:
Ich habe den Eindruck, das die Tiefbaufirmen, die den Elektro-Anschluss bauen und dabei auch für die Telekom tätig werden, das manchmal aus Gewohnheit mitmachen :D Das die Speedpipes dann draußen tot rumliegen ist klar.
Nein, es wird nur das verlegt, was auch beauftragt und bezahlt wird. Üblicherweise macht eine Tiefbaufirma die Gräben, das Verlegen der Leitungen erledigt entweder die Baufirma oder der Versorger, der Anschluss der Kabel erfolgt durch den Versorger.

Die Telekom ist nach meinen Erfahrungen ein "schwieriger" Partner (ich mache seit über 20 Jahren Straßen- und Tiefbau beruflich).

Wenn schon konkrete Bautätigkeit absehbar ist, würde ich mich direkt an den jeweiligen Bauleiter/Verantwortlichen der Telekom wenden, der auf dem kurzen Dienstweg den Kontakt in die zuständige Planungsabteilung herstellt.
 
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jof schrieb:
Nein, es wird nur das verlegt, was auch beauftragt und bezahlt wird. Üblicherweise macht eine Tiefbaufirma die Gräben, das Verlegen der Leitungen erledigt entweder die Baufirma oder der Versorger, der Anschluss der Kabel erfolgt durch den Versorger.
Ich kenns hier so, das Tiefbau und Anschluss durch eine vom Versorger beauftragte Firma passieren, die gleichzeitig auch dien Telekom-Spaß mit erledigt. Übrigens hab ich auch schon verlegte Kupferkabel im FTTH-Gebiet gesehen...
jof schrieb:
Die Telekom ist nach meinen Erfahrungen ein "schwieriger" Partner (ich mache seit über 20 Jahren Straßen- und Tiefbau beruflich).
Hör ich in dem Kontext auch immer wieder, aber bei Neubauten eher nicht.
jof schrieb:
Wenn schon konkrete Bautätigkeit absehbar ist, würde ich mich direkt an den jeweiligen Bauleiter/Verantwortlichen der Telekom wenden, der auf dem kurzen Dienstweg den Kontakt in die zuständige Planungsabteilung herstellt.
Find den mal raus. Und dann versuch mal, den dazu zu motivieren ;)
 
Ich würde das Thema gerne nochmals aufwärmen. Beim Telekom Bauherrenservice wurde ein CU-APL bereits beauftragt. Vodafone würde über die Privatstraße für ~60k Euro Koax erschließen. Ist natürlich Wahnsinn vor allem da ich eine Alternative (Garten Großmutter) hätte. Wäre euch Ende 2023 noch ein Koax Anschluss 2-3k € wert zusätzlich zu einem SVDSL Anschluss (Kabelgraben würde ich selbst erstellen)? Eigentlich habe ich im Haus SAT vorgesehen, könnt das aber recht flexibel ändern.

Glasfaser ist noch nicht in direkter Sicht, aber 300 Meter von mir wurde ien Neubaugebiet von der Telekom ershclossen, ergo gehe ich mal von Telekom FTTH Ausbau in den nächsten Jahren aus.

Mir sind mögliche Nachteile von DOCSIS durchaus bekannt, aber mir ist bei der Festlegung auf eine hoffnungslos am Limit laufende Technologie echt unwohl, aber bei der Zukunft von Koax sehe ich auch nicht so prickelnd...

PS: 5G Empfang / Mast ist ca. 250 Meter entfernt. Eigentlich sollte ich mich zurücklehnen....
 
Zuletzt bearbeitet:
fireblade_xx schrieb:
Ich habe ehrlich gesagt etwas Bedenken, dass ich auf Ewigkeiten dank der Privatstraße auf Kupfer festsitze, da 250 den meisten "normalen" Haushalten ausreichen.
Die Kupferinfrastruktur wird nicht "Ewigkeiten" in Betrieb bleiben, denn DSL ist inzwischen technisch überholt. Auch die 35-MHz-Altanschlüsse werden nach und nach überbaut werden müssen, wenn die Chiphersteller den Support einstellen und nicht etwa extra für ein glasfaser-verkackendes Deutschland aufrechterhalten. Da ist dann genau schnell Feierabend wie bei ISDN. Ich erwarte zudem, daß die seltenere 35MHz-Technik zuerst sterben wird und die gängigere mit 17 MHz noch etwas länger in Betrieb bleibt.

Was die Zugangsgeschwindigkeiten angeht, wird auch bei GPON in Deutschland der 50er-Anschluß Standard bleiben und nicht etwa der 500er "üblich" werden. Und von Multi-Gigabit wird das Land noch lange träumen dürfen.
 
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