News Ingenieure braucht das Land

Klar die politik hat fehler gemacht. studiengebühren, unsinnige schulpläne, bafög reformen etc. andererseits ist die wirtschaft aber auch nicht ganz unschuldig. sind doch selbst die größten unternehmen ziemlich knauserig wenn es um förderungen/fortbildung von personal geht.
meist gibt es unternehmerische förderungen (studium) doch nur noch über beziehungen bzw um jemanden einen gefallen zu tun. die wenigsten firmen besitzen doch keinen "bafög-topf" um potentielle anwärter zu unterstützen sondern bieten, wenn überhaupt, knebelverträge an.
dass die wirtschaft nun wieder nach der politik schreit ist an und für sich unverständlich, da gerade in den letztenjahren die politik der wirtschaft sehr entgegen gekommen ist und an und für sich genügend ressourcen vorhanden sein sollten um eigenes personal heran zu ziehen.
personalpolitik bedeutet eben nicht nur auszubildende einzustellen sondern auch studierende zu fördern.
 
@Giniemaster
Ist es leider nicht, auch wenn es für den aktuellen Mangel noch keine Rolle spielt, so gehen die Studienanfängerzahlen durch die Studiengebühren nachweislich zurück. Aktuell wird das vor allem auf dem Ausbildungsmarkt deutlich, denn Viele der eigentlichen Studiumswilligen machen lieber eine Ausbildung. Die Dummen dabei sind jedoch dann die normalen Schuhlabgänger die kaum noch Zugang finden, weil ihre möglichen Ausbildungsstellen von Abiturienten besetzt sind.

Nein, für aktuellen Mangel mögen die Studiengebühren nicht herhalten können, aber in Zukunft wird das Problem dadurch nur noch verschlimmert werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
ja toll aber trotzdem habe ich dieses semster keinen studiumsplatz bekommen auch wenn ihnen komischerweise so viele bald fehlen werden. naja ich hab mich jetzt fürs nächste semester bei maschinenbau und flugzeugbau eingeschrieben. letzteres wäre mir lieber.
 
Einen guten Job zu bekommen bedeutet eben nicht vor und während des Studiums zu
stöhnen, sondern auch schon in der Schulzeit den A**** hoch zu kriegen.
 
dualcore_nooby schrieb:
auch einige looseringenieure ...

Selber Loser ;)

@Topic: Ingenieur ist nicht gleich Ingenieur. Ich weiß nicht wie viele Berufsgruppen diesen Titel tragen, aber das geht von der Baubranche (echt miese Chancen) über Elektronik bis zu Mechanik und Bio-Mechanik bis hin zur Schiffstechnik.

p1n0 schrieb:
@phil.: piss dich hier mal net so auf Mr Musterschüler & nimm die Zunge aus dem A**** deines Bosses^^

und tschüß :D
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
JaJa typisch Deutschland

Im letzten Sommer hab ich noch nichtmal ne Praktikumsstelle bekommen, obwohl ich schon Ing bin.
Die Firmen brauchen sich nicht zu wundern wenn sie keine Fachkräfte bekommen, studiert ja keiner auf Abruf!
 
naja so richtig den arsch aufreißen muss man sich auch nur wenn man ne fachrichtung gewählt hat die einem nicht wirklich liegt.

ich kenn einige die sich ein paar mal falsch entschieden haben und dann abgebrochen haben.

studiengebühren hin oder her die studienzeit war bis jetzt die geilste zeit :D

in meinem studiengang waren wir ca 15 man (2 mädels) und es war genial ... kein vergleich zu überfüllten studienrichtungen wie bwl oder so n schwachsinn.
 
Ja, Ingenieure gibt es viele. Bestätigen kann ich die Newsmeldung für Maschinenbauer, welche durch die breite Ausbildung nahezu überall unterkommen.

Zur Situation: Hinzu kommt die derzeitige Umstellung vielerorts auf Bachelor-/Masterstudiengänge, weg vom Diplom. Abgesehn von der Absurdität dieses Vorhabens (meiner Meinung nach funktioniert dieses System bei uns nur für geistes- oder wirtschaftswissenschaftliche Fächer), bringt diese Umstellung meist einen deutlichen Verlust an Lehrinhalten mit sich, weil die Organisatoren "das Rad neu erfinden" wollen und bestehende funktionierende Vorlesungssysteme neu gestaltet werden. Zudem fallen Praktikas etc. weg.

Ob dieses Chaos die Leute für solche Studiengänge motiviert, bzw. deren Bildung verbessert kann wohl bezweifelt werden.
 
achja kleiner tipp am rande.
wenn hier jemand vor hat zu studieren, schaut nach nem berufsintegrierten studium!
da hat man von anfang an ne firma an seiner seit wo man eine normale berufsausbildung macht, seine praktikas und die diplomarbeit. wenn man sich dann ein bissel anstrengt übernimmt einen auch gleich die firma ;)
und was noch positiv ist, man braucht kein bafög ;)
 
Die Studiengebüren haben, so denke ich, schon eine Auswikung auf die Studentenzahlen, jedoch sollte diese nicht besonders stark sein.

Wie schon erwähnt ist Ingenieur nicht Ingenieur, daher ist die Zahl an freien Stellen und arbeitslosen Ingenieuren recht unsinnig!

Was für viele ein Grund ist ins Ausland zu gehen wird die Bezahlung der Jobs sein. Ich habe persönlich keine Abneigung dazu ins Ausland zu gehen, wenn ich dort für die gleiche Arbeit mehr Geld bekomme. Da brauchen sich die ganzen geldgeilen Firmen nicht wundern, wieso so viele ins Ausland gehen.

Bestes Beispiel dafür, hat zwar mit den Ingenieuren weniger zu tun, dürfte aber viele Firmen in Deutschland stehen:

Die EnBW machen Jahr für Jahr mehr Umsatz und Gewinn. Da man solangsam nicht mehr weis, wohin man die ganze Kohle stopfen soll, beginnt man über all neue Kraftwerke zu bauen. Ein neues Kohlekraftwerk in Karlsruhe für mal locker 1Mrd. €; in Stuttgart ein neues Gaskraftwerk und und und
Allgemein ist dies ja zu begrüßen, dass neue Kraftwerke gebaut werden. Jedoch werde die Mitarbeiter entlassen, die Wochenarbeitszeiten weiter erhöht, Gehälter gekürzt.

Da brauch man sich echt nicht wundern wieso viele den Weg weg von hier antreten.


Armes Deutschland - selber schuld! :mad:
 
Die Studiengebühren begünstigen ein Ingenieursstudium. Warum? Unabhängig in welchem Studiengang man eingeschrieben ist, muss man zahlen. Wer also jährlich 1000€ zahlt und deswegen einen Kredit aufnimmt, ist eher gewillt einen besser bezahlten Beruf zu ergreifen, als vielleicht seiner Passion (Theologie, Philosophie etc) nachzugehen.
Und wie man deutlich sieht, ziehen die Studentenzahlen sowieso an.
diagramm4.php
 
Zuletzt bearbeitet:
Für Leute die wirklich was bewegen wollen......

Wenn ich sowas schon höre....
Glaubst du etwa "der Inder" will was bewegen ?!
Der will aus seiner Armut raus, mehr nich...

Ich bin seit 4 Wochen nun Diplom Ingenieur...
Einige haben sich wirklich bewegt, und zwar vom Dach der Uni Richtung Boden...2 fälle aus meinem FB in der Zeit meines Studiums..So werden auch Studienplätze frei..

Eins sag ich euch, hätt ich gewußt was auf mich zukommt, 6 Jahre pleite zu sein, mit 26 noch bei Mutti Leben, 1-2 Nebenjobs ständig, dann hätt ich nen anderen Weg gewählt... Ohne den geringsten Zweifel...

Ich werde jedem von einem IngenieursStudium abraten, es sei denn er bekommts auf Bachalor schnell durchgezogen oder hat reiche eltern die ihm jeden Monat mind. mal 500-600€ zur Verfügung stellen für sein 5 Jahre Master Studium...
 
@madthebad

Das nennt sich BA-Studium und ist eine spezielle Studienform an Berufsakademien. Diese Form der "Ausbildung als Studium" ist allerdings nicht gleichwertig zum FH-Studium oder gar Uni-Studium.
 
ok ich hab mathe schon hinter mir, grandios mit 4,0 bestanden :D
jetzt fehlt mir nur noch die mechanik :lol:
dann werd ich es vielleicht schaffen im 15ten semester fertig zu sein hier in stuttgart/maschinebau

bei uns ist übrigens die regelstudienzeit (OHNE praktikum) 12,6 semester (= 6 JAHRE!!)
und ich aachen sogar 15semester :evillol:

kein wunder dass im moment ingenieure fehlen

gruaß

PS: bin jetzt im 7ten semester und unser studiengang besteht max. noch aus 35% der leute die mal angefangen haben. es ist einfach verdammt schwer und die professoren könnens einfach nicht rüberbringen.
rekorddurchfallquote war in mechanik 2, da sind 93% durchgefallen :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Also wenn ein Ingenieur bevor er seine Ausbildung (generell in sechs Semestern) abgeschlossen hat, erst 3000 Euro zahlen soll, ist doch irgend was faul... Die Studiengebühren sind die dümmste Entscheidung, die sich die Politiker jemals ausgedacht haben...
 
Leider wird hier ein anderes selbstgemachtes Problem gar nicht erwähnt. Denn früher wurden Konstrukteurs-Stellen fast ausschliesslich von Maschinenbau-Technikern besetzt. Heute braucht man für die selbe Arbeit schon nen Dipl.Ing-Titel.
Früher gab es im Team einen oder zwei Dipl.-Ing in leitender Funktion, mehrere Techniker führten die Konstruktion aus und Technische Zeichner fertigten dann die Detail-Zeichnungen in einem Infgenieursbüro an.
Heute ist der Techniker nur noch der bessere Technische Zeichner, während ein Dr. Dipl.Ing das Team aus lauter Dipl.Ing leitet, die alle fern der Praxis ausgebildet wurden und so einen Murks zusammenkonstruieren, der durch den Einsatz von Praxiserfahrenen Technikern hätte vermieden werden können.
Aber heute ist der Zettel wichtiger als die Fähigkeit und so ist unser Ing-Mangel selbst gestaltet und selbstverschuldet!
 
Da Studiengebühren erst seit maximal einem Semester erhoben werden, kann es daran schonmal nicht liegen!
 
Ziemlich interessant, was man hier so liest. Hier in Rostock, sind die Studienanfängerzahlen im Maschinenbau regelrecht explodiert. Als ich damals angefangen habe, haben sich 125 Leute eingeschrieben, dieses Semester waren es 260! (Was durchaus daran liegen kann, dass MV noch keine Studiengebühren verlangt.) Also da kommt schon noch was nach.

Zu den Regelstudienzeiten, die hier in Umlauf gebracht werden, die sind für Dipl. MB doch überall 10 Semester, oder irre ich mich da? 14,... oder 15 Semester können doch höchstens die durchschnittlichen Studienzeiten sein. Hier in Rostock werden die Leute nach dem 15.Semester zwangsexmatrikuliert. Ich habs in 11 Semestern geschafft und kenne diverse Leute, die auch nicht viel länger gebraucht haben.

Und zu den Anforderungen des Studiums. Sicher sollte man mit Mathe nicht komplett auf Kriegsfuß stehen, aber so übermenschlich, wie es hier teilweise dargestellt wird, ist es nun auch wieder nicht.
 
Zurück
Oben