also gebraucht werden mit Sicherheit Elektrotechnik und Maschinenbau. Was aber auch hier bei uns im Südwesten hoch im Kurs ist, ist die Mechatronik.
Das Problem beim heutigen Ingenieur sind meist die Vertiefungen, die man an Unis lernt, der Mechatronik-Studiengang ist rein aus der Wirtschaft als Bedarf entstanden und wurde zuerst an BAs geschult und nun auch zunehmend an der FH. An Unis sieht man den noch vergebens, leider!
Mechatronik ist dabei nix anderes als ein Mix aus Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik. So kann ich problemlos CAD-Systeme bedienen, Festigkeitsberechnungen durchführen, Schaltpläne lesen/erstellen, mit Elektronikbauteilen hantieren, Digitaltechnik ist auch kein Thema und zu dem kann ich problemlos Programmieren. Ich gebe zu, dass ich in Punkto Fachwissen nicht mit einem Ing. des jeweiligen Fachbereichs mithalten muss, aber muss ich das? Stellt ein Personalchef lieber 3 sehr gute Ings ein oder 1 Allrounder, der das Ingenieursdenken intus hat und keinen Schreck beim Anblick des jeweiligen Fachbereichs erleidet? Da sieht man auch wieso Mechatronik entstanden ist, denn Mechanik ist heute ohne Elektronik nahezu undenkbar (Sensorik muss einfach sein!) und meist ist die Elektronik dann noch intelligent und will programmiert werden. Ein alteingessener Maschinenbauer fasst sich da schnell an den Kopf, er kann zwar problemlos techn. Mechanik/Dynamik mit den krassesten Integralen berechnen, aber blickt den Schaltplan des Mikrocontrollers mit riesengroßen Augen an.
Imo wer ein die Wirtschaft will, sollte auch versuchen sich auch bereits im Studiem an dieser zu orientieren. Ein Studium an der BA/FH ersehe ich da auch viel sinnvoller, dort wird auch zunehmend die Mathematik geschwächt, sie wird dort auch eher angewandte Mathematik bezeichnet, Beweise zb. hatte ich in meinem Studium fast keine.
Und das Problem mit dem "zu weit weg" ist an sich keins, fast 50% in meinem Kurs und auch in den Parallelkursen kamen von 500-800km weit weg nach Stuttgart, um hier zu studieren. Ist ja auch ned so schwer mit 700-1000€ netto im Monat (je nach Jahr) kann man sich ne Wohnung selbst im Ballungsraum Stuttgart leisten (manche Firmen zahlen sogar Wohnung). An der FH ein ähnliches Bild, mein Cousin studiert Mechatronik an der FH Reutlingen, er hat 1 Tag die Woche frei, an dem er arbeitet, arbeitet am WE und in den Ferien bei Bosch, er kommt problemlos über die Runden und wohnt auch nicht mehr zu Hause.
Man schafft alles, wenn man es nur will! Der eigene Ehrgeiz macht jemanden zur Elite und nicht die Unis

(die sind nur Mittel zum Zweck). Und dass hier teilweise das Ing-Studium abgeredet wird, ist für mich unbegreiflich, ich kann nur empfehlen eins zu machen und Vorzugsweise an der BA. Im Januar bekomme ich meinen Bachelor, dem ich später (in 2-3 Jahren) einen Master anhänge werde und damit dann den Mastern der Unis in nichts mehr nachstehen werde, dafür durfte ich ein kurzes und sehr interessantes Studium (3 Jahre mit viel Praxis) erfahren, bin daher gerademal 22 und verdiene doch recht ordentlich (nicht weit weg von den 50k/Jahr).
Also ich kann jedem Abiturienten einen Blick auf die BA nur empfehlen, die Sache hat leider nur den Haken mit den Noten. Bei guten/großen Firmen kommt man mit nem Schnitt schlechter als 2,0 im Abi nicht durch, aber es gibt auch mittelständische Unternehmen und die sind auch sehr zu empfehlen, da dort die Übernahmechance höher sind (ein BA-Student kostet die Firma ~100k €, daher möchten gerade die Kleinen diese wieder haben

).
PS:
noch was geniales an der BA:
die Kurse sind meist nicht größer als 25 Studenten und es ist quasi wie fortgesetzte Schule aber auf einem deutlich höherem Niveau. Man kann problemlos Fragen während den Vorlesungen stellen und man kann sich anschließend auch mit dem Dozenten unterhalten. Nicht verstandene Lösungen wurden bei uns teilweise in der Vorlesung oder falls machbar auch bei nem extra Termin besprochen. Der Dozent ging immer auf uns ein und gab sich sichtlich Mühe (ok etwas übertrieben, es gab auch Ausnahmen und die kammen vor allem von richtigen Unis

). Und Fächer für Soft-Skills (zb. Teamwork, Präsentationen) hatten wir auch

.