Inputlag - warum sollte er stören ?

h@mster

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Die Reaktionszeit des Menschen, im Sehen, Wahrnemen und Handeln, liegt zwischen 0.3 und 0.9 Sekunden.

Wenn jetzt der Monitor einen Inputlag von 50 ms besitzen, dann würde ich das doch überhaupt nicht wahrnehmen können.

Ich verstehe nicht, wieso teilweise kritisiert wird, dass bei schnellen Shootern dann Probleme auftreten. :freak:

Kann mir das mal jemand genauer erklären bitte :D
 
Naja, deine 0.3 und 0.9 Sekunden sind schon ziemlich hoch gegriffen. Gamer von Spielen die schnelle Reaktionszeiten erfordern kommen teilweise auf unter 0.1 Sekunden. Beim zocken weiss man schließlich ganz genau, das hinter jeder Ecke der Tod lauert ;)

Jemand der fast ne Sekunde braucht, um auf etwas gesehenes zu reagieren, der bekommt von nem hohen Input-Lag natürlich nichts mit - darf sich aber auch nicht wundern, wenn er die Statistik von hinten anführt ^^

50 ms oder gute 3 fps sind schon eine Hausnummer an Verzögerung. Denn das, was du siehst, ist schon längst Geschichte. Wenn du auf einen sich bewegenden Gegner schießt, verfehlst du - denn er ist in Echt ja schon ganz wo anders. Bei schnellen Rennspielen landest du im Gegenverkehr oder sonst was.

Wie gesagt, Grafiker oder Menschen die keine extremen Spiele zocken bekommen das nicht mit. Für alle anderen verlängert sich bei 50 ms der ganze Prozess um gute 50 Prozent. Auf das ganze kommt dann ja auch noch (beim Onlinegaming) die Ping-Zeitverzögerung hinzu. Untragbar.

Input_lag_animated.gif

Image:Input_lag_animated.gif
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit Reaktionszeit ist imho die Reaktion des Menschen auf eine gewisse Ursache gemeint, d.h. dass es z.B. 1sec braucht, um auf ein plötzlich auftretendes Hindernis (z.B. beim Autofahren) zu reagieren. Die Wahrnehmung des Gehirns und insbesondere des Auges ist schneller.
 
Außerdem muss man ja den Input-Lag mit der Reaktionszeit des Menschen addieren, damit man weiß wie viel Zeit zwischen dem Geschehen und der Reaktion ist, da man ja erst Reagieren kann wenn sich was auf dem Monitor tut. Also sollte der Lag immer eine Rolle spielen egal wie schnell man Reagiert.

Falls das so nicht stimmt bitte korrigiert mich, hab mir das gerade eben so zusammengereimt.

mfg fingerwolf
 
@fingerwolf: stimmt schon!

Wenn ich jetzt Crysis zocke, werde ich dann den Inputlag von 50 ms wahrnehmen ? werde ich beim schießen vielleicht nicht treffen ?

Das sind so Fragen auf die ich gerne eine Antwort hätte :cool_alt:
 
Inputlag macht nix, wenn man den durch technik (skill) kompensieren kann.
Wenn man aber die Spieltechnik nicht verfeinert hat und generell ein Luckaimer und grobmotoriker ist, kann Inputlag schon von Nachteil sein

Just my 2 cents

LG
FX-Star
 
Inputlag wird höher gebauscht als es ist..
Ein Ahnungloser muss sich ja wer weiß was vorstellen.. ^^

Ein Inputlag merkt man nur die ersten tage.. Ich hab mich mit meinem PVA längst dran gewöhnt und merke auch keine Nachteile mehr..
Und Schlehter geworden bin ich dadurch auch net, zumindest nich messbar..
Wenn man das erste Mal die Maus berührt spürt man es aber deutlich.. Aber man gewöhnt sich wie gesagt schnell dran und kompensiert..
 
Das kann man so nicht sagen, klar gewöhnt man sich, aber trotzdem ist man dadurch schlechter...
Wenn man "ungefähr" gleich viele Kills bei CounterStrike oder so auf "normalen Public-Server" macht, kann man es nicht vergleichen.

Das Können wird immer durch die Technik begrenzt, erst wenn die Technik besser wird, wird auch das Können besser sein können.
Man könnte einen perfekten Test machen, indem man einen Mensch auf unrealistische Art und Weise sofort klont und diese ein "Duel" in einem schnellen Spiel machen, wovon einer auf einem S-PVA und der andere auf einem CRT oder OLED spielt.
Ich garantiere, dass bei 100 Runden der mit S-PVA im Rückstand liegen wird.


Und wie schon erwähnt wurde, jemand der nur langsame Spiele spielt, wird sowas nicht merken, vor allem nicht jemand, der nur ab und zu spielt und deshalb niemals "gut" werden wird. Sowas braucht einfach viel Zeit... und regelmäßiges Training um nicht schlechter zu werden.
Ich würde mal annehmen, dass 80% aller "Spieler", wenn nicht mehr, so oder so keine schnelle Reaktionszeit der Monitore brauchen, da die einfach schlechter als die 20% sind und es auch bleiben.
Das sind die typischen sehr vielen Kinder auf Servern, die jemanden als "Cheater" oder "Hacker" bezeichnen, weil die es einfach als unmöglich sehen, dass man überdeutlich besser spielen kann als die selber.

Ist ja klar, wenn jemand der schon 2 Jahre lang eine Map spielt (bei CSS) und noch immer nur schiest, wenn er jemanden sieht, dann wird er nie besser sein.
Es kommt schließlich auf sehr vieles an.

Nach einer Zeit weiß man auf die Sekunde genau, wann jemand wo sein kann, man hört den Gegner durch optimierte Soundeinstellungen noch besser und man schiest wenn man aus der Ecke kommt bevor man jemand ihm Fadenkreuz hat. (natürlich nicht übertriebe 5 Kugeln oder mehr bevor man rausgeht :p)
 
Wie schon gesagt kann man sich bis zu einem gewissen Grad an Input-Lag gewöhnen bzw. kompensieren (halbwegs konstant sollte er sein) ähnlich wie bei höherem Ping. Die grundsätzlichen Nachteile bleiben natürlich bestehen
 
Wenn man alles 0,5 Sekunden später sieht als es eigentlich da ist, und das nur wegen dem Monitor dann ist das ein extremer Nachteil... das lässt sich auhc nich durch Skill oder so kompensieren!
 
@teppich: wir reden hier von max. 50 ms, dass sind wenn du es RICHTIG umrechnest nur 0.05 Sekunden! Das ist ein dicker unterschied :freak:
 
Es gibt nicht viele veröffentlichte fundierten Untersuchung. Eine Ausnahme bildet eine Studie der Bundeswehr, die untersucht, welche Verzögerung ein Feuerleitsystem haben darf, damit die Trefferquote gut ist. Das Ergebnis war, dass bei 40ms kaum ein Unterschied zu 0ms bestand, bei 80ms aber eine deutliche Verschlechterung auftrat.
 
ich finde nach wie vor dass das übertrieben wird mit dem Inputlag..
Da kann mir jeder mit seinen Milisekunden kommen.. ^^
Milisekunden ;)
Wenn ich 50 ms später merke dass ich beschossen werde, ist es eh egal..
Entweder ich hab den Skill das sich es dann noch kompensiere und reagiere, oder es ist nen Headshot.. ;) ^^
Irgendwo ist auch ne Grenze erreicht, wo man noch reagieren kann..

Das Thema wird aufgebauscht, genau wie mit den Milisekunden..
ich hab nen S-PVA, der ohne Overdrive, was ich nie anhab, 16 ms hat.
Deswegen seh ich trotzdem alles scharf..
 
Wie geschrieben, jeder reagiert anders darauf.. manche merken den Unterschied zwischen 0ms und 40ms und andere brauchen da schon 100ms...

Millisekunden mögen zwar für einen schnell vorbeigehen, trotzdem haben sogar 50ms einen ordentlichen Einfluss auf eingeübte Spieler. Und mit eingeübt meine ich nicht einfach nur Spieler, die sehr oft oder lange spielen und sich trotzdem nicht verbessert haben (was meistens der Fall ist, da die, die lange spielen sofort meinen Profis zu sein)

@Centurio81:
Ich will dich ja nicht enttäuschen, aber dein S-PVA hat niemals konstant 16ms ;) Das kommt nur in "optimalen" Situationen vor, dein Monitor hat garantiert wie jeder andere S-PVA auf dem Markt oft 30ms oder 40ms, die vom Hersteller angegebenen Millisekunden sind nur unter optimalen Bedingungen.
 
Unabhängig davon wie gut man es kompensieren kann (dafür sollte er möglichst konstant sein) bleibt der Reaktionsnachteil.

Beispiel:

Du kommst um die Ecke und ein Gegner steht vor dir. Du reagierst zwar 20ms schneller als der Gegner aber da der nen CRT hat und du nen TFT mit 50ms Input-Lag macht er den kill.

Verhält sich ähnlich wie beim Ping. Natürlich kann man mit einem Ping von 80ms zocken, trotzdem ist es ein Nachteil gegenüber 30ms.
 
So wie sich das anhört, wird mich der Inputlag mal 0,0 stören.

Ich bin Gelegenheitszocker, der abundzu mal gemütlich eine Runde Crysis oder soetwas in der Art in voller Grafikpracht genießen will.

Aus dem Alter des 24/7 Computerspielen bin ich raus, hätte dafür die Zeit auch nicht mehr. (Leider ?...)
 
h@mster schrieb:
So wie sich das anhört, wird mich der Inputlag mal 0,0 stören.

Genau darauf wollte ich hinaus.. ;)
Ich zocke auch gegenüber jüngeren Jahren eher nich mehr so viel, und nen pro bin ich nie geworden..
Daher stört mich das nicht im geringsten Maße mit dem Inputlag, ich merke ja auch nix davon beim Zocken..
Wenn jemand das ernster nimmt und nen Pro ist, sieht die Sache vielleicht anders aus..

Wenn aber jemand sich den inputlag erklären lassen muss, wird er ihn sicher nicht stören.. ;)
 
Centurio81 schrieb:
(...)

Das Thema wird aufgebauscht, genau wie mit den Milisekunden..
ich hab nen S-PVA, der ohne Overdrive, was ich nie anhab, 16 ms hat.
Deswegen seh ich trotzdem alles scharf..

Ich bin mir ziemlich sicher, dass mit den 15ms ein GTG Wechsel gemeint ist, also die Schaltzeit zwischen zwei Graustufen. Ohne Overdrive haben S-PVA Panels keinen nennenswerten internen Lag, das liegt dann rein an der Elektronik, die sie ansteuert. Dafür machen sie ohne RTC doch gut sichtbare Schlieren, das würde mich deutlich mehr stören.

Und ihr braucht nicht glauben, dass die Ingenieure bei Samsung & Co. nicht mittlerweile auf das Thema aufmerksam geworden sind und gerade Samsung hat mit Korea eine extrem große E-Sportszene quasi direkt vor den Werktoren. Wenn man mal einem der Spitzenleute auf die Hände schaut, dann merkt man den Unterschied zu sich selbst. Ich könnte die Maus selbst unkoordiniert nicht so schnell hin und her bewegen, wie die das mit millimetergenauer Präzision machen. Da muss ich dann eingestehen, dass ich selbst bei größter Anstrengung nicht nachvollziehen könnte, wo für solche Talente wichtige Unterschiede zwischen zwei Geräten bestehen. Das ist für mich genauso weit weg wie die Ansprüche eines Lewis Hamilton an seinen McLaren mit meinen Ansprüchen an einen VW Golf. Aber die Ingenieure, die den McLaren entwickeln, müssen ihn ja auch nicht fahren können.
 
es macht beim spielen sehr wohl einen unterschied.


gelegenheitsspieler wird das nicht interessieren, ab clanspieler mit ambitionen sollte man den inputlag allerdings ernst nehmen. etwas mit skill auszugleichen ist ein schlechtes argument, denn der vergleich muss zwischen zwei "hypothetisch" gleich starken spielern gezogen werden.

übrigens zählt da nicht nur der inputlag, der ping, die fps , sondern auch mausverhalten, mauspad, soundkarte und hardware usw

das ganze muss in sich stimmig sein und ein ipl von 50 ms betrachte ich als zu hoch.

um es nochmal etwas kürzer zu schreiben:

jedes einzelne glied in der hardware- + softwarekette zählt und wenn ich bei jedem glied nur mittelmass voraussetze, dann wirkt sich das im schlechten spielverhalten aus.

regards
 
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