News Jamaika-Sondierungen: Von Gigabit-Netzen und dem Facebook-Gesetz

Andy

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#1
Selbst wenn vieles bei den Sondierungsgesprächen zwischen CDU/CSU, FDP und Grünen umstritten ist, bei der Digitalisierung herrscht Einigkeit: Es muss etwas passieren. Die Verhandlungen über den Bereich Digitales sind bereits abgeschlossen, inhaltlich bleibt es allerdings vage.

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#2
Ich glaube ich werde auch Digitalisierungs-Minister:
Einfach Breitband und Datenschutz in die Reden einbauen und fertig ist.
Dafür gibt es dann ein schönes Salär.
 

v_ossi

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#3
Bei dem Thema werfe ich den verschiedenen Politikern nicht einmal vor, dass sie keinen Plan haben. Ist ja schließlich #Neuland. Viel schlimmer ist aber, dass es so wirkt, als hätten die Parteien auch keine kompetenten Leute in ihren Reihen. Konkrete Pläne sucht man da gefühlt seit Ewigkeiten vergebens und neben dem Bund kochen dann noch alle Länder ihr eigenes Süppchen. Wüsste man es nicht besser, würde man ja vermuten, dass die Politiker sich damit Zeit lassen und es am Ende eh wieder die Telekom "richten muss", weil die Politiker zufällig in deren Aufsichtsrat sitzen.

Wie wäre es mal mit einer Hoover Dam mäßigen Investition?

Einfach Milliarden in den Ausbauen* pumpen und für die nächsten Jahrzehnte ausgesorgt haben?

*Also nicht der Telekom das Geld für den Ausbau in den Rachen werfen, sondern den Ausbau staatlich betreiben. (Oder flächendeckend Google Fiber; denen würde ich da eher vertrauen. :D )
 

Dodo Bello

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#4
zukünftig ausschließlich Ausbauabschnitte förderfähig sein, die mit Glasfasertechnologie ausgebaut werden
Damit meint die Politik nicht FTTH (Glasfaserkabel direkt bis in die Wohnung des Anwenders). Also eine optisch-digitale Leitung gänzlich ohne zusätzliche Komplexität und Latenz durch zwischenzeitliche Modulation über störungsanfällige Kupferadern.

Damit lässt die Politik den kompletten Spielraum für die vielen Fiber/Kupfer-Chimären wie FTTB, FTTC (Vectoring) und HFC (Hybrid Fiber Coax) für die Förderung. Somit wird die Allgemeinheit am Ende den ohnehin aktuell laufenden VDSL- und Coax-Ausbau mitfinanzieren. Schön doof von uns :(
 
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#5
Telekom war ja mal staatlich.
Aber es musste natürlich alles privatisiert werden, damit die Aktionäre an der Börse sich die Taschen vollstopfen können.
Natürlich verlegt die Telekom jetzt nur noch da, wo es sich lohnt.
Warum sollten sie auch Glasfaser nach Kuhdorf legen, das macht für ein Unternehmen gar keinen Sinn.
 

Flomek

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#6
2025 ist das neue 2018... Mal sehen was danach für eine Jahreszahl in den Raum geworfen wird.
 

7hyrael

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#7
Wann in den letzten Jahren haben die Plaunzen im Plenarsaal denn mehr gemacht, als die Klimaerwärmung mit der ganzen heißen Luft die sie produzieren zu beschleunigen? Da muss man nicht beim #Neuland schauen. Bei den Themen die für uns von Relevanz sind wird doch meist nur groß gelabert und nichts getan, da wundert es nicht dass es hierbei nicht anders ist. Die wichtigen, schwerwiegenden und vermutlich dann auch ziemlich konkreten Entscheidungen die in keinster weise schwammig dahingeschwurbelt sind, werden dann doch wieder schön unter Ausschluss der Öffentlichkeit und hinter geschlossenen Türen getroffen. Sieht man doch immer wieder. Siehe Hamburg, Bahnhofsumbau. Warum da so vieles von der Planung, wie bspw. die Kosten, "Geheim" bleibt kann sich jeder selbst ausmalen.
 
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#9
@Dr. MaRV
Jamaika wird kommen, die Sondierung "Muss" bis Freitagmorgen abgeschlossen sein. Künstlich wird so getan, als ob Zeitdruck bestünde. Den hat man sich allerdings mit der willkürlichen Terminsetzung Freitag selbst gesetzt. Man ahnt, weshalb: Mit Krokodilstränen werden FDP und CSU erklären, warum sie umfallen „mussten“ – wir wissen schon… Man gewinnt den Eindruck, dass die Sondierung nur dazu dient, längst Beschlossenes in einem großen Sack zu stecken, um die problematischen Inhalte zwischen Klein-Klein zu verstecken. Voran der Familiennachzug, das Netzwerkdurchsetzungsgesetz, usw.

Noch weitere vier Jahre Blockpartei (Bündnis 90/Die Grünen, CxU, FDP, Die Linke, SPD - gerade aktiv nicht dabei) geführt unter Merkel und in Deutschland geht nichts mehr. Aber 87% der deutsch wollen es so.
 
Zuletzt bearbeitet: (Ergänzung)
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#10
Wäre die Telekom noch ein öffentliches Unternehmen könnte man sich den ganzen Quark sparen und einfach machen, stattdessen reden diese "Leute" über einen weiteren Verkauf. Während die palavern beschließt die nur noch kommissarisch im Amt sitzende Regierung einfach mal so EU-Militärbündnisse ohne Legitimation am Bundestag vorbei.

Nur noch Verachtung.
 
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#11
Ich bin immer noch der Meinung, dass unsere Infrastruktur staatlich bleiben sollte.
Also die Telekom verstaatlichen, die Vertriebsstrukturen auslösen und ALLEN anderen Anbietern Vorleisterprodukte anbieten.

Dann kann man auch wieder Geld in den Service investieren und wirklich mal einen einwandfreien Serviceprovider in Deutschland haben, wo das Wort "Service" auch wieder was bedeutet. Gleiches gilt natürlich auch für den Netzausbau.
 
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#12
Ich bin immer noch der Meinung, dass unsere Infrastruktur staatlich bleiben sollte.
Der Zug ist aber nunmal abgefahren. Willst Du eine Netz-Infrastruktur verstaatlichen, dann musst Du das mit allen anderen Netz-Infrastrukturen ebenfalls machen, Gleichheitsprinzip und so. Vodafon und Co. würden uns was husten und die Söhne und Töchter von Gottes eigener Nation in Windeseile einmarschieren um uns zu befreien.
 

Engelsen

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#13
Warum sollten sie auch Glasfaser nach Kuhdorf legen, das macht für ein Unternehmen gar keinen Sinn.
Das würde ich heute so nicht mehr unterschreiben!
Grade die großen Unternehmen gehen immer mehr in diese "ländlichen" Regionen, weil dort diverse andere Vorteile durch den Bezirk oder die Stadt locken ...

 
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