Kaufberatung, 5.1 Kopfhöhrer

Naja, audiophile Ansprüche in allen Ehren, aber nicht jeder will sich gleich HighEnd-Audio zum Zocken an den Rechner hängen.
Auch wenn die Oberklasse-Modelle von Beyerdynamic, AKG, Koss und Co. definitiv ihr Geld wert sind reicht doch für den Standardzocker auch weit weniger.
Aber es stimmt natürlich daß zum Zocken ein Stereo-Kopfhörer im Sinne von Raumklang / Ortung etc. nicht unbedingt benachteiligt ist gegenüber einem Mehrkanal-Kopfhörer und in puncto Klangqualität auch oft bevorteilt sind. Aber so schlecht wie letztere im Allgemeinen gerne geredet werden sind diese nun auch wieder nicht.
Im Übrigen frage ich mich warum das Argument "Signallaufzeiten", also wann was an welchem Ohr ankommt, stets nur bei Diskussionen über Mehrkanal-Kopfhörer angebracht wird und nicht auch bei Lautsprechersets. Da wäre das nicht minder ein Kritikpunkt.

Edit: frohe Weihnachten ;)
 
Sublogics schrieb:
Im Übrigen frage ich mich warum das Argument "Signallaufzeiten", also wann was an welchem Ohr ankommt, stets nur bei Diskussionen über Mehrkanal-Kopfhörer angebracht wird und nicht auch bei Lautsprechersets. Da wäre das nicht minder ein Kritikpunkt

Du kannst doch wohl nicht Lautsprechersets mit Mehrkanal-KH vergleichen. Ein Kopfhörer sitzt direkt auf dem Ohr. Ein Lautsprecherset ebend im Raum
 
Na es geht ja um die Aussage "Raumklang entsteht im Kopf durch die Signallaufzeiten wann was an welchem Ohr ankommt". Damit wäre es egal ob es Rear, Front, Center... gibt, es reiche ein Lautsprecher für rechts und links. Damit wäre ein Lautsprecherset ebenso sinnlos, auch unabhängig davon daß im Unterschied dazu ein Kopfhörer direkt auf dem Ohr sitzt.
 
Ich denke vergisst ein wichtiges Detail.
Ein Kopfhörer hat keine Laufzeit, der sitzt doch schon direkt am Ohr, da ist schon alles sofort und zeitgleich da. Ein Lautsprecher hingegen braucht seine Zeit bis er den Schall zum Ohr transportiert hat, wird vorher an Wänden reflektiert etc..
Und genau das, wird ja für das räumliche Hören simuliert. Wie sich das nur mit mehreren Speakern pro Hörmuschel bewältigen lässt, musst Du mir genauer erklären.

Fällt der Groschen nun?
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei einem Lautsprecherset wird aber versucht der Abstand von Lautsprecher zum Hörer bei Front und Rear gleich zu halten, andernfalls wird das eben (normalerweise) mittels Anpassen per Signallaufzeit-Korrektur ausgeglichen. Es spielt da also auch keine Rolle auf den Raumklang daß der Lautsprecher weiter weg ist.
Sondern die Signallaufzeiten haben ihren Einfluß bei den Unterschieden zwischen rechtem und linkem Ohr.
Und wie siehts mit deinem Groschen nun aus? ;)
 
Gefallen ist bei mir nur, dass Du Grundliegendes offensichtlich nicht verstanden hast.
Aber dazu sollte sich per Google genug Info-Material finden lassen.

Deine Argumentation ändert rein gar nichts an meiner. Und widerlegen tut es sie noch weniger. Sie erklärt dafür sehr schön warum es einfacher ist mit Kopfhörern guten Sound zubekommen, als mit Lautsprechern. Danke dafür. ;)
 
Bei Lautsprechern:
kommt der Klang von vorne leicht links, dann Spielt der Linke Lautsprecher Stärker als der Rechts
--> beim Linken Ohr kommt mehr Schall an --> Das Gehirn erkennt --> der Ton kommt von Links.
kommt der Klang von hinten rechts, dann Spielt der hintere Rechte Lautsprecher Stärker als der Links
--> beim Rechten Ohr kommt mehr Schall an --> Das Gehirn erkennt --> der Ton kommt von Rechts.
ob der Ton nun von Vorne oder Hinten kommt erkennt das Gehirn zum einen aus Erfahrungswerten und zum anderen durch Leichtes Bewegen des Kopfs, denn dann ändern sich jeh nach Richtung die Pegel.
man erkennt also recht schnell, das sich bei Lautsprechern ein 5.1 Setup Lohnt.


Bei Kopfhörern sieht das anders aus.
hier sitzen die Lautsprecher direkt auf dem Kopf.
man hat lediglich den Effekt, dass die Lautsprecher aus einem anderen Winkel auf den Gehörgang einstrahlen. Dadurch hört man die einen Lautsprecher besser als die anderen.

Den Gleichen Effekt hat man aber auch wenn man der Software sagt: wenn der Ton von hinten Links kommt, dann Steuer den Linken Treiber mit 80% an, den rechten mit 20%.
man hat also den gleichen Effekt, nur das eine mal 6 billige kleine Treiber verbaut und das andere mal 2 gute große Treiber.

--> man hat mit einem Stereo Kopfhörer die gleiche Räumlichkeit und besseren Klang!
 
Zuletzt bearbeitet:
b00nz schrieb:
Gefallen ist bei mir nur, dass Du Grundliegendes offensichtlich nicht verstanden hast.
Och eigentlich schon.
b00nz schrieb:
Sie erklärt dafür sehr schön warum es einfacher ist mit Kopfhörern guten Sound zubekommen, als mit Lautsprechern. Danke dafür. ;)
Na prima, also doch nicht so falsch?

Aber ok, ich hab mich wohl mißverständlich ausgedrückt. Dann nochmal genauer:

A: Argumentation: "Mehrkanal-Kopfhörer können im Gegensatz zu Stereokopfhörern keinen Raumklang vernünftig darstellen da die räumliche Berechnung im Gehirn durch ausbleibende Laufzeitunterschiede zwischen den beiden Ohren nicht funktioniert."

Ich: Was ist daran bei Stereokopfhörern anders? Auch da kommt beim gegenüberliegendem Ohr kein Ton an. Für Stereo- wie auch für 5.1-Kopfhörer benötigt man also Korrekturen wie Dolby Headphone oder CMSS-3D sofern das Audiomaterial an sich nicht schon dafür ausgelegt ist.


B: Argumentation: "Mehrkanal-Kopfhörer können im Gegensatz zu Lautsprecher-Sets keinen Raumklang vernünftig darstellen da sie direkt am Ohr sitzen."

Ich: Lautsprechersets sind zwar weiter entfernt vom Hörer, dadurch entstehen auch längere Laufzeiten, diese haben aber keinen Einfluß auf Raumklang da alle Signale (im günstigsten Theoriefall durch gleiche Hörabstände bei der Lautsprecheraufstellung oder Korrekturanpassungen der Signallaufzeiten) ohne Laufzeitunterschiede am Ohr ankommen, nur halt später.
Reflektionen an Wänden etc können sogar theoretisch eine Verfälschung des Ergebnisses bewirken.
Unterschiede in den Winkeln der Schallrichtungen von Lautsprechersets und Chassis in Mehrkanalkopfhörern (sofern diese natürlich vernünftig konstruiert sind) können und müssen in beiden Fällen ausgeglichen / angepasst werden. Ausreichende Winkel zwischen Front, Rear... sind bei den meisten echten 5.1-Kopfhörern vorhanden.
Das einzig akzeptable Argument ist, daß man hier nicht mit Mitteln arbeiten muss um die unter A: genannte Problematik bei Kopfhörern zu umgehen.

Irgendwelche Einwände?
 
Sublogics schrieb:
Was ist daran bei Stereokopfhörern anders? Auch da kommt beim gegenüberliegendem Ohr kein Ton an. Für Stereo- wie auch für 5.1-Kopfhörer benötigt man also Korrekturen ...
Richtig, daher sind Kopfhoerer mit mehreren Treibern Unsinn, da sie Nachteile haben (kleinere Treiber), aber keine Vorteile bieten (man braucht sowieso "Korrekturen" damit es korrekt funktioniert).

Geortet wird per Laufzeitdifferenz und nicht per "Winkel".
 
character schrieb:
Geortet wird per Laufzeitdifferenz und nicht per "Winkel".
ok und was wäre da bei Mehrkanal-Lautsprechersets anders? Siehe "gleiche Hörabstände bei der Lautsprecheraufstellung oder Korrekturanpassungen der Signallaufzeiten". Da wäre dann auch nur der Winkel als Räumlichkeitsmaß vorhanden. Demnach machen auch 5.1-Boxensets und so keinerlei Sinn gegenüber Stereo.
 
Der Schall kommt bei Ohr 1 zu einer anderen Zeit an als bei Ohr 2. Deswegen weisst du, woher der Ton kommt.

Beim KH ist das eben nicht der Fall, da Ohr 1 nichts von dem empfaengt, was Ohr 2 empfaengt. Deswegen muss das simuliert werden. Dabei ist egal wieviele Treiber auf einem Ohr sitzen, da das jeweils andere Ohr den Kram weder mit einem noch mit zehn Treibern empfaengt.

Was funktionieren wuerde waere so eine Art Lampenschirm, den man sich ueber den Kopf stuelpt. In dem koennen dann zig Treiber rund um den Kopf angeordnet sein. Das wichtige ist eben nur, dass immer beide Ohren erreicht werden.
 
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Ich will es ein letztes Mal versuchen...

Wie genau kann ein Center center sein, wenn es rechts bzw. links neben dem Ohr positioniert ist....?
 
Sublogics schrieb:
Demnach machen auch 5.1-Boxensets und so keinerlei Sinn gegenüber Stereo.

Lass doch bitte endlich mal die 5.1 Boxensysteme weg. :(

Du hörst bei Stereo, dass der Klang nur von vorne kommt - da du die Schallquelle ja orten kannst.

Ein Kopfhörer sitzt direkt auf deinem Gehörgang - da gibt es kein vorne und hinten.


Wie kann man dass denn bitte immer noch ernsthaft vergleichen ?
 
Kleiner Tipp: Das räumliche Orten funktioniert darüber, dass der Ton in beiden Ohren (jeweils etwas unterschiedlich) wahrgenommen wird, so ein bisschen wie die leicht verschiedenen Bilder im 3D-Kino.
Und jetzt erklär mir mal wie bei einem 5.1 Headset der Ton vom linken Lautsprecher ans rechte Ohr kommen soll und umgekehrt.

CMSS-3D und co berechnen also die Laufzeitenunterschiede und Phasenverschiebungen zwischen beiden Ohren, nicht wie lange es dauert, bis ein Signal aus Entfernung X beim Hörer ankommt!
 
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Cokocool schrieb:
Ein Kopfhörer sitzt direkt auf deinem Gehörgang - da gibt es kein vorne und hinten.
Unterschiedliche Winkel sind bei 5.1-Kopfhörern aber auch vorhanden, das gibt es da sehr wohl - zumindest bei den mir Bekannten. Natürlich sind die Winkel da aber bei den bisher am Markt verfügbaren nicht ganz so ausgeprägt wie es bei Lautsprechern möglich ist, richtig.

@boonz: Bei den Kopfhörern die ich kenne sind in jeder Seite je ein "Center" eingebaut die dann ein reines Mono-Signal wiedergeben. So entsteht dann auch ein Center-Effekt - nicht anders wie bei Stereokopfhörern/-lautsprechern. Die Bezeichnung "5.1" wäre dann nach den theoretischen Konventionen nicht richtig, stimmt.

@4baddon: korrekt. ;)
 
@ Sub
Nach meiner Argumentation können 5.1 Headsets garnicht funktionieren...
Winkel hin oder her, die LS im HS sind direkt ans Ohr gepresst, somit kommt (fast) kein Schall am anderen Ohr an und der Surroundeffekt geht komplett flöten.
Im Gegensatz dazu kommt bei einem 5.1 Lautsprecherset natürlich der Sound von jedem einzelnen LS an beiden Ohren an, das ist der entscheidende Unterschied!
 
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4baddon: Das ist eben nur die halbe Wahrheit. Denn wenn Laufzeitunterschiede und Phasenverschiebungen alles zur Richtungsbestimmung nötige wären dann würden eben auch keine Mehrkanallautsprechersets sinnvoll sein, denn das kann man in Gänze auch mit Stereosystemen erreichen. Das funktioniert ja durchaus auch sehr gut.

Aber es fehlt noch eine Kleinigkeit. Und dabei kommt es nicht auf Unterschiede zwischen beiden Ohren an sondern vor allem aus welcher Richtung der Schall auf das einzelne Ohr trifft. Eben das funktioniert auch bei (vernünftig konstruierten, echten) Mehrkanalkopfhörern.
 
Hab jetz nicht alle beträge gelesen aber das beste wäre

AKG530 + Soundblaster X.FI = Viel besser als jedes 5.1 Headset
 
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