Wonach bis jetzt noch kaum jemand gefragt hat:
wie genau wurden die denn gepackt?
Ich mein, wer ne Seite wie kino.to und dazu Hoster aufbauen kann, wird ja wohl auch Proxies/VPN benutzen können. Ich sehe da nur drei Möglichkeiten:
- VPN wurde teilweise vergessen, eine IP-Addresse reichte aus, um den Inhaber abhören zu dürfen, via Bundestrojaner/ Telefonanschluss oder wie auch immer...
- Es gibt ne Ratte im Team (welches sich dann untereinander kennen müsste, wegen Addressen, Realnamen etc...)
- Der Geldfluss wurde verfolgt und war nicht sicher genug, hier gibt es zwar Möglichkeiten, zu verschleiern woher das Geld stammt über so lustige Inseln etc, aber ich denke das wird die wahrscheinlichste Möglichkeit sein. Eventuell waren die eigenen Hoster ja auch über den Realnamen betrieben worden, da man davon ausging, dass keiner darauf kommt, dass die Hoster mit kino.to unter einer Decke stecken und Hoster ja nichts illegales sind direkt.
Mehr Möglichkeiten sehe ich momentan nicht, oder es wurden richtig kompetente Cracker auf die Seite angesetzt. Ich weiß nicht genau, welche Server man für Kino.to benutzt hat, aber sicherlich keine von Amazon etc, ich habe einmal von welchen in Russland gehört, wobei die Russen die Seite nicht aufrufen konnten weswegen die dort auch nicht gesperrt werden konnte oder so...
Jetzt mal was persönliches dazu aus der Sicht einer fiktiven Person: ich habe Kino.to nur zu meinem Anfängen als böser "Schwarzgucker" genutzt und war damals begeistert. Das ist schon viele Jahre her, aufgrund der Qualität, der Verarsche der Nutzer mit den Abofallen und dem langsamen Freeuser-Download habe ich mich davon abgewendet. Kurze Zeit habe ich P2P benutzt, bis ich mich mal schlau gemacht habe was das ist, und von da an habe ich nurnoch Seiten wie movieblog, gwarez und boerse und wie sie alle heißen benutzt. Wieso?
Viel sicherer in meinen Augen und man hat volle Qualität sowie den Film auf der Platte. Ok, bei Kino.to konnte man die temporäre divx Datei auch umbennen und speichern, aber da war immer noch die miese Quali.
Zu meinem anonym via Paysafecard gezahlten Rapidshare-Account nutze ich ebenso ein VPN, dessen Server nicht loggen.
Da Downloader zwar zu 99 Prozent eh nicht drankommen, sondern nur die Uploader, bin ich damit echt mehr als sicher. Upgeloadet habe ich nie, wegen dem Finanzweg den man nur sehr schwer anonymisieren kann.
Jetzt finde ich die ganze Geschichte richtig faszinierend, mehre Millionen Gewinn auf ausländischen Konten und dicke Karren, da hat man ja sogar Mitleid mit den BEtreibern, dass sie gepackt wurden. Ich meine, sie haben ja keinem körperlichen oder psychischen Schaden zugefügt, sondern "lediglich" das Urheberrecht mehr missbraucht als Kachelmann seine.. ok lassen wir das. (wieder sone Sache, Kachelmanns Ruf ist im *rsch, nur wegen den Frauen. Wenn es wahr ist, ist das in Ordnung, wenn nicht, finde ich das richtig scheiße)
Jetzt kann man natürlich so argumentieren, dass enormer Schaden der Filmindustrie enstanden ist durch kino.to oder auch anderen Warezseiten, oder aber auch, das andere Extrem, dass die Filmindustrie selbst schuld ist wegen den hohen Preisen und auch denen im Kino.
Ich sehe das zwiegespalten, zum Einen, verdienen Schauspieler heutzutage völlig überzogene Gagen + Provision von den Filmgewinnen, falsl vorhanden, schaut man da mal in die Vergangenheit beißen sich manche Schauspieler dieser Zeit in den Arsch, die haben vielleicht ein fünftel wenn überhaupt verdient. (Währungswerte natürlich berücksichtigt) Zum Anderen macht man es sich leicht zu sagen, die hohen Preise seien Schuld für das eigene Handeln.
Ich persönlich kaufe mir gute Filme gerne, und da bin ich auch bereit mir eine richtig schöne Version zu kaufen, die man sich dann in sein Regal stellen kann. Sieht ja auch viel besser aus, als 4 Festplatten lol.
Bei mittelmäßigen bis schlechten Filmen muss ich zugeben, dass ich mir diese auf dem nicht-legalen Wege besorge. Dazu ist mir mein Geld zu schade. Ich hätte mir diese Filme auch nicht gekauft, gäbe es die ganze Warezszene nicht. Womit ich zu meinem letzten Punkt komme: ich sage ein Großteil der Nutzer von kino.to hätten, gäbe es kino.to nicht, auch kein Geld dafür ausgegeben, womit der Schaden nicht 100 Prozent beträgt für die Rechteinhaber der Werke sondern vielleicht nur 40 bis 20 Prozent. Ich sage auch, dass 90 Prozent ins Kino gehen, wenn sie so richtig scharf auf nen Film sind, und sich nicht diese verpixelten, abgefilmten OIhrenkrebskopien auf kino.to ansehen.
Ende der Sicht der fiktiven Person.
Nur mal meine Gedanken dazu
