Das ist echt unglaublich wie hier gleich vermutungen aufgestellt werden.
Er hat nirgends geschrieben das er noch zuhause in seinem Kinderzimmer wohnt. Vielleicht wohnt er einfach nur Kostenlos in einer Einliegerwohnung im Elternhaus? Warum sollte er dann irgendwie vorhaben auszuziehen?
Rücklagen wofür? Wofür sollte man sich heutzutage Rücklagen bilden? Sollte man doch unverhofft Arbeitslos und womöglich Hartz4 Bezieher werden, muss man das teuer ersparte erst aufbrauchen um hilfe vom Staat zu bekommen.
Genau wegen dem Sicherheitsdenken und "Ich kaufe nur was ich bezahlen kann" haben wir jetzt solche Zinssätze und sparen lohnt sich nicht mehr.
Was ist denn heute kein Finanzelles Risiko mehr? Wer sagt denn das er wenn er sich ein 15.000€ Auto kauft, nicht auch total ins Klo greift und die Kiste nach nem halben jahr total Schrott ist ( Motorschaden durch Steuerkette usw.)
Die ach so teuren Sportwagen zu reparieren ist genauso teuer wie einen normalen zu reparieren.
Weil heutzutage meist nicht die Teilepreise das Groß ausmachen sondern die Arbeitszeit und die is bei nem Sportwagen nicht länger oder kürzer als bei einem anderen.
Es ist sein Traum, es ist kein Alltagsfahrzeug, er ist Jung, ungebunden und kann sich die Raten wohl leisten. Also warum nicht. Wer weiß ob er überhaupt 30 wird. Genügend Leute in meinem Umfeld sind inzwischen relativ Jung gestorben und schoben auch immer alles vor sich her.
Weltreise, Auto usw. kauf ich mir wenn ich Geld gesparrt habe oder mache ich wenn ich in der Rente bin.
Und nochmal solange der Verkauf des Wagens vom Wert her den Kredit jederzeit tilgen kann, sehe ich kein Problem darin.
Das er sich Psychisch darauf einstellen muss, eventuell den Wagen vorher zu verkaufen und einiges an Wert/Geld zu verlieren ist klar.
Das Problem hat man aber mit ALLEM was man sich kauft, auch mit einem 20.000€ Wagen.
Das mit der längern Laufzeit als Tipp hab ich ja inzwischen oft genug gegeben. Sollte er wirklich trotzdem eisern sparen können -> Sondertilgung.
Was nicht alles passieren könnte. Er könnte auch ohne Kredit morgen beim Treppensteigen sich das Genick brechen. Oder von einem Auto erfasst werden.
Könnte auch sein, das er sich mit der Rennmaschine dann am Baum verabschiedet. Leute das ist das was sich Leben nennt, man kann nicht planen. Irgendwas kommt sowieso ganz anders als man denkt.
Ob er jetzt 1800 oder nur 900 verdient, wen ER damit leben kann auf soviel anderes schönes zu Verzichten, dann soll ER doch das machen.
Das er das vermutlich mit 35 bereut und sagt, hätte ich nur nicht... naja.
Wieviele von euch aber träumen von irgendwas was teuer ist und das Sicherheitsdenken hält euch davon ab? Ganz genau, wenn ihr dann alt und krank seit, sagt ihr dann auch, "hätte ich doch..."
Wenn jetzt dann noch das alles schlagende Argument kommt... ja aber wenn er mal in Rente... wenn man mal ganz ehrlich ist. Was muss ich JETZT zahlen, damit ich später monatlich mal 300€ mehr Rente aus einer Versicherung bekomme? Rechnet das mal hoch und dann schaut euch an was 300€ vor 30 Jahren wert waren und was das jetzt wert ist und dann könnt ihr abschätzen was das in 40 Jahren wenn er in Rente geht wert ist! Das könnt ihr doch alles total vergessen!
totoro schrieb:
Ok, du bist der Experte. Schonmal was von Gebrauchtwagen gehört? Jeder, der einen Neuwagen kauft, hat soviel Geld, dass es ihn nicht interessiert oder er hat in BWL nicht aufgepasst.
Meistens trifft Punkt 2 zu.
Ich habe damals mit 22 meinen ersten BMW gekauft. Ich war mit der Ausbildung fertig und hatte einen gut bezahlten Job, mein monatliches Einkommen lag bei mehr als dem doppelten des TE. Gekauft habe ich einen gebrauchten 328i. Coole Karre, aber Werkstattaufenthalte bei BMW waren schon nervig in den ersten Jahren. Unter 1000 Euro bin ich nie rausgekommen. Selbst ein simpler Ölwechsel summierte sich exorbitant, weil immer noch irgendwas anderes war.
Gekauft als 1 jährigen mit 11.000 km für knapp EUR 26.000. Finanziert habe ich mit Zinsen gute 12.000 Euro. Den Rest habe ich angezahlt. Hab ihn dann nach 7 Jahren und 175.000 gefahrenen km für EUR 7.000 wieder verkauft.
Im Endeffekt war es eine nette Art Geld zu verbrennen. Ich hatte genug davon, also war es mir schlichtweg egal. Beim TE liegt die Sache ein wenig anders.
Mein letzter BMW, ein 1er hat mit kapitalem Motorschaden die Hufe hochgemacht und das mit 90.000 km. Ein Austauschmotor hätte nahezu den Restwert des Fahrzeugs ausgemacht. Da habe ich den Schrotthaufen abgestoßen und von dem Geld ein Cabrio eines japanischen Herstellers gekauft. Ich bin zufrieden. Letztendlich ist so ein Auto nur ein Gebrauchsgegenstand. So richtig begreifen tut man das erst, wenn man älter geworden ist.
Nur gut das du der Kenner bist. Wie du selbst schon festgestellt hast, um so älter/gebrauchter das Auto um so mehr ausgaben für Reperatur und Wartung. Zudem sind Wartung und Verschleiß bei 25.000km/Jahr etwas anderes als bei 5000 km/Jahr.
Die Kosten für Verschleiß und Wartung die du auf ein Jahr hattest, hat er auf 5 Jahre.
Es ist nicht sein Alltagsauto und er ist nicht darauf angewiesen, es ist ein Spielzeug.
Würde er es für den Alltagseinsatz kaufen und damit 15.000km im Jahr bei Wind und Wetter zurücklegen würde ich auch davon abraten!
Stell dir vor, ich muss selbst 2 Autos erhalten einen Neuwagen und einen 10 Jahre alten gebrauchten SLK. Und wir fahren auf beide 15.000km im Jahr, also ja ich weiß wovon ich rede.
Der von einem Vorredner im Link gezeigte mit 60.000km hat von 2011 bis jetzt, also 5,5 Jahre glatte 5000€ zum Neuen Kaufpreis (50.500) verloren. selbst wenn der Threadersteller jetzt auf die nächsten 4 Jahre 15.000€ an Wert verliert, hat er immer noch keine Probleme und liegt vom Wertverlust her nicht stark über einem anderen jetzt 20-25.000€ gebrauchten. Sollte die Prognose aber wirklich dahin gehen das der Wert steigt, hat er vielleicht sogar Glück.