News La Grande Linux Nation: Frankreich setzt auf das freie Betriebssystem

Kaito Kariheddo

Redakteur
Teammitglied
Registriert
Dez. 2021
Beiträge
1.141
Frankreich setzt auf digitale Souveränität und möchte in Europa mit gutem Beispiel vorangehen. Behördliche Arbeitsplätze sollen auf Linux umgestellt werden. Ein Aktionsplan soll bis Herbst alle Bereiche aufdecken, in denen eine europäische oder freie Lösung bestehende Abhängigkeiten von Amerika lösen kann.

Zur News: La Grande Linux Nation: Frankreich setzt auf das freie Betriebssystem
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Real-Duke, Qyxes, schneeland und 41 andere
Ich finde das absolut klasse, muss selber leider eingestehen, dass ich mich mit Linux noch gar nicht beschäftigt habe.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Qyxes, Col. Jessep, Zhan und 2 andere
Man (die EU) müsste hier gemeinsam viele Dinge angehen. Angefangen bei einer eigenen Distri, mit guter und durchdachter Updatepolitik und ohne großem KlimBim. Und auch nicht mit unzähligen Alternativen von Oberflächen und Programmen. Eins Programm für eine Aufgabe festlegen und gut ist.

Und dabei darf man, meiner Meinung nach, zB nicht auf x-beliebige bereits existierende Programme setzen, da auch hier die Maintainer oder die Hintergründe der Programmierer unklar sein können.

Das fängt bei einfachen Programmen an, wie zB einem PDF-Reader.
Auch wenn es hier bereits viele freie Programme gibt, von Grund auf etwas neues programmieren. Finanziert durch die EU.
Da weiss man zu 100% was drin steckt, kann direkt eine vernünftige (einheitliche) GUI einbauen (viele GUIs von OS Programmen sind einfach grottig) und kann all die Features integrieren, die man wirklich haben will - und unötigen Kram weglassen.
Alles natürlich auch weiterhin OS.

Oder wie Frankreich es jetzt macht, eine Videokonferenzsoftware aufzubauen.

So muss es theoretisch auch mit Office-Programmen und einigen anderen Dingen geschehen. Ja, das klingt erst mal danach, als kostet das viel Geld, aber im Verhältnis zu der kompletten Umstellung von zehntausenden von Arbeitsplätzen ist das nur Kleingeld.

Und im Long Run rentiert sich das dann irgendwann...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Haldi, Qyxes, NoRoLo und 10 andere
Kaito Kariheddo schrieb:
Der Wille sich zu lösen ist oft da, doch mangelt es oft an Bewusstsein für Alternativen.
Ausreden gibt es auch immer viele, selbst hier auf CB
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Real-Duke, eMiu, LamaTux und 11 andere
Gratulation an Frankreich - das ist der einzig richtige Weg!

Public Money, Public Code, so einfach ist das - bzw sollte es sein. Leider wiegen bei unseren Politikern aber ja die Befindlichkeiten der Lobbyvertreter (und deren Geldkoffer?) deutlich schwerer, als das Wohl des Volkes... :freak:
Immerhin geben Beispiele wie S-H zumindest etwas Anlass, die Hoffnung noch nicht gänzlich zu verlieren...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Real-Duke, Haldi, Qyxes und 28 andere
Ich denke eher, dass deutsche Politik und deutsche Unternehmen von Digitalisierung so wenig Ahnung haben, dass sie es einfach nicht hinbekommen, eine eigen Alternative auf Basis von Open Source aufzubauen. Warum erstellt das BSI nicht schon seit Jahren Whitepaper für die Admins kleiner und mittlerer Unternehmen, um mit Open Source ein sicheres Netzwerk hochzuziehen, was punktuell von außen erreichbar ist? Ich denke, die können es einfach nicht.

Also wird in Deutschland gejammert und im selben Atemzug das Geld in Richtung Citrix und Microsoft Office geschmissen.

Der einzige Lichtblick ist die Finanzbehörde mit Elster und dem TSE. Von den Kommunen fangen wir aber lieber gar nicht erst an...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: LamaTux, Gohma, Lotsenbruder und 4 andere
Finde ich gut. Vielleicht geht funktionell ein bisschen was verloren aber Souveränität ist wichtiger. Fehlende Funktionen kann man ja entwickeln.
Sollten wir hier auch machen, dazu sind die Entscheider hier leider zu bräsig.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Termy und comfreak
Ich denke, dass man hier trennen muss, zwischen der üblichen Diskussion was das beste Betriebssystem (oder das beste Office Paket) ist und hier klar die politischen Implikationen im Vordergrund betrachten muss.

Während es für Privatpersonen überwiegend eher irrelevant sein dürfte, ob sie von US Tech-Größen abhängig sind, wird es meiner Meinung nach schon bei einem Großkonzern problematisch. Für eine (größere) Nation ist es eigentlich untragbar, hier so einfach erpressbar zu sein.

In Deutschland hat man das in der Vergangenheit leider zu oft unter den falschen Gesichtspunkten betrachtet. Bei dem Münchner Linux-Umstieg und dem anschließenden zurück zu Windows und MS Office ging es meistens um die Frage womit man am effizientesten Arbeiten kann und was am wenigsten Kosten verursacht. Die indirekten Kosten durch die Abhängigkeit sind dabei aber viel schwerer zu beziffern und wurden zumeist ausgeblendet.

Insgesamt würde ich persönlich sagen, dass man als Nation eigentlich nicht von Einzelkonzernen abhängig sein will. Egal, ob das MS, Apple aber auch Lockheed Martin, Gazprom oder Roche ist. Nicht überall lässt sich das verhindern, aber da wo es geht, sollte man die "politischen Kosten" immer im Auge behalten und wechseln oder diversifizieren.

Mal davon abgesehen, dass die meisten Verwaltungen deutlich größere Potentiale zur Effizienzsteigerung haben als das beste OS oder die beste Cloud.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: schneeland, Col. Jessep, wesch2000 und 2 andere
Der Wille sich zu lösen, scheitert eher an Politikern die kurzfristig denken und gerne spenden annehmen, sowie an ewigen Nörglern.
Mit LiMux war man ja schon vor einen Vierteljahrhundert so weit.

Wichtig wäre jetzt ein gemeinsamen EU- weites vorgehen und dass man in erster Instanz einmal proprietäre Datensysteme und Cloudlösungen aus anderen Kontinenten/ Drittländern abschafft.

In Europa gibt es genügend fähige Entwickler und Programmierer, daran sollte es nicht scheitern.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: CPUinside, Hovac, ThePlayer und 8 andere
Ich glaube nicht das das ein Erfolg wird, sind die Lösungen direkt besser und effizienter als das bereits genutzte?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Sebbi
Und nachdem die Behörde umgestellt wurde, geht das Projekt nicht mehr weiter, weil man die anderen Behörden nicht per per MS Teams erreichen kann :daumen:

Spaß zum Sonntag, habe selber Linux seit 2009 auf meinem Blech und drücke die Daumen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: comfreak, Sacky und Kaito Kariheddo
@R3vAn_88: Nicht glauben, sondern wissen! Wenn man ein OS so erstellt wie man es braucht und nutzt ist es immer besser, als auf ein Produkt zu greifen, wo man sich diesen anpasst.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: DNS81, comfreak, Zensored und eine weitere Person
user_zero schrieb:
Warum erstellt das BSI nicht schon seit Jahren Whitepaper für die Admins kleiner und mittlerer Unternehmen, um mit Open Source ein sicheres Netzwerk hochzuziehen, was punktuell von außen erreichbar ist? Ich denke, die können es einfach nicht.
In den deutschen Behörden, besonders auf Bundesebene, arbeite verdammt viele fähige Leute.
Leider sind besonders die Bundesbehörden aber allesamt politisch gesteuert, heißt wichtige Projekte/Ziele werden von oben vorgegeben. Wenn für solche Themen kein Bewusstsein existiert, dann kommst du selbst mit dem fähigsten Personal nicht voran.

In SH z.B. hat man es geschafft und es ganz vorne auf die Agenda gesetzt und dabei kommt dann ein Umstieg zustande.

https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/themen/digitalisierung/linux-plus1
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: latexdoll, Col. Jessep, LamaTux und 6 andere
Hätte man in den letzten 20 Jahren nur 1% der Agrarhilfen aus dem EU Haushalt in ein eigenes Betriebssystem auf Linux Basis investiert wären wir heute vorne mit dabei und unabhängig. Ohne die ganzen Lizenzkosten an MS, VMware, azure,...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: latexdoll, Hovac, Col. Jessep und 3 andere
Ich halte dies für keine gute Idee. MS ist faktisch ein Standard der funktioniert. Keine alterntive hat bisher alle Features von Microsoft unterstützt. Selbst ein Datenaustausch zwischen MS Offic und Open Office ist manchmal kaum gegeben, wenn man besondere Features von MS nutzt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: MarcoHatFragen
Viele der derzeit gepriesenen Alternativen sind letztlich mit US-amerikanischen Gesellschaften verbunden.
Spätestens wenn die Kosten der Umstellung explodieren wird man einen Rückzieher machen.
Natürlich besteht die Möglichkeit, eine dritte Amtszeit Trumps im Wege einer Verfassungsänderung zu ermöglichen. Allerdings sind die Voraussetzungen für eine entsprechende Änderung des Verfassungstextes sehr hoch.
 
Kaito Kariheddo schrieb:
Frankreich setzt auf digitale Souveränität und möchte in Europa mit gutem Beispiel vorangehen. Behördliche Arbeitsplätze sollen auf Linux umgestellt werden.
Und bei uns hier wird erst eine Taskforce gegründet. ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: the_IT_Guy
Stanzlinger schrieb:
Ich halte dies für keine gute Idee. MS ist faktisch ein Standard der funktioniert. Keine alterntive hat bisher alle Features von Microsoft unterstützt. Selbst ein Datenaustausch zwischen MS Offic und Open Office ist manchmal kaum gegeben, wenn man besondere Features von MS nutzt.
sollte das Satire sein?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: latexdoll, CPUinside, OdinHades und 22 andere
Stanzlinger schrieb:
Selbst ein Datenaustausch zwischen MS Offic und Open Office ist manchmal kaum gegeben, wenn man besondere Features von MS nutzt.
Ist ja auch normal, wenn man keine Standards einhält bzw. eine Extrawurst nimmt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: latexdoll, CPUinside, jusaca und 14 andere
Stanzlinger schrieb:
Selbst ein Datenaustausch zwischen MS Offic und Open Office ist manchmal kaum gegeben, wenn man besondere Features von MS nutzt.
kein mensch benutzt mehr open office. und das schöne an der vorgabe seitens frankreichs: wenn dein microsoft office nicht zu den staatlich genutzten programmen kompatibel ist, dann sorge dafür, ein entsprechendes programm zu nutzen. ansonsten hast du demnächst ein problem, wenn du inkompatible dokumente erstellst.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: jusaca, ThePlayer, LamaTux und 8 andere
Zurück
Oben