Lebensdauer SSDs vs. HDDs

Lagerhaus_Jonny

Lieutenant
Registriert
Aug. 2007
Beiträge
620
Hi Leute,

ich habe mir eben die hier getestete OCZ-Vertex 30GB als Systemplatte bestellt.
Aber ich frage mich, wie es genau um die Lebensdauer und langfristige Zuverlässigkeit solcher Geräte bestellt ist.
Meine alte Samsung Spinpoint SP1614N habe ich nun schon ettliche Jahre (ist glaube ich irgendwann 2004 rausgekommen) und sie läuft und läuft und läuft.
Ich bin absolut nicht der Typ, der sich andauernd neue Hardware kauft, weils ja wieder was neues, besseres gibt.
Ich hab z.B. immernoch ein S939 Board mit einem angestaubten X2 4200+ (oder so) und ne Radeon 3870.
D.h. ich bin da sehr langfristig ausgerichtet.

Und da frage ich mich nun, wie es bei solchen Flash-Speichern aussieht.
Ich hab mal gehört, das die Zellen irgendwann kaputt gehen. Es gibt zwar Backup-Zellen.. aber natürlich nicht unendlich viele.
Jetzt ist der MTBF natürlich ein toller Wert. 1,5 Millionen Stunden sind immerhin etwas mehr als 171 Jahre. Bis dahin hat man wohl das ein oder andere graue Haar.
Das dieser Wert unmöglich etwas mit der Realität zu tun haben kann, ist offensichtlich.
Auch HDDs haben diesen oder ganz ähnliche MTBF-Werte.
Eine HDD, die nach 170 Jahren noch funktioniert, möge man mir zeigen.

Also wie ist es in der Wirklichkeit ?
Wie lange kann ich so eine SSD ungefähr benutzen ?
Wird sie kaum so lange halten wie meine alte Spinpoint ?
Hat jemand Erfahrungen mit sowas ?
 
Die Lebendauer des Flash-Speichers kann man nicht einfach definieren, da es darauf ankommt, wie viel Daten pro Tag geschrieben werden. Allerdings ist das zur Zeit wohl der seltenste Ausfallgrund - sehr häufig gibt es einfach Controllerausfälle und die SSD wird überhaupt nicht mehr erkannt.
 
Ich hab keinen Wert.
Aber ein paar Tipps sind zB die TEMP und TMP Ordner auf eine andere Partition zu legen, die Auslagerungsdatei auch.
Häufiges formatieren sollte man vermeiden, das Rücksetzen des Speichers auf "0" belastet Flashspeicher angeblich sehr.
Dazu gibts aber nen super guide... Ich weiss leider nicht mehr wo, aber google wirds schon ausspucken. Wenn man derartige Dinge beachtet (das Auslesen des Flashspeichers beansprucht die Zellen nämlich kaum) wirst du wahrscheinlich lange Freude dran haben...
Wie allerdings der Vorredner eben sagte, sowas kann immer passieren.
 
da empfehle ich dir mal diesen Artikel zu lesen:

da werden SSDs mal ganz ohne Hype behandelt ...
http://www.effizienzgurus.de/main/index.php?content=article&action=view_spec_article&article_id=624

denn hier findest darüber keine (un)gehypte Meinung

Temp TMP wie bereits erwähnt verschieben
Prefetch aus
Defragmentation = NoGo
Indexierung aus

im Prinzip kann mans so verdeutlichen : alle die Sachen die Vista schneller machen sind für ne SSD eher der Tod ,p

im übrigen da du OCZ hast halt auch mal da schaun die ham nämlich ne sehr gute Anleitung auf deren HP was man alles Ausschalten bzw. umbelegen sollte ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Was heißt "sehr häufig" ?

... ist etwas "unglücklich" formuliert ;) Ich denke er meint, falls es passiert, ist das der meiste Grund.
Aber im Vergleich zu Festplatten, die noch eine Mechanik besitzen, sollten SSD's allgeimein gesehen langlebiger bzw. ausfallssicherer sein.

Edit @ serra.avatar: Interessanter Bericht, hätte ich anders vermutet. Man kann eigentlich festhalten, das SSD's noch in den Kinderschuhen stecken, zumindest die Controllertechnik.

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
... ist etwas "unglücklich" formuliert Ich denke er meint, falls es passiert, ist das der meiste Grund.
Aber im Vergleich zu Festplatten, die noch eine Mechanik besitzen, sollten SSD's allgeimein gesehen langlebiger bzw. ausfallssicherer sein.

Naja wenn du mal Vista mit XP vergleichst wirst gleich merken das unter Vista die Platte immer am arbeiten ist ... sprich auch Schreibzugriffe ... welche ja bei ner SSD Lebensdauerbegrenzt sind ...zudem ne SSD Blockweise organisiert ist ...

lies mein obengenannten Link ... da ist mal ne realistische Lebensdauerberechnung drinn nicht diese gequirlte Marketingscheisse ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Prinzipiell bin ich eher faul und habe keine Lust, ettliche Dinge zu beachten.
Ich mag Plug & Play.
Rein vom Gefühl her würde ich sagen, das ich alle Dinge, die ich beachten sollte, nicht beachten werde und das Ding wie eine normale Platte behandele.

Wird mir das Teil also nach 2 Jahren schon den Dienst verweigern ?

Prinzipiell habe ich einfach keine Lust, mich auf diesem Gerät wie im Porzellanladen zu bewegen, bloß nichts verändern, nur gucken.

Wenn das Ding dadurch dann schon nach 1-2 Jahren kaputt geht, obwohl ich eigentlich immernoch das Gefühl habe, sie erst letztens gekauft zu haben, dann storniere ich die Bestellung wieder.
Das ists mir einfach nicht wert.
Ich will was stabiles, verlässliches. Aber schneller als ne HDD dürfte es sein.

Ich würde auch nie nen Rennwagen fahren. Die sind zwar schnell, gehen aber oft kaputt.
 
serra.avatar schrieb:
da empfehle ich dir mal diesen Artikel zu lesen:

da werden SSDs mal ganz ohne Hype behandelt ...
http://www.effizienzgurus.de/main/index.php?content=article&action=view_spec_article&article_id=624

denn hier findest darüber keine (un)gehypte Meinung

Temp TMP wie bereits erwähnt verschieben
Prefetch aus
Defragmentation = NoGo
Indexierung aus

im Prinzip kann mans so verdeutlichen : alle die Sachen die Vista schneller machen sind für ne SSD eher der Tod ,p

im übrigen da du OCZ hast halt auch mal da schaun die ham nämlich ne sehr gute Anleitung auf deren HP was man alles Ausschalten bzw. umbelegen sollte ...

Ich denke die 30GB Platte wird nicht als Systemplatte genügen, zumindest nicht für Vista, Vista lässt doch nur eine Installation zu, sofern die partition größer als 40GB ist?
Weil auf ner 36GB Raptorplatte kann ich mich entsinnen keine Installation machen zu können. :lol:

Also wird wohl XP im Einsatz sein, da plauder ich nun mal drauf los was die Erfahrungen sind.
2 Rechner in der Firma sind mittlerweile auf OCZ SSD, einfach weil keine beweglichen Bauteile verbaut sein sollten, daher gibt es keine Lüfter und auch die Netzteile sind passiv.
Läuft soweit ganz gut, bis man versucht etwa svon CD auf HDD zu kopieren, dann hakt das System und fängt an zu stocken.
Installationen dauern ungewöhnlich lang.
Alles läuft rasend und schnell wenn nur die SSD agiert. :rolleyes:
Dabei ist auf dem Board Gigabyte GA-MA790GP-DS4H sogar Port 5/6 extra getrennt und wird als "IDE" behandelt, also fürs CD Laufwerk.
SSD ist als AHCI angebunden und funzt soweit ja auch prima.

Für mich käme eine SSD zur zeit absolut NICHT in Frage.

--> Bei den 2 PCs machts nichts, da die kaum CD/DVD benötigen, ist ja in der Firmenumgebung eher die Seltenheit, dennoch ein abschreckendes Beispiel.
Unter XP haste



Zur Haltbarkeit noch kurz:
Behandelt man eine HDD pfleglich kann ich auch nichts dagegen sagen, viele viele WD Platten auch im 24/7 Betrieb seit >3 Jahren absolut fehlerfrei.
Beeindruckend sind die neuen WD3200AAKS mit nur 1 Platter was da an Speed rüberkommt, klar keine SSD, aber ich finde bei den SSD fehlt noch so etwas die Reife!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier mal der wichtigste Auzug:

Wir haben bewusst auf Formeln verzichtet, welche zwar theoretische Lebenszeiten von SSDs generieren, diese aber wahrscheinlich nicht repräsentieren. Hierzu fehlt es tatsächlich schlichtweg an Erfahrungswerten. Wie in etlichen Foren nachgelesen werden kann, gibt es momentan ohnehin erheblich mehr Probleme durch Softwareabstimmungen. Ohne mit Zahlen zu jonglieren, kann so viel gesagt werden: Verlässlich auf Jahre hin gesehen sind momentan lediglich SLC SSDs mit static Wear Leveling. MLC-SSDs werden auf das Einbinden des log structured file system in die Kontroller warten müssen, bevor auch sie über Jahre fehlerfrei arbeiten können. Wer sich dennoch für das Spiel mit dem Feuer interessiert, kann mit folgender Formel arbeiten:


(Löschzyklen) x (SSD-Kapazität in MB) / Schreibrate in MB/s = Lebenszeit in Sekunden

Bei dieser Formel kann ruhig mit sequentieller Schreibrate gerechnet werden, da das SSD hier deutlich schneller schreibt als beim random write. Ein kleines Rechenbeispiel:


10.000 (MLC) x 128.000 MB / 80 MB/s = ca. 6 Monate Lebensdauer

Es sei hierzu noch angemerkt, dass sowohl die Annahme der Löschzyklen rein hypothetisch ist und ein Dauerbeschreiben der Festplatte über 6 Monate hinweg höchstens in speziellen Serverumgebungen, nicht aber im Desktop oder Laptop‐PC, gegeben ist. Aus diesem Grund werfen wir einen Blick auf eine weitere, etwas optimistischer anmutende Konstruktion aus dem Formelbaukasten der SSD-Lebensdauer:


(SSD-Kapazität in GB) x 10.000 (MLC) / gewünschte Lebensdauer y (beispielsweise 3650 für 10 Jahre) = Schreibleistung des SSD pro Tag, bei gewünschter Lebensdauer y

Geht man hier von 128 GB an Speicherplatz, und 10 Jahren Laufzeit aus, dürfte man pro Tag ca. 350 GB auf die MLCs schreiben. Mit dieser Formel erklären sich auch unwahrscheinlich anmutende Angaben von über 200 Jahren Laufzeit für SLC-Drives bei 100 GB Schreibleistung pro Tag. Diese zweite Formel relativiert die oben errechneten 6 Monate; man realisiert einfach nicht, dass 80 MB/s nahezu 7.000 GB Daten pro Tag bedeuten und somit haarscharf an einem durchschnittlichen Benutzerprofil vorbeischrammen. Aber auch hier sollte man nicht vergessen, dass die Formel auf der Annahme basiert, dass jede einzelne MLC ihre 10.000 Löschzyklen überlebt, bevor ein Fehler auftritt. Stirbt eine Zelle schon bei Zyklus 10, kann Datenkorruption auftreten. Ganz zu schweigen davon, dass der Kontroller unter Umständen nicht so lange überlebt oder durch Stromschwankungen Fehler auftauchen. Ein gutes Beispiel für die Aussage- und Suggestionskraft derartiger Formeln, welche nur grobe Anhaltspunkte geben und Langzeiterfahrungen nicht ersetzen. Darum bleiben wir bei obiger Aussage: Arbeiten die Kontroller erst einmal fehlerfrei, sollte ein SSD im Normalfall mindestens solange wie eine normale HDD überleben. Alles andere wird die Zeit ans Licht bringen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich glaub ich Hake die Idee wieder ab.

Ist ja albern, was man da alles beachten soll.
Dieses ausschalten, das nicht machen, jenes partitionieren.
Benagelt.
Ich bau mir doch keine Seifenkiste zusammen?!

Und was lese ich da in den offiziellen Foren von OCZ... manche Programme zum Platten-Benchmarking schaden der SSD evtl. ?

Ich glaub ich steh im Wald.
 
towa schrieb:
Läuft soweit ganz gut, bis man versucht etwa svon CD auf HDD zu kopieren, dann hakt das System und fängt an zu stocken.
Installationen dauern ungewöhnlich lang.
Alles läuft rasend und schnell wenn nur die SSD agiert. :rolleyes:

Und was bringt uns das Beispiel jetzt? Erstmal gar nichts! Welche SSDs da in den Rechnern stecken, wird nämlich mit keinem Wort erwähnt. Und so wie sich das anhört, hat da wohl irgend jemand die grandiose Idee gehabt, man könnte ja mal günstige SSDs (mit JMicron-Controller) einbauen. Da braucht man sich dann auch nicht über Leistungsprobleme wundern. :rolleyes:
 
Lesen hilft !

towa schrieb:
...2 Rechner in der Firma sind mittlerweile auf OCZ SSD...

Ich würds aber mal abgesehen davon momentan auch noch nicht machen, bis klar ist das SSD´s wirklich betriebssicher sind !
Auserdem wärs mir einfach noch zu Teuer !
 
Naja, die 127 € hätte ich noch verschmerzen können.
Aber insgesamt scheint mir das einfach keine gute Idee zu sein.
Keine Lust halbgare Produkte zu kaufen.
 
Parwez schrieb:
Und was bringt uns das Beispiel jetzt? Erstmal gar nichts! Welche SSDs da in den Rechnern stecken, wird nämlich mit keinem Wort erwähnt. Und so wie sich das anhört, hat da wohl irgend jemand die grandiose Idee gehabt, man könnte ja mal günstige SSDs (mit JMicron-Controller) einbauen. Da braucht man sich dann auch nicht über Leistungsprobleme wundern. :rolleyes:

Na na doch steht doch da, OCZ ;)
Wenn du es genau wissen willst:
- OCZ SSD 60GB 2,5 Zoll Festplatte intern SATA
Core-Series V2, Hersteller-Nr.: OCZSSD2-2C60G
am
- Gigabyte GA-MA790GP-DS4H

Obs nun "billig"-Platten sind, OK, wir sehen es zur Zeit als Projekt mal sehen was sich da so ergibt, der verlinkte Artikel hier wirft natürlich riesige Zweifel auf. :(

Naja warten wir es ab :o

@Lagerhaus_Jonny
Wie gesagt, lass es, zumindest noch, freu dich über die geringen HDD Preise und schlag z.B. bei der 3200AAKS von WD zu.
Das was an Geld über bleibt steckste vielleicht noch in RAM oder so *g*
 
Shugo schrieb:
Ne, hilft eben nicht. Wenn eine Firma MLC-Modelle mit JMicron-Controller oder Indilinx-Controller und SLC-Modelle von Samsung und Neuerdings Indilinx im Programm hat, bringt einen das Lesen des Wortes "OCZ" kein Stück weiter.

@towa
Bei der Core Series braucht man sich über die Einbrüche nicht wundern. JMicron lässt grüßen. Das nächste mal lieber etwas mehr ausgeben und ein Produkt mit vernünftigem Controller kaufen.
 
towa schrieb:
Na na doch steht doch da, OCZ ;)
eben .. und nicht alle SSDs von denen sind gleich ;-)

wenn man schon vergleicht .. sollte man das ganze auch in die passende relation setzen.

und wer denkt ... dass ne SSD nur vorteile hat .. der denkt ohne hin sehr naiv.

außerdem... nicht jeder hat die gleichen ansprüche bzw voraussetzungen.
der eine gewichtet produkteigenschaften völlig anders als andere.
einem ist der preis das wichtigste .. dem anderen die kapazität .. wieder einem anderen
die geschwindigkeit. und dann kommts noch ganz darauf um welche produkte es konkret geht .. und wo diesen ihren einsatz haben sollen.

wie heißt es so schön .. jede medaille hat zwei seiten.
oder auch .. die summe der scheiße ist überall gleich .. nur die verteilung is ne andere..

in diesem sinne .. augen auf .. und sich eben gut überlegen was einem wichtig ist.
besonders dann .. wenn man mit "hype " unterstellung wie diese daher kommt :

serra.avatar schrieb:
da empfehle ich dir mal diesen Artikel zu lesen:

da werden SSDs mal ganz ohne Hype behandelt ...
http://www.effizienzgurus.de/main/index.php?content=article&action=view_spec_article&article_id=624

denn hier findest darüber keine (un)gehypte Meinung


im Prinzip kann mans so verdeutlichen : alle die Sachen die Vista schneller machen sind für ne SSD eher der Tod ,p

im übrigen da du OCZ hast halt auch mal da schaun die ham nämlich ne sehr gute Anleitung auf deren HP was man alles Ausschalten bzw. umbelegen sollte ...

so etwas macht auch keinen neutralen eindruck ^^
und ich denke .. auch hier gibt es genügend genannte "nachteile".

übrigens .. objektiv wären deine bemerkungen eher so :
auch für ne HDD is das abschalten einiger dienste von vorteil für die lebensdauer ;-)
hat nur im gegensatz zur ssd den nachteil .. dass sich dann in der tat etwas spürbar "verlangsamt" (zb indexierung).
wenn das also ein argument sein soll .. führs auch konkret aus.

und mal ehrlich .. tmp umstellen .. hat auch für hdd nutzer einen vorteil .. oder nicht ? ;-)
denke das u.ä. der SSD als "laster" auszulegen .. ist sinnfrei.

ps: ich wähle meine hw entsprechend dem einsatz aus.
würde zb erst gar nicht auf die idee kommen meinen fileserver mit ssds auszustatten.
 
da würde ich ja auch glatt mal posten .. allerdings geht das tool nich wenn die am RC hängen :-/
 
Leider nein.
 

Ähnliche Themen

Zurück
Oben