Linux und Virensysteme?

FrazeColder

Lt. Commander
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Moin Community,

Ich konfiguriere demnächst für meine Eltern einen Laptop, denen sie sich neu gekauft habe bzw. noch werden. Bei dem Laptop ist kein Betriebssystem dabei und ich frage mich, wieso sollte ich den Windows kaufen, welches 80€ kostet, wenn ich auch Linux installieren kann...

Ich selber würde zu Linux wechseln, wenn ich nicht auf einige Spiele dann verzichten müsste... Leider unterstützt Wine diese Spiele auch nicht...

Hier kommen aber jetzt meine zwei Fragen.
Es müsste doch eigtl. möglich sein, Ubuntu zu nutzten, auch ohne Linux Kenntnisse zu haben, oder?
Zumindest wenn man nur das Internet nutzt, ein paar Dokumente schreibt und sich ggf. mal ein paar Urlaubsfotos anschaut.

Und die zweite Frage ist, da ich selber (noch) kein Linux-Nutzer bin, benötigt man bei Linux ein Anti-Viren Programm?
Klar gibt es für Linux nicht so viele Viren für Windows, aber es gibt ja trotzdem welche... Gibt es den da Anit Viren Programme oder ähnliches?

MfG und Danke!
 
Nein, Du brauchst unter Linux keinen AV ;) Es gibt zwar ein paar Viren, aber dass Deine Eltern auf gerade diese stoßen, ist sehr sehr unwahrscheinlich. So würde das AV nur für mehr Stress (Rückfragen, Updates,...) und für Scheinsicherheit führen.

Ich würde Dir die Linux Mint-Distribution empfehlen. Diese ist besonders auf vorherige Windows-Benutzer ausgelegt.
 
Ja die meisten neueren linux Ableger kann man ohne Linux Befehle benutzen.
Für Fotos, bisschen surfen, paar Sachen schreiben reicht Linux sowieso und die meisten Programme wie ein Word sind halt standartmässig als LibreOffice schon vorinstalliert.

Einziges Problem was entstehen könnte ist wenn sich deine Eltern ein Laptop mit einer Intel CPU holen und deine Linux Version diesen Prozessor noch nicht vom Kernel aus unterstützt.
 
Einen Virenscanner unter Linux brauchst du nicht. Die Malware-Bedrohung ist aktuell vernachlässigbar klein. Virenscanner gibt es, die sind aber vorwiegend dazu da, Emails auf einem Mailserver oder Dateien auf Netzwerkfreigaben für Windows-Rechner zu scannen.

Ubuntu ist eine gute Wahl. Nicht zuletzt weil es dafür viele Anleitungen im Netz gibt, mit denen sich auch unbedarfte Nutzer selbst helfen können. Wenn LibreOffice kein Hindernis für das Schreiben oder den Austausch von Dokumenten ist, sollte es für den Einsatzzweck ausreichen.
 
Hi,

Virenscanner sind unter Linux nicht notwendig. Ausser man nutzt den Rechner als Router/Gateway und hat dahinter Windowskisten stehen. Aber für einen normalen Desktop/Laptop kannst du darauf verzichten.

Ubuntu ist okay, verlangt aber nach einer gewissen Umgewöhnung für ehemalige Windowsnutzer. Mein Tipp: Linux Mint mit Cinnamon-Oberfläche. Vom Aussehen und der Bedienung sehr nah an Windows 7/Vista/XP dran.

Gruß

Jan
 
Idr, sind Virenscanner für Linux überflüssig, die warscheinlichkeit das sie sich was einfachen dürfte selbst wenn man sich auch Dubiosen Seiten herumtreibt fast null sein.

Jedoch würde ich mir das mit Linux für die Eltern nochmal überlegen. Zwar musst du nichts bezahlen, aber mit hoher Sicherheit wirst du viel Zeit und nerven bei der Umstellung einplanen, ist es dir das wert? Anders sieht es natürlich aus wenn die Personen einsteiger in die PC Welt sind, da kann man gleich auf Linux anfangen.
 
Bevor du hier Linux installierst solltest du dir im klaren sein, dass Linux nicht gleich Windows ist. Damit meine ich: Bist du in der Lage Probleme die mit dem Laptop mitkomme auch mit etwas gegoogel zu lösen? Linux ohne Kenntnisse , also wie Windows zu nutzen klappt. Meine Mutter macht es vor. Wenn sie etwas braucht ruft sie mich. War auf dem Windows-Rechner nicht anders. Du musst die Leute halt nur damit vertraut machen. Eine Windows möglichst nahe Umgebung ist KDE, dann würde ich mir an deiner Stelle Kubuntu anschauen.

Zu den Viren, es ist unwahrscheinlich sich Viren unter Linux zu fangen. Diese Viren tauchen nur unter "Laborbedingungen"auf.

Generell solltest du dich erstmals damit beschäftigen was auf den besagten Rechner soll und schauen ob es da Probleme gibt o.Ä..
Die Installation sollte ein Kinderspiel sein, wenn du Windows selber installieren kannst.

Zu den Spielen:
Wie wäre es diese Spiele zu nennen? Vielleicht kennt man hier sehr gute Alternativen? Desweiteren sollte man bemerken, dass Linux keine Plattform für Spiele ist, zwar bekommt Linux aufgrund von SteamOs mehr Spiele die Anzahl ist aber dennoch im Vergleich zu Windows mickrig. Ich würde mich freuen wenn Blizzard mit Linux anfängt...

@Scirca
Skylake sollte unterstützt werden. Vor 2 Monaten hätte man bammel haben können, jetzt aber nicht mehr. Mein T460 läuft auf Arch-Linux wie eine 1. Da war nur in der ersten Woche ein paar Probleme da, ansonsten nicht.
 
Mint ist zwar gut geeignet aber da gibts mit den Updates manchmal Probleme.

Ubuntu hat halt die seltsame GUI.

OpenSUSE ist bei Multimedia ne Krücke dafür gibts bei Updates und Upgrades meist keine Probs.

würde Mint probieren. KDE oder Cinnamon.
Deutsche ISO bekommst hier
http://www.linuxmintusers.de

Sind Live-DVDs von denen auch installiert wird.

p.s. am besten wäre eventuell gleich ein Notebook mit 8gig RAM
 
Zuletzt bearbeitet:
SparkMonkay schrieb:
Generell solltest du dich erstmals damit beschäftigen was auf den besagten Rechner soll und schauen ob es da Probleme gibt o.Ä..
Die Installation sollte ein Kinderspiel sein, wenn du Windows selber installieren kannst.

Google Chrome ist verfügbar, LibreOffice installiert und ein Picture Viewer auch, mehr ist nicht nötig ;)

SparkMonkay schrieb:
Zu den Spielen:
Wie wäre es diese Spiele zu nennen? Vielleicht kennt man hier sehr gute Alternativen? Desweiteren sollte man bemerken, dass Linux keine Plattform für Spiele ist, zwar bekommt Linux aufgrund von SteamOs mehr Spiele die Anzahl ist aber dennoch im Vergleich zu Windows mickrig. Ich würde mich freuen wenn Blizzard mit Linux anfängt...

Zum Beispiel World of Tanks oder Call of Duty Black Ops, bei Battelfield bin ich mir gar nicht mehr so sicher...
 
Firefox auch und sogar Opera

VLC auch

Statt dem Explorer finde ich Dolphin gut.
Muss aber mal konfiguriert werden. Ansichten usw.
ist aber eh unter Windows auch so im Explorer
 
Seit Windows 10 erschienen ist, habe ich mich mal nach was anderem umgesehen und
bin schließlich bei Linux Mint 17.3 KDE hängen geblieben.
Läuft auf einem alten PC.

Bin bis jetzt sehr zufrieden.

Die Umstellung von Windows auf Linux kostet allerdings manchmal etwas Nerven und Zeit.
Windows ist irgendwie einfacher zu bedienen, wie ich finde.

Zum Glück gab es Treiber für meinen Epson-Scanner.
Mein Drucker wurde auch ohne Probleme erkannt (canon).

Firefox und LibreOffice waren schon dabei.
Einzig den Treiber für meine Nvidia GTX660 habe ich noch installiert.
Der Treiber, den Mint installiert, tut es allerdings auch.

Zwangsupdates wie bei Windows gibt es nicht.
Man wird freundlich darauf hingewiesen, dass es Aktualisierungen gibt.
Lässt sich alles schön einstellen.
Als AV-Programm läuft Sophos Antivirus für Linux (Freeware).
https://www.sophos.com/de-de/products/free-tools/sophos-antivirus-for-linux.aspx
 
da bereits alles zu "linux vs. windows" und "linuxviren" gesagt wurde, und jetzt nur noch alle ihre verschiedenen distros nennen........guck dir Xubuntu an :D
 
Von KDE würde ich die Finger lassen für unbedarfte Anwender. Zum einen, weil man zu viel verstellen kann und zum anderen, weil die aktuelle 5er-Version einfach noch zu viele Probleme macht.

Nimm Cinnamon oder XFCE.

Antivirensoftware brauchst du nicht.
Installiere weder Wine noch Flash und leg einen Benutzer ohne Sudo-Berechtigung für deine Eltern an.
 
darick schrieb:

Bietet Sophos ne grafische GUI?
Die meisten AVs laufen ohne. Darum die Frage

Caedus schrieb:
Installiere weder Wine noch Flash und leg einen Benutzer ohne Sudo-Berechtigung für deine Eltern an.

Funktionieren ohne SUDO dann noch die Updates?
Bin mir da nicht sicher wie das Mint löst.
 
Zuletzt bearbeitet:
cbtestarossa schrieb:
Funktionieren ohne SUDO dann noch die Updates?
Bin mir da nicht sicher wie das Mint löst.
Keine Ahnung, von Mint würde ich aber auch nie ausgehen.
Vom Linux-Rechtemanagement her ist es auf jeden Fall möglich, hängt halt von der Implementierung ab.

Aber der Gedanke ist trotzdem richtig und etwas, was man ausprobieren muss beim Einrichten.
 
Caedus schrieb:
Von KDE würde ich die Finger lassen für unbedarfte Anwender. Zum einen, weil man zu viel verstellen kann und zum anderen, weil die aktuelle 5er-Version einfach noch zu viele Probleme macht.

Nunja, die Sache dabei ist die: Wenn man nur die GUI nutzt wie bei Windows dann sollte i.d.R. nicht der Fall eintreten, dass man etwas zurueckstellen muss, weil 'versehentlich' an den Einstellungen rumgeruettelt wurde.

Bei KDE ist mir bekannt das die Probleme macht, einer im Manjaro Forum sagte das er taeglich Seiten schreiben koennte was es da an Problemen gibt. Meine Mutter hat bis heute nichts davon gemerkt, was wohl daran liegt, dass sie nur 2 Programme nutzt.

Cinnamon und XFCE sind schoene alternativen. Bei einem Notebook waere XFCE sehr zu empfehlen aufgrund der Eigenschaft von XFCE, dass es ressourcenschonend ist und somit man im Akku-Betrieb laengere Laufzeiten hat. Um welchen Faktor sich das bewegt kann ich nicht sagen, es soll sich aber um ein Stueck handeln, welches nicht zu verachten ist.

@TE
Zu den Spielen:
World of Tanks:
http://worldoftanks.eu/de/content/soft/pc_programs/1311/
CoD Black Ops und Battlefield weiss ich, dass die definitv NICHT nativ unter Linux laufen und somit WINE benoetigen.

Das eine geht einfacher mit WINE (WOW, Hearthstone, Elder Scrolls 4 - Oblivion und ein paar andere), das andere Spiel ist nur sehr schwer unter WINE zum laufen zu bekommen. Den WoT Link hast du, aber ich wuerde in die WIndeHQ Seiten zu den jeweiligen Spielen gucken. Da steht wie "gut" die laufen.

Ich wuerde die Spiele von Linux kicken und dafuer eine Windowspartition installieren oder du spielst Counter Strike, das gibt es unter Linux nativ ohne gefrickel.
 
cbtestarossa schrieb:
Bietet Sophos ne grafische GUI?
Die meisten AVs laufen ohne. Darum die Frage

Leider nicht mehr.
Bis Version 9.11 ging das über den Browser.
Jetzt gehts nur noch über die Befehlszeile.
 
Problem ohne SUDO ist auf jeden Fall dass sie dann sehr eingeschränkt sind und fast nichts verstellen können.
Es popen bei jeder kleinsten Änderrung Fenster auf. ähnlich UAC.
Auch die meisten Installationen verlangen SUDO.

Und schon kannst du wieder ADMIN spielen.
Aber sicherer ist es denk ich mal schon ohne SUDO zu arbeiten.
Komfortabler ist es eher nicht.

Naja und zu KDE. Es hat sicher seine Schwächen.
Oft zerstört 1 Klick Dinge wo man einfach keine Chance mehr hat den Desktop wieder herzustellen.
Selbsterklärend ist es auch nicht da grundlegende Infos fehlen. (Mouseover Kurzinfo würde oft schon reichen)
Solche Dinge dürften nicht passieren und daraus resoltiert das Linux als Frickelsystem verschrien ist. mMn zurecht

@darick

danke für die Info, somit schon das nächste Problem.
Linux fehlen einfachste Vorraussetzungen um sich am Desktop durchzusetzen.
Es gibt auch keine vernünftige Personal Firewall.
Da gibt es nichts brauchbares aka Sygate PF, oder ComodoFW unter Windows.

Linux Entwickler verstehen nicht was ein Desktop OS ausmacht.
Eine statische Firewall gut und schön, hilft aber einem Privatanwender nicht weiter.
Dem hilft ne Routerfirewall inkl. NAT mehr.
Die braucht er nicht mal konfigurieren denn die blockt normalerweise schon mal unangefragte eingehende Anfragen.

Selbe Problem auch unter Windows. Nur da gibt es bedienbare Zusatzprogramme.
Die mitgelieferten Tools sind eher in Firmen interessant wo sich sowieso um alles der ADMIN kümmert.
 
Zuletzt bearbeitet:
SparkMonkay schrieb:
Bei KDE ist mir bekannt das die Probleme macht, einer im Manjaro Forum sagte das er taeglich Seiten schreiben koennte was es da an Problemen gibt. Meine Mutter hat bis heute nichts davon gemerkt, was wohl daran liegt, dass sie nur 2 Programme nutzt.
Na ja, bei mir wars halt irgendwann so, dass KWin dreimal am Tag abgestürzt ist und teilweise gleich den X-Server mit in den Tod gerissen hat.
Dazu hat das Compositing dann auch noch geruckelt wie blöde und ist teilweise eingefroren.
Das hat mich dann dazu gebracht provisorisch zu Cinnamon zu wechseln.
Insgesamt würde ich meinen Eltern sowas nicht zumuten wollen.

Edit:
@kein Sudo:
Das ist genau der Sinn.
Ein Desktop-Linux für Office, Web und Fotos braucht man eigentlich nur einmal einrichten und dann läuft es.
Ich wüsste nicht, dass meine Mutter auf ihrem XUbuntu jemals was nachinstalliert hat, nachdem ichs eingerichtet habe.
 
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