News Mac mit ARM-Prozessor: Apple soll Wechsel weg von Intel zur WWDC ankündigen

Ich kann mir aktuell nicht vorstellen, dass man wirklich den Schritt geht, und komplett alle Macs (vom MacBook Air bis zum Mac Pro) auf ARM umstellt. Aktuell kann ich mir das nur für den Einsteiger-Bereich vorstellen: Heißt beim Air und Mac mini oder man steigt wirklich in den Convertible-Bereich ein und bringt so einen iPad/Macbook-Mix mit iPadOS raus - zusätzlich zum aktuellen Angebot. Vielleicht fällt dann langfristig das Macbook Air weg.
 
Herdware schrieb:
Es reicht bei weitem nicht, eine bessere CPU zu haben. Man muss das Henne-Ei-Problem überwinden.
Da Apple eine eigenes Universum ist, traue ich Apple genau das zu. Weil es gar nicht anders geht. Wenn jemand die Entwickler mit in Boot holen, unterstützen und dazu bringen kann, Anwendungen für eine neue Plattform zu entwickeln, dann Apple. Apple selbst und die Entwickler sind da aufeinander angewiesen. Außerdem ist die Produktpalette überschaubar, also wenige Variationen, die zu berücksichtigen sind. Bei Apple, glaube ich, kann so eine drastische Änderung funktionieren.
 
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M.Ing schrieb:
Apple hat spätestens mit Catalina bewiesen, dass ihnen das im Zweifelsfall ziemlich wurst ist, solang ihre eigenen Sachen funktionieren. FCPX, Logic und die div. Tools aus den jeweiligen Paketen wie Motion, Compressor etc. funktionieren, der Rest der Hersteller bekommt entsprechend Vorlaufzeit und wer nicht mitkommt/mitwill, schaut in die Röhre.

Da muss man aber auch die Hersteller in die Pflicht nehmen. Wenn das 2 Jahre vorher kommuniziert wird, dass 64-Bit Pflicht wird, dann ist es lächerlich, wenn sich die Hersteller dann auf Apple ausweinen - zumal es 64-Bit auf Macs ja seit Snow Leopard gibt, also 2009(?).

Dann wäre schon längst was durchgesickert von einem der großen Softwareschmieden
Darum schließe ich eher noch interne Tests mit Möglichkeitsstudien oder nur das Air bekommts. Nochmals ein Macbook denk ich nicht, das beißt sich doch schon mit dem Air
 
In zehn Jahren fällt Apple dann ein, dass es unter der Knute von ARM auch Mist ist. Wechseln dann auf RISC-V, weil es da viele unabhängige und gute Hersteller gibt.
 
Balikon schrieb:
...Wenn jemand die Entwickler mit in Boot holen, unterstützen und dazu bringen kann, Anwendungen für eine neue Plattform zu entwickeln, dann Apple. ...

Das stimmt.

Aber bei den letzten beiden Architekturwechseln hat Apple trotzdem längere Übergangsphasen benötigt, in denen die Anwender mittels Emulation ihre alten Anwendungen auf den neuen Geräten weiter benutzen konnten. Nur so konnte Apple das Henne-Ei-Problem überwinden, trotz all ihrer Kontrolle über die Anwendungsentwickler.

Wie schon geschrieben, sehe ich für Emulation diesmal nicht genug Leistungszuwachs. Beim Schritt von x86 auf ARM ist eigentlich gar keine Luft für durch Emulation verschenkte Leistung.
Apple muss also erstmals das Kunststück schaffen, schon bei Markteinführung der ersten ARM-MacOS-Geräte möglichst die komplette aktuelle Anwendungswelt, inklusive Treibern für noch so exotische Hardware usw., nativ für ARM zur Verfügung zu haben.

Vielleicht können sie sich dafür teilweise bei iOS bedienen? Tatsächlich wäre es logisch, wenn Apple MacOS und iOS verschmelzen würde, wenn die schon auf der selben Architektur laufen.
 
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Sehr gut. Vielleicht kommt Intel dann endlich mal von seinem/ihren(?) hohen Ross runter.
 
Kann mir schon vorstellen, dass Apple sowas durchdrückt. Immerhin könnten sie damit ihre ohnehin schon astronomische Marge noch weiter erhöhen.
 
@Herdware Das wird auch so kommen, aber ich bin sicher, dass die Softwareentwickler das mittragen.
 
Der großen Masse an Apple-Nutzern, die in ein beliebiges Geschäft gehen und sich dort ein Air kaufen, wird es vollkommen egal sein, ob ihr System einen ARM- oder x86-Unterbau hat.

Das System läuft, Apps gibts aus dem Store und für Safari und Co muss man sich wohl keine Gedanken über Kompatibilitätsprobleme machen, wenn die Apps ja eh schon seit Jahren so entwickelt werden. Dann laufen auch ihre ganzen iPhone Apps auf dem Laptop.

Nicht jeder nutzt Bootcamp oder lädt sich Software abseits des Store. Das ist ja das Grundkonzept für das "sorgenfreie MacOS Nutzererlebnis".

Apple wird selbst am besten wissen, welche Leistung mit ihren Designs zu erwarten ist. Nur weil man den Entwicklern in zwei Wochen erzählt, dass man ggf. Dinge plant, werden ja nicht schlagbaumartig alle Produktlinien gefällt. Wenn es nicht für einen Mac Pro on ARM reicht, dann läuft der so lang weiter mit Intel oder AMD bis es irgendwann reicht.

Und die großen Softwareentwickler sind ja vermutlich das kleinste Problem. Mit Windows on ARM wird ja eh schon in die Richtung entwickelt - Adobe z.B. gab bei der Vorstellung bekannt, dass sie ihre Creative Cloud für ARM bringen. Und genug Geld für Überzeugungsarbeit ist sowieso da.
 
Da kann Apple ja bald wieder ein schönes neues Video drehen :daumen:

 
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Wenn man jetzt überlegt, dass 2021 den Mac/ios/ipados Appstore verschmelzen will, macht der Umstieg auf ARM Sinn. Die fehlenden Mac Anwendungen kriegen man dann über den ios/ipados Weg und das in rauen Mengen und für die meisten User in ausreichend Qualität. Auf einmal wir der Mac zum Massenproduktion und die Intel Welt zum Nischenprodukt für Spezialsoftware. Es wird spannend.
 
Herdware schrieb:
Wir haben doch schon so viele, teilweise deutlich überlegene neue CPU-Architekturen kommen und gehen sehen.
...

DEC Alpha
intel i960
Elbrus (Russland) mit VLIW
...

AMD hatte ja auch schon einen ARM/x86 Hybriden in der Entwicklung
 
Wird noch dauern. Die ganzen OEMs hinterlassen bei Vielen den Eindruck, dass sie von Intel geschmiert sind. So miserable, absichtlich "schlechte" Laptops mit AMD kann kein Zufall sein. Intel hat also immer noch genug Atem, aber langsam könnte es tatsächlich dünn werden.
Habe mich neulich über den kommenden XMG-/Schenker-Laptop auf AMD-Basis gefreut, dort sind die meisten Kritikpunkte tatsächlich ausgemerzt. Noch nicht perfekt, aber irgendwann wirds auch mal richtig gute Highend-Maschinen mit AMD und ohne Kompromisse geben.
 
@Gordon-1979 Nja, solange die OEMs die Nibelungentreue halten, sind da noch große Absatzmärkte. Ja, mit Apple geht ein großer Kunde, aber sie haben noch viele andere. Und was man so liest werden sie 2021/22 ja auch wieder konkurrenzfähiger sein was den Verbrauch angeht, also untergehen wird Intel noch lange nicht (sage ich als tendenziell eher amd zugeneigt)
 
AlphaKaninchen schrieb:
Ist machbar die PS4 z.B. nutzt einen ARM für Hintergrundprozesse, der T2 Chip ist heute schon ein ARM Chip.
erscheint mir unnötig kompliziert. da machts mehr sinn einfach den x86 zu für alles zu verwenden anstelle 2 chips zu haben die völlig anders arbeiten
 
flaphoschi schrieb:
In zehn Jahren fällt Apple dann ein, dass es unter der Knute von ARM auch Mist ist. Wechseln dann auf RISC-V, weil es da viele unabhängige und gute Hersteller gibt.
Apple hatte nicht ohne Grund Herrn Keller als Gehaltsempfänger..
Apple ist ARM Lizenznehmer und darf selber die mArch anpassen.
Ich würde sagen, Apple könnte ziemlich schnell und auch konsequent ihr Universum auf ARM umstellen. Apple ist dabei auch noch so unverschämt reich, dass man Adobe kaufen könnte, wenn die zB nicht mitzögen.

Aber Apple wird mitnichten mal eben Intel Leistungstechnisch ausstechen.. Vor allem nicht in X86.. Warum auch`?
 
Ich vermute auch dass die Einflüsse auf den Rest des Marktes, auch im ARM Bereich, sehr geringer sein werden als man jetzt denken mag. Apple dreht oft ihr eigenes Ding und alles was sie machen soll wenn möglich nur bei ihnen laufen. Davon profitiert nur Apple, Freiheiten gibt's da keine. Am Ende betrifft es nur die Apple Geräte und der Rest geht weiter seinem gewohnten Gang.

Wir leben in einer Zeit in der es ohne Probleme möglich ist, egal auf welcher Architektur, die grundaufgaben die der durchschnittliche Nutzer macht auszuführen und das bei wenig Watt. Zukünftige tweeks im Massenbereich sind hier eher an anderen Stellen zu suchen als heim Stromverbrauch und der Gesamtleistung.

Alles andere entgleitet zunehmend dem normalen Nutzer als sinnvollen Mehrwert. Siehe Smartphone Leistung die kein Mensch sinvoll nutzen kann.

Deshalb ist es bei einem Produkt wie dem MBA völlig egal was da drin steckt. Es reicht leistungsmäßig sowieso aus ^^
 
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Mal eine hypothetische Überlegung: Wäre es nicht möglich, eine ARM-Architektur so zu erweitern, dass daraus letztendlich auch eine neue x86-Architektur wird? Letztendlich geht es ja nur darum, Schnittstellen für die Befehlssätze zu liefern, damit die Befehle so interpretiert und ausgeführt werden, wie es unter x86 gedacht ist. So hätte man ARM lediglich als "Starthilfe" genutzt, um eine eigene x86-Architektur zu bauen.

Für mich persönlich macht es jedenfalls keinen Sinn, wenn Apple tatsächlich von x86 abkehrt und plötzlich eine RISC-Architektur nutzt. Das wäre der Horror für viele Entwickler, die ihre Software nun völlig umschreiben oder gar neu entwickeln müssen, oder durch Emulation massiv an Leistung verlieren.
 
SaschaHa schrieb:
So hätte man ARM lediglich als "Starthilfe" genutzt, um eine eigene x86-Architektur zu bauen.
M.Ing schrieb:
Ohne Lizenz von Intel geht garnüx. Und Intel gibt keine Lizenzen mehr raus, blöd wären sie, sich Konkurrenz zu züchten. AMD und VIA waren früher gnadenlos hinterher, der eine sticht Intel überall aus, der zweite ist nimmer am Markt. Die Büchse der Pandora macht Intel nimmer weiter auf.
 
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