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News Mass Effect: Nach Studio-Aus soll die TV-Serie noch kommen

Serphiel schrieb:
Privat Equity hat BioWare gekillt

Meinst du? Ich denke was BioWare viel eher gekillt hat sind die extrem teuren spiele der letzten Jahre welche die veröffentlicht haben und die alle samt gefloppt sind.
Jetzt könnte man sich natürlich vortrefflich darüber streiten wieso sie gefloppt sind, aber lassen wir das.
Wären die spiele erfolgreich gewesen würde man das Studio jetzt nicht absegen , man schlachtet keine Sau die gerade goldene Eier legt.

Anderes Beispiel Ubisoft bei denen sprudeln die einnahmen nur so wegen der ganzen tollen spiele der letzten Jahre nicht wahr?
Nein?
Na so ein wunder wieso wohl.

Kann es sein das mal ganz trocken ausgedrückt diese Firmen ihre Produkte am Markt vorbei entwickelt haben und die falsche Zielgruppe anvisiert haben?
 
DavidXanatos schrieb:
Ich denke was BioWare viel eher gekillt hat sind die extrem teuren spiele der letzten Jahre welche die veröffentlicht haben und die alle samt gefloppt sind.

Die 20 Mrd die EA ab-stottern muss kommen von Private Equity, weil EA den Kredit für ihren eignen Kauf abbezahlen muss. Die kommen nicht von 3 enttäuschenden BioWare spielen.
Die EA-Konzern Situation hängt nicht an einem Studio, die hängt an allen.
Ohne diese Pistole auf der Brust hätte EA und damit auch BioWare mehr Zeit gehabt den Kurs zu korrigieren. Was wenn die Leaks zu Mass Effect stimmen scheinbar auch versucht wurde.
Was natürlich nicht bedeutet das es auch gelungen wäre.

DavidXanatos schrieb:

Diese Woche erst News das BG3 jetzt 23 Million mal verkauft wurde und 1,2 Mrd gemacht hat. Frau mit Penis? No Problemo. Mann mit Vagina? Jop. Gay sex galore? Na klaro. Stimme unabhängig vom Körper? Aber sicher! Pronomen-Auswahl? Na klar.
Woke was das Zeug hält und dennoch die Golden Goose die es erlaubt Larian nun machen zu lassen was auch immer sie wollen.
Vielleicht hats nichts mit "woke" zu tun sondern mit Qualität? Vielleicht hat Qualität auch was mit Arbeitsbedingungen und Firmenklima zu tun? - Larian schmeißt seine Leute nämlich nicht nach jedem abgeschlossenen Spiel einfach raus.
Aber wir sind ja in der Phase in der Rechte Grifter Loser so tun als wäre BG3 ja gar nicht woke.

DavidXanatos schrieb:
Produkte am Markt vorbei entwickelt

Weil das SP-RPG-Studio von sich aus auf die Idee für ein Live Service Spiel gekommen ist. Oder unbedingt einen MP-Modus in einem SP-RPG wollte. Oder einfach so die Entwicklungsvorgaben/Ziele für ein Spiel mindestens zwei mal komplett änderte.
Sicher war es auch BioWare das in zwei Jahren mal schnell einen Nachfolger für eines der besten RPGs der damals letzten Jahre nachschieben wollte?
BioWare als Studio ist nicht unschuldig an der Qualität seiner Spiele aber jetzt tut mal nicht so als würde da kein Weltkonzern dahinter hängen der selber immer auf der Jagt nach Trends und mehr Gewinnen war.

Wenn dir der Geldgeber sagt in 2 Jahren muss das aufm Markt sein dann kannst du kein BG3 bauen. Dann machst du automatisch Abstriche.
Und woher kommt die Politik nachdem das Kernstudio weniger als 100 Leute hat und quasi für jedweder Arbeit ein Subunternehmen benötigt?
UbiSoft? An jedem UbiSoft Spiel arbeiten wie viele Subunternehmen? - Bei Shadows waren es 15... 15!!!!!
Wie viele sind es bei OwlCat oder Larian?
Vielleicht einfach zu viele Köche.
 
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Serphiel schrieb:
Diese Woche erst News das BG3 jetzt 23 Million mal verkauft wurde und 1,2 Mrd gemacht hat. Frau mit Penis? No Problemo. Mann mit Vagina? Jop. Gay sex galore? Na klaro. Stimme unabhängig vom Körper? Aber sicher! Pronomen-Auswahl?
Und du glaubst, das allein macht ein Spiel „woke“? Dann ist dein Wokemeter ziemlich falsch kalibriert.

Ich habe BG3 mehrmals durchgespielt. Ein großartiges Spiel! Vielfalt und unterschiedliche sexuelle Orientierungen sind dort einfach Teil der Welt, ohne dass daraus ständig eine belehrende Ansage an den Spieler wird.

Gale wird als kompetente, vielschichtige Person dargestellt und kann am Ende sogar zum Gott werden. Niemand muss andere Figuren kleinmachen, um selbst gut dazustehen. Niemand hält einem ständig aggressiv und besserwisserisch Vorträge über Transition oder Pronomen. Das alles ist unaufdringliche Normalität – so, wie es sein sollte.

Was ich als „woke“ kritisiere, ist etwas anderes: wenn Angehörige historisch privilegierter Gruppen pauschal als inkompetent oder bösartig dargestellt werden; wenn Figuren hauptsächlich dazu dienen, dem Publikum permanent ihre Identität unter die Nase zu reiben; und wenn bestehender Kanon einer politischen Botschaft geopfert wird.

Das Problem ist nicht die Vielfalt, sondern die belehrende, aufgesetzte Inszenierung. BG3 zeigt gerade, dass es auch anders geht.
 
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DavidXanatos schrieb:

Nein ich Zitiere was "weise" (wohl eher "weiße") YouTuber denken die an "go woke, go broke" glauben.
Deine Reaktion ist schon berücksichtigt:

Serphiel schrieb:
Aber wir sind ja in der Phase in der Rechte Grifter Loser so tun als wäre BG3 ja gar nicht woke.

Es ist so berechenbar.

Soll ich dir jetzt Videos von all diesen Right Wing Grifter Losern linken in denen Spiele als Woke bezeichnen genau wegen dem Zeug das ich listete?
So Ausraster zu vollkommen irrelevanten Pronomen in Starfield oder einen zu Top Surgery Narben in Veilguard oder zu Bär Sex in BG3 oder über ne Beratung durch Sweet Baby Inc.? Keinen Bock drauf. Ich habe die scheiße schon gesehen. Wen es wirklich interessiert der kann selber danach suchen, YouTube ist ja voll davon.

Veilguard hat es schlecht umgesetzt. Keine Frage. Kein Studio ist davor gefeilt daneben zu treten. Aber es ist die Umsetzung und nicht der grundsätzliche Inhalt. "Go woke, go broke" kritisiert nicht nur die Umsetzung, es kritisiert die Existenz des Inhalts grundsätzlich.
Da ist ne Trans-Person und schon wird von "falscher" Zielgruppe gelabert als würde in einem Meer aus "normalen" NPCs plötzliche eine Trans-Person das gesamte Spiel ändern. Gabs nichts? Mass Effect Andromeda.
 
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Serphiel schrieb:
Veilguard hat es schlecht umgesetzt. Keine Frage.
Danke, und das ist der Punkt ist es "Schlecht" umgesetzt ist es Woke, ist es wie TNG Era Star Trek ist es gut gemacht und nicht "Woke".
Auf die Umsetzung/Präsentation kommt es an ob es natürlich ist und nicht stört oder es die potentiellen Kunden in die flucht Schlägt.

Deine Definition von "Woke" ist einfach veraltet.
Und der gröbste Fehler ist es pauschal alle Kritiker in den rechten Sack zu stopfen, viele sind dies nämlich nicht.
 
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Und viele sind sie eben doch.
Star Trek... das Star Trek das dafür kritisiert wurde "woke" zu sein weil "plötzlich" Politik behandelt wurde weil ein Producer oder was die Klingonen als Sinnbild für die Republikaner bezeichnete... wo es doch die vollkommen "unwoke" und unpolitische Position ist das die Klingonen ein Sinnbild für die Soviets sind...
Vieles zum Diskurs von z.B. Star Trek legt nahe das "woke" vor allem eine Ansicht ist die man nicht teilt.
Wie schon gesagt scheitert es dann ist es woke. Ist es erfolgreich ist es das ganz plötzlich nicht mehr. Lustig wie das so funktioniert.

Hier noch was zum nachdenken. SWTOR. Ist BioWare selber auf die Idee gekommen WarCraft zu klonen oder war es EA?
Wenn es BioWare war warum äußerst sich dan einzelne Ex-Mitarbeiter die an SWTOR gearbeitet haben darüber das SWTOR immer wie das ungewollte Stiefkind behandelt wurde dessen Team immer irgendwo anders aushelfen mussten, abgesehen von der Entwicklung des Hauptspiels nicht wirklich der echte Fokus war, quasi immer nur das Nebenprojekt.
Und SWTOR hat vor 7 Jahren die 1 Mrd Umsatzmarke geknackt. Ja als es erschienen ist war es ein Flop weil die Entwicklungskosten angeblich (inflationsbereinigt) ca. 280 Millionen betragen haben. Damals das teuerste Videospiel aller Zeit kurz vor GTA V (unbestätigt wohlgemerkt).
8 Jahre später hatte es sich zu einem netten Nebenverdienst für BioWare entwickelt. "Kaum" Arbeit aber quasi immer stetiger positiver Geldfluss. Machte sich sicher ganz gut in der Studio-Bilanz.
Vor 3 Jahren wurde von EA beschlossen SWTOR in Broadsword (MMO Studio von EA, 2014 gegründet aber bestand damals im Grunde aus ehemaligen Mythic Mitarbeitern. Mythic wurde 2009 mehr oder weniger in BioWare integriert dann aber 2012 weder herausgelöst und 2014 geschlossen) auszulagern. Vielleicht gut für das Spiel (das wäre aber noch offen) aber mit Sicherheit nicht so gut für die Bilanz von BioWare als Studio. Die Geldsau war weg, jetzt gab es wirklich nur noch die Einnahmen aus Spielverkäufen.
Da könnte man auf die Idee kommen EA hat mit Absicht die Bilanz von BioWare verschlechtert um es sich einfacher zu machen sich zur Schließung zu entscheiden wenn das einzige Langzeitprojekt erstmals aus der Pipeline verschwindet: Veilguard.
Denn ab dem Zeitpunkt kommen quasi erst mal nur noch Kosten und fast keinerlei Einnahmen mehr.
In Wirklichkeit ist es vermutlich komplexer. SWTOR an Broadsword zu geben befreit BioWare auch davon es zu unterhalten und erlaubte sich komplett auf aktuelle Projekte zu konzentrieren. Außerdem bündelt man Kompetenzen im Betrieb von MMOs.
Aber witzig das daraus dann "go woke, go broke" wird... hatte damit aber gleich so richtig überhaupt nichts zu tun.

Veilguard sollte 3 Millionen Einheiten verkaufen. Das war das erklärte Ziel von EA. Wir wissen das mindestens 1,5 Millionen Spieler in den ersten zwei Monaten erreichte. ABER das Spiel war in einer Subscription enthalten und Konsolen sind da auch nicht einbezogen. Die echten Zahlen kennen wir also nicht.
Die Schätzungen reichen von gerade so +-0 bis hin zu 100 Mio Miese.
Das erklärte Ziel von 3 Millionen ohne Rabatte legt aber nahe das Veilguard vermutlich weniger als 147 Millionen in der Produktion gekostet hat (Steam, Sony etc. nehmen 30% für die Platform, bei Origin wären es logischerweise 0%. Bei einem Preis von 70$ gehen 49$ an EA pro Einheit. 3 Mio x 49$ = 147 Mio $) Und da ist das Marketingbudget dabei. Da das Marketingbudget oft dem eigentlichen Produktionsbudget entspricht hat Veilguard vermutlich "nur" ca. 74 Mio $ in der Produktion gekostet.
Das ist viel Geld aber nicht so viel wie einige Leute glauben machen wollen. Für das Marketingbudget das EA obendrauflegt kann BioWare eigentlich nicht wirklich was.

Das echte Problem bleibt das BioWare alle 6 Jahre oder so, wenn es gut läuft, einen vielleicht (!) zweistelligen Millionenbetrag als Gewinn abwirft. Und wenn es schlecht läuft zahlt EA oben drauf. Das ist per Definition High Risk, low Reward.
Während ein EA Sports Studio jedes Jahr (!) mit extrem hoher Sicherheit (!) Millionen als Gewinn abwirft. Das ist dagegen Low Risk, High Reward.
Wenn du 20 Mrd zurückzahlen musste sind die 10 - 20 Mio alle 6 Jahre oder so ein Tropfen auf den heisen Stein. Wenn du aber das Budget in 6 Jahren um 150 Mio kürzen kannst macht sich das schon eher bemerkbar.
Das bleibt der Kerngrund warum BioWare nicht mehr existiert. Im Vergleich zu anderen Einheiten in EA sind die "RPGs" einfach Peanuts.

Übrigens nur mal so... seit 2006 macht EA jedes Jahr einen Netto-Gewinn. Im Geschäftsjahr 2025 war es knapp 1 Mrd USD.
 
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Serphiel schrieb:
Star Trek... das Star Trek das dafür kritisiert wurde "woke" zu sein weil "plötzlich" Politik behandelt wurde weil ein Producer oder was die Klingonen als Sinnbild für die Republikaner bezeichnete... wo es doch die vollkommen "unwoke" und unpolitische Position ist das die Klingonen ein Sinnbild für die Soviets sind...
Vieles zum Diskurs von z.B. Star Trek legt nahe das "woke" vor allem eine Ansicht ist die man nicht teilt.
Wie schon gesagt scheitert es dann ist es woke. Ist es erfolgreich ist es das ganz plötzlich nicht mehr. Lustig wie das so funktioniert.

Naja, wenn man unterschiedliche Gruppen von Kritikern beliebig miteinander vermischt, kann dieser Eindruck entstehen. Daraus folgt aber nicht, dass dieselben Leute ihre Maßstäbe je nach Erfolg einer Serie ändern.

Viele der YouTuber, die NuTrek kritisieren, waren und sind große Fans von TNG, DS9 und Voyager. Ihnen pauschal zu unterstellen, sie hätten plötzlich ein Problem mit Politik oder gesellschaftlichen Themen in Star Trek, erklärt ihre Kritik deshalb ziemlich schlecht. Diese Themen waren schließlich ein wesentlicher Bestandteil der Serien, die sie schätzen.

Natürlich beweist das allein noch nicht, dass jede ihrer heutigen Beschwerden berechtigt ist. Aber es wirft eine naheliegende Frage auf: Was hat sich an der Darstellung und Vermittlung dieser Themen verändert?

Für mich liegt der Unterschied darin, wie die Geschichten erzählt werden. Gerade TNG hat moralische Konflikte häufig dadurch interessant gemacht, dass unterschiedliche Positionen ernst genommen wurden. Picard musste argumentieren, abwägen und seine eigenen Überzeugungen hinterfragen. Die Haltung der Föderation zeigte sich in ihrem Handeln – und darin, welchen Ansprüchen sie auch unter schwierigen Umständen gerecht werden wollte.

Meine Kritik an NuTrek richtet sich gegen Geschichten, in denen diese Auseinandersetzung durch moralische Selbstgewissheit ersetzt wird, Figuren für eine Botschaft zurechtgebogen werden und etablierte Charaktere oder der Kanon dafür zurückstehen müssen. Das ist eine Kritik an der Umsetzung, die sich mit „Star Trek war schon immer politisch“ überhaupt nicht beantworten lässt.

Auch der Vergleich zwischen Klingonen als Sowjets und Klingonen als Republikanern greift deshalb zu kurz. Eine politische Allegorie kann differenziert und anregend sein oder platt und belehrend. Allein die Existenz eines politischen Bezugs sagt noch nichts über ihre Qualität aus.

Und zum angeblichen Muster „Erfolglos = woke, erfolgreich = plötzlich nicht mehr woke“: Dafür müsste man schon zeigen, dass dieselben Kritiker beim selben Werk nach Bekanntwerden der Verkaufszahlen ihre Begründung geändert haben. Unterschiedliche Aussagen verschiedener Menschen ergeben noch keinen Widerspruch einer einzelnen Person.

Die Leute, die früher schon die gesellschaftlichen Positionen von Star Trek ablehnten, sind eben nicht automatisch dieselben, die heute NuTrek kritisieren. Wer diese Gruppen gleichsetzt, umgeht die eigentliche Frage: Warum überzeugt die ältere Umsetzung manche Zuschauer bis heute, während die neuere sie verliert?

Vielleicht ist diese Discovery-Szene das perfekte Sinnbild für NuTrek: Ensign Gene wischt die Überreste des geplatzten Leland vom Boden und wird dabei auch noch herablassend behandelt. Gene – ausgerechnet der Vorname von Gene Roddenberry. Ob als direkter Affront beabsichtigt oder nicht: Als bitteres Sinnbild funktioniert es hervorragend. Roddenberry darf symbolisch den Dreck aufwischen, während seine Nachfolger auf jenes Ideal des respektvollen Miteinanders pfeifen, das seine Zukunftsvision geprägt hat. Und anschließend erklären sie den alten Fans, sie hätten Star Trek nie verstanden.
 
Ich lese ja nur hin und wieder im Forum, einige Beiträge ala "go woke go broke" erschrecken mich schon ein wenig.
Als ob der Grund für schlechtes Writing wäre, dass eben nicht nur weiße heterosexuelle Charaktere in Spielen gibt. Also meiner Meinung nach sollte man einfach kritisieren wenn eine Story nicht gut umgesetzt ist und das nicht rein auf die Hautfarbe, Geschlechtsidentität oder Sexualität der abgebildeten Charaktere schieben.

Auch wenn Bioware nicht mehr das ist was es einmal war finde ich es doch traurig, dass es damit nun vorbei ist. Der geleakte Mass Effect Trailer hat zwar kein Gameplay zeigt, mir jedoch sehr gefallen. Schade, dass da nun nichts mehr draus wird.
 
Dass Hautfarbe, Geschlecht oder Sexualität allein kein Grund für schlechtes Writing sind, sehe ich genauso. Aber die Gegenannahme, hinter der Kritik stecke grundsätzlich eine Ablehnung von Vielfalt, greift ebenfalls zu kurz.

Michael Burnham aus Discovery wäre für mich genauso unerträglich, wenn die Figur ein weißer heterosexueller Mann wäre. Mich stört, wie ständig alles um sie kreist, wie Regelbrüche und emotionale Alleingänge gerechtfertigt werden und wie andere Figuren zurückstehen müssen, damit sie wieder die entscheidende Person sein kann. Das Problem ist die Charakterzeichnung.

Gerade Star Trek bietet mit Sisko und Janeway gute Gegenbeispiele. Beide hatten Konflikte, Schwächen und schwierige Entscheidungen zu tragen. Man konnte sie mögen oder kritisieren, ohne dass ihre Hautfarbe oder ihr Geschlecht die Diskussion bestimmen musste.

Was manche unter „woke“ kritisieren, ist deshalb auch eine bestimmte Art der Inszenierung: wenn Repräsentation als Ersatz für sorgfältig geschriebene Figuren behandelt wird, moralische Belehrungen die Handlung verdrängen oder berechtigte Kritik vorschnell als Vorurteil abgetan wird. Ob der Begriff dafür hilfreich ist, kann man diskutieren. „Go woke, go broke“ ist als pauschale Erklärung jedenfalls vielleicht genauso unzureichend wie „Die Kritiker wollen nur weiße heterosexuelle Männer sehen“.

Die entscheidende Frage ist, wie eine Figur geschrieben und in die Geschichte eingebunden wird. Genau darüber sollte man reden – und dabei auch unterscheiden, was der jeweilige Kritiker tatsächlich beanstandet.
 
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DavidXanatos schrieb:
Naja, wenn man unterschiedliche Gruppen von Kritikern beliebig miteinander vermischt, kann dieser Eindruck entstehen.

Das sind genau die selben.
Ich habe die Heinis auch geschaut z.B. CriticalDrinker. Die kritisieren und ziehen über "the message" her und loben dann z.B. T2 oder Aliens... da wird, wie bei dir, die "andere" Herangehensweise gelobt aber kein Wort mehr darüber verloren das die um Grunde die selbe "message" haben.
Bei einem wird das warum kritisiert und nicht das wie, beim anderen das wie aber nicht mehr das warum.

Hast du dich mal damit beschäftigt warum Konservatiove progressive Medien konsumieren und oberflächlich lieben?
Du scheinst zu glauben weil die in Wirklichkeit selber progressive sind und diese Werte wirklich Teilen... schön aber mutmaslich etwas naiv.
Leider steckt da Vermutlich eine richtige Menge Kognitive Dissonanz drinn.


Das die Qualität nachgelassen hat ist wahr. Keine Frage, sehe ich auch so. Aber das ist für viele nur die Ausrede dafür das sie nie wirklich hinter diesen Werten standen. Jetzt ist es nicht mehr in Mode so es ist okay es zu hassen. Und damit machen die Klicks und Knete. Das ist Kulturkampf und nicht viel mehr.

Und echt geil wie du alles zu finanzielle Lage von EA und BioWar ignorierst... könnt es sein das "Go woke, go broke" einfach nicht wirklich der Realität entspricht? Das es nur son Spruch ist der zu deiner Weltanschauung passt und wage in die Richtung geht?

Veilguard ist was inSteamglotz scheinbar 70 Stunden lang. Die ganzen Taash Questreihen usw. + die Liegestützen und Seelsorge-runden kommen auf was? 5 Stunden? 7% vom Spiel... wow.
Ganz schön "woke"...
Eher ein Problem das der Rest vor allem das World Building versagen.

Edit: Ach ja in ME2 macht man auch Seelsorge damit die Crew am Ende nicht verreckt. Wurde halt nur besser verpackt. Aber im Prinzip ähnlich.
 
Du setzt voraus, dass dieselbe grobe Botschaft auch dieselbe Wirkung haben müsse. Genau das bestreite ich. Zwischen einer überzeugend erzählten Geschichte mit gesellschaftlicher Aussage und einer Geschichte, deren Figuren hauptsächlich als Sprachrohr dienen, liegt ein erheblicher Unterschied. Dass jemand Ripley oder Sarah Connor mag, aber eine andere weibliche Hauptfigur schlecht geschrieben findet, ist zunächst einmal kein Widerspruch.

Wenn Critical Drinker tatsächlich einmal die bloße Existenz einer solchen Botschaft kritisiert und sie anderswo akzeptiert, kannst du ihm das anhand konkreter Aussagen vorhalten. Aber „Du lobst die andere Herangehensweise, obwohl die Botschaft ähnlich ist“ widerlegt meine Position nicht. Die Herangehensweise ist gerade mein Punkt.

Ich habe auch nirgends behauptet, konservative Zuschauer seien insgeheim alle progressiv. Menschen können einzelne Werte teilen, andere ablehnen und trotzdem dieselbe Geschichte mögen. Dafür muss niemand ein komplettes politisches Paket übernehmen. Die Erklärung, den Leuten gefalle das alte Werk nur wegen kognitiver Dissonanz, während ihre Kritik am neuen ihre eigentliche Gesinnung offenbare, macht es dir dagegen ziemlich einfach: Zustimmung und Ablehnung werden damit gleichermaßen als Bestätigung deiner These ausgelegt.

Du räumst selbst ein, dass die Qualität nachgelassen hat. Weshalb soll ausgerechnet dieser von uns beiden festgestellte Qualitätsverlust bei anderen Zuschauern bloß eine Ausrede sein? Dass einzelne Kommentatoren mit Empörung Geld verdienen, belegt noch lange nicht, dass die Kritik ihres Publikums vorgeschoben ist.

Zur finanziellen Lage: Schulden und Renditedruck können selbstverständlich Sparmaßnahmen auslösen. Auch profitable Studios können geschlossen werden; mein Maßstab wäre deshalb nicht, dass eine Schließung zwingend rote Zahlen beweist. Aber umgekehrt erklären die von dir angeführten Übernahmeschulden nicht automatisch, weshalb ein bestimmtes Spiel seine wirtschaftlichen Erwartungen verfehlt. Konzernfinanzierung, Studioentscheidungen und der kommerzielle Erfolg eines Spiels sind verschiedene Fragen. „An allem sind die Schulden schuld“ wäre genauso verkürzt wie „Go woke, go broke“. Diesen Spruch muss ich nicht als allgemeines Wirtschaftsgesetz verteidigen, um Veilguards Ausrichtung zu kritisieren.

Serphiel schrieb:
Veilguard ist was inSteamglotz scheinbar 70 Stunden lang. Die ganzen Taash Questreihen usw. + die Liegestützen und Seelsorge-runden kommen auf was? 5 Stunden? 7% vom Spiel... wow.
Ganz schön "woke"...
Eher ein Problem das der Rest vor allem das World Building versagen.

Liest du eigentlich, was du da schreibst? Nach deiner eigenen Rechnung reden wir von fünf Stunden mit einer Umsetzung, die offenbar etliche bisherige Fans massiv stört – und du wischst das mit „nur sieben Prozent“ beiseite. Fünf Stunden sind ein ganzer Spieleabend.

Gerade die Szene, in der Isabela nach einem falschen Pronomen Liegestütze macht, verdeutlicht den Kritikpunkt. Natürlich tut die Figur das innerhalb der Handlung freiwillig. Aber das beantwortet nicht, welche Entscheidungsfreiheit der Spieler hat: Die Liegestütze sind Teil der vorgegebenen Szene. Die anschließende Erklärung lässt sich durch die Dialogwahl verkürzen; das Bußritual selbst wird dadurch nicht zu einer Entscheidung des Spielers.

Aus einem Versprecher wird eine körperliche Bußübung, deren angebliche Vorzüge anschließend auf Nachfrage erläutert werden. Dass diese Inszenierung auf manche wie eine aufgedrängte moralische Erziehungsstunde wirkt, lässt sich nicht einfach mit Vorurteilen gegen nichtbinäre Menschen erklären. Die Kritik richtet sich gerade gegen die Art, wie das Thema vermittelt wird.

Du kannst das gelungen finden. Aber dann verteidige diese Umsetzung, statt sie über ihren Anteil an der Gesamtspielzeit kleinzurechnen. Eine Szene, die Spielern eine Figur verleidet oder sie aus der Spielwelt reißt, wird nicht dadurch besser, dass daneben noch 65 Stunden anderes Gameplay existieren.
 
Serphiel schrieb:
Veilguard ist was inSteamglotz scheinbar 70 Stunden lang. Die ganzen Taash Questreihen usw. + die Liegestützen und Seelsorge-runden kommen auf was? 5 Stunden? 7% vom Spiel... wow.
Ganz schön "woke"...
Eher ein Problem das der Rest vor allem das World Building versagen.
Darum geht es nicht und genau das wird als "Entschuldigung" oft herangezogen.

Es geht darum, dass mit allen Mitteln ideologisch ein bestimmter Stil, eine Message durchgedrückt wurde und das SO in einem Spiel absolut nichts zu suchen hat - wobei gerade DA und dessen Spieler-Community der Inbegriff von Fairness und Akzeptanz bzgl. Geschlechter sind. Hier diese dann quasi zu verdummen und zu bevormunden ist der Hauptteil der Kritiken daran. Ob nun 7% oder 1% oder 10% - es ist grundsätzlich falsch, ein Spiel als ideologische Plattform zu nutzen.

Ansonsten war der Rest tatsächlich eher unterdurchschnittlich. Die Technik hingegen gut, das lief einwandfrei.

Und bevor großes Geschrei wieder losgeht: Ich habe die Entwicklung von Anfang an verfolgt, der Producerin (anfänglich noch Producer) auf den öffentlichen Kanälen gefolgt, bis diese geschlossen wurden. Was dort kommuniziert wurde, war genau das, was man dann veröffentlicht hatte: Ein "buntes" Team schafft für sich ein "buntes" Spiel, um Aufmerksamkeit auf die Situation zu lenken. Damit waren einige NICHT einverstanden, fühlten sich und die Sache missverständlich nach außen transportiert - und sie hatten leider Recht! :(

Nachzulesen in den diversen Threads zu DA: V hier im Forum.
 
DavidXanatos schrieb:
Du setzt voraus, dass dieselbe grobe Botschaft auch dieselbe Wirkung haben müsse.

Nein ich sage das es von diesen Leuten ignoriert wird weil es nicht ins Bild passt. Drinker und Co. können bzw. werden z.B. T2 nicht offen und harsch für "the message" kritisieren, weil es beliebt ist. Er hat keinen echten Standard oder Überzeugung sondern versucht nur die Vorurteile seiner Zuschauer zu bestätigen. Er ist einer der besagten Grifter.

DavidXanatos schrieb:
Die Herangehensweise ist gerade mein Punkt.

Nicht wenn du sagst es ist "woke" oder wenn Drinker sagt "the message".
https://de.wikipedia.org/wiki/Woke

Das ist Kritik an der "Message" selbst und eben nicht nur an der Überlieferung.
Und deine Definition lehne ich kategorisch ab, weil das einfach nur beschissene rechte Instrumentalisierung‎ dieses Begriffes ist. Punkt.

DavidXanatos schrieb:
Weshalb soll ausgerechnet dieser von uns beiden festgestellte Qualitätsverlust bei anderen Zuschauern bloß eine Ausrede sein?

Da steht Donal J. Trump und vergleicht sich ernsthaft mit Superman... also wenn da nicht die Alarmglocken angehen. Man kann nicht AfD wählen und Star Trek mögen. Und wenn man es dennoch tut dann hat man eine richtig gewaltige Dissonanz.
Sobald die Qualität nachlässt ist auch der (Gruppen-) Druck weg sich damit zu identifizieren. Und dann kehrt man zu den rassistischen Mist zurück an den man eigentlich glaubt siehe z.B. Tim Pool der große Star Trek Fan.
Da muss doch einem schwindlig werden so rotieren die Augen im Kopf.
Gleichzeitig sinkt die Bereitschaft "normaler" Zuschauer dafür einzustehen, weil minderwertige Medien verteidigen ist müßig und man stimmt ja in Kritikpunkten überein.
Das Problem ist das ein Zusammenhang hergestellt wird der nicht wirklich existiert. Pool, Drinker, Shad und all die anderen aus dieser Gruppe (die sich ja auch kennen, da reizt du das Kleine-Welt-Phänomen bei weitem nicht aus) verbreiten im Grunde die Ansicht das schlechtes Writing usw. auch eine Konsequenz der "Wokeness" ist. Aber Korrelation ist nicht Kausalität.
Und Ja das bedeutet das ich unterstelle das diese impliziert wird. Und mir ist durchaus bewusst das direkt darauf angesprochen jeder von denen dies verneinen wird. Aber ich hab die Jungs lange genug selbst angeschaut um selbst zu wissen "oh ja"...
Ich habe meine YouTube Abo Liste erst ca. ein halbes Jahr nach dem start von Trumps zweiter Amtszeit "gesäubert". Ich hab die Gruppe wirklich Jahrelang angeschaut z.B. auch Rageaholic.
Aber irgendwann haben sich diese Worthülsen und immer wiederkehrenden Witze abgenutzt und dann fällt einem auf das die Kritik nicht wirklich substanziiert wird und auch selektiv angewendet wird. Auf der einen Seite haben die Jungs damals Buzzwörter kritisiert aber selber haben sie dann angefangen mit "woke", "girlboss", "3rd wave feminism" und "the message" um sich zu schmeisen das es nur so kracht. Dabei beladen sie diese Begriffe mit rechter ideolgie und verdrehen ihre ursprüngliche Bedeutung so das die Zuschauer zu der Überzeugung gelang welche sie wollen ohne das es direkt aus bzw. angesprochen wird.
Außerdem wird alles überanalysiert, zerpflügt und von vorneweg verurteilt. Da findet kein fairer Prozess mehr statt. Statdessen wenn mal ein Medium nicht den Erwartungen entspricht, und die Erwartung ist quasi immer das alles Mist ist, kommt das Video welche überraschung es doch gewesen sei.
Es ist so ermüdent. Im Internet ist alles ist der letzte Rotz oder der heistet Scheiß. Nichts mehr dazwischen und wenn jemand was anderes behauptet ist er gekauft und wird als "Accessmedia" eingestuft. (Siehe mich selbst und Angy Joe weiter unten)
Jetzt noch AI Fakes oben drauf.
Ne danke.

DavidXanatos schrieb:
Zur finanziellen Lage: Schulden und Renditedruck können selbstverständlich Sparmaßnahmen auslösen. Auch profitable Studios können geschlossen werden; mein Maßstab wäre deshalb nicht, dass eine Schließung zwingend rote Zahlen beweist.

Scheinbar schon sonst hättest ja nichts dazu geschrieben oder?
BioWare macht Verluste = Verluste sind der Grund für die Schließung = Beweis für "go woke, go broke."
Deshalb sind wir hier.

DavidXanatos schrieb:
Aber umgekehrt erklären die von dir angeführten Übernahmeschulden nicht automatisch, weshalb ein bestimmtes Spiel seine wirtschaftlichen Erwartungen verfehlt.

War auch nicht die Absicht der ersten Reaktion auf deinen Beitrag. Ich habe dir einen besseren, prägnanteren Grund gegeben weshalb BioWare geschlossen wurde und dem Käse von "go woke, go broke" widersprochen.

DavidXanatos schrieb:
Konzernfinanzierung, Studioentscheidungen und der kommerzielle Erfolg eines Spiels sind verschiedene Fragen.

Eine die ich ursprünglich nicht gestellt habe... aber ehrlich gesagt nein sind sie nicht.
Wie dem auch sei du hast UbiSoft als Beispiel ins Boot gezogen um deinen Standpunkt zu untermauern weshalb ich dir ein Gegenbeispiel geliefert habe und auch deine Gegenargumentation vorhergesagt habe.

DavidXanatos schrieb:
„An allem sind die Schulden schuld“ wäre genauso verkürzt wie „Go woke, go broke“.

Ich hab schon ein bisschen mehr als das geschrieben z.B. woher die Schulden kommen. Der entscheidende Punkt hier ist das sie nämlich eben nicht von BioWare kommen. Entgegen deiner Annahme das die Geld ohne Ende einfach so verbrannt haben.
Eine wirklich grobe und unzuverlässige Schätzung was Veilguard gekostet haben könnte habe ich auch geliefert.

DavidXanatos schrieb:
Diesen Spruch muss ich nicht als allgemeines Wirtschaftsgesetz verteidigen, um Veilguards Ausrichtung zu kritisieren.

Du hast aber auch die Studio-Schließung damit begründet und dich über den Niedergang von Hollywood ausgelassen und KI gefeiert als die Liberalisierung kreativer Mediengestaltung. Da kann ich nur den Kopf schütteln.
Bin auch für die Zerschlagung von z.B. Disney aber nicht weil ich gerade deren Inhalte nicht mag wie du, sondern weil es ein internationaler Milliardenkonzern ist der einfach zu viel Kapital- und Marktmacht besitzt.
Insert wir sind nicht gleich Meme hier.

DavidXanatos schrieb:
Liest du eigentlich, was du da schreibst?

Ja aber Kommunikation kommt immer durch mindestens zwei Seiten zustande. Vielleicht mache ich meinen Punkt zu undeutlich weil ich es nicht besser formulieren kann. Aber vielleicht willst mich auch nicht verstehen weil es dir zuwider ist. Kann sogar beides zutreffen. Ich meine wir kommen ziemlich weit vom eigentlichen Thema ab: Ist "go woke, go broke" eine gute Abbildung der Realität? - Ich bleibe bei nein.

Egal zu Klarstellung: Das Spiel wird verteufelt und als Schund abgetan obwohl der richtige Schmarren einen recht kleinen Teil des Spiels ausmacht. Der sogar noch optional ist. Du musst da keinen Abend verbringen.
Der Rest ist lass es mich von einem anderen Zitieren:

Blackland schrieb:
eher unterdurchschnittlich.

Jetzt nicht gerade weltbewegend aber auch kein Weltuntergang.
Aber für das Scheitern wird vor allem auf diese 5 Stunden (oder was auch immer) die zum fremdschämen sind geschoben.
Die anderen Sachen wie z.B. World Building werden auch zu recht kritisiert. Das unterschlägt niemand aber so richtig in Fahrt kommen idk Angry Joe und Co. erst wenn es um die Meme-Taash Szenen und Seelsorge geht.
Und Angry Joe gehört jetzt afaik nicht zu den rechten, der ist so weit ich das beurteilen kann einfach nur ein Opportunist. Der Punkt hier ist das man das so richtig schön melken kann weil es so richtig merkwürdig ist.
Es sticht halt einfach aus der Mittelmäßigkeit heraus.
Es war ein Versuch das Ausmaß der Grausamkeit zu umreisen und keine Entschuldigung dafür.

DavidXanatos schrieb:
Du kannst das gelungen finden.

Schrieb ich nirgendwo, entspricht nicht den Tatsachen und ist eine wilde Unterstellung.

DavidXanatos schrieb:
Aber dann verteidige diese Umsetzung, statt sie über ihren Anteil an der Gesamtspielzeit kleinzurechnen.

Nicht wirklich die Absicht gewesen.
Es ist eine Veranschaulichung das die Leute sich über Zeug aufregen der einen kleinen Teil ausmacht.
Wie viele Episoden von TNG, DS9 oder Voyager sind eigentlich ziemlicher Käse? Aber das Internet flippt aus sobald Strange New Worlds eine Musical oder Muppets Episode macht.
Ich kann noch nicht mal richtig über Strange New World oder andere neue Star Trek Serien reden, weil ich es nicht einsehe Paramount+ zu bezahlen. Selbe für Star Wars, hab auch kein Disney+. Und dennoch bekomme ich das mit... ist schon irgendwie eigenartig oder?
Egal dank Social Media und dem Internet verbreiten sich Vorurteile schneller und weiter. Ein schlechtes Marketing und boom Millionenschaden an der Marke. Manchmal zurecht, manchmal auch nicht.

Zum Mitschreiben: Ich denke Veilguard ist kein gutes Spiel. Das es ein Flop war geht absolut in Ordnung. BioWare hat drei Flops in kurzer Zeit abgeliefert da gibt es nichts so wirklich schön zu reden.
Anthem war wirklich ausgesprochen schlecht.
Andromeda wird IMO schlechter geredet als es wirklich war aber es war halt dennoch auch nicht wirklich gut, es war einfach irgendwie okayish. Andromeda war noch nicht mal ein echter Flop. Das Spiel hat 100 Millionen gekostet inklusive Marketing und zwischen 3 und 4 Millionen Einheiten in den ersten zwei Monaten verkauft. Das heist das Spiel hat zwischen 50 und 100 Millionen USD Gewinn gemacht. Aber damit ich fair bleibe erwähne ich auch das EA damit gerechnet hat 9 Millionen Einheiten zu verkaufen. Wie EA darauf kommt wenn ME3 3,5 Millionen Einheiten im selben Zeitraum verkauft hat weiß nur EA. Wobei ich wieder fairerweise anmerken muss das ME3 sich insgesamt am Ende 6 Millionen verkauft hat. (Bonus Meinung: Siehe Square-Enix und Tomb Raider Reboot. Das Reboot war seinerzeit das meistverkaufte Tomb Raider aller Zeiten. ERFOLG! Nein. Laut SE war es ein Flop weil die einfach das doppelte erwartet haben. Dazu sage ich: Sagt nein zu Drogen im Mangament!)
Und dann eben Veilguard das vermutlich zwischen 50 und 100 Millionen Miese gemacht hat.
Kann man BioWare wegen dieser negativ Serie schließen? Ja.
Aber war das wirklich der ausschlaggebende Grund? Das halte ich für Zweifelhaft angesichts der Übernahme und Gesamtbilanz von EA.

Um meine Annahme weiter zu untermauern BioWare wurde geschlossen, weil die Einnahmen die Ausgaben nicht Rechtfertigen unabhängig davon ob das Studio nun wirklich Profite oder Verluste gemacht hat: Die gesamte Mass Effect Serie. Alle Spiele zusammen genommen wurden etwa insgesamt 16,5 Millionen Einheiten verkauft.
Das ist toll! Aber nur solange bis man halt eine andere Zahl daneben stellt:
EA hat von der Madden NFL Serie bis heute insgesamt ca. 130 Millionen Spiele verkauft.
Oder noch krasser? EA hat sage und schreibe insgesamt ca. 325 Millionen Fifa und FC Spiele verkauft.
Und dann reden wir noch nicht mal über die Einnahmen der "Micro"-Transaktionen z.B. über Ultimate Team oder welchen scheiß die da mittlerweile drin haben. Sorry mein letztes Fifa war Fifa Soccer 95... ich bin da etwas raus.
BioWare wird geschlossen weil die zu erwirtschaftende "Rendite" im Vergleich zur Investition und dem dafür benötigten Zeitrahmen für zu EA zu gering ist. Nicht weil es da gar nichts zu holen gibt, sondern "nur" zu wenig.
Und der 20 Mrd Kredit der durch die Übernahme zustande gekommen ist macht die Sache so brenzlig das EA reagieren "muss".

Blackland schrieb:
Darum geht es nicht

Richtig das war auch so nicht gemeint. Siehe oben nähe erstem Zitat. Sorry für die schamlose Ausnutzung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du wirfst mir vor, Zusammenhänge zu behaupten, die nicht belegt sind. Gleichzeitig erklärst du ziemlich ausführlich, welche eigentlichen Motive Kritiker hätten, weshalb sie bestimmte Filme angeblich nicht kritisieren dürften und warum selbst ihr Widerspruch gegen deine Interpretation nichts zählen würde. Genau da liegt mein Problem: Wenn Zustimmung, Ablehnung und sogar das ausdrückliche Bestreiten einer unterstellten Absicht gleichermaßen deine These bestätigen, wie könnte sie dann überhaupt widerlegt werden?

Dass Empörung auf YouTube ein Geschäftsmodell ist und manche Kanäle selektiv argumentieren, bestreite ich nicht. Ich muss aber weder Drinkers politische Ansichten noch jedes seiner Videos verteidigen, damit ein konkreter Kritikpunkt berechtigt sein kann. Ob eine Szene schlecht geschrieben ist, entscheidet sich nicht daran, wer das ebenfalls sagt.

Beim Begriff „woke“ drehen wir uns offensichtlich im Kreis. Du lehnst meine Verwendung ab, ich habe erläutert, welche konkreten erzählerischen Entscheidungen ich damit kritisiere. Dann lassen wir das Schlagwort eben weg: Wenn eine politische Aussage so viel Vorrang bekommt, dass Figurenzeichnung, glaubwürdige Dialoge oder die innere Logik darunter leiden, kann diese Prioritätensetzung zur schlechten Qualität beitragen. Das ist etwas anderes als die Behauptung, Vielfalt verursache automatisch schlechtes Writing. Eine progressive Botschaft kann hervorragend umgesetzt werden – oder eben miserabel.

Auch „Man kann nicht AfD wählen und Star Trek mögen“ vermischt zwei Dinge. Man kann darin einen politischen Widerspruch sehen. Daraus folgt aber nicht, dass die Begeisterung für die Serie unecht sein muss. Menschen übernehmen beim Anschauen einer Geschichte nicht automatisch sämtliche Werte ihrer Autoren. Und vor allem erklärt dieser Exkurs über Trump, Pool und die AfD nicht meine Kritik.

Zur Wirtschaftlichkeit: Dein Argument mit den Übernahmeschulden beschreibt einen möglichen zusätzlichen Druck, aber keinen nachgewiesenen ausschlaggebenden Grund für eine konkrete Studioentscheidung. Du räumst selbst mehrere enttäuschende Veröffentlichungen ein. Dann sind die Erfolgsaussichten des nächsten Projekts offensichtlich ebenfalls relevant. Beides kann zusammenwirken: hoher Renditedruck beim Eigentümer und gesunkenes Vertrauen in ein Studio. Weder „alles wegen woke“ noch „alles wegen des Kredits“ erklärt das ausreichend.

Der Vergleich der gesamten Verkaufszahlen von Mass Effect mit FIFA oder Madden hilft dabei nur begrenzt. Serien mit völlig unterschiedlicher Anzahl an Veröffentlichungen und unterschiedlichen Geschäftsmodellen lassen sich so nicht sinnvoll hinsichtlich ihrer Rentabilität vergleichen. Entscheidend wären die erwarteten künftigen Erlöse im Verhältnis zu Kosten, Entwicklungszeit und Risiko. Dass Sportspiele insgesamt mehr einbringen, macht ein anderes Geschäftsfeld noch nicht automatisch unwirtschaftlich.

Zu Veilguard: Dass die betreffenden Inhalte optional sind, ist eine relevante Einschränkung. Eine pauschale Behauptung, jeder Spieler müsse fünf Stunden davon absolvieren, wäre deshalb falsch. Aber optionaler Begleiterinhalt gehört trotzdem zum Spiel und darf dessen Bewertung beeinflussen – gerade bei einem BioWare-Rollenspiel.

Ich habe Veilguard nicht selbst gespielt und beziehe meine Kritik an diesen Szenen auf die gezeigten Ausschnitte. Daraus lässt sich kein vollständiges Urteil über 70 Stunden Spiel ableiten. Umgekehrt wird eine konkret kritisierte Szene nicht dadurch überzeugender, dass sie nur einen kleinen Anteil ausmacht. Du bezeichnest diese Passagen selbst als „zum Fremdschämen“. Dann besteht die Meinungsverschiedenheit offenbar eher darin, welches Gewicht man ihnen gibt.

Und natürlich hatten TNG, DS9 und Voyager schlechte Folgen. Das verpflichtet niemanden, schlechte neue Folgen gutzufinden. Ob Social Media die Empörung darüber verstärkt, ist eine zusätzliche Frage – keine Antwort auf die inhaltliche Kritik.

„Go woke, go broke“ ist kein belastbares Wirtschaftsgesetz. Daraus folgt aber ebenso wenig, dass die kreative Ausrichtung eines Spiels für seine Ablehnung bedeutungslos wäre. Zwischen „Vielfalt ist schuld“ und „jede Kritik daran ist vorgeschobener Kulturkampf“ liegt genau die differenzierte Diskussion, die hier ständig verloren geht.
 
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Ich weiß nicht ob es schon jemand gepostet hat, aber Dantics (Dantics!!) war in die Entwicklung des eben eingestellten Mass Effect involviert. Und er erzählt ein klein bisschen aus dem Nähkästchen zum Spiel:
Auch er verweist übrigens auf die Petition zum Erhalt des Spiels.
 
Die Petition bringt doch nichts unter 5 Mio Unterstützern! Es ist ein einfaches und grobes Rechenbeispiel:

Lizenzkosten + Entwicklungskosten + Marketing = Gesamtpreis. Letzterer muss wieder reingeholt und dann auch noch ordentlich (!) Gewinn erwirtschaftet werden.

Es würde natürlich nur wirtschaftlich mit insgesamt niedrigen Kosten funktionieren und danach sieht es leider nicht aus.
 
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