DavidXanatos schrieb:
Du setzt voraus, dass dieselbe grobe Botschaft auch dieselbe Wirkung haben müsse.
Nein ich sage das es von diesen Leuten ignoriert wird weil es nicht ins Bild passt. Drinker und Co. können bzw. werden z.B. T2 nicht offen und harsch für "the message" kritisieren, weil es beliebt ist. Er hat keinen echten Standard oder Überzeugung sondern versucht nur die Vorurteile seiner Zuschauer zu bestätigen. Er ist einer der besagten Grifter.
DavidXanatos schrieb:
Die Herangehensweise ist gerade mein Punkt.
Nicht wenn du sagst es ist "woke" oder wenn Drinker sagt "the message".
https://de.wikipedia.org/wiki/Woke
Das ist Kritik an der "Message" selbst und eben nicht nur an der Überlieferung.
Und deine Definition lehne ich kategorisch ab, weil das einfach nur beschissene rechte Instrumentalisierung dieses Begriffes ist. Punkt.
DavidXanatos schrieb:
Weshalb soll ausgerechnet dieser von uns beiden festgestellte Qualitätsverlust bei anderen Zuschauern bloß eine Ausrede sein?
Da steht Donal J. Trump und vergleicht sich ernsthaft mit Superman... also wenn da nicht die Alarmglocken angehen. Man kann nicht AfD wählen und Star Trek mögen. Und wenn man es dennoch tut dann hat man eine richtig gewaltige Dissonanz.
Sobald die Qualität nachlässt ist auch der (Gruppen-) Druck weg sich damit zu identifizieren. Und dann kehrt man zu den rassistischen Mist zurück an den man eigentlich glaubt siehe z.B. Tim Pool der große Star Trek Fan.
Da muss doch einem schwindlig werden so rotieren die Augen im Kopf.
Gleichzeitig sinkt die Bereitschaft "normaler" Zuschauer dafür einzustehen, weil minderwertige Medien verteidigen ist müßig und man stimmt ja in Kritikpunkten überein.
Das Problem ist das ein Zusammenhang hergestellt wird der nicht wirklich existiert. Pool, Drinker, Shad und all die anderen aus dieser Gruppe (die sich ja auch kennen, da reizt du das Kleine-Welt-Phänomen bei weitem nicht aus) verbreiten im Grunde die Ansicht das schlechtes Writing usw. auch eine Konsequenz der "Wokeness" ist. Aber Korrelation ist nicht Kausalität.
Und Ja das bedeutet das ich unterstelle das diese impliziert wird. Und mir ist durchaus bewusst das direkt darauf angesprochen jeder von denen dies verneinen wird. Aber ich hab die Jungs lange genug selbst angeschaut um selbst zu wissen "oh ja"...
Ich habe meine YouTube Abo Liste erst ca. ein halbes Jahr nach dem start von Trumps zweiter Amtszeit "gesäubert". Ich hab die Gruppe wirklich Jahrelang angeschaut z.B. auch Rageaholic.
Aber irgendwann haben sich diese Worthülsen und immer wiederkehrenden Witze abgenutzt und dann fällt einem auf das die Kritik nicht wirklich substanziiert wird und auch selektiv angewendet wird. Auf der einen Seite haben die Jungs damals Buzzwörter kritisiert aber selber haben sie dann angefangen mit "woke", "girlboss", "3rd wave feminism" und "the message" um sich zu schmeisen das es nur so kracht. Dabei beladen sie diese Begriffe mit rechter ideolgie und verdrehen ihre ursprüngliche Bedeutung so das die Zuschauer zu der Überzeugung gelang welche sie wollen ohne das es direkt aus bzw. angesprochen wird.
Außerdem wird alles überanalysiert, zerpflügt und von vorneweg verurteilt. Da findet kein fairer Prozess mehr statt. Statdessen wenn mal ein Medium nicht den Erwartungen entspricht, und die Erwartung ist quasi immer das alles Mist ist, kommt das Video welche überraschung es doch gewesen sei.
Es ist so ermüdent. Im Internet ist alles ist der letzte Rotz oder der heistet Scheiß. Nichts mehr dazwischen und wenn jemand was anderes behauptet ist er gekauft und wird als "Accessmedia" eingestuft. (Siehe mich selbst und Angy Joe weiter unten)
Jetzt noch AI Fakes oben drauf.
Ne danke.
DavidXanatos schrieb:
Zur finanziellen Lage: Schulden und Renditedruck können selbstverständlich Sparmaßnahmen auslösen. Auch profitable Studios können geschlossen werden; mein Maßstab wäre deshalb nicht, dass eine Schließung zwingend rote Zahlen beweist.
Scheinbar schon sonst hättest ja nichts dazu geschrieben oder?
BioWare macht Verluste = Verluste sind der Grund für die Schließung = Beweis für "go woke, go broke."
Deshalb sind wir hier.
DavidXanatos schrieb:
Aber umgekehrt erklären die von dir angeführten Übernahmeschulden nicht automatisch, weshalb ein bestimmtes Spiel seine wirtschaftlichen Erwartungen verfehlt.
War auch nicht die Absicht der ersten Reaktion auf deinen Beitrag. Ich habe dir einen besseren, prägnanteren Grund gegeben weshalb BioWare geschlossen wurde und dem Käse von "go woke, go broke" widersprochen.
DavidXanatos schrieb:
Konzernfinanzierung, Studioentscheidungen und der kommerzielle Erfolg eines Spiels sind verschiedene Fragen.
Eine die ich ursprünglich nicht gestellt habe... aber ehrlich gesagt nein sind sie nicht.
Wie dem auch sei du hast UbiSoft als Beispiel ins Boot gezogen um deinen Standpunkt zu untermauern weshalb ich dir ein Gegenbeispiel geliefert habe und auch deine Gegenargumentation vorhergesagt habe.
DavidXanatos schrieb:
„An allem sind die Schulden schuld“ wäre genauso verkürzt wie „Go woke, go broke“.
Ich hab schon ein bisschen mehr als das geschrieben z.B. woher die Schulden kommen. Der entscheidende Punkt hier ist das sie nämlich eben nicht von BioWare kommen. Entgegen deiner Annahme das die Geld ohne Ende einfach so verbrannt haben.
Eine wirklich grobe und unzuverlässige Schätzung was Veilguard gekostet haben könnte habe ich auch geliefert.
DavidXanatos schrieb:
Diesen Spruch muss ich nicht als allgemeines Wirtschaftsgesetz verteidigen, um Veilguards Ausrichtung zu kritisieren.
Du hast aber auch die Studio-Schließung damit begründet und dich über den Niedergang von Hollywood ausgelassen und KI gefeiert als die Liberalisierung kreativer Mediengestaltung. Da kann ich nur den Kopf schütteln.
Bin auch für die Zerschlagung von z.B. Disney aber nicht weil ich gerade deren Inhalte nicht mag wie du, sondern weil es ein internationaler Milliardenkonzern ist der einfach zu viel Kapital- und Marktmacht besitzt.
Insert wir sind nicht gleich Meme hier.
DavidXanatos schrieb:
Liest du eigentlich, was du da schreibst?
Ja aber Kommunikation kommt immer durch mindestens zwei Seiten zustande. Vielleicht mache ich meinen Punkt zu undeutlich weil ich es nicht besser formulieren kann. Aber vielleicht willst mich auch nicht verstehen weil es dir zuwider ist. Kann sogar beides zutreffen. Ich meine wir kommen ziemlich weit vom eigentlichen Thema ab: Ist "go woke, go broke" eine gute Abbildung der Realität? - Ich bleibe bei nein.
Egal zu Klarstellung: Das Spiel wird verteufelt und als Schund abgetan obwohl der richtige Schmarren einen recht kleinen Teil des Spiels ausmacht. Der sogar noch optional ist. Du musst da keinen Abend verbringen.
Der Rest ist lass es mich von einem anderen Zitieren:
Blackland schrieb:
eher unterdurchschnittlich.
Jetzt nicht gerade weltbewegend aber auch kein Weltuntergang.
Aber für das Scheitern wird vor allem auf diese 5 Stunden (oder was auch immer) die zum fremdschämen sind geschoben.
Die anderen Sachen wie z.B. World Building werden auch zu recht kritisiert. Das unterschlägt niemand aber so richtig in Fahrt kommen idk Angry Joe und Co. erst wenn es um die Meme-Taash Szenen und Seelsorge geht.
Und Angry Joe gehört jetzt afaik nicht zu den rechten, der ist so weit ich das beurteilen kann einfach nur ein Opportunist. Der Punkt hier ist das man das so richtig schön melken kann weil es so richtig merkwürdig ist.
Es sticht halt einfach aus der Mittelmäßigkeit heraus.
Es war ein Versuch das Ausmaß der Grausamkeit zu umreisen und keine Entschuldigung dafür.
DavidXanatos schrieb:
Du kannst das gelungen finden.
Schrieb ich nirgendwo, entspricht nicht den Tatsachen und ist eine wilde Unterstellung.
DavidXanatos schrieb:
Aber dann verteidige diese Umsetzung, statt sie über ihren Anteil an der Gesamtspielzeit kleinzurechnen.
Nicht wirklich die Absicht gewesen.
Es ist eine Veranschaulichung das die Leute sich über Zeug aufregen der einen kleinen Teil ausmacht.
Wie viele Episoden von TNG, DS9 oder Voyager sind eigentlich ziemlicher Käse? Aber das Internet flippt aus sobald Strange New Worlds eine Musical oder Muppets Episode macht.
Ich kann noch nicht mal richtig über Strange New World oder andere neue Star Trek Serien reden, weil ich es nicht einsehe Paramount+ zu bezahlen. Selbe für Star Wars, hab auch kein Disney+. Und dennoch bekomme ich das mit... ist schon irgendwie eigenartig oder?
Egal dank Social Media und dem Internet verbreiten sich Vorurteile schneller und weiter. Ein schlechtes Marketing und boom Millionenschaden an der Marke. Manchmal zurecht, manchmal auch nicht.
Zum Mitschreiben: Ich denke Veilguard ist kein gutes Spiel. Das es ein Flop war geht absolut in Ordnung. BioWare hat drei Flops in kurzer Zeit abgeliefert da gibt es nichts so wirklich schön zu reden.
Anthem war wirklich ausgesprochen schlecht.
Andromeda wird IMO schlechter geredet als es wirklich war aber es war halt dennoch auch nicht wirklich gut, es war einfach irgendwie okayish. Andromeda war noch nicht mal ein echter Flop. Das Spiel hat 100 Millionen gekostet inklusive Marketing und zwischen 3 und 4 Millionen Einheiten in den ersten zwei Monaten verkauft. Das heist das Spiel hat zwischen 50 und 100 Millionen USD Gewinn gemacht. Aber damit ich fair bleibe erwähne ich auch das EA damit gerechnet hat 9 Millionen Einheiten zu verkaufen. Wie EA darauf kommt wenn ME3 3,5 Millionen Einheiten im selben Zeitraum verkauft hat weiß nur EA. Wobei ich wieder fairerweise anmerken muss das ME3 sich insgesamt am Ende 6 Millionen verkauft hat. (Bonus Meinung: Siehe Square-Enix und Tomb Raider Reboot. Das Reboot war seinerzeit das meistverkaufte Tomb Raider aller Zeiten. ERFOLG! Nein. Laut SE war es ein Flop weil die einfach das doppelte erwartet haben. Dazu sage ich: Sagt nein zu Drogen im Mangament!)
Und dann eben Veilguard das vermutlich zwischen 50 und 100 Millionen Miese gemacht hat.
Kann man BioWare wegen dieser negativ Serie schließen? Ja.
Aber war das wirklich der ausschlaggebende Grund? Das halte ich für Zweifelhaft angesichts der Übernahme und Gesamtbilanz von EA.
Um meine Annahme weiter zu untermauern BioWare wurde geschlossen, weil die Einnahmen die Ausgaben nicht Rechtfertigen unabhängig davon ob das Studio nun wirklich Profite oder Verluste gemacht hat: Die gesamte Mass Effect Serie. Alle Spiele zusammen genommen wurden etwa insgesamt 16,5 Millionen Einheiten verkauft.
Das ist toll! Aber nur solange bis man halt eine andere Zahl daneben stellt:
EA hat von der Madden NFL Serie bis heute insgesamt ca. 130 Millionen Spiele verkauft.
Oder noch krasser? EA hat sage und schreibe insgesamt ca. 325 Millionen Fifa und FC Spiele verkauft.
Und dann reden wir noch nicht mal über die Einnahmen der "Micro"-Transaktionen z.B. über Ultimate Team oder welchen scheiß die da mittlerweile drin haben. Sorry mein letztes Fifa war Fifa Soccer 95... ich bin da etwas raus.
BioWare wird geschlossen weil die zu erwirtschaftende "Rendite" im Vergleich zur Investition und dem dafür benötigten Zeitrahmen für zu EA zu gering ist. Nicht weil es da gar nichts zu holen gibt, sondern "nur" zu wenig.
Und der 20 Mrd Kredit der durch die Übernahme zustande gekommen ist macht die Sache so brenzlig das EA reagieren "muss".
Blackland schrieb:
Richtig das war auch so nicht gemeint. Siehe oben nähe erstem Zitat. Sorry für die schamlose Ausnutzung.