News MicroLED: Apple soll nach dem SoC auch das Display selbst entwickeln

Jan

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#1
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#2
Wenn man ihre finanziellen Ressourcen betrachtet könnte Apple jede einzelne Komponente ihrer Geräte selbst entwickeln und sie würden noch immer massig Gewinn machen.
 
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#3
Finde ich gar nicht mal so schlecht. Vielleicht bringt ein weiterer Player etwas mehr Schwung in die Entwickling von mLED. Größter Knackpunkt scheint ja immer noch die Größe der LEDs zu sein.
 
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#4
OK sie entwickeln ein eigenes Display, welches sie dann weiterhin bei einem externen (=einem der bisherigen bekannten) Fertiger produzieren lassen.
Völlig gerechtfertigt, dass die Aktien dann erstmal nachgeben :/
Diese dämlichen Börse, die nur von Gefühlen und Halbwissen gelenkt wird, wird irgendwann mal noch zu einer riesigen Krise führen. Jeder intelligente Mensch weiß das, doch wirklich übernimmt keiner was (hat wahrscheinlich was mit gier zu tun. Ich hab an der Börse auch schon deutlich 4stellig verdient, zuletzt super mit AMD, zuerst mit Infineon als die am die Börse sind. Aber das ist alles nicht gesund...)
 
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#6
@marcelino
Bei den Kartoffel Auflösungen der iPhones fällt das doch gar nicht auf
Also ich weiß nicht was gegen 1080p in den Plus Modellen oder der Auflösung des iPhone X zu meckern gibt. Ich habe lieber 1080p auf 5,5 Zoll, als irgendwelche unnützen Auflösungen, die technisch keinen Sinn machen und nur Ressourcen fressen.

Selbst bei dem riesigen Display von meinem Note ist die Auflösung mehr als genug... selbst wenn man nur auf 1080p rendern lässt. Ich habe lieber ein sehr gutes Display, als irgendein Gurken Display mit super hohen Auflösung.

Aber Zahlen haben aber sich aber schon immer besser verkauft, als Qualität
 
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#7
na dann hoffe ich mal das die Entwickler/Erfinder der MicroLED Technik sich diese auf jede erdenkliche Weise haben patentieren lassen und dann ordentlich bei Apple für die Nutzung abkassieren.

Denn sonst hat es ja wieder mal Apple "erfunden"....
 

DonS

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#8
Die Größe ist doch schon länger nicht mehr das Problem bei mLED.
Eher der enorme aufwand, da jede einzelne LED getestet und kalibriert werden muss.

Ich bin mal gespannt, wann die Technik die Marktreife hat und in der ersten Apple Watch Einzug hält.
 

getexact

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#9
@Popey900: also ich kann keinen qualitativen Unterschied in der Auflösung meines iPhone 10 von 2436 x 1125 Pixel gegenüber den 1080p eines iPhone 8 Plus feststellen. Und ich kenne auch niemanden, der die Auflösung meines iPhone 10 schon mal bewundert hätte oder erwähnt hätte.

auch die nur 750p Auflösung bei 4,7" finde ich absolut ausreichend. Das Display bleibt Top. Die Auflösung ist bei solchen PPI werten jenseits von 326 einfach nicht wirklich auschlaggebend. Klar erkennt man Unterschiede, wenn man die Smartphones mit noch höherer Auflösung nebeneinander liegt. Aber von Augenkrebs ist man da weit entfernt.

Es ist Fakt, dass das Thema Auflösung stagniert, weil man damit nicht mehr werben kann und man merkt, dass den Kunden andere Eigenschaften wichtiger sind. Apple hat nicht einen einzigen Kunden dadurch verloren, dass es woanders Anbieter gibt, die höhere Auflösungen bei ihren Smartphones bieten. das ist und bleib ein Märchen.

Also lieber in die Technologie, als die Auflösung investieren. Genau der richtige Weg.

Bzgl. Glas auf der Rückseite. Apple hat mit dem iPhone 4 schon mit Glas und Stahl gearbeitet, da haben die Android-Hersteller noch mit Plastik hantiert und versucht die 960 × 640p Auflösung zu toppen mit ihren AMOLED 800*400 Pentile Matrix Rotz.
 
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#10
@Popey900 Es geht ja nicht in erster Linie darum, was Fanboys erzählen. Man muss Apple eigentlich eher Loben, da sie dieses Zahlenspiel nicht so auf die spitze treiben! Dort nähert man sich einem Wert an und wenn Apple meint er sei so gut, dann wird dieser auch beibehalten. Sieht man doch super an den auflösungen, diese haben sich seit Jahren bei Apple kaum geändert. Und wenn dann in sinnvollen Bereichen. Stattdessen setzt Apple schon deutlich mehr auf Qualität, als viele andere hersteller und die vermarkten das auch.

Und so viele Geräte mit Glasrückseite gab es vor dem iPhone 4 jetzt nun auch nicht.

Es gibt ganz einfach Trends, die sowohl Apple, als auch andere Hersteller verfolgen. und dazu gehören zum Beispiel auch größere Geräte. Smartphones werden heute halt nicht mehr hauptsächlich zum telefonieren benutzt, sondern für Multimediale Anwendungen und da sind kleine Displays halt eher hinderlich.

Apple betreibt Marktforschung und auch andere Unternehmen machen das. Die Geräte ähneln sich hauptsächlich so stark, weil der markt nah bestimmten Kriterien verlangen. sicherlich gucken andere Hersteller gerne mal zu den großen. Wenn apple etwas auf den markt bringt, dann kann man sich ziemlich sicher sein, dass sie sich das vorher sehr gut überlegt und durchgeplant haben. Sowas spart kleineren unternehmen schlicht Unmengen an Geld. Sichelich wird teils auch einfach dumm kopiert (wie beispielsweise diese Notch geschichte), aber das trifft ja nicht nur auf Apple zu und es gibt auch genug Unternehmen, die sowas nicht mitmachen.

Samsung den man ja früher gerne vorgeworfen hat, dass sie Apple kopieren, fahren z.B. eine erstaunlich eigene Linie
 
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#11
Noch heller? Mein OLED auf maximaler Helligkeit ist ja schon eine unerträgliche Taschenlampe. Schafft MicroLED dann wenigstens 100% schwarz?
 

Ltcrusher

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#12
Wenn man ihre finanziellen Ressourcen betrachtet könnte Apple jede einzelne Komponente ihrer Geräte selbst entwickeln und sie würden noch immer massig Gewinn machen.
Gibt ja genug Leute, die gerne knapp das fünffache für das Produkt bezahlen, als ein in der Herstellung, etc. gekostet hat. Ist zwar in anderen Bereichen wie Kleidung, etc. ähnlich, aber hier fällt die Differenz schon extremer aus.

Wenn das so bleibt, hätteste wahrscheinlich recht.
 
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#13
Noch heller? Mein OLED auf maximaler Helligkeit ist ja schon eine unerträgliche Taschenlampe. Schafft MicroLED dann wenigstens 100% schwarz?

Im Freien in der Prallen sonne könnte mein Note 8 noch ein wenig heller sein und das hat schon eines der hellsten OLEDs. Man muss es ja nicht dauerhaft auf Maximum laufen haben ^^

Ansonsten verstehe ich die frage mit dem Schwarzwert nicht. Das schafft OLED doch auch schon. Wie bei OLED kann bei MLED jeder Pixel angesteuert werden. So sind schwarze Bildbereiche komplett deaktiviert, so wie bei OLED auch schon.

@Ltcrusher

Ach bei Kleidung zahlen die leute auch noch viel mehr als das 5 Fache der produktionskosten ^^ Apples Geheimnis ist aber weniger die Marge. Es ist eine Kombination aus extrem guten Marketing, konsequentes Ausnutzen der Marktmacht, Steuersparmodellen und guten Vertriebswegen. Die Produktionskosten sind bei Apple und Samsung recht ähnlich und auch die Preise unterscheiden sich nicht mehr so enorm. Aber in Sachen Marketing und Vertrieb ist apple ungeschlagen.
 
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#14
Noch heller? Mein OLED auf maximaler Helligkeit ist ja schon eine unerträgliche Taschenlampe. Schafft MicroLED dann wenigstens 100% schwarz?
Bei LED hast du immer ein perfektes Schwarz. Da leuchtet nur der Pixel. Anders bei LCD, da hast du eine Rückbeleuchtung die immer zu einen gewissen Grad hindurchscheint.

https://de.wikipedia.org/wiki/MicroLED

Jetzt verstehe ich warum Samsung auf OLED verzichtet hat.
 
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Skaro

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#15
Diese dämlichen Börse, die nur von Gefühlen und Halbwissen gelenkt wird, wird irgendwann mal noch zu einer riesigen Krise führen.
Die AMD Aktie geht jedes mal ins Minus wenn es gute Nachrichten gibt. Ich versteh auch nicht warum...

"AMD macht das erste mal seit Jahren wieder Gewinn!" -> Aktie geht runter...
"Ryzen verkauft sich sehr gut!" -> Aktie geht runter...
 
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#16
@Skaro

Die Börsenkurse hängen ja nicht nur von den aktuellen Ergebnissen ab, sondern auch von den Erwartungen und Analysen. Die Kurse haben viele Einflussgrößen und die hängen nicht nur vom Unternehmen ab, sondern von vielen Faktoren. Das fängt bei politischen Entscheidungen an und hört bei Dingen wie Veränderten Währungs-, inflations,- und Kaufkraftwerte oder auch dem Verhalten der Konkurrenz und Rohstoffmärkten auf. Man muss viele Faktoren zusammenrechnen.
 

dgschrei

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#17
Jetzt verstehe ich warum Samsung auf OLED verzichtet hat.
Hä? Samsung ist der weltweit größte Hersteller und Nutzer von Smartphone OLED Bildschirmen. Samsung ist der einzige Hersteller von dem man ein 10 Zoll Tablet mit OLED Bildschirm kaufen kann. Samsung fertigt das OLED Display für das Iphone X.

Und so nebenbei hat OLED genau wie mLED perfektes schwarz. Der Vorteil von mLED liegt haupsächlich in der größeren Haltbarkeit und der geringeren Neigung zum einbrennen.
 

Herdware

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#18
Mein OLED auf maximaler Helligkeit ist ja schon eine unerträgliche Taschenlampe.
Aktuelle OLED-TVs schaffen um die 1.000 nits Helligkeit. HDR-Inhalte werden aber mit bis zu 10.000 nits gemastert. Damit ein TV die Filme mit vollem Dynamikumfang genau so wiedergeben kann, wie vom Macher gedacht, und nicht auf Tricks wie Tone Mapping zurückgreifen muss, braucht er also 10x mehr Helligkeit, als ein heutiger OLED-TV bieten kann (und fast alle anderen Displays, abgesehen von Prototypen).
Das heißt natürlich nicht, dass einem von einem perfekten HDR-Display ständig mit vollen 10k nits in die Augen geleuchtet wird. Es heißt nur, dass nicht in helleren Bildbereichen (oder bei Tone Mapping dann auch in dunkleren) Details verschluckt werden.

OLED ist da einfach überfordert. Zumindest nach derzeitigem Stand der Technik. (Und das sage ich als stolzer Besitzer eines OLED-TVs. ;) )

Klassische LCD-Display mit Local Dimming schaffen deutlich mehr Helligkeit (und haben keine Einbrenn-Problematik), aber haben z.B. Probleme mit der Abgrenzung von hellen und dunklen Bildbereichen und perfektem Schwarz.

Micro LEDs könnten die Lösung für diese Beschränkungen sein. Die können pixelgenau mit sehr großer Helligkeit leuchten und brennen nicht ein. Aber bis das verfügbar und erschwinglich ist, zumindest für große, hochauflösende Diplays, sind sicher noch viele Jahre hin. Bis da hin muss man halt mit Kompromissen leben.
 
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getexact

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#19
@Herdware: viel Halbwissen macht sich hier breit durch Leute wie dich. Erstens: auch LC-Displays können Einbrenneffekte aufweisen. "deutlich" mehr Helligkeit ist glaube ich etwas übertrieben. die meisten TV's sind weit weg von 10.000 nits. Selbst 1-2000 Nits können nur sehr wenige und OLED's bieten da nicht mehr extrem viel weniger, dafür punkten sie in Sachen Kontraste, was bei der Wahrnehmung eines Bildes noch wichtiger ist, als die reine, partielle Helligkeit in Bildausschnitten. OLED brauchen also weit weniger Heliigkeit um auf ähnliche Ergnisse zu kommen wie ihre LCD Gegenspieler, punkten aber weiterhin durch perfekte Kontraste und Blickwinkelstabilität.

Problem an OLED sind dann eher die sehr hohen Energiebedarfe. Verbraucht ein OLED doch bei entsprechenden, hellen Inhalten mehr als doppelt so viel Strom wie LC-Displays. Bei dunkeln Inhalten sparen sie, aber die kommen nicht so häufig vor.
 
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Herdware

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#20
@getexact
Ich glaube, du hast die Problematik nicht ganz begriffen oder mich missverstanden.

Kontrast durch perfektes Schwarz hilft natürlich (und ich liebe meine OLED-TV dafür), aber man braucht auch möglichst viel Helligkeit für einen großen Dynamikumfang. Und da fehlt es halt (noch) bei OLEDs.

Niemand, der sich auch nur halbwegs mit der Materie auskennt, wird behaupten, dass 1000 nits ausreichen, für ein perfektes HDR-Erlebnis. Deshalb sind OLEDs auch nur ein (guter) Kompromiss.

Es stimmt natürlich, dass nicht jeder beliebige LCD heller ist als ein guter OLED. Das habe ich auch nicht behauptet. Die meisten Computer-Monitore krebsen ja noch bei 300-600 nits rum. Aber gute Full Array Local Dimming-LCDs sind für HDR-Wiedergabe aufgrund sehr guter Helligkeitswerte (derzeit glaube ich um die 2000-4000 nits) in den meisten Situationen OLEDs überlegen. Da hilft dann auch der perfekte Schwarzwert nichts mehr.
(Volle 10.000 Nits schaffen bisher wirklich nur Prototypen, aber was man von denjenigen hört, die die schon selbst bewundern konnten, bieten die wirklich ein geniales HDR-Erlebnis.)

Und dass die Einbrennproblematik bei OLEDs keine Kleinigkeit ist, demonstriert mir mein LG-OLED ständig mit aggressiv zuschaltendem Bildschirmschoner, wandernden UI-Elementen, Reperaturzyklen in Standby und anderen Tricks, um Einbrenneffekte zu vermeiden.
Da haben nicht organische Displays viel weniger Probleme und deshalb finden sich leider auch so gut wie keine OLEDs bei Computermonitoren.

Dass OLEDs (bei hellen Bildern) mehr Strom verbrauchen als Backlight-LCDs mit entsprechender Helligkeit, wäre mir allerdings neu.
Ich weiß, dass OLEDs bei großen, hellen Flächen irgendwann dimmen, um den Energieverbrauch zu limitieren. LCDs mit Backlights haben das Problem halt nicht in der Form. Nicht weil sie insgesamt weniger Strom verbrauchen würden, sondern weil die Backlight-LEDs weniger Probleme haben als OLEDs, diese Mengen an Energie in Helligkeit umzusetzen. MicroLEDs sind da wohl auch den OLEDs überlegen.

Ergänzung:
Ich versuche nochmal ein paar Dinge besser zu erklären.

Ein OLED kann perfektes Schwarz. Er kann z.B. Helligkeiten von 0 bis 1000 nits darstellen. Das bedeutet unendlich hohen Kontrast. In vielen Situationen sorgt das für ein wirklich tolles Bild.

Ein guter LCD mit LED-Backlight kann z.B. von 1 bis 2000 nits. (Besonders den unteren Grenzwert habe ich mir nur aus dem Ärmel geschüttelt. Wahrscheinlich ist er eher ein paar Größenordungen kleiner, aber halt nicht 0.)
Das ist nur 1:2000 Kontrast und weit weg von Unendlich wie bei OLED. Aber der Dynamikumfang ist trotzdem nahezu doppelt so groß!

Es kommt dann auf die Situationen an, in welchen HDR-Szenen welches Display überlegen ist.

Ein funkelnder Sternenhimmel wird z.B. auf dem OLED viel besser aussehen. Der LCD kann um die hellen Punkte herum kein perfektes Schwarz liefern, weil auch Full Array Local Dimming nicht pixelgenau arbeitet. Bei OLED kann das dunkelste Schwarz direkt ans hellste Weiß grenzen.

Eine normale Tageslichszene z.B. mit hellem Himmel, aber auch ein paar eher dunklere Teilen im Schatten, wird oft von der höheren, maximalen Helligkeit des LCD mehr profitieren, als vom perfektem Schwarzwert des OLED. Der OLED müsste z.B. Details im hellen Bereich verschlucken (Wolken am hellen Himmel), weil er einfach nicht so hoch kommt. Oder er sucht per Tone Mapping einen Kompromiss und opfert auch Details im dunkleren Bildteil, damit der helle Bildteil nicht völig auswäscht. Er regelt also insgesamt die Helligkeit runter.
 
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