News Milliardenprojekt: OpenAI wollte deutsches Rechenzentrum mit Atomstrom

MR2 schrieb:
Energie muss endlich billiger werden
Das ist der springend Punkt, sieht aber eher danach aus das es noch viel teurer wird. Für die Industrie ist das dann aber irrelevant, da sie bis dahin komplett aus Deutschland abgezogen sind.

Ich frage mich nur woher dann das Geld für unseren noch vorhandenen Wohlstand kommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dank der Superintelligenten Energiepolik von Deutschland (AKWs ohne Ersatz abschalten), gibt es jetzt schon zu wenig Grundlastträger in Europa.

Da brauchen wir sicher keine Gigawatt-Rechenzentren.

Dann wird der Strom noch teuerer.
 
supermanlovers schrieb:
Und was hat dann bisher über 1.000 Mrd € gekostet?
Verstehe die Frage nicht oder wo du diese Zahl her hast oder weiterhin was Du eigentlich aussagen möchtest... :confused_alt:
 
IBISXI schrieb:
gibt es jetzt schon zu wenig Grundlastträger in Europa.
Ja, man kann sich vor Brownout Meldungen ja kaum retten, wird quasi davon erschlagen, so instabil wie das Europäische Netz inzwischen ist.
IBISXI schrieb:
Dann wird der Strom noch teuerer.
Nein, teurer wird der Strom nur durch Preisschwankungen beim Gas. Und wenn Frau Reiche Ihre Pläne durchbringt, wird auch der Netzausbau nicht mehr dringend, die Netzbetreiber können einfach für 10 Jahre den Zubau quasi verhindern. Ach nein, wurde ja geändert auf 6 Jahre. Nur das wir den Netzausbau jetzt brauchen, um die 4Mrd€ Redispatchkosten loszuwerden. Aber in Bayern wird jetzt ja auch auf die Erdverlegung geklagt....stimmt, ist eigentlich zu teuer und dauert zu lange. Aber das waren, soweit ich mitbekommen habe, nicht die Gründe.
Ergänzung ()

IBISXI schrieb:
Dank der Superintelligenten Energiepolik von Deutschland (AKWs ohne Ersatz abschalten), gibt es jetzt schon zu wenig Grundlastträger in Europa.
Das wirst du uns ganz sicher mit Zahlen, Daten und Fakten belegen können, wie die zuletzt 3GW Atomkapazität durch Abschaltung zu einem Problem für Europa wurde....Ich bin gespannt, werde aber vermutlivch mal wieder enttäuscht werden. Wenn ich von einer Erklärung ausgehen würde....
 
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MR2 schrieb:
Ist am Ende auch egal, mir egal wo der Strom herkommt. Energie muss endlich billiger werden, sonst geht hier alles den Bach runter.
Und welche Energien werden billiger und welche teurer?

supermanlovers schrieb:
Und was hat dann bisher über 1.000 Mrd € gekostet?
Die fossilen Importe.
 
Samurai76 schrieb:
man kann sich vor Brownout Meldungen ja kaum retten, wird quasi davon erschlagen
Aber nur weil sich in der EU und speziell in Deutschland keine energieintensive Industrie mehr ansiedelt, im Gegenteil, sie wandert ab. Dadurch wird es auch in Zukunft kaum dazu kommen. Ist aber eher schlecht, da wir dadurch immer weiter ins Hintertreffen geraten und unseren Wohlstand gefährden.
 
mischaef schrieb:
Das hat ganz andere Gründe, siehe oben. Solange sich der Preis nicht nach den realen Herstellungspreisen richten, wird der Preis nie wirklich runtergehen. Das hat aber nichts mit den EE zu tun, sondern mit der Berechnung. Die Preise für die EE sind in meinen Augen relativ Konstant. Wenn aber real die Preise für Kohlestrom berechnet werden, nur weil ein Kraftwerk gerade am Netz ist, dann liegt das Problem hier.

@Phoeni
Natürlich müssen Speicher gebaut werden, da gibt es aber genügend Möglichkeiten, man muss nur endlich mal anfangen. Andere Länder sind da schon weiter.


Nein, ist sie eben nicht. AKW kosten verdammt viel Geld, mehr als die gleiche Energiemenge bei anderen Formen gewonnen wird. Zudem bringen sie erst in 20 Jahren Strom. Auf meine Frage, was bis dahin passieren soll, habe ich bislang noch keine Antwort erhalten.

Alles andere kann geregelt werden, man muss nur das sowieso marode Netz anpassen.

@bensen
Ich denke dass er Stromtrassen meint.
Sie sprechen hier die Merit Order an. Der Vollständigkeit muss man aber auch sagen dass zum einen der Börsenpreis nur 25-35% ausmacht, Nrtzentgelte, Steuern und Abgaben (wie Offshore Umlagen) kommen ebenso rein,
Bei der EEG Umlage und bei dynamischen Stronpreisen spielt die Merit Order eine Rolle, bei den meisten Privatkunden deren Versorger langfristige Einkäufe tätigen und auf das Jahr Mitteln bei ihrem Preis spielt das hingegen keine Rolle.
Also das wir mit die teuersten Strompreis in der EU haben als Privatlunden liegt explizit nicht an teuren Kohlekraftwerk oder Gaskraftwerk was dann und wann einspringt.
 
wildfly schrieb:
Die Entwicklung hängt stark davon ab, wie schnell die erneuerbaren Energien ausgebaut werden
Nicht eher der Ausbau der Netze?
Phoeni schrieb:
Akkus sind nicht dafür gebaut Juli Strom im Januar zu liefern, H2 ist geduldig, transportabel und vielseitig verwendbar (Gaskraftwerk, Brennstoffzelle,…) 🤷‍♂️
Warum sollte man Juli Strom im Januar brauchen? Auch Solar bringt geringe Leistung und Wind weht an der Küste eigtl immer. Im Inland ist es auch selten windstill.
 
Also ich persönlich möchte neben keinem Kraftwerk wohnen, dabei ist es mir egal, ob da Kohle, Gas oder Uran drin brennt. Genau genommen ist das auch nur alles Steinzeit-Technik. "Ich habe Feuer gemacht!"

Wir haben Technologien, die funktionieren und helfen würden. Und man muss hier ja auch nicht immer gleich alles pauschalisieren und es muss auch nicht für jeden von vorn bis hinten passen. Es würde reichen, wenn man Schritt für Schritt vorwärts kommt. Das würde aber nur gehen, wenn man sich gemeinschaftlich (politisch) auf einen langfristigen Fahrplan einigen würde.

Individuelle Energiewende fördern (PV, Solarthermie), Umstellung auf moderne Heizungsanlagen (Wärmepumpen), Ausbau großer Energiespeicher (nicht für die totale Energiemenge eines Jahresverbrauchs der ganzen Republik, aber für Stromschwankungen oder lokal begrenzt), kleinere Energienetze - angepasst an lokale Gegebenheiten (hier gibt es ja schon laufende Projekte, die damit super Erfahrungen gemacht haben), V2G Systeme (die E-Autos haben zusammengenommen eine riesige Speichermenge), usw.

Die fossilen Energieträger können so immer weiter reduziert werden. Sie müssen nicht auf 0 gefahren werden, das ist ja genauso unsinnig. In bestimmten Bereichen (Stahlindustrie vielleicht, Chemieindustrie?) wird man Sie noch brauchen, bis Alternativen existieren. Aber das ist auch Ok so. Hier kann man ja auch die Abwärme daraus "weiterverwenden" für Fernwärme - am Sinnvollsten natürlich mehr oder weniger direkt Vorort.

Die Mischung und Kombination aus mehreren Technologien macht daraus ein Gesamtkonzept.

Es gibt so viele Möglichkeiten hier mittel- bis langfristig etwas zu tun. PV und Solarthermie geht auch kurzfristig.

Das Problem hier sind die Geldgeier und die Politik. Aber das wird sich leider mit keiner Partei ändern... ganz im Gegenteil, es wird nur noch schlimmer werden vermutlich. Aber die Probleme hat ja nicht nur die Energiepolitik, das ist in anderen Bereichen nicht anders.
 
Was wir als Exportnation benötigen ist billige Energie die jederzeit in großen Mengen abrufbar ist. Das war ja auch der Grund warum Merkel auf billiges russisches Gas gesetzt hat.

Man müsste sich Gedanken machen wie so was aus heutiger Sicht umsetzbar ist, und nicht irgendwelchen Ideologien hinterher hecheln.
 
Helge01 schrieb:
Man müsste sich Gedanken machen wie so was aus heutiger Sicht umsetzbar ist,
Und damit es günstig bleibt, fallen Gas, Kohle, Öl und Atom einfach raus. Diese Energieträger sind in der Vergangenheit einfach NIE billiger geworden, sie können nur teurer werden. Die Rohstoffe, weil einfach immer schwirieger wird, sie aus der Erde zu pulen. Die Kraftwerke, weil es NIE Massenprodukt war, ist oder wird.

Die Haupttreiber der Energiekosten sind m.M.n. nicht die Gestehungskosten, sondern unser altes Netz mit der Prämisse, Großkraftwerke einsetzen zu wollen. Für EE muss das Netz aber deutlich mehr Energie transportieren können ODER(UND bei Erzeugung und Verbrauch gespeichert werden. Durch den verschleppten Netzausbau ist der Redispatch ja erst so teuer, die EE-Abregelungszahlungen belaufen sich jährlich nur auf 500 bis 600 Millionen€, der Rest (~3-3,5Mrd€) fällt auf die Gaskraftwerke, die dafür anspringen. Die Versorger erhalten dafür fürstliche Entschädigungszahlungen, quasi Gewinn ohne Betriebsrisiko, das wird durch die Gesellschaft getragen. Also haben diese überhaupt kein Eigeninteresse, die Netze auszubauen, dann würde Ihr Gewinn ja reduziert werden. Das können diese Firmen Ihren Aktionären nicht antun, die Armen.
 
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Helge01 schrieb:
Was wir als Exportnation benötigen ist billige Energie die jederzeit in großen Mengen abrufbar ist. Das war ja auch der Grund warum Merkel auf billiges russisches Gas gesetzt hat.
Die fossile Lobby erzählt gerne immer wieder dummes Zeug:

https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-11/energie-russland-importe-gas-michael-kretschmer
https://lab.neos.eu/blog/2024/2/der-mythos-vom-billigen-russischen-gas
https://www.rundschau-online.de/wir...billig-aachener-professor-widerspricht-944814
 
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HtOW schrieb:
Isar 2 hatte einen Reingewinn von 980mio€/a. Wo ist das unwirtschaftlich?
Krass. Mit Endlagerkosten? Oder darf ich die bezahlen?
 
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Vielleicht sollte man auch mal in Richtung China schauen. Auch das ist eine Exportnation mit hohem Energiebedarf. Auch dort möchte man unabhängiger von fossiler Energie werden, setzen aber gekonnt auf einen Mix aus Energieerzeugung, selbst wenn es vielleicht nur vorübergehend ist.
 
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Das ist klar, ohne dem würde es gar nicht gehen, ist aber nicht vergleichbar.

Man muss immer daran denken das in Zukunft viel mehr Energie benötigt wird wie jetzt. Die Strategie bisher war ja überall Strom einzusparen damit dieser ausreicht.
 
Helge01 schrieb:
Man muss immer daran denken das in Zukunft viel mehr Energie benötigt wird wie jetzt. Die Strategie bisher war ja überall Strom einzusparen damit dieser ausreicht.
Eher braucht weniger Energie wenn elektrifiziert wird, den daraus folgen Prozesse mit höheren Wirkungsgrad.
Und eine Anpassung an wärmeres Klima wird eher mehr Energie benötigen.
 
würde das Rechenzentrum eigentlich für palantir genutzt?

frage für einen Freund
 
Alphanerd schrieb:
Nicht eher der Ausbau der Netze?

Warum sollte man Juli Strom im Januar brauchen? Auch Solar bringt geringe Leistung und Wind weht an der Küste eigtl immer. Im Inland ist es auch selten windstill.
Schön wär’s aber stimmt so eben nicht zu 100%, als Industrienation brauchen wir aber 120% Sicherheit - oder mehr.
Großwetterlagen zu einer Dunkelflaute und es kommt mehrere Wochen einfach zu wenig rein. Und so eine Großwetterlage macht nicht an der Grenze halt, das kann mal gesamt Mitteleuropa betreffen.
Und allein aus Stabilitätsgründen der eigenen Netze würden Nachbarstaaten dann die Leitung kappen müssen. Und selbst wenn dies nur alle 20 Jahre passiert, darf dies trotzdem niemals einen Einfluss haben. Ein teilweiser oder gesamthafter Blackout wäre eine Katastrophe, die es unbedingt zu vermeiden gilt.
Und da helfen Platitüden a la „irgendwo weht immer ein Wind“ rein gar nichts.
Da helfen nur mehrstufige temporäre und saisonale Systeme von Akkus, Pumpspeicher und H2/ Methan/ whatever in Kombination als ein sicheres und zuverlässiges System zur vollumfänglichen und möglichst preiswerten Energieversorgung aus meiner Sicht.
 
Phoeni schrieb:
Großwetterlagen zu einer Dunkelflaute und es kommt mehrere Wochen einfach zu wenig rein. Und so eine Großwetterlage macht nicht an der Grenze halt, das kann mal gesamt Mitteleuropa betreffen.
Auf die Frage ob es jemals eine mehrwöchige Dunkelflaute in Europa gab sagt Gemini folgendes

Nein, eine echte, vollständige Dunkelflaute von mehreren Wochen, in der in ganz Europa oder großen Teilen davon über Wochen hinweg weder nennenswert Wind weht noch die Sonne scheint, hat es meteorologisch und energietechnisch in den aufgezeichneten Daten nicht gegeben.
 
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