News Milliardenprojekt: OpenAI wollte deutsches Rechenzentrum mit Atomstrom

Phoeni schrieb:
und es kommt mehrere Wochen einfach zu wenig rein.
Meines Wissens nach kommen solche Zeiten im Extremfall für mehrere Tage am Stück, im Jahr summieren sich die Zeiträume auf ~2 Wochen. Wenn man das Europäische Verbindnetz anschaut und nicht nur die Nordeutsche Küste.
Phoeni schrieb:
das kann mal gesamt Mitteleuropa betreffen.
Da wirst du uns mit Sicherheit noch Statistiken zu präsentieren, wo erkenntlich ist, dass in ganz Mitteleuropa über mehrere Wochen hinweg die EE<10% von ihrer maximal Leistung erzeugt haben.....
 
foofoobar schrieb:
Die fossile Lobby erzählt gerne immer wieder dummes Zeug:
Das ist dann aber eher Russen-Lobby als Fossil-Lobby.
Es ist ja unbestreitbar, dass Erdgas für lange Zeit ein günstiger Energieträger war. Bis er es dann eben nicht mehr ist.


Deswegen ist die Betrachtung sehr komplex (auch wenn gewisse Leute das ignorieren wollen).
Man kann nicht einfach irgendwelche Beispiele rauspicken, sondern muss mehr Daten heranziehen. Gas und Öl sehen wir ja direkt durch die Kriege in der Ukraine und dem Iran, das die Preise massiv schwanken können, ohne große Vorhersehbahrkeit. Bei Kernkraft gehört die Endlagerung dazu und dann geht es zumindest bei uns durch die Decke (andere waren da cleverer oder Scheren sich einfach nicht drum). Bei Erneuerbaren gehört der Ausbau/Umbau des Netzes, Ausbau/Aufbau von Speicher und die Vorhaltung von Reserve dazu. Wie kalkuliert man die Kosten durch die Umweltschäden von Kohlekraftwerken?

Gerade der weitere Ausbau von EE ist komplex, da man so viele Parteien mit unterschiedlichen Aufgaben und Interessen unter einen Hut bekommen muss.
Das erfordert eine starke Politik und nun ja, die haben wir nicht. Details kann man sich denke ich sparen. Und das gilt parteiübergreifend. Auch die Grünen verheddern sich lieber in Heizungsgesetzen anstatt das Hauptproblem anzugehen. Wurde hier ja schon erläutert was für Kosten an Netzentgelten und Entschädigungszahlungen wir haben. Das könnte man alles sinnvoller in unsere Energie Infrastruktur investieren.

Leider haben viele noch nicht verstanden, dass unser Wohlstand zu einem großen Teil von der Umsetzung der Energiewende abhängt. Und unter denen die es verstanden haben sind viele, die lieber eigene Interessen verfolgen.
 
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Alphanerd schrieb:
Auf die Frage ob es jemals eine mehrwöchige Dunkelflaute in Europa gab sagt Gemini folgendes
Wohl alles eine Frage des prompts:
Gemini sagt zu Dunkelflauten mit nennenswertem Einfluss nämlich folgendes:
Fazit: Der nennenswerte Einfluss beginnt ab einer Dauer von 24 Stunden, da ab diesem Zeitpunkt der "Puffer" durch Kurzzeitspeicher (Batterien) physikalisch komplett aufgebraucht ist. Ab dann zeigt sich die ungeschminkte Abhängigkeit von steuerbarer Leistung (Gas, Kohle, Kernkraft oder zukünftig Wasserstoff).
Als Beispiel gilt die Flaute im November 2024:
Die Dunkelflaute im November 2024 gilt als eines der drastischsten Beispiele der jüngeren Vergangenheit. Sie führt das physikalische Kernproblem der Energiewende ohne Speicher spektakulär vor Augen. [1, 2, 3, 4]
Vom 2. bis zum 7. November 2024 legte sich ein massives Hochdruckgebiet über Mitteleuropa. Das Resultat: Eine geschlossene, dicke Wolkendecke und nahezu absolute Windstille in ganz Deutschland und den angrenzenden Ländern. [1]



Der radikale Absturz der Erzeugung
Am absoluten Tiefpunkt (Abendstunden des 6. November 2024) zeigte sich das mathematische Desaster: [1]
  • Strombedarf (Last) in D: ca. 66 Gigawatt (GW)
  • Installierte Kapazität (Wind & Solar): über 150 Gigawatt (Nennleistung)
  • Tatsächliche Einspeisung (Wind & Solar): mickrige 100 Megawatt (0,1 GW) [1]
Das bedeutet: Die über 150 GW installierten Windräder und Solaranlagen liefen zusammen auf unter 0,15 % ihrer Leistung. Sie waren faktisch nicht existent.
Es geht nicht um monatelange Finsternis bei Windstille und -20 grad.
Flauten von mindestens 24h werden als nahezu monatlich eingestuft.
48-72h ca 2x im Jahr. 5-7 Tage statistisch alle 3.5 Jahre. Und es bleibt die Grundaussage von mir, nichts davon darf jemals zu einem Problem werden.
 
Phoeni schrieb:
Wohl alles eine Frage des prompts:
Gemini sagt zu Dunkelflauten mit nennenswertem Einfluss nämlich folgendes:
Fazit: Der nennenswerte Einfluss beginnt ab einer Dauer von 24 Stunden, da ab diesem Zeitpunkt der "Puffer" durch Kurzzeitspeicher (Batterien) physikalisch komplett aufgebraucht ist.
Das ist aber schon was anderes als Strom vom Juli im Januar zu nutzen. Ich verstehe, dass es einen Hyperbel war, aber man muss schon unterscheiden, ob man saisonale Speicher benötigt oder Tage überbrücken muss.
Und saisonale Speicher machen keinen Sinn, da ist es günstiger die Peakleistung zu erhöhen.

Ich denke jeder versteht, dass EE neue Probleme.mitbsich bringen die gelöst werden müssen und Geld kosten. Dafür fallen aber auch andere Probleme weg .
 
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bensen schrieb:
Das ist aber schon was anderes als Strom vom Juli im Januar zu nutzen. Ich verstehe, dass es einen Hyperbel war, aber man muss schon unterscheiden, ob man saisonale Speicher benötigt oder Tage überbrücken muss.
Und saisonale Speicher machen keinen Sinn, da ist es günstiger die Peakleistung zu erhöhen.

Ich denke jeder versteht, dass EE neue Probleme.mitbsich bringen die gelöst werden müssen und Geld kosten. Dafür fallen aber auch andere Probleme weg .
Warum sollen saisonale Speicher keinen Sinn machen? Es geht ja nicht darum dass man ab und an mal 1-2 tage ein wenig überbrücken muss.
Mal als Ergänzung:
Die 10-Jahres-Bilanz (2016–2025)
Zusammenfassend zeigt die Zeithistorie der letzten 10 Jahre:
  • Frequenz: Phasen, in denen Wind und Solar gemeinsam weniger als 10 % ihrer installierten Leistung liefern, treten im statistischen Mittel alle drei Tage (genauer: alle 2,4 Tage) auf. [1]
  • Gesamtanzahl: In der Dekade bis 2025 wurden in Deutschland insgesamt 1.435 Dunkelflauten mit einer Dauer von mehr als 10 Stunden registriert. [1]
  • Saisonalität: Über 85 % dieser Tage fallen naturgemäß in das Winterhalbjahr zwischen Oktober und Februar (wenn die Solarenergie ohnehin kaum nennenswerte Beiträge leistet und Hochdruckgebiete den Wind blockieren). [1]

Warum der "Überbau" die Zahl der Tage kaum senkt
Aus den Statistiken des Fraunhofer ISE geht hervor, dass sich die Anzahl dieser Mangel-Tage durch reinen Zubau kaum verändert. Wenn absolute Windstille herrscht, leisten 150 GW installierte Windkraftanlagen eben genauso 0 Megawatt wie zuvor 50 GW. Der Überbau erhöht lediglich die gewaltigen Überschüsse an den guten Tagen, löst aber mathematisch nicht das Problem der Null-Linie an den schlechten Tagen.

Wir haben jetzt mit rund 200GW schon grob einen 3-fachen Überbau der nötigen durchschnittlichen Kapazität. Und wie das Frauenhofer ja auch richtig sagt, die Peakleistung hilft nicht nur nicht an schlechten Tagen, sondern sie verschärft ja auch das Problem der guten Tage.
Nehmen wir an wir bauen 10-fach über. Die Tage an denen wir zu viel Strom haben werden mehr, an den richtig schlechten ändert sich nichts. Was bedeutet das für die Anlagenbetreiber? Entweder die Wirtschaftlichkeit rauscht in den Keller ODER es muss subventioniert werden. Das bezahlen dann wieder wir. Und das Grundproblem einer verlässlichen Versorgung haben wir trotzdem nicht gelöst.
 
Phoeni schrieb:
Vom 2. bis zum 7. November 2024 legte
Ist ja nicht mal eine Woche. Und für diese Woche musstest du schon 2 Jahre in die Vergangenheit schauen. Ich dachte, du redest über mehrere Wochen? Nahezu jedes Jahr?....Auch viel heiße Luft mit bei....
bensen schrieb:
neue Probleme (...) die gelöst werden müssen
Man könnte z.B. die Netzregeln etwas ändern und mehr anreizen, den eigenen Speicher mehr Netzdienlich einzusetzen und nicht primär nur für Privat. Damit hätten wir schlagartig 30GW an Speichern, die sich dann auch Netzdienlich verhalten können. Das setzt natürlich dann einen modernen digitalen Zähler voraus. Was für ein Glück, das unsere Netzzbetreiber die Lücke auch schon erkannt haben und dafür sorgen, dass davon möglichst wenig eingesetzt werden.
foofoobar schrieb:
Und wie oft explodieren AKWs?
Ich würde aus der Vergangeheit schätzen, so alle 30 Jahre mal eins. Die viel interessantere Frage, welche Kosten enstehen bei 2 Wochen Dunkelflaute im Gegensatz zur Evakuierung Deutschlands für die nächsten 1000 Jahre?
 
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foofoobar schrieb:
Und wie oft explodieren AKWs?
Was bezwecken Sie mit der Frage ausgerechnet an mich?
Ich plädiere die ganze Zeit für einen ganzheitlichen Systemanspruch und habe mit keinem Wort AKWs - oder irgendeine andere Erzeugungsart - als Heilsbringer und Antwort auf alles hingestellt.
Und nur weil AKWs aus Ihrer Sicht per se schlecht sind sollen wir die dringend notwendige Versorgungssicherheit als Industrienation riskieren, selbst wenn es genug andere Bausteine gibt ohne dem Super-GAU Risiko?
 
bensen schrieb:
Das ist aber schon was anderes als Strom vom Juli im Januar zu nutzen. Ich verstehe, dass es einen Hyperbel war, aber man muss schon unterscheiden, ob man saisonale Speicher benötigt oder Tage überbrücken muss.
Und saisonale Speicher machen keinen Sinn, da ist es günstiger die Peakleistung zu erhöhen.
Also laut Fraunhofer + ifeu + consentec + TU Berlin, ergeben diese schon Sinn - hier eine Skizzierung für Deutschland (Stand 2025):
1784811875510.png

Quelle: https://langfristszenarien.de
 
Phoeni schrieb:
Und das Grundproblem einer verlässlichen Versorgung haben wir trotzdem nicht gelöst.
Ach, schon wieder dieses Grundproblem. Wieviele Lastabwürfe hatten wir die letzten 20 Jahre so in Deutschland? Wenn ich dich lese, verstehe ich so jeden Tag mindestens mal 3 oder mehr, weil ja immer irgendwo was fehlt (fehlen kann). Ich behaupte, unsere Energieversorgung ist so sicher, wie bislang NIE. Der meßbare Wert dafür war noch nie so niedrig in Deutschland und weltweit gibt es wenig Länder mit noch einem geringeren Wert (war das der SAIDI Index?)
 
Für Flauten kann man ja auch ruhig mal ein Gaswerk einschalten, das wäre ja eigentlich kein Problem, wenn man da nicht gleich wieder eine Ideolgie draus machen würde.

Man müsste dann nur mal das Merrit Order Prinzip dann in die Tonne treten. Der Strompreis müsste sich dann an den EE richten. Wenn dann mal die Zuschaltung eines Gaskraftwerkes nötig ist, kann das ja der Energieproduzent ausgleichen mit seinen Einnahmen oder der Staat muss es tun. Der kauft ja sowieso das Gas, was dafür bereitgestellt wird.

Wenn man wollte, könnte man das alles und noch mehr machen.
 
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Samurai76 schrieb:
Ist ja nicht mal eine Woche. Und für diese Woche musstest du schon 2 Jahre in die Vergangenheit schauen. Ich dachte, du redest über mehrere Wochen? Nahezu jedes Jahr?....Auch viel heiße Luft mit bei....

Man könnte z.B. die Netzregeln etwas ändern und mehr anreizen, den eigenen Speicher mehr Netzdienlich einzusetzen und nicht primär nur für Privat. Damit hätten wir schlagartig 30GW an Speichern, die sich dann auch Netzdienlich verhalten können. Das setzt natürlich dann einen modernen digitalen Zähler voraus. Was für ein Glück, das unsere Netzzbetreiber die Lücke auch schon erkannt haben und dafür sorgen, dass davon möglichst wenig eingesetzt werden.

Ich würde aus der Vergangeheit schätzen, so alle 30 Jahre mal eins. Die viel interessantere Frage, welche Kosten enstehen bei 2 Wochen Dunkelflaute im Gegensatz zur Evakuierung Deutschlands für die nächsten 1000 Jahre?
Das war ein Beispiel eines extremeren Ereignisses, weitere Zahlen zu kleineren gibt es im Beitrag davor.
Interessanter sind doch die Konsequenzen dieser knappen Woche, alle konventionellen liefen auf Volllast und maximaler Stromimport. Wie lange wäre das noch gut gegangen? 1-2 Tage?
Es muss der Anspruch sein, dass ein großflächiger Blackout schlicht gar nicht passiert (auch nicht einmal in 10 Jahren), der schlägt alles an Kosten (lasst bitte das AKW und Fukushima Szenario weg, ich rede nicht von AKWs als Alternative!)

Und ihre 30GW Heimspeicher halten nicht mal 30min, damit betreiben sie aber keine Industrienation.
 
foofoobar schrieb:
Eher braucht weniger Energie wenn elektrifiziert wird, den daraus folgen Prozesse mit höheren Wirkungsgrad.
In Summe hast du denke ich Recht. Aber die Prozesse sind nicht generell effizienter.
Effizienter ist Wärme bei niedriger Temperatur (Wärmepumpe) oder individueller Verkehr (EV). Bei Wärme höherer Temperatur ändert sich eher nichts, wenn direkt mit Strom geheizt wird. Wird H2 anstatt Erdgas oder Kohle genutzt, wird der bedarf höher. Oder Schifffahrt mit NH3. Wird keinen höheren Wirkungsgrad haben als win Diesel.
 
Samurai76 schrieb:
Ach, schon wieder dieses Grundproblem. Wieviele Lastabwürfe hatten wir die letzten 20 Jahre so in Deutschland? Wenn ich dich lese, verstehe ich so jeden Tag mindestens mal 3 oder mehr, weil ja immer irgendwo was fehlt (fehlen kann). Ich behaupte, unsere Energieversorgung ist so sicher, wie bislang NIE. Der meßbare Wert dafür war noch nie so niedrig in Deutschland und weltweit gibt es wenig Länder mit noch einem geringeren Wert (war das der SAIDI Index?)
Richtig, der SAIDI-Index für Endverbraucher. Schließt Industriekunden aber aus und es fließen nur technische Probleme mit ein, nicht wetterbedingte.
Viel spannender finde ich aber folgende Ergänzung dazu:
Um den SAIDI-Wert von rund 12 Minuten stabil zu halten, müssen die Übertragungsnetzbetreiber (TenneT, 50Hertz, Amprion und TransnetBW) im Hintergrund einen beispiellosen und rasant eskalierenden Aufwand betreiben.
Dieser Eingriff in den Betrieb von Kraftwerken heißt Redispatch. Er wird immer dann notwendig, wenn im Norden zu viel Windstrom produziert wird, die Leitungen nach Süden verstopft sind und im Süden deshalb konventionele Kraftwerke künstlich hochgefahren werden müssen.



Die nackten Zahlen: Vom Ausnahmeereignis zum Dauereinsatz
Die Daten der Bundesnetzagentur zeigen, dass das deutsche Stromnetz heute nicht mehr ohne permanente, staatlich verordnete Eingriffe funktioniert:
  • Vor der Energiewende (bis 2010): Redispatch-Eingriffe waren eine seltene Ausnahme, die etwa 2 bis 5 Mal pro Jahr vorkam. Das Netz war auf die Standorte der Großkraftwerke abgestimmt.
  • Heute (2024–2026): Die Netzbetreiber müssen jeden einzelnen Tag im Jahr eingreifen – und das oft dutzende Male parallel. Statistisch gesehen finden mittlerweile weit über 10.000 einzelne Redispatch-Maßnahmen pro Jahr statt.



Das Volumen: Wie viel Strom wird künstlich verschoben?
Man misst die Schwere der Netzengpässe in der Energiemenge (Gigawattstunden, GWh), die am Markt vorbei zwangsgesteuert werden muss.
  • 2014: ca. 5.000 GWh verschobene Energie
  • 2023: ca. 31.300 GWh verschobene Energie
  • 2024: ca. 33.100 GWh verschobene Energie
  • 2025/2026: Das Niveau verharrt stabil auf diesem extrem hohen Niveau von über 32.000 GWh pro Jahr.
Zum Vergleich: Die Menge an Strom, die jährlich in Deutschland künstlich hoch- und runtergefahren werden muss, nur um das Netz vor dem Kollaps zu schützen, entspricht dem gesamten Jahresstromverbrauch von Ländern wie Dänemark oder Irland.

Diese vermeintliche Stabilität ist damit auch nur ein Trugschluss, wir bekommen daheim nichts davon mit. Und damit ist das Risiko schlicht deutlich größer geworden dass es doch mal schief geht.
 
foofoobar schrieb:
Und eine Anpassung an wärmeres Klima wird eher mehr Energie benötigen.
Sollte eher andersrum sein. Die größere Temperaturdifferenz beim Heizen sorgt für einen größeren Energiebedarf als der beim kühlen. Zudem ist bei der Heizung die Wärmepumpe noch nicht so weit verbreitet wie bei der Kühlung, die Effizienz ist also geringer.
Oder spielst du auf mehr Wetterextreme an und weniger milde Phasen/durchschnittliche Temperaturen an. Weiß aber nicht ob das rein auf die Temperaturen bezogen zutrifft.
Ergänzung ()

Phoeni schrieb:
Warum sollen saisonale Speicher keinen Sinn machen? Es geht ja nicht darum dass man ab und an mal 1-2 tage ein wenig überbrücken muss.
Doch darum geht es. Können auch mal mehr Tage sein. Aber du brauchst keinen Strom aus dem Sommer um über den Winter zu kommen.

Phoeni schrieb:
Warum der "Überbau" die Zahl der Tage kaum senkt
Der Überbau muss die Tage auch nicht senken, sondern an den anderen Tagen die Speicher füllen. Der Überbau gleicht die saisonalen Unterschiede aus.

Phoeni schrieb:
Und das Grundproblem einer verlässlichen Versorgung haben wir trotzdem nicht gelöst.
Speicher sind nicht billiger als ein Überbau. Zumindest noch nicht.
Und realistisch haben wir eben auch keine 100% erneuerbare (effektiv). Man muss sich damit anfreunden, dass man Reservekraftwerke hat die wenig laufen und bezahlt werden wollen. Genauso wird man EE-Kraftwerke haben die abgeschaltet werden müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Phoeni schrieb:
Fazit: Der nennenswerte Einfluss beginnt ab einer Dauer von 24 Stunden, da ab diesem Zeitpunkt der "Puffer" durch Kurzzeitspeicher (Batterien) physikalisch komplett aufgebraucht ist.
Phoeni schrieb:
Vom 2. bis zum 7. November 2024
Nanana.

Ich habe das gepromtet, was du als Problem angesehen hast: eine mehrwöchige Dunkelflaute in Europa.

Nun kommst mit mit 6 Tagen.
 
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Phoeni schrieb:
Diese vermeintliche Stabilität ist damit auch nur ein Trugschluss, wir bekommen daheim nichts davon mit. Und damit ist das Risiko schlicht deutlich größer geworden dass es doch mal schief geht.
Ist sie nicht.
Es sind daraus keine Auswirkungen auf die Stabilität abzuleiten.

Davon ab ist das ein Trugschluss:
Phoeni schrieb:
Die Daten der Bundesnetzagentur zeigen, dass das deutsche Stromnetz heute nicht mehr ohne permanente, staatlich verordnete Eingriffe funktioniert:
Das Problem ist hier nur das Stromnetz in Kombination mit dem Strommarktdesign, Stichwort Strompreiszonen.
Ohne Aufteilung in Strompreiszonen ist es schlicht so, dass der Strommarkt nicht die Kapazitätsgrenzen der Leitungen berücksichtigt (im Gegensatz zu denen zu anderen Ländern, die in anderen Strompreiszonen sind).
Dadurch ist es notwendig hintenrum die Erzeugung so zu frickeln, dass der tatsächliche Stromhandel abgebildet wird.

Das ist also eher ein politisches Problem (sh. Bundesländer, die sich gegen die Aufteilung Deutschlands in mehrere Strompreiszonen sträuben) als ein Stromnetzproblem (obgleich die Anhebung der Kapazität das Problem ebenso reduzieren würde, bzw. wird sh. im Bau befindliche Stromtrasse).
 
Zuletzt bearbeitet:
Phoeni schrieb:
Großwetterlagen zu einer Dunkelflaute und es kommt mehrere Wochen einfach zu wenig rein. Und so eine Großwetterlage macht nicht an der Grenze halt, das kann mal gesamt Mitteleuropa betreffen.
Wo steht hier am Stück? In Summe ist längst bewiesen und das letzte gravierende Ereignis war bereits ein „System am Limit“ @Alphanerd
24h+ werden als ernstes Problem angesehen, 10k Redispatchmaßnahmen jährlich, ist das ein erstrebenswerter Zustand oder gar ein Signal an ausländische Investoren „hier läufts gut“?
bensen schrieb:
Doch darum geht es. Können auch mal mehr Tage sein. Aber du brauchst keinen Strom aus dem Sommer um über den Winter zu kommen.
Das war ein Beispiel für die Asymmetrie von Erzeugung zum Verbrauch - haben Sie ja selbst weiter oben gesagt. Wir brauchen gespeicherten Strom in Mangelzeiten den wir in Überflusszeiten produzieren - ob dazwischen jetzt 1 Tag, 1 Woche oder 3 Monate liegen ist ja egal.
Aber beantworten Sie doch mal das Thema des Wertschöpfungsverlustes der Anlagen bei einem noch höheren Überbau? Wie weit wollen wir gehen? 500GW? 2TW? Wieviel sind wir als Allgemeinheit bereit zu zahlen um die Anlagen am Leben zu erhalten wenn pro Anlage immer weniger Strom abgenommen werden muss? 5Mrd /Jahr? 50?
Und selbst bei 2 TW sind die 0,15% aus obigen Ereignis nur 3GW und damit weiterhin nicht existent.
bensen schrieb:
Der Überbau muss die Tage auch nicht senken, sondern an den anderen Tagen die Speicher füllen. Der Überbau gleicht die saisonalen Unterschiede aus.
welche Speicher? Die sind Ihnen doch zu teuer?! Die aktuellen halten nur wenige Stunden, sind teuer auch im Unterhalt und für längere Speicherung (batterieelektrisch) unbrauchbar. Deswegen plädiere ich ja dringend für ein mehrstufiges Konzept wo jede Komponente ihre Stärke ausspielen kann ohne ihre Schwächen durch rohe Masse überkompensieren zu müssen.
 
Phoeni schrieb:
Diese vermeintliche Stabilität ist damit auch nur ein Trugschluss, wir bekommen daheim nichts davon mit. Und damit ist das Risiko schlicht deutlich größer geworden dass es doch mal schief geht.
Was ist also die Lösung? Wir brauchen eine robuste Infrastruktur.
 
HtOW schrieb:
Auch das ist Quatsch, V-Prämie ist immer Summe Schadensfall/Risiko für Schadensfall. Das mag bei einem Kraftwerk, welches als Militärisches Ziel gesprengt wird nidriger sein aber aus technischer Sicht sind das ca. 1Bio€/10^-7. Das ergibt eine Prämie von 1-10mio€/a. Etwas was man durchaus in der Lage ist zu finanzieren, sollte der Staat das wirklich fordern.
Mir ist klar, dass das nicht in Dein Weltbild passt, aber es ist nun mal Fakt, dass keiner für eventuelle Schäden aufkommen will.

Aber in Deutschland sind Atomkraftwerke haftpflichtversichert, aber die Versicherungssumme ist bei einigen Hundert Millionen Euro gedeckelt - das reicht bei einem GAU niemals für die Schäden. Wer soll das also in dem Fall bezahlen?

https://www.spiegel.de/wissenschaft...herbar-a-f6d8ef67-4f51-4697-965a-add0480ca712

Schon vor 10 Jahren hat das Manager Magazin die Summe von 72 Milliarden Euro pro Jahr an Versicherung in den Raum geworfen. Was natürlich auf den Strompreis aufgerechnet werden würde. Also noch einen weiteren Kostenpunkt.
Ergänzung ()

MR2 schrieb:
Du meinst die schreien lauter.
Du musst nicht immer von Deinesgleichen ausgehen!

https://www.tagesspiegel.de/politik...eutliche-kritik-am-atomausstieg-15503800.html

Nur 39% pro Kernenergie...
 
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