News NetCologne blockt E-Mails von ComputerBase

Dann taugt die Kanzlei in meinen Augen aber nichts.



  • Ohne Zustimmung des Benutzers ist selbst die Filterung von offensichtlicher SPAM nicht zulässig.


  • Wenn eine Zustimmung des Nutzers erfolgte, so ist die Filterung von offensichtlicher SPAM zulässig.

    Aber NetCologne wurde darauf hingewiesen, daß sie auch normale Post filtern.
    Eine Zustimmung des Nutzers zu einer solchen Filterung ist nicht anzunehmen (bis zum Beweis des Gegenteils).
    Da sie somit nicht vorliegt, ist die Filterung in diesem Falle unzulässig.


(0.02$)
eklipse
 
eklipse schrieb:
Das Post- und Fernmeldegeheimnis gilt (sinngemäß) auch für eMails.!
U.a. fallen mir da die §206 (2) und §303a des StGB ein.
Einem Juristen wird da sicher noch mehr einfallen. :)
Ich bin kein Jurist, zeige mir doch bitte die Stelle oder ein Urteil welches besagt, dass NetCologne verpflichtet ist jegliche "Post" anzunehmen. Meines Wissen nach ging es beim Thema Spamfilterung in der Regel darum ob man ohne Wissen der Kunden angenommene Mails filtern bzw. vorenthalten darf.
Hier ist es durchaus sinnvoll, dass man hier nichts verwerfen darf, UPS darf auch keine Pakete wegwerfen.
UPS kann aber durchaus Aufträge zur Paketzustellung nicht annehmen, imo wäre das das vergleichbar mit der Blacklist.

Edit:
Ohne Zustimmung des Benutzers ist selbst die Filterung von offensichtlicher SPAM nicht zulässig.
Nochmal: Hier wird nicht gefiltert, sondern die Annahme verweigert, das sind zwei vollkommen verschiedene Dinge.
 
Ihr solltet bei eurer rechtlichen Diskussion nicht außer acht lassen, dass es hier ja gerade nicht nur um das Filtern von Spam geht. Es wird ja auch legitime elektronische Post geblockt.
 
Blutschlumpf schrieb:
...UPS kann aber durchaus Aufträge zur Paketzustellung nicht annehmen,...
Gut, auf die Argumentation könnte ich mich u.U. vielleicht einlassen. :)
Ob sie greift, weiß ich allerdings nicht.



Dann bliebe noch die Frge, was NetCologne mit der Post macht.
Sie müßte sie dann ja, nach deiner Argumentation, an den Absender zurückliefern.
Ansonsten wäre es Unterschlagung.

Die Frage (an die Boardleitung) ist nun also, was macht NetCologne mit der Post.?



Gruß
eklipse
 
Wenn der Mailserver bei Netcologne nicht annimmt kann der MTA von CB die Mail nicht zustellen. Die Mail geht dann an den Absender zurück wenn da nicht explizit was anderes konfiguriert ist.
Das liegt aber alles bei CB, da hat NetCologne keinen Einfluss drauf.
 
Da müssen wir jetzt warten, was ComputerBase dazu sagt.
Wird sie als unzustellbar zurückgeliefert, oder einfach verschluckt.

Gruß
eklipse
 
Ich bin Netcologne Kunde und finde den Schritt etwas hart aber durchaus nachzuvollziehen. Aus welchem IP Bereich ich die Spammails bekomme weiß ich nicht, aber am Tag sind es mittlerweile knappe 300 Stück :-(

Thunderbird bekommt meine manuellen Junk-Email-Einträge auch nicht mehr verpackt, will heißen das er nicht mehr lernt. <- Wenn jemand dazu nen guten Tipp hat, immer her damit!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Multiple Satzendzeichen entfernt. Bitte Regeln beachten!)
Holly77 schrieb:
seit ner Weile bekomme ich beim Besuch der CB Seiten nähmlich extrem nervige Werbe Fenster an den Kopf geklatsch

Diese Werbung ist mit ziemlicher Sicherheit nicht von CB. Wenn dem dennoch so wäre, dann bitte im Feedback im passenden Thread melden, am besten mit Screenshot und wie, wo und wann es auftaucht. Und es spielt auch keine Rolle hierfür, da nur Mails geblockt werden, aber nicht CB selber (oder soll ich sagen noch nicht? :D).
 
eklipse schrieb:
Die Frage (an die Boardleitung) ist nun also, was macht NetCologne mit der Post?
Sie wird korrekt zurückgewiesen und unser Mail-Server bekommt das mit. NetCologne lässt die Mails nicht einfach unter den Tisch fallen. In dieser Hinsicht ist NetCologne nichts vorzuwerfen.
 
Gut, das wäre also geklärt.


Stellt sich nun also die Frage, ob eine allgemeine Transportpflicht für die eMail besteht oder nicht,
und worauf sich diese Transportpflicht u.U. stützen würde.

Als Kunde von NetCologne kann ich allerdings auf die Zustellung (meiner eMail) bestehen,
oder (bei Nichteinhaltung) den Vertrag kündigen.
Nichterbringung von vereinbarter Leistung







Edit:
Um dem Ganzen noch ein draufzusetzen...

würde ich sogar sagen, daß das Argument, daß sie die eMail einfach nicht annehmen (Blutschlumpfs UPS Vergleich von oben), eigentlich gar nicht mehr zutrifft.
Denn sie haben die Mail bereits angenommen. Das mußten sie, um überhaupt den Absender festzustellen.

->
D.h. sie haben eine eMail bereits angenommen, und weigern sich (ohne triftigen Grund), diese an den Empfänger weiterzuleiten.
Stattdessen schicken sie sie an den Absender retour.

Eine interesannte Frage nach der Rechtmäßigkeit des Verfahrens. :hammer_alt:



Gruß
eklipse
 
Zuletzt bearbeitet:
eklipse schrieb:
würde ich sogar sagen, daß das Argument, daß sie die eMail einfach nicht annehmen (Blutschlumpfs UPS Vergleich von oben), eigentlich gar nicht mehr zutrifft.
Denn sie haben die Mail bereits angenommen. Das mußten sie, um überhaupt den Absender festzustellen.


Falsch --> click und click.
 
Soll heißen es kommt gar kein Verbindungsaugbau zusatande, sprich der NetCologne-Server bekommt die Mail gar nicht erst zugesicht.
 
Sei mir nicht böse luky37, aber seitenweise englichen Text lese ich mir jetzt nicht durch. :)




Meine aufgestellte Fragestellung (Spitzfindigkeit) hast du aber schon richtig verstanden.
Wo beginnt die Annahme der eMail.?

Ich teile nicht unbedingt ganz deine und Blutschlumpfs Auffassung, daß dazu der wahre Inhalt der eMail übertragen werden muß.
Der stattgefundene Verbindungsaufbau ist (mit ein bisschen bösem Willen) dazu schon ausreichend.







Die Frage, die sich mir stellt, ist einerseits....
  • darf NetCologne eine einmal angenommene eMail einfach so zurückschicken.?
    Wenn ja, können wir uns eine weitere Disskussion über den Zeitpunkt der Annahme schenken.


Die Zweite (sofern sie sich noch stellt)...
  • Ab wann gilt eine eMail (juristisch) als angenommen.?
    Ich bin jetzt einmal (zugegebener Maßen) sehr bösartig, und sage, daß das Auswerten des Absenders bereits eine Annahme darstellt.
    Kann durchaus sein (ist sogar wahrscheinlich), daß ich mit dieser Annahme falsch liege, aber interessant ist die Frage trotzdem.





Gruß
eklipse
 
eklipse schrieb:
Ich teile nicht unbedingt ganz deine und Blutschlumpfs Auffassung
Da brauchste keine Auffassung teilen, das hat nichts mit glauben zu tun, das fällt zumindest was die Technik dahinter angeht unter Wissen.
Wenn dein Mailserver auf ner Liste ist, dann findet gar kein Informationsaustausch über die Mail zwischen Sender und Empfänger statt, entweder der Mailserver antwortet gar nicht, schickt ne Fehlermeldung zurück (z.B. als Info, dass/warum man geblocked wurde ) oder schickt ein "service temporary unavailable" zurück (z.B. bei greylisting). Die Mail wird in jedem Falle also gar nicht erst übertragen.
 
Es ist ganz einfach:

Wenn der SMTP Server am Ende der Session die Bestätigung mit 'Message accepted for delivery' gibt, dann wurde sie serverseitig angenommen.


Wenn dass nicht passiert (warum auch immer), dann wurde die Mail nicht zugestellt, und dem Sender-SMTP ist das bewusst. Er versucht dann noch eine Zeit lang, die Mail zuzustellen, und schickt dann eine eMail an den Sender zurück mit 'Mail delivery failed' oder ähnlichem.
 
Deutschland = Servicewüste
Der Kunde ist Störfaktor oder lästiges Hindernis bis zur Erreichung des Feierabends oder Rentenalters.
erst langsam merken die "Großen", dass es so nicht weiter geht. Aber immer nur wenn man sich mit vielen zsuammen tut merkt man was, und zwar auf der Bilanz. DANN freilich, dann wird was getan, denn der Gewinn darf trotz Kunden nicht sinken ! Das wäre ja noch schöner.
Man mag jetzt drüber lachen, aber auch wenn ich sonst nicht so bin ist zB Nokia für mich für immer gestorben. Deutschland ist nicht gut genug trotz 7 Milliarden Euro Gewinn, obwohl Deutschland einer der Hauptabnehmer von Nokia-Handys ist ? Dann ist Nokia auch für mich nicht gut genug. Das wars bei mir...
Aber es funzt immer nur wenn viele mitmachen (wie zB jetzt bei Nokia)
 
Wir verstehen uns hier nicht ganz.
Wir werden bei der Diskussion allerdings wahrscheinlich nicht recht weiterkommen.


Es geht hier nicht um Technik.!
Es geht um Juristerei.


Es interessiert mich nicht, wie das technisch abläuft.

  • Sache ist, entweder nehme ich überhaupt keine Mail (von wem auch immer) an,
    dann ist u.U. dein obriger Vergleich mit UPS zutreffend.

    Ob es erlaubt ist, oder du nicht sogar verpflichtet bist, die Mail weiterzuleiten (ob du willst oder nicht), steht auf einem anderen Blatt.



  • Wenn ich unterscheide, muß ich eine Auswahl treffen.
    Du benötigst Informationen, um diese Auswahl auszuführen.
    Dann hat aber die Kommunikation schon begonnen.

    Und jetzt bin ich, wie schon gesagt böse, und sage, mit diesem Zeitpunkt hast du die eMail bereits erhalten.
    Ob im Ganzen, oder nur in Teilen davon, interessiert mich dabei nicht.
    Ich gebe zu, das steht auf wackeligen Beinen, aber...








Um im Thema weiterzukommen, und uns nicht in Details zu verlieren...

Frage:
* Darfst du (NetCologne) diese Vorauswahl überhaupt treffen.?
* Hast du überhaupt einen Handlungsspielraum in dieser Hinsicht.?

Als Teilnehmer/Anbieter im Kommunikationsverkehr ist das u.U. nämlich nicht mehr allein dein Privatvergnügen.







5@n!töt3r" schrieb:
...Wenn Host Europa ach so viel SPAM versendet, warum blockt nur NetCologne?...
Wenn NetCologne Probleme mit HostEurope hat, dann sollten sie es unter sich ausmachen.
Notfalls juristisch.


Warum das NetCologne nicht macht, keine Ahnung.
Sind sie zu faul, zu feige, oder halten sie es juristisch für aussichtslos.?

In einer Art "Selbstjustiz" andere Nutzer (ComputerBase) dafür in Sippenhaft zu nehmen, halte ich nicht für angebracht.
Deshalb auch meine etwas starre und teilweise verbissene Haltung, den Leuten (NetCologne) irgendwie das Handwerk zu legen.





(0.02$)
Gruß
eklipse
 
eklipse schrieb:
Es geht hier nicht um Technik.!
Es geht um Juristerei.

Wer nimmt denn die Mail an oder nicht an? Ein Richter etwa?



Wenn ich ein Packet per Nachname von der Post nicht annehme, muss ich wahrscheinlich auch mit dem Postboten reden. Was zählt ist, dass der Postbote von mir keine Unterschrift bekommt.

Und dass ist beim Mailen genauso. Es gibt Standards, die eingehalten werden. Dadurch wird ein Ok gegeben oder nicht.


Ob dich die Technik jetzt interessiert oder nicht, interessiert mich nicht. So sind die Fakten, ganz einfach.
 
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