Netzteil nach Kabelbrand noch verwendbar?

El B.

Cadet 3rd Year
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Hallo zusammen,

ich habe ein modulares Netzteil Corsair HX650M, welches ich heute morgen vermutlich falsch angeschlossen habe, was zu einem Kabelbrand geführt hat.

Da ich dieses ganze Adapterkabel-Mischmasch im Zuge eines Laufwerktausches aufheben wollte, habe ich wahrscheinlich ein Kabel von einem anderes Netzteil verwischt (das allerdings in den 5-fach Stecker des Netzteils passte). Dadurch kam wohl deutlich zu viel Strom auf die 3 kleinen Kabel, so dass es zu Raucheinwicklung und zum Schmelzen der 3 Kabelummantelungen kam. Ich habe sofort den Netzstecker gezogen.

Der Computer liess sich mit etwas Verzögerung starten, und läuft auch während Spielen einwandfrei. Kann ich davon ausgehen, dass dieses Netzteil weiterverwendet werden kann, oder sollte ich es vorsichtshalber tauschen. Ich frage dies auch Hinblick auf die morgen mich erreichende 500 Euro-Grafikkarte.

Vielen dank für Tips und Hinweise!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich persönlich würde es weiter nutzen. Das Netzteil wird sich selbst absichern. Was es natürlich nicht absichern kann, sind falsch angeschlossene Kabel. Oder anderes Beispiel: Wenn sich ein Elektrogerät durch Kabelbrand selbst zerlegt, wechselt man danach weder Steckdosen, Leitungen noch Unterverteilungen aus.
 
Kein Problem kannste weiter verwenden so wie du es erzählst ist bloß zu viel Strom über das falsche Kabel geflossen daher es gab es weder Kurzschluß noch Überlast was das Netzteil beschädigt haben könnte.
 
Es gab, wie Du schon selber geschrieben hast, eine Überlast auf mindestens einem Strang. Idealerweise hätte das Netzteil abschalten müssen, mindestens den betroffenen Strang/die betroffenen Stränge. Da aber bereits die Isolation schmolz, ist dies wohl eher nicht geschehen. Dies ist allerdings auch kein Weltuntergang; nicht alle Netzteile verfügen über derartigen Schutz (ist auch eine Preisfrage).

Durch die Überlast kann es geschehen sein, daß ein paar Kondensatoren in Mitleidenschaft gezogen wurden, sodaß sich deren Kapazität geringfügig geändert hat, was auch einen (leichten) Einfluß auf die Ausgangsspannungen des Netzteiles haben kann. Du kannst Glück haben, und nichts ist passiert, Du kannst Pech haben, und es stellen sich langfristig Schäden an weiteren Komponenten ein.

Ohne nachzumessen wirst Du nicht feststellen, ob das Netzteil langfristig noch verwendbar ist. Wäre es ein hochwertiges Netzteil, stünden die Chancen sehr gut, daß es weiterverwendbar ist. Da es sich allerdings um geringfügig bessere Consumer-Ware handelt, empfehle ich doch zumindest, das Netzteil durchzumessen.
 
Wilhelm14 schrieb:
Ich persönlich würde es weiter nutzen.
Boh, wie kannst du, ohne es gesehen zu haben, solch einen Ratschlag geben?!
Ist dir das Hab und Gut anderer Leute so wenig wert?!
Ich verstehe es nicht, wie man solche leichtsinnigen und gefährlichen Tips geben kann...
Echt nicht...

Wilhelm14 schrieb:
Das Netzteil wird sich selbst absichern. Was es natürlich nicht absichern kann, sind falsch angeschlossene Kabel.
Nach dem 350W Roundup auf dieser Seite immer noch nichts gelernt?!
Da gabs einige Netzteile, die sich selbst gekillt haben - ausgerechnet das Seasonic!

Also ist diese Aussage schon mal schlicht unwahr...

Es gibt wohl mehr Netzteile, bei denen die Schutzschaltungen versagen und nicht korrekt funktionieren.
Schon mal dran gedacht, dass das auch hier der Fall sein konnte?!


Wilhelm14 schrieb:
Oder anderes Beispiel: Wenn sich ein Elektrogerät durch Kabelbrand selbst zerlegt, wechselt man danach weder Steckdosen, Leitungen noch Unterverteilungen aus.
Das ist pauschal Bullshit!

Es muss IMMER im Einzelfall durch einen Fachmann entschieden werden, was zu tun ist!
Und hier kann es auch durchaus vorkommen, dass einiges mehr ausgetauscht wird, als es scheint...


Im Klartext:
Ohne FOTOS ist eine Bewertung dieses Vorfalles NICHT möglich und die Empfehlung, es weiter zu nutzen, grob fahrlässig!

Und ohne das Gerät gesehen zu haben, KANN es nur eine Empfehlung geben:
das Gerät auszutauschen!! (Sei es durch Neukauf oder aber RMA)
 
Um es vielleicht noch etwas genauer zu beschreiben: Es handelt sich um ein Kabelmodul, dass vom Netzteil (5 fach Anschluss für Geräte) zu einer Lüftersteuerung geht, die einen IDE-Anschluss hat. Das 3strängige Kabel ist Bestandteil des Moduls. Über 3/4 der Kabellänge (ca. 35 cm) war dieses Kabel geschmolzen bzw. verschmort. Ein kleines Stück kurz vor der Lüftersteuerung war noch heil. Es hat sich mit einem anderen Kabelmodul etwas verklebt, ohne dies jedoch zu beschädigen.

Um auf Nummer zu gehen, und da das Netzteil bereits 5 Jahre alt ist, macht der Tausch vielleicht schon Sinn. Ich danke jedenfalls für alle Antworten und Hinweise soweit!

Edit: Es sind sogar knapp 6 Jahre
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach fünf Jahren Betriebsdauer kann man im Hinblick auf eine neue 500-Euro-Grafikkarte das Netzteil schon mal tauschen. Auch abgesehen davon kann man bei einem solch gravierenden Kurzschluss mit entsprechender Fehlfunktion nie ausschließen, dass im Netzteil etwas beschädigt wurde. Ohne professionelles Equipment wäre ich daher vorsichtig mit einer pauschalen Empfehlung das Netzteil weiterhin zu verwenden.
 
Vorab, ich gehe davon aus, dass das falsch benutzte Kabel entfernt und entsorgt worden ist und nicht mehr zum Einsatz kommt.
Stefan Payne schrieb:
Boh, wie kannst du, ohne es gesehen zu haben, solch einen Ratschlag geben?!
Erst einmal ganz ruhig. Sich aufregen bringt gar nichts. Ich sage, was ich persönlich machen würde.

Stefan Payne schrieb:
Das ist pauschal Bullshit!
Wenn es das ist, bis wohin würdest du in der Energieversorgungskette Richtung Erzeuger prüfen? Steckdosen, Leitungen und Unterverteilungen würdest du prüfen, wie weit gehst du noch?
 
wenn die Kabel minderwertiger Qualität waren dann könne ndiese die schutzschaltungen überlistet haben, aber ob das NT einen schaden erleidet hat kann man kaum abschätzen.

Schreibe doch mal Corsair an
 
Wilhelm14 schrieb:
Was sollte man messen?

Spannungsfrei durchmessen sollte man zumindest die Leistungstransistoren und die Siebglieder. Das darf auch eine EuPffT.

Dann: Restwelligkeit, Lastverhalten und Spannungshöhe in allen Strängen. Auch die Zwischenkreise sollte man durchmessen, wofür aber endgültig eine Qualifikation als Elektrofachkraft erforderlich ist. Auch sollte man geeignete Messgeräte nutzen, nur ein billig-Multimeter aus dem Baumarkt alleine lässt keine qualifizierten Schlüsse zu.

Im einfachsten Falle und in Ermangelung einer EFK ist der Austausch des Netzteiles sicherlich eine ratsame Empfehlung, und für meinen Teil darf ich auch keine andere Empfehlung aussprechen.
 
Orr ey so ein gequirlter Schwachsinn der hier gepostet wird habt ihr mal gelesen was er geschrieben hat das Kabel war schlicht das falsche und ist geschmolzen weil der Verbraucher mehr Strom als das Kabel vertragen hat gebraucht hat deswegen ist noch lange nicht das Netzteil defekt weil das wesentlich mehr Strom liefern kann als es braucht ein paar dünne Drähte zum glühen zu bringen.
 
...was du jetzt aufgrund welcher Qualifikation genau sagen kannst, ohne überhaupt diesen Vorfall GESEHEN zu haben?!
Meinst du nicht auch, dass es sinnvoll wäre, hier erst einmal sich den Vorfall genau anzuschauen, bevor man ein Urteil fasst und ggF einen Ratschlag gibt, der den Fragesteller schaden kann?!

Aber darum scheints ja den wenigsten hier zu gehen:
Dem Wohl des Threaderstellers.

Es geht nur darum den Postcounter weiter nach oben zu treiben und ggF das eigene Ego zu bestärken...

Dass hierbei aber einerseits die Regler im Gert selbst durch Überlast beschädigt worden sein könnten; wird dabei ignoriert.
Und dass ein defekter Regler im DC-DC Teil an der richtigen Stelle dafür sorgen kann, dass mal kurz 12V auf +3,3V oder +5V anliegen, wird dabei ebenso vergessen...

Stattdessen wird, ohne überhaupt ein Bild von dem Vorfall gesehen zu haben, dazu geraten, das beschädigte Teil weiter zu nutzen...

SO und jetzt magst du uns bitte mal mitteilen, wie ein Gerät das Kabel zum schmelzen bringen kann, wenn man ein falsches Kabel verwendet?!
Schon mal in Betracht gezogen, dass hier Schutzschaltungen nicht ausgelöst haben und dass hier ev. ein Kurzschluss vorlag, den das Gerät nicht erkannt hat?!
Schon mal überlegt, dass das Gerät selbst durch diesen Vorfall beschädigt wurde?!
 
Wenn es nicht bis oben hin abgebrannt ist, einfach abklemmen oder neuen Strang verlöten.
 
Stefan Payne schrieb:
SO und jetzt magst du uns bitte mal mitteilen, wie ein Gerät das Kabel zum schmelzen bringen kann, wenn man ein falsches Kabel verwendet?!

Zu kleiner Leiterquerschnitt für den Nennstrom des Gerätes kan so etwas bewirken, Schmelzsicherungen arbeiten z.B. nach diesem Prinzip: Der Leiterquerschnitt ist so bemessen, daß er den Nennstrom noch führen kann, bei höheren Strömen aber kontrolliert abbrennt, je höher der Strom, desto schneller die "Auslösezeit".

In diesem Falle lag aber auch eine Fehlbeschaltung vor, wie der TE ja zugegeben hat, insofern dürften weit höhere Ströme als nur der Nennstrom des Gerätes geflossen sein, da er vermutlich auch das angeschlossene Gerät beschädigt hat. So hat es dann auch ausgereicht, vermutlich gar einen ansonsten angemessenen Leiterquerschnitt zu überlasten. Genauere Angaben fehlen zwar, Überlast jedoch geht ganz klar aus dem Fehlerbild hervor.

Ein neues Netzteil ist günstiger als ein neuer Rechner und auch deutlich günstiger als ein Menschenleben. Wenn man nicht über die fachliche Qualifikation verfügt, Risiken abschätzen und vermindern zu können, die während der Diagnose- und Reparaturarbeiten bestehen und sich ergeben könnten, der sollte entweder eine Fachkraft mit diesen Arbeiten betreuen oder aber das defekte Bauteil ersetzen. Im vorliegenden Falle ist ein Austausch wohl günstiger als Reparatur/Diagnose.
 
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