Hi speedyjoe!
Du sprichst in der Tat zwei wichtige Themen an:
aber mal ehrlich, wir sind in einer zeit, wo energie ein aktuelles thema ist. vor allem die fossilen brennstoffe. und jetzt kommen netzteile heraus die noch mehr strom brauchen. schlussendlich landen wir dann doch noch bei den atomkraftwerken.
Tja, das Thema Energie wird immer aktueller und brisanter. Vor allem eben die von dir angesprochenen fossilen Brennstoffe. Ich denke, wir haben diesbezüglich ohnehin viel zu lange geschlafen. Erdöl geht viel schneller aus als geplant. Wobei der Ölpreis bereits richtig krass ansteigt, wenn die maximale globale Ölfördermenge erreicht ist. Soll voraussichtlich schon 2015 so weit sein. Danach wird jedes Jahr weniger Öl gefördert. Wenn dann aber immer noch mehr Öl von der Industrie und dem Verkehrs benötigt wird, dann... Letztendlich hängen auch unsere Strompreise unmittelbar mit dem Ölpreis zusammen. Uran, welches für AKWs verwendet wird, wird mit hilfe von Öl abgebaut. Solarzellen werden auch aus Öl hergestellt. Eigentlich essen wir sogar Öl. Landwirtschaftliche Maschinen, Pestizide, Massentierhaltung - braucht man überall Öl dafür.
tja, aber die leistungen steigen ja nicht mehr so schnell. wir sind einfach an der technischen grenze, könnten vielleicht schon höher, aber stromverbrauch und kühlung wären dann wohl komplett down.
Hm, das habe ich mir auch schon überlegt, glaube da ist was wahres dran. Wenn ich mal z. B. an 1998 zurückdenke. Da war grad ein Pentium 3 mit 450 MHz "in". Hatte eine TDP von etwas über 20W und war damals als Energieverschwender verrufen

. Mit Erscheinen des Pentium 4 zwei Jahre später ging die TDP auf erstmals über 50W hoch. Und nach dem Pentium 4 gings eigentlich recht langsam im Vergleich zu den 90er Jahren vorwärts. Erst die Umstellung auf kleinere Fertigungsprozesse von 0.18µ - 0.13µ - 90nm - 65nm ermöglichte pauschal gesagt eine adäquate Steigerung der Prozessorleistung. Man hätte wahrscheinlich schon schneller steigern können - dies hätte allerdings zu einem drastischen Mehrverbrauch an Energie geführt. War halt nicht drin. Wobei im großen und ganzen die PCs mit fortschreitender Zeit immer mehr Energie verbrauchen als früher. Der neue Kentsfield Quad-Core ist der Beweis. Auch beim Konkurrenten AMD siehts nicht viel besser aus. Nach alldem was man so liest, soll der K8L ja auch kein Stromsparer werden - gelinde ausgedrückt.
Aber eines muß man auch noch festhalten: Dieses Verlangsamen der Steigerung der Prozessoren hat auch die Overclocker-Szene hervorgebracht. Zu Zeiten eines 486, Pentium I und Pentium II konnte man sich das übertakten sparen - die Entwicklung war zu schnell, als daß sich das gelohnt hätte. So richtig los ging das ganze ja als der Pentium III erschien bzw. der Athlon Thunderbird. Da flachte die Entwicklungskurve bereits ab. Es lohnte sich, seinen Prozessor zu übertakten. Muß gestehen, ich habs früher (bis vor 1 1/2) ja auch gemacht. Machte ja irgendwie auch Spaß. Gebracht hats aber eigentlich, bis eben auf die Benchmarktestwerte, nicht wirklich viel. Da ist so ein Notebook schon besser. Das kann zwangsweise nicht soviel Energie verbrauchen wie ein Desktop

.
Man kann über den Sinn oder Unsinn solch starker Netzteile natürlich streiten. Schlußendlich regelt alles der Markt. Wenn die Energiepreise weiter steigen, verschwinden auch die energiefressenden Prozessoren bzw. die High-End-Grafikkarten. Ist wie mit den Autos. Bei immer höheren Benzinpreisen werden dann halt kleinere Autos gekauft.
So, das wars dann mal wieder von mir.
Schöne Grüße,
Iceberg!