Netzwerkkarte - worauf achten?

hardblogger

Lieutenant
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Hallo zusammen,

mein Motherboard und Router scheinen nicht so recht zusammen zu wollen...
Ich wollte mir mal eine gebrauchte Netzwerkkarte schiessen, um mal zu testen, ob es so weniger Probleme gibt.

Gibts dabei irgendwas zu beachten? Haben ältere karten noch andere Übertragungsgeschwindigkeiten? Oder einfach zuschlagen?

Danke
 
Was genau funktioniert denn nicht? Z.B. die wenigsten Router können die volle Geschwindigkeit (also fast ethernet oder GBit ethernet) bereitstellen, was aber schlicht an der schlechten Routerhardware liegt. Es gibt Unterschiede zwischen PC LAN Chips aber die sind, vor allem für den Gebrauch daheim, marginal.
 
es gibt immer wieder Verbindungsprobleme, da würde ich gerne prüfen, ob es mit der Netzwerkkarte besser wäre.

Nur falls dem der Fall wäre, wäre es ja blöd, wenn ich mir jetzt eine X-beliebige kaufe, die dann aber lahm ist und dann nochmal eine bessere brauche.

Wenn aber eh eher Router etc. limitierende Faktoen für die Geschwindigkeit sind und die Netzwerkkarten alle fix, dann kann ich ja wirklich eine x-beliebige gebrauchte für ein paar € nehmen...

so meine Überlegungen.
 
Bist du sicher dein Netzwerkkabel ist gut?
Was für einen LAN Chip hast du derzeit?
 
Was hast du denn für einen Router? Du könntest alternativ versuchen die Netzwerkkarte mal auf 10 Mbit Fulldublex zu drosseln. ( Geht im Gerätemenager bei der Netzwerkkarte )

Ansonsten würde ich mir eine 0815 Netzwerkkarte für 5 Euro kaufen. Da lohnt sich keine gebrauchte. Die billigen haben allerdigns einen billigeren Netzwerkchip, die den Prozessor stärker belasten bei hohen Datenübertragungsraten. Bei den heutigen Quadcores sollte das aber nicht wirklich ins Gewicht fallen. Es sei denn du überträgst häufig große Datenmengen oder betreibst einen Server.
 
Damit dir hier ordentlich geholfen werden kann würd ich dir mal empfehlen zu beschreiben was du überhaupt konkret erreichen willst und vor allem mit welcher Hardware!!

Dient der Router lediglich zum Verbinden ins Internet oder ist da noch ein Server/NAS, etc mit dran?!
Sind dort mehrere Geräte mit dran?
Welcher Datentransfer liegt an?!
Welchen Router verwendest du aktuell?
Welcher LAN-Chip ist aktuell am Board verbaut bzw. welches Board verwendest du?
 
@
..und das alles findest du im GeräteManager
 
...Und wenn du schon im Gerätemanager bist, stell die Karte mal auf eine feste Geschwindigkeit ein.
Wenn dein Router/Switch Gigabit kann, dann 1000/Full. (Kabel muss Cat.5 von nach 2002/Cat.5e oder höher sein).
Manche Netzwerkkarten machen mit manchen Switches Probleme bei der Auto-Negotiation (Aushandlung des Speeds). Fest einstellen kann helfen.

Und wie immer: Erst das Kabel erneuern und die Buchsen an beiden Enden prüfen (Sichtkontrolle). Gegebenenfalls Switchport wechseln :)

Meiner Erfahrung nach ist es zu 99,9% nicht die Netzwerkkarte, die Probleme macht. Vorher sinds Kabel, Dosen, Patchfelder oder die Software. Selten ein Switchport. Ganz selten die Netzwerkkarte. In 3 Jahren support hab ich erst 2 Fehler gesehen, die echt auf die Netzwerkkarte gingen.
 
Zuletzt bearbeitet:
ok, nochmal zu meinem Problem - neugierige Bande :-DD


ich habe meine Netzwerkkomponenten erneuert, da mich das Alice Modem zum Wahnsinn getrieben hat.

Neu sind ein
D-Link-DSL-321B-Modem-ADSL2 Modem
und ein
TP Link WR1043ND Router

So weit ist alles wunderbar, jedoch habe ich ein kleines Problem, bei dem ich partout keine Ahnung habe, wo da der Hase im Pfeffer liegt.

Während mehrere Rechner per LAN mit dem Router verbunden sind, wird bei einem nach jedem Neustart die LAN Verbindung nicht erkannt, und an der Routeranzeige leuchtet das Lämpchen für diesen LAN Port nicht mehr.
Normalerweise sollte es selbst leuchten, wenn die Rechner nichtmal eingeschaltet, aber verkabelt sind.

Ein kurzes vom Stromnetz nehmen des Routers hilft und die Verbindung steht.
Es ist nicht tragisch, aber irgendwie doch etwas merkwürdig, immer erstmal diesen Schritt vornehmen zu müssen.

Da dieses Phänomen nur bei einem Rechner auftritt, egal an welchem routeranschluss würde ich vermuten, dass das Problem Rechnerseitig oder gar in den Win7 Einstellungen zu suchen wäre, aber an welcher Einstellung könnte das liegen? Geändert habe ich so weit nichts seit der neuen Hardware...
Es handelt sich um einen Win7x64 Rechner, mobo ist ein ASUS P7P55D


BIOS aktuell

CMOS reset hat nichts gebracht

das kabel funktioniert an anderen rechnern - und nach router reset ja auch an besagtem.

andere Buchse am Router machts auch nicht.

DHCP am Modem ist aus
 
klingt aber eher noch einen Problem beim Router. Hat der möglicherweise eine Art "Energiesparen-Funktion" für einzelne Ports so dass der die schlafen legt und nicht mehr "aufweckt" wann der Rechner wieder online geht?
Beim TP Link ist die neueste Firmware drauf?
Wenn der Problem Rechner läuft (LAN Verbindung funktioniert) und Du steckst das Kabel am Router in einen anderen Port - ist dann die Verbindung auch weg bzw wird nicht mehr aufgebaut?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

Normalerweise sollte es selbst leuchten, wenn die Rechner nichtmal eingeschaltet, aber verkabelt sind.

Nicht ganz korrekt. Es leuchtet, wenn der abgeschaltete Rechner Strom hat und die Netzkarte in einem Modus, in dem sie z.B. auf Wake-on-LAN-Pakete wartet. Man kann per OS auch dafuer sorgen, dass die Karte im abgeschalteten Zustand keinen Link mehr hat.

Dein Problem ist also, dass die Karte ab und an mal den Link verliert (genau das zeigt das Laempchen an).

Hast du es mal mit einem anderen Kabel zum Router versucht? Das waere die einfachste und billigste Loesung.

Sieht der RJ-45 Port der Netzkarte vernuenftig aus oder sind da Pins verbogen oder verdreckt?

Die naechste Variante waere, dass die Auto Negotiation schief geht - das ist die Verhandlung der beiden Seiten ueber die Geschwindigkeit der Verbindung sowie das Duplex-Setting. Das kannst du testen, indem du, wie oben schon mehrfach gesagt, einfach eine Geschwindigkeit (fuer den Test ist es egal, welche, solange beide Seiten mitspielen) fest vorgibst.

Wenn letzteres zum Erfolg fuehrt, dann koennte eine andere Karte tatsaechlich was bringen. Ich hatte allerdings auch schon einmal einen Fall, in dem sich so ein Problem durch einen anderen Treiber (neuer oder aelter) loesen liess.

Edit: Vergiss das mit dem Kabel, hatte die entsprechende Bemerkung ueberlesen.

Fuer mich sieht das NICHT nach einem Problem des Routers aus, eher tatsaechlich der Netzkarte (oder Inkompatibilitaet der beiden, auch sowas kommt vor).

Viele Gruesse,

Jan
 
Ich glaub es ja nicht - geilomat!
die feste Einstellung von 10Mbit halbduplex haben schonmal geholfen!

Jetzt ist die Frage, welche feste Einstellung am besten zu wählen ist...

merkwürdig ist, dass als Netzwerkname nicht mein Heimnetzname, sondern lapidar Netzwerk2 angezeigt wird, woran kann das liegen?
 
100 MBit/Full oder - wenn das Ding (also der Router!) Gigabit hat - 1000/Full - wie oben beschrieben.

*edit1:
Es wurde als neues Netzwerk erkannt von Windows... Kann an den Einstellungen liegen. Kann sein, dass es beim Wechsel der Settings nun "Netzwerk 3" ist.
Ist aber belanglos.
 
Halbduplex kann immer nur in eine Richtung Datenverkehr.
Bei half Duplex (was es bei Gigabit nicht gibt) wird praktisch gewartet, bis nicht mehr empfangen wird, und dann wird gesendet über die selben Adern.
Bei Full Duplex kann das gleichzeitig geschehen über unterschiedliche Adernpaare.
Also Gigabit Full Duplex braucht alle 8 Adern.
Nimm Full Duplex. Half Duplex kann Fehler verursachen (Collisions).

*edit:
Hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Gigabit_Ethernet#1000BASE-T

Da steht auch was sehr interessantes: Da Autonegotiation nur über 2 Adern stattfindet, kann es bei einer defekten Ader sein, dass die Geräte sich auf Gigabit einigen (da die 2 Adern gehen!), aber der Link kommt nie up!
Also versuchs, wenn Gigabit/Full geht, dann sind alle 8 Adern ok, und du kannst es so lassen. Dann kann ein Gerät nicht vollständig normkonform Autonegotiation.
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch einmal großes großes Danke für den genialen Einfall, der zur Lösung des Problems führte.
Ich habe mich schon ewig damit rumgetragen, war ja nichts riesiges, aber doch nervig, und niemand hatte bisher in diese Richtung überlegt.

:daumen::daumen::daumen:
 
Hi,

sowas ist gar nicht einmal so selten. Ein Thinkpad meiner Schwester zeigte genau das gleiche Verhalten an einem ASUS-Gigabit-Switch. An meinem 3Com-Gigabit-Switch lief es problemlos, an dem ASUS-Ding musste es immer manuell auf 1000 MBit/s gestellt werden.

Endgueltige Loesung war uebrigens die Installation eines aktuellen Inteltreibers fuer die e1000-Netzwerkkarte statt des inzwischen dann doch recht alten IBM-Treibers (das war eines der letzten Thinkpads unter IBM-Regie vor dem Verkazf an Lenovo).

Viele Gruesse,

Jan
 
Ist genau das Selbe. Drecks Treiber. Nix hält sich an die Norm/Standards. Manche sind auch einfach so alt, dass die Gigabitstandards noch nicht so weit verbreitet waren. Aber generell ists einfach Herstellerverschulden.

Wie dem auch sei, oft hilft festes Eintragen. Ein Treiberupdate ist natürlich auch eine gute Idee (bei Windows reicht oft Rechtsklick im Devicemanager auf das Device und Treibersoftware aktualisieren). Hätt ich nun garnicht dran gedacht, tbh.
 
Hi,

Wie dem auch sei, oft hilft festes Eintragen.

Ist nur bei einem Notebook wie im Fall meiner Schwester nur beschraenkt sinnvoll, weil man das ja doch oefter mal in anderen Netzwerken betreiben moechte. 100MBit/Full Duplex tut zwar in nahezu allen aktuellen Netzwerken, aber manchmal braucht man eben auch das vorhandene Gigabit-Netzwerk.

Von daher war das Treiberupdate dann die deutlich bessere Loesung.

Viele Gruesse,

Jan
 
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