Neuer PC für meine Eltern nach 10 Jahren

Scree

Ensign
Registriert
Feb. 2009
Beiträge
202
So, endlich ist es soweit: Ich darf meinen Eltern einen neuen PC zusammenbauen. Zur ungefähren Orientierung in welcher leistungsklasse der alte liegt, mal ein paar Eckdaten (und damit ihr was zu lachen habt ^^):
AMD Athlon XP 1800+ (1,54GHz)
1,5 GB Ram
NVIDIA GeForce4 MX 420
2 Festplatten: 40 + 80 GB
Und Win XP Home
Letzteres ist dann auch der Grund, warum es einen neuen geben soll.
Die Anforderungen meiner Eltern sind hierbei recht wage:
-stromsparend
-schnell (wobei das wohl seeeehr relativ zu sehen ist)
-leise (wenn möglich)
-lange haltbar (und das ist der Punkt der schwierig werden könnte)

Genutzt wird der PC ausschließlich um in Netz zu surfen, Emails und Worddocs zu schreiben und ab und an ein wenig Powerpoint/Exel/etc.

Meine Überlegungen bisher gingen in die Richtung:
-sparsamer Intel i3 mit Grafik
-günstiges board drunter
-4 GB Ram
-SSD von Samsung (die 830-Serie soll ja ganz gut sein) 256GB sollten reichen
-bequiet um die 300Watt mit 80+ Gold

Netzteil und Ram haben ja meist lange Garantiezeiten. Board muss man Bewertungen suchen wenn man sich auf nen Prozessor geeinigt hat. Einige Fragen haben sich dann doch noch ergeben:
1. Prozessor:
Lässt sich ein i3 vll auch passiv kühlen? Das letzte Mal als ich den PC meiner Eltern aufgeschraubt hatte, war eine Staubschicht von einem halbem cm zwischen Lüfter und kühlblock von der CPU -> je weniger Lüfter desto besser.
Welche CPU alternativen gäbe es? Passivkühlung wäre nett, aber der PC soll halt auch 10 Jahre halten, also nicht zu wenig Leistung.
2. Festplatten:
SSD ist schnell und leise. Die geringen Speicherkapazitäten kein Problem, da es immer noch doppelt so viel Platz wäre wie jetzt (und der wird nicht mal benötigt, da sind 70GB frei). Aber halten SSDs 10 Jahre? Vielleicht doch lieber eine HDD?
Oder ne 500GB HDD und alle paar Wochen die SSD spiegeln? Wie einfach wäre so was? (Muss für meine Eltern schon DAU sicher sein)
3. Netzteil:
Lohnt 80+ Gold oder eher Bronze?

Wäre nett wenn mir da wer helfen könnte.

MFG Scree
 
Ich habe seit 4 Jahren eine Corsair P128 und sie läuft wie am 1. Tag, SSDLife sagt weitere 10 Jahre problemlosen Betrieb voraus.
Dein Plan ist gut und durchdacht. Der i3 ist mehr als ausreichend. Passiv kühlen ist überflüssig, einfach ein Gehäuse mit Staubfiltern kaufen.
Bei dem geringen Verbrauch eines solchen PCs kommt es wirklich nicht auf Gold-Netzteile an. Der Rechner läuft die ganze Zeit nur im Leerlauf und verbraucht dabei vielleicht 40W. 5% Effizienzunterschied bedeuten dann 2W. :)
 
Das wichtigste fehlt wie fast immer: Wieviel Geld steht zur Verfügung?
 
Zuletzt bearbeitet:
Scree schrieb:
1. Prozessor:
Lässt sich ein i3 vll auch passiv kühlen?
Passiv-Kühlung lohnt sich nicht und der Staub wird auch ohne Lüfter seinen Weg ins Gehäuse finden.


Scree schrieb:
2. Festplatten:
Aber halten SSDs 10 Jahre?
Darüber gibt es noch keine Erfahrungen, aber aus technischer Sicht: Ja. Und das sogar noch eher als HDDs.
SSD in sonem Rechner finde ich an sich n bisschen Overkill, aber wenns Geld da ist, warum nicht?

Die Daten auf einer USB-Platte zu sichern ist eh angebracht - egal ob HDD oder SSD.
 
I3 ist noch zu stark denke ich. Pentium und Celeron reicht meiner Meinung nach.
B85 Board Asrock
2 x 2 GB
SSD 830 gibts nicht mehr, Sandisk Ultra Plus ist momentan interessant preislich.
BQ L8 300W NT oder E9 wenns etwas besser sein soll mit 400W.

Passiv kühlen würde ich nicht machen. Boxed drauf, sollte auf 1000U/m angenehm sein.
Ob SSDs 10 Jahre halten kann a. jetzt keiner sagen da zuwenig Erfahrungen und b. ist das immer Glücksfall.
Auch bei HDDs sterben manche nach 1 Jahr, und manche nach 20, der Rest meist so bei 3-5 Jahre, aber auch nur
je nach Serie, nach Glück, und wie man sie benutzt.
HDD würde ich nicht mehr kaufen.

NT: Gold lohnt nicht, aber L8 oder E9 vom Preis abhängig machen, ob dir die bessere Technik den Aufpreis wert ist mit
der Garantie.

Zum Backup, SSD auf HDD bringt nichts, wenn Virusbefall, Blitzeinschlag oder versehentliches Löschen zuschlagen, sind evtl. beide
Datenträger weg. Wenn dann eine externe HDD und die nur einmal im monat dran stecken. Sollte mit einem kleinen Batch oder Rsync Job
den man anstartet relativ DAU sicher sein.
 
http://www.heise.de/preisvergleich/lenovo-thinkcentre-m92-tiny-3229w17-a978323.html

Der absolute Hammer, die Teile..


EDIT

Zur Haltbarkeit:

Was die Leistung angeht, wird ein Office-PC, der heute schnell genug ist, aller Wahrscheinlichkeit nach auch noch in 10 Jahren brauchbar sein. Die Leistungsansprüche von Office-Produkten steigen kaum, und selbst heutige LowEnd-CPUs sind völlig overpowered für die meisten Programme.

Ob der Rechner die 10 Jahre überstehen wird, kann man leider nicht sagen. Haltbarkeitsprobleme durch fehlerhafte Produktion o.ä. kann man nicht voraussagen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Scree schrieb:
[...]
Die Anforderungen meiner Eltern sind hierbei recht wage:
-stromsparend
-schnell (wobei das wohl seeeehr relativ zu sehen ist)
-leise (wenn möglich)
-lange haltbar (und das ist der Punkt der schwierig werden könnte)

Genutzt wird der PC ausschließlich um in Netz zu surfen, Emails und Worddocs zu schreiben und ab und an ein wenig Powerpoint/Exel/etc.
[...]

Wenn sparsam sehr wichtig ist, dann warte mal zwei Wochen und besorge dir dann eine c't Nr. 19/2013. In der Ausgabe 18/2013 haben die einen Haswell-Bauvorschlag angekündigt, der 10 Watt im Idle verbrauchen soll mit Haswell 4-Kerner. Die 2-Kerner sollen im September raus kommen, falls ihr es noch soweit aushalten könnt.

Wenn du die Kombi Midi-Tower mit Celeron/Pentium nimmst, brauchst du keinen Gehäuselüfter. Kommt fast nur der Staub rein, den das Netzteil reinzieht, falls du ein oben liegendes Netzteil nimmst.

Wenn die Nutzungsdauer unbedingt wieder bei 10 Jahren liegen soll, würde ich an einen i5 denken, wobei bei dem Nutzungsprofil, was du nennst ein Intel G1610 völlig ausreicht.
 
Bei Haltbarkeit geht's nicht nur um Jahre, sondern auch um Betriebsstunden.
Sprich ob die Fuhre jetzt 2 oder 40 Stunden die Woche läuft, is ein Unterschied.

Ähnlich beim Stromverbrauch - 10 Watt hin oder her bei 1000 Betriebsstunden im Jahr sind 10kWh...who gives a fu**?
Wenn die Fuhre 24/7 läuft is es was anderes.

Standardteile verbauen.
Wenn da in 5 oder 7 Jahren was verreckt, steckst einfach irgendwas (dann ziemlich wertloses) rein, das noch im Kohlenkeller rumliegt.
Auch wenn diese kleinen, super kompakten, all in one, oder sonstwas PCs toll sind, wartungsfreundlicher ist die klassische Kiste unterm Schreibtisch.

Was noch - SSD undbedingt. Wenn man an die Dinger gewöhnt ist, bekommt man an einem PC ohne echt das Kotzen.

RAM würde ich zumindest die Option auf 8GB freihalten
 
Kraligor schrieb:
8 GB für einen Office-PC ist ziemlich overpowered.
Ich denke, raebbi meint die RAM-Slots so zu belegen, dass man auf 8 GB bei Bedarf aufrüsten kann.
 
hier mal ein vorschlag von mir:

CPU: Intel Core i3-3240
CPU-Kühler: Scythe Kabuto II
RAM: Kingston ValueRAM DIMM 4GB DDR3-1333
Motherboard: MSI H77MA-G43
Gehäuse: SilverStone Precision PS07
Netzteil: be quiet Straight Power E9 400W
SSD: Crucial M500 SSD 240GB
DVD Brenner: LG Electronics GH24NS95

der kühler ist optional, der dem prozessor beiliegende boxed kühler kann auch verwendet werden wenn gespart werden soll. ebenso ist beim gehäuse noch die möglichkeit durch ein günstigeres (wie zb. das AeroCool QS-200 Advance) zu sparen.
der i3 ist momentan sicher nicht nötig, bei den aktuellen anforderungen an einen solchen pc merkt man den unterschied zum günstigen celeron normalerweise nicht mal, das es in 10 jahren auch noch so ist würde ich allerdings nicht behaupten wollen.
der arbeitsspeicher könnte irgendwann vielleicht mal etwas wenig sein, derzeit ist das allerdings noch nicht abzusehen und 4gb sind aktuell mehr als ausreichend. bei bedarf lässt sich der arbeitsspeicher ja auch noch gut nachrüsten.
ich denke aber ein system das für 10 jahre geplant ist sollte durchgehend hochwertig sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
sicher kann man auch da pech haben, es kann auch sein das der 275€ aus der faq ausreichend ist und 10 jahre durchhält. leider kann ich weder über die in 10 jahren benötigte leistung noch über die lebensdauer der komponenten genaue prognosen abgeben, daher habe ich versucht auf möglichst solide komponenten zu setzen bei denen die wahrscheinlichkeit das jemand damit 10 jahre zufrieden ist meiner meinung nach relativ hoch ist.

der haken an der sache ist das die sache so nicht ganz billig wird und das man trotsdem keine sicherheit hat, man könnte alternativ auch darüber nachdenken ein günstiges system zu nehmen und in ca. 5 jahren eine runderneuerung einplanen.
 
Wenn man noch sparen will, kann man auch eine kleine SSD nehmen und dazu noch eine HDD. Für OS und Programme sollten 64GB vollkommen ausreichend sein und die HDD nutzt man einfach um /users/ darauf auszulagern. Mittels einer Junction kann man das schon auf Filesystem-Ebene machen, sodass kein Programm etwas davon merkt.
 
Der i3 für 100€ hat in 10 Jahren genau den gleichen "Gammelfaktor" wie ein Pentium-DC für 50€. Außer HT und iGPU unterscheidet die nix.
 
Ich würde denen einen kleinen Office-PC bauen mit Intel Celeron, einer 500GB HDD und gut ist. Kein Schnickschnack wie SSD, SMT, starker iGPU oder viel RAM. Lieber ein neues Betriebssystem nehmen, wie Win7/8
 
Zurück
Oben