Ich habe das Problem identifiziert. Nach einem Austausch des Mainboards mit einem Z490er und der CPU mit einem 10700k ist das System wunderbar stabil und kühl. Einfach Bios auf, All-Core-Turbo@5Ghz und fertig ist die Maschine, die jeden AMD in Sachen Spielleistung plattmacht.
Wäre ich gleich so schlau gewesen und hätte Intel gekauft, dann hätte ich mir ungefähr 2 Wochen weniger Arbeit gehabt und ca. 200 EUR gespart.
Joker (AC);12365383 schrieb:
Typisch EIFOK [Error40]
Da hast Du auch nicht ganz unrecht. Ich wollte ein "günstiges", schnelles Gaming-System ohne Schickschnack für ~1.400 EUR.
Ich hatte mich aber längerer Zeit nicht mehr intensiv mit Hardware auseinandergesetzt, vor allen nicht mit dem Ryzen. Sie wurden aber an jeder Ecke und Ende empfohlen und sollten in Sachen Spieleleistung nur wenige Prozent hinter Intel liegen, dafür aber günstiger und kühler sein. Dass ein boxed-Kühler dabei lag, ließ ihn ebenso attraktiver erscheinen.
Zunächst wurde mir vom rausgesuchtn B450-Board abgeraten ich solle doch gleich Zen3-ready gehen. Da ich auch zwei m.2-Slots wollte holte ich mir ein Asrock X570m Pro 4A, was mir preilsich als Premium-board erschien und wo ich auch nichts Negatives zu finden konnte.
Also zusammengeschraubt mit Ryzen 3700x wollte ich mich natürlich ans Übertakten machen, das ist immer das Erste nach der Windows-Installation. Dabei stellte ich fest, dass da quasi nichts geht bei Ryzen. Gut, das hätte man vorher in Erfahrung bringne können, aber es fühlte sich halt an wie mein letztes AMD-System, ein FX-8300. Die CPU rennt schon @Stock an der Kotzgrenze, während bei Intel gern mal 15-20% generöser Spielraum vorhanden sind. Das führt das "Ryzen ist fast so schnell wie Intel in Games"-Argument ad absurdum.
Also versuchte ich dennoch etwas herauszuholen. Gott, das muss man ja studieren. Ich habe zwar Freude am Tweaken, aber nicht so viel. Gefühlt hundert Einstellungen, X Spannungen ect. und nirgend mal eine richtige Info, wie das alles zusammenarbeitet. Also mal IF auf 1.800MHz und den RAM auf 3600MHz XMP-Profil und... kein Boot. CMOS-Reset.
Irgendwann nach anderthalb Wochen lief die Kiste dann bei 1.800MHz IF, Sapnnungen an der Kotzgrenze und Temperatur im unguten Bereich gerade so mit 4.2GHz Boosttakt.
Also dachte ich, ich schicke den zurück. Da ich an das Board gebunden war, gönnte ich mir den 3900x und einen Scythe Fuma. Da dachte ich mit 12 Kernen kann man auch mit SMT Off zocken und per CCD-Overclocking doch mit genug Feintunig ein feines Stück Performance herausschneiden.
Und hier geht es dann weiter. Scythe optimiert für Intel, für AMD musst Du den Kühler schleifen (WTF?). Das Board liefert nicht genug Strom für 2900x (WTF, es ist ein X570-Board mit Premium-Ausstatung und -Preis). Und da war es wieder das Gefühl, dass AMD halt Produkte verkauft, die nur kompetitiv sind, wenn sie @Stock ans technische Limit gehen, während Intel genügend Reserven hält - wie es der gute Ingenieur eigentlich tun sollte.
Das Board darf ich mit kleinem Obulus zurückgeben, ansonten packe ich hier die Pakete mit dem Ryzens. Das Intel-System ist out-of-the-Box problemlos. Hier sind die Temps mit dem Scythe Fuma (der exakt genauso montiert wird wie bei AMD) auch super. Und das Übertakten ist so schön straight-forward, wie ich es seit 20 Jahren gewohnt bin.