Neues Notebook und nur noch Linux - ein paar Fragen

Excelmania

Lieutenant
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Hallo.

Meine Jahre bekommen des Windows Notebook hat das zeitliche durch ein Hardware defekt gesegnet. Die verbaute SSD ist zum Glück noch intakt und ich konnte die Daten retten.

Da ich schon seit längerem immer wieder mal im Virtualbox Linuxsysteme getestet habe, möchte ich nun beim neuen System auch den ersten Wechsel hardwareseitig realisieren.

Da ich in den virtuellen Umgebung beim Testen auch schon mal auf kleine und Schönheiten gestoßen bin, hätte ich noch ein paar Fragen für die erste Einrichtung.

Unter Windows habe ich meine Rechner grundsätzlich immer aufgeteilt, auf eine System Partition mit dem Programm und auf eine zweite, auf der meine Daten lagen. Hatte den Vorteil, wenn Windows mal ge crasht ist, was ihn über 15 Jahren eigentlich nur einmal passiert ist, dann waren meine Daten alle nach wie vor vorhanden.

Ich habe mir schon diverse ForenBeiträge durchgelesen als auch Videos bei YouTube angesehen. Über die manuelle Partitionierung gäbe es die Möglichkeit /home auf eine eigene Partition zu legen alternativ eine Partion /data anzulegen. Hierzu würde mich interessieren, was ist besser, wenn ich keine Diskretion mit einem rollenden Update nehme, sondern eine, bei der ich die Versionen drüber installieren muss. Muss ich hier beim Update was beachten oder reicht es aus die Partition hinterher einfach ein zu hängen?

Macht unter Verwendung von SSDsüberhaupt noch eine SWA Partition sinn? Beim Fest definierten Bereich auf einer SSD würde dieser meines Erachtens dann ja besonders stark frequentiert und somit belastet werden. Richtet ihr heute bei End User System noch Swap Partitionen bei SSD ein?

Vielen Dank vorab für eure Rückmeldung.
 
Ich würde den Installationsassistenten einfach machen lassen.

Zum Thema Datensicherheit ist ein ordentliches Backup das A und O. Ganz unabhängig von Partitionen.

Keep it simple.
 
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Excelmania schrieb:
Unter Windows habe ich meine Rechner grundsätzlich immer aufgeteilt, auf eine System Partition mit dem Programm und auf eine zweite, auf der meine Daten lagen. Hatte den Vorteil, wenn Windows mal ge crasht ist, was ihn über 15 Jahren eigentlich nur einmal passiert ist, dann waren meine Daten alle nach wie vor vorhanden.
Mache ich nicht, weder unter Windows noch unter Linux, aber du kannst das natürlich machen wie du willst. Für Datensicherheit helfen nur mehrere externe Backups, die Platte kann halt jederzeit ausfallen und dann ist vlt. alles weg.

Excelmania schrieb:
Über die manuelle Partitionierung gäbe es die Möglichkeit /home auf eine eigene Partition zu legen alternativ eine Partion /data anzulegen. Hierzu würde mich interessieren, was ist besser, wenn ich keine Diskretion mit einem rollenden Update nehme, sondern eine, bei der ich die Versionen drüber installieren muss. Muss ich hier beim Update was beachten oder reicht es aus die Partition hinterher einfach ein zu hängen?
Keine Ahnung, nutze gerade kein Linux und vergesse eh immer wie die ganze Organisation läuft, ich muss dann evtl. auch alle Jahre wieder suchen wo ich meine Aliase und Settings und whatnot dann eventuell eintrage, zumindest wenn ich die Konsole viel nutzen will.

Excelmania schrieb:
Beim Fest definierten Bereich auf einer SSD würde dieser meines Erachtens dann ja besonders stark frequentiert und somit belastet werden.
Afaik würde das die SSD intern selbst managen, du brauchst dir da keine Gedanken machen, die Speicherzellen sind also nicht fest zugewiesen und sollten dann von der SSD selbst gleichmäßig abgenutzt werden. 🤷‍♂️
Also in anderen Worten: Partition X in Größe Y, welche Zellen das gerade bedienen macht die SSD schon, kann dir also völlig egal sein.

|Moppel| schrieb:
Ich würde den Installationsassistenten einfach machen lassen.
Dies.

E: clarified, expanded
 
Ich nutze schon ewig immer 2 (jetzt 3, mit Efi) Partitionen. /home habe ich extra. So kann ich ohne Daten oder Einstellungen zu verlieren, einfach auf / neu installieren, sage /home einbinden ohne formatieren, fertig.
Nachteil: du verlierst etwas Platz, da du auf beiden Partitionen immer Platz freihälst.

Rolling release? Wers braucht soll es machen. Meine Erfahrungen waren dann nicht gut, wenn der Rechner nicht ständig aktualisiert und benutzt wird. (WerstattRechner, Notebook) Da kam ich dann nach 3 Monaten an, machte Updates und alles war kaputt. Wenn man das täglich nutzt und aktualisiert mag das anders sein.
Mir ist ein LTS Release (buntus) oder was manuell upgradebares wie Mint völlig ausreichend. Fast nie brauche ich mal neu neuere Software (als aus dem Store), notfalls gibt es flatpack und snap, da gibt es meist oft auch neuere Softwareversionen. bleeding edge dagegen brauche ich nicht. Stabil und zuverlässig ist mir wichtiger.
 
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Moin,
am einfachsten erstellst Du eine eigene Partition /home. Hier befindet sich die gesamte Benutzerumgebung, alle Einstellungen, also das, was sich bei Windows unter C:\users\ befindet. Unter Windows kann man das Profil nicht auf eine eigene Partition setzen, was Dich schon dazu zwingt, eine Partition D: anzulegen.

Wenn Du home in eine eigene Partition legst, kannst Du auch jederzeit wieder formatieren, neu aufsetzen, die Platte umziehen. Einfach das Betriebssystem neu installieren, die Partition /home gesondert auswählen, diese NICHT formatieren, und schon ist der Rechner so, als wäre er nie formatiert worden.

Wenn andere meinen, Du brauchst das alles nicht, unterschlägt dieses allerdings, dass außer Dir niemand festlegt, was Du brauchst.
 
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Welche Distribution soll es denn werden? Je nach dem ist btrfs der Standard oder zumindest als Option vorhanden.

Z.B. erstellt man bei der installation zwei Subvolums (manche Installer machen das by default). Eins für root und eins für /home. Bei Updates oder größeren Änderungen erstellt man ein Snapshot und wenn was schief geht rollt man wieder zurück. Und wenn doch mal was neu installiert werden muss, wirft man das alte root Subvolume bei der Installation weg, legt es neu an und bindet das /home Subvolume wieder ein. Also wie mit ner extra Partition, nur flexibler.

Backup sollte man natürlich so oder so immer haben.
 
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Excelmania schrieb:
Unter Windows habe ich meine Rechner grundsätzlich immer aufgeteilt, auf eine System Partition mit dem Programm und auf eine zweite, auf der meine Daten lagen. Hatte den Vorteil, wenn Windows mal ge crasht ist, was ihn über 15 Jahren eigentlich nur einmal passiert ist, dann waren meine Daten alle nach wie vor vorhanden.
backups. eine 2. partition hilft nur in wenigen faellen wirklich
Images sind keine sinnvollen backups
Excelmania schrieb:
Über die manuelle Partitionierung gäbe es die Möglichkeit /home auf eine eigene Partition zu legen alternativ eine Partion /data anzulegen. Hierzu würde mich interessieren, was ist besser, wenn ich keine Diskretion mit einem rollenden Update nehme, sondern eine, bei der ich die Versionen drüber installieren muss.
ich habe eine Partition pro Datenträger.
Partitionen sind unter linux auch nur glorifizierte Ordner
Excelmania schrieb:
Muss ich hier beim Update was beachten oder reicht es aus die Partition hinterher einfach ein zu hängen?
ja
Excelmania schrieb:
Macht unter Verwendung von SSDsüberhaupt noch eine SWA Partition sinn? Beim Fest definierten Bereich auf einer SSD würde dieser meines Erachtens dann ja besonders stark frequentiert und somit belastet werden. Richtet ihr heute bei End User System noch Swap Partitionen bei SSD ein?
ja, du willst swap falls der RAM ausgeht.
Gerade mit einer SSD ist das sinnig
 
Die Aufteilung der Platte ist nicht nötig.
Mit der Datensicherung sicherst du i.d.R. das Home Verzeichnis und optional das TimeShift Verzeichnis, ich nutze PIKA dafür.

Ich habe beim Umstieg gelernt darauf zu achten, wo ich mein Kram speichere. So muss ich auch nur diesen Pfad sichern, und nicht das komplette System. Linux ist in wenigen Minuten neu aufgesetzt, falls mal was wäre.
 
Eine separate /home Partition ist auf jeden Fall sinnvoll, es erleichtert Neuinstallationen und vermeidet das ein volles /home Verzeichnis im schlimmsten Fall das ganze System unbootbar macht.

Eine swap Partition lege ich schon seit vielen Jahren nicht mehr an, gerade bei SSDs bedeutet eine swap Partition nur unnötige Abnutzung der SSD.
Lieber sicherstellen das genug RAM verbaut ist, ja RAM ist teuer, SSDs aber auch, RAM nutzt aber nicht ab, SSDs dagegen schon.
Notfalls (wenn das RAM wirklich nicht ausreicht) kann man immer noch ein swapfile (genauso wie auf Windows) auf der SSD anlegen, auch wenn man keine separate Partition dafür reserviert hat.
 
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SirSinclair schrieb:
Eine separate /home Partition ist auf jeden Fall sinnvoll, es erleichtert Neuinstallationen und vermeidet das eine volle /home Partition im schlimmsten Fall das ganze System unbootbar macht.
Stimmt schon, aber Nachteil ist halt dass du vorher einschätzen musst, wie viel Platz du wo brauchst und es im Betrieb nur schwer zu ändern ist. Mit btrfs als Dateisystem und Subvolumes erreicht man dasselbe, ohne diesen Nachteil, d.h. / und /home sind zwar auf derselben Partition, aber trotzdem getrennt. Fedora richtet das per default auch so ein. Ist ne coole Sache!
 
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Drahminedum schrieb:
unrichtige Aussage.
Images haben viel unnötige Daten dabei. Das kann man sich im Businessumfeld nicht leisten. Daher stimmt die Aussage von @madmax2010 meiner Meinung nach. Man will an sich nur Daten sichern. Im Heimgebrauch mögen Systemimages aufgrund von Bequemlichkeit noch nett sein, aber als Backup wenig sinnvoll.
 
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mit systemimage ist man nach der wiederherstellung sofort wieder einsatzbereit ohne etwas einstellen zu müssen. in meinem fall sind das 5 minuten und dann nochmal 5 minuten für das zurückspielen der daten unter windows.
 
TorenAltair schrieb:
Images haben viel unnötige Daten dabei. Das kann man sich im Businessumfeld nicht leisten.
Nicht richtig. Auch im Businessumfeld wird teilweise mit Images gesichert, überall dort wo man sich lange Wartezeiten für eine vollständige Wiederherstellung nicht leisten will. Es geht nicht nur um Daten vs Betriebssystem, es geht um Arbeitsumgebungen, komplexe Einstellungen, etc.

Und die "unnötigen" Daten fallen nur einmal an, die Differenzen danach sind minimal.
 
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Excelmania schrieb:
Macht unter Verwendung von SSDsüberhaupt noch eine SWA Partition sinn? Beim Fest definierten Bereich auf einer SSD würde dieser meines Erachtens dann ja besonders stark frequentiert und somit belastet werden. Richtet ihr heute bei End User System noch Swap Partitionen bei SSD ein?
Ein wenig Swap (2-4GB) schadet nicht, Anwendungen haben immer Speicher "offen" der nicht großartig genutzt wird, dieser landet den irgendwann im swap, und es werden damit schnelle Ressourcen für andere Dinge frei.
 
Ich hab bei mir System, /home und Daten getrennt - sieht dann so aus
Code:
Nummer  Anfang  Ende    Größe   Dateisystem     Name                  Flags
 1      1049kB  500MB   499MB   fat16           EFI System Partition  boot, esp
 2      500MB   70,5GB  70,0GB  ext4            System
 3      70,5GB  87,5GB  17,0GB  linux-swap(v1)  Swap                  swap
 4      87,5GB  134GB   47,0GB  ext4            Home
 5      134GB   1024GB  890GB   ext4            Daten
Wichtiges kommt dann immer auf die Datenpartition, eher Unwichtiges und auch Downloads verbleiben in Home - das macht so auch die Datensicherung via rsync einfach.
 
Wie man partitioniert, ist Geschmacksache. Ich arbeite generell mit einer Systempartition (kein separates /home) plus eine Daten-Partition. Die System-Partition so groß wie nötig, aber so klein wie möglich.
 
garfield121 schrieb:
Ich arbeite generell mit einer Systempartition (kein separates /home) plus eine Daten-Partition.
Ich habe mir das sehr lange überlegt und hatte es auch schon so wie du - letztendlich hat sich dann bei mir der Gedanke festgesetzt, dass ich mit separatem Home bei einer Neuinstallation die Option habe, Home entweder einfach wieder einzubinden oder neu zu erstellen - je nach Grund der Neuinstallation.

Die System-Partition so groß wie nötig, aber so klein wie möglich.
Ist zwar im Grunde richtig - letztendlich habe ich mir da gesagt, bei 1 TB muss ich am System nicht geizig sein und lieber habe ich Reserven als dass ich mich irgend wann mit dem Thema "Platzmangel" auseinander setzen muss.

Aber klar, wie du selber sagst, alles Geschmackssache - die ultimative Empfehlung gibt es zu dem Thema nicht.
 
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