ÖL kühlung

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Ich denke auf eine Ebene mit wasserkühung, nur sehr aufwendig und völliger Blödsinn in meinen Augen, das Öl fängt an zu stinken und so weiter!

Mfg beko
 
Die Kühlung entspricht bestenfalls einer Wasserkühlung. Ausgehend von der Dichte des Öls und der Viskosität kann diese auch schlechter als eine 08/15 Lüftkühlung sein.

ABER: Diese Kühlung ist nicht zum Dauereinsatz geeignet. Siehe den entsprechenden Artikel bei Tom Hardware, deren Uraltvideo Du verlinkt hast. Öle sind nicht chemisch inert und bei Anliegen von Spannungen schon gar nicht. Selbst mit reinsten und sehr teuren Silikonölen wird es irgendwann den vorprogrammierten Kurzschluss geben.

Diese Experimente sind nichts als Show.
 
sowas ähnliches habe ich mir schon gedacht im bezug auf normales billig frittieröl.

ich hätt mal eine andere frage um nicht einen weiteren thread zu öffnen.
da jetzt der sommer kommt, hat jemand tipps zum kühlhalten?
 
1.
Abens und Nachts lüften
2.
Etwas mehr Lüfterspeed
3.
PC in Keller stellenb
 
und was ist mit trafo öl ?
das müsste doch auf dauer nichtleitend sein immerhin werden ja Trafos damit gekühlt und es gibt auch öl Kondensatoren ....

also das jedes öl auf dauer zum Kurzschluss führt glaube ich nicht

aber die festplatte funktioniert eh nicht unter öl und die ist bei mir das lauteste ...
 
Das dass mit herkömmlichen Pflanzen -oder Fritieröl auf dauer nicht realisierbar ist sollte klar sein.

Das einzigste was in frage kommt ist spezielles Isolieröl Midel 7131. Dieses Öl kommt auch in Trafos zum Einsatz.
 
Kannst ihn mal innen vom Staub befreien oder mal vorsichtig mit dem Kompressor reinblasen. Lüfter festhalten oder mit Tesa kurz zukleben wenn nicht --> evtl Lagerschaden.
 
Na Klasse, dann kostet das Öl schon allein 150 € wenn man Midel 7131 nimmt. :freak:
Da ist man mit einer WaKü besser bedient.
 
naja bei öl kanns dir nicht passieren das was undicht wird und einen kurzen verursacht ( sofern es schon mal vorgekommen ist, aber das kann auch durchaus sein finde ich )
 
Midel ist eine Transformatorenisolierflüssigkeit (siehe auch deren Homepage), im weitesten Sinne ein Öl, aber meiner Meinung für den PC höchst ungeeignet und nur für Transformatoren ist diese sinnvoll einsetzber:
http://www.midel.com/German/PDFFiles/ComparativeDataFluids.pdf

Da es sich um eine Flüssigkeit auf Basis von Estern handelt, werden diese mit der Zeit auch zersetzt (durch Sauerstoff, Wasserverunreinigungen und Elektrolyse) und bilden freie Fettsäuren, die gerade bei den empfindsamen Mainboardbauteilen zum Kurzschluss führen. Transformatoren sind hingegen hart im Nehmen, auf ein paar Volt mehr oder minder kommt es nicht an.

Gut zu erkennen ist dies am Neutralisationswert (siehe Link). Midel schneidet dort deutlich schlechter als ein Silikonöl ab. Der freie Fettsäureanteil ist deutlich höher.

Gute Silikonöle sind noch viel teurer als das Produkt von Midel.
 
Ich hab gerade was gefunden das ich vorher garnicht richtig berücksichtigt habe.
Alle Materialien müssen dann gegen das verwendete Öl resistent sein. Dabei ist Öl nicht gleich Öl. Letztlich muß man jedes beteiligte Material vorher testen. Weil sich Unverträglichkeiten oft erst nach Tagen oder Wochen zeigen, werden "Zeitraffermethoden" angewandt. Diese bestehen im wesentlichen aus Temperaturwechseln. Je nach Temperaturbeständigkeit des zu prüfenden Werkstoffs werden einige Temperaturzyklen von z. B. 0...80°C durchfahren. Stellt sich dann heraus, daß ein bestimmter Kunststoff etwa in Weißöl durchhält, hat man keine Aussage über das Verhalten in einer bestimmten Sorte Trafoöl oder Motorenöl. Die Alterungsvorgänge und Unverträglichkeiten zeigen sich auf materialspezifische Weise, äußern sich also nicht bei allen Stoffen in gleicher Weise. Einige Stoffe lösen sich auf, andere werden klebrig oder quellen wie ein Hefekuchen.

Auf einem bestückten Mainbord und besonders im Netzteil ist eine schwer überschaubare Vielfalt unterschiedlicher Kunststoffe verarbeitet. Das beginnt beim Lack auf der Leiterplatte und endet beim Vergußmaterial eines Trafos. Bei einem einfachen Kondensator, der sich dutzendweise in verschiedenen Bauformen im Netzteil findet, sind mit dem umhüllenden Becher und seinem Verguß schon zwei verschiedene Kunststoffe beteiligt, von der Beschriftung ganz zu schweigen. Die Beschriftung interessiert nicht? Vielleicht aber die Mixtur, wenn die Beschriftung im Öl gelöst ist.

Etliche Bauelemente mögen waschdicht sein, damit sie sich nach der Verlötung von Flußmittelresten befreien lassen. Es existiert aber keine Aussage darüber, ob die Dichtung z. B. eines Trimmers ölresistent gegenüber genau der verwendeten Ölsorte ist. Man erlebt dabei echte Überrachungen. Gewiß würdest Du annehmen, daß z. B. die Gummikappe eines PKW-Spurstangengelenks mit Dauerfettfüllung ölresistent ist!? Dann weise ich Dir ein Dutzend Ölsorten nach, in denen sich die "ölresistente" Gummikappe in Wohlgefallen auflöst. Sogar Ölsorten, die man trinken darf, die sich etwa als Abführmittel eignen und zur Schmierung beweglicher Teile in der Nahrungsmittelindustrie Verwendung finden, lassen nur wenige Kunststoffe zufrieden.

Wer sich mit der Entwicklung ölgefüllten Equipments beschäftigt, verwendet nur wenige Kunststoffe, deren Herkunft und Zusammensetzung peinlichst kontrolliert wird. Braucht man aus irgendwelchen Gründen einen neuen Werkstoff, muß man u. U. lange suchen und endlose Tests im Materialprüfschrank fahren.

Von der Verwendung von Trafoöl rate ich im übrigen dringend ab. Diese Öle besitzen eine extreme Kriechfähigkeit. Wenn man eine geöffnete Flasche mit Trafoöl auf den Tisch stellt, ist tags darauf der ganze Tisch mit einer hauchdünnen Ölschicht bedeckt und nach einigen Tagen hat sich im ganzen Raum eine schmierige Staubschicht verbreitet. Mit Trafoöl kannst Du aus Privaträumen einen Sanierungsfall machen, an dem Du Dir die Zähne ausbeißt.

Das Vorhaben wird schon an Materialunverträglichkeiten scheitern. Die eingebrachten Komponenten werden irreparabel zerstört. Das ist aber noch nicht alles. Hinzu kommen elektrische Probleme. Sofern man durch geeignete Auswahl die Materialunverträglichkeiten in den Griff bekommt, macht Elektrik in Öl nur Sinn, wenn das Öl über viele Stunden entgast wird. Dabei ist von Vakuumtechnik im Bereich 10 exp-6 bar die Rede. Wenn man das ignoriert, sind mit großer Wahrscheinlichkeit zunächst Teilentladungen und alsbald direkte Spannungsüberschläge die Folge. Öle haben nämlich eine deutlich höhere Dielektrizitätszahl als Luft. Deshalb werden elektrische Feldstärken z. B. in einem Trafo unter Öl herabgesetzt. Hat man auch nur die kleinsten Lufteinschlüsse, gibt es dort eine heftige Feldstärkenüberhöhung, die i. d. R. bald zum Durchschlag führt. Teile, die unter Öl eingesetzt werden sollen, sind deshalb in der Formgebung speziell dafür konstruiert.
Und was soll ich sagen. Der Kerl hat recht.
 
lol hab grad ein ähnliches projekt mit hydraulicöl am laufen - wird sich zeigen wie lang das mobo hält:D
 
ja werde ich - für sowos wurde da projekt ja schließlich gegründet - um zu sehen wie lang die hardware hält^^:lol:
 
@ Zwetschger: Versuch dein Gehäuse möglichst Luftdicht zu verschließen. Der Luftsauerstoff plus Luftfeuchtigkeit dürfte den Zerfall des Hydrauliköls beschleunigen. Es enstehen bevorzugt Radikale, die dann die Materialien angreifen.
 
Würde mich auch intressieren wann die Hardware "zerfällt" :freaky:
 
es dürfte doch normal auch vorteile haben, wenn man das öl zumindest im betrieb des pc´s mit einer pumpe oder sonstigen etwas bewegt, oder liege ich falsch?
 
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