Bezüglich deiner abwertenden Äußerungen zu "nur" 8GB RAM im Office-PC habe ich mal versucht ein Szenario nachzustellen, bei dem mehr RAM Vorteile bringen könnte.
Letztendlich hatte ich dann zwei Instanzen von Firefox mit je 20 Tabs und zusätzlich noch eine Handvoll anderer Anwendungen offen, bis ich dann mit dem insgesammt genutzten Arbeitsspeicher die 8GB Marke erreicht habe. Tatsächlich in Verwendung waren allerdings selbst so nur rund 5GB, so dass sich auch hier nur Vorteile bei den Ladezeiten von Daten ergeben würde, die ich irgendwann vorher schon mal geöffnet hatte. Bis es zu merklichen Verzögerungen durch vermehrtes Auslagern von Daten kommen würde, hätte ich selbst so noch gut 2GB "Luft nach oben".
Wenn ich dann noch bedenke, wie einfach und schnell es möglich ist, bei Bedarf noch zusätzlichen Arbeitsspeicher nachzurüsten, wage ich die Behauptung aufzustellen, dass 8GB in den meisten Fällen ausreichend sind und das es auch kein Problem darstellen würde, wenn sich das in ein paar Jahren mal ändern sollte.
Meine CPU, die vermutlich ähnlich schnell wie der Ryzen 2200G ist voll auszulasten, fällt mir dagegen recht leicht und es kommt auch relativ häufig vor. Einfach mal eine etwas größere Datenbank in eine Office-Tabelle mit diversen Formeln geladen, schon läuft die CPU mehrere Sekunden voll am Anschlag, beim Laden von einem aufwändigeren Projekt in Sketchup, gleiches Ergebnis. Vom Rendern will ich da mal noch gar nicht anfangen, denn das fällt wohl in der Definition der meisten nicht mehr unter "Office-Anwendung".
Wenn ich mir dann überlege, wie umständlich es ist, eine CPU aufzurüsten, dann kann ich den Gedanken eine stärkere CPU zu nehmen, nur für den Fall, dass die Leistung eventuell mal gebraucht wird, schon recht gut nachvollziehen. Allerdings sei auch hier angemerkt, dass der Ryzen 2200G für die meisten schon mehr als ausreichend schnell sein sollte.
Auch wenn die Anforderungen je nach verwendeter Software und Nutzungsverhalten teilweise sehr stark auseinandergehen, kann ich deine Sichtweise, das man auf jeden Fall mehr RAM nehmen sollte und das selbst ein Athlon schon ausreichend wäre, aus genannten Gründen leider absolut nicht nachvollziehen. Für den Großteil der Nutzer, geht das mit hoher Wahrscheinlichkeit genau in die falsche Richtung.
Was du bei der SSD genau meinst mit 15€ Aufpreis für 5 Jahre Garantie statt nur 3 Jahre, verstehe ich nicht so ganz. Sowol die MX500 aus der Zusammenstellung des TE, wie auch die von mir vorgeschlagene WD Blue haben je 5 Jahre Garantie. Der Vorteil der WD Blue ergibt sich meiner Ansicht nach aus der Tatsache, dass man sich die Verkabelung dort spart und die SSD bei vergleichbarer Geschwindigkeit aktuell rund 9€ günstiger ist. (Preisvergleich bei Warehouse 2)
Das hier jemand eine NVME SSD vorgeschlagen hat, muss ich wohl überlesen haben, in welchem Beitrag war das? Natürlich kann man bei NVME-SSD's über Sinn und Unsinn auch wieder geteilter Meinung sein, je nach Anforderungen an das System, könnte sich eine solche aber auch lohnen. Man sollte sich nur darüber im klaren sein, dass durch die wesentlich höheren Übertragungsraten, die Ladezeiten oft kaum beeinflusst werden und man hauptsächlich bei größeren Kopiervorgängen/Installationen einen Unterschied merkt.
Was deinen Kommentar zu meiner Behauptung betrifft, dass man das System auch noch leiser machen könnte, wird dir beim aufmerksamen lesen sicher aufgefallen sein, das ich mich da auf die Zusammenstellung des TE in #16 bezogen habe und nicht auf deine aus #2.
Die Erklärung, warum sich mit den von mir vorgeschlagenen Komponenten ein leiseres System realisieren lässt, kann man aber tatsächlich auch auf deine Zusammenstellung recht gut übertragen. Bei der Zusammenstellung von mir braucht es keinen Gehäuselüfter und der Lüfter auf dem CPU-Kühler wird sich bei normaler Umgebungstemperatur (und einigermaßen gut eingestellter Lüfterregelung) auch meist nicht bewegen, da dieser erst bei einem PWM-Impuls von 40% anläuft. Die einzige Komponente, die im System Geräusche erzeugt, wäre der sehr leise Lüfter vom PurePower Netzteil.
Sowohl in deiner Zusammenstellung, wie auch in der Zusammenstellung des TE, sollte zumindest der hintere Gehäuselüfter mit laufen, um die warme Abluft der Komponenten abzuführen, da es sonst zu deutlich höheren Temperaturen im Bereich der CPU und der Spannungswandler auf dem Mainboard kommen kann.
Dazu kommt bei der Zusammenstellung des TE noch der lautere Lüfter im gewählten Netzteil und der ständlig laufende Lüfter des AMD-Boxed-Kühler. Ersteres wäre bei deiner Zusammenstellung nicht zutreffend, aber bei dem von dir vorgeschlagenen Kühler wird es je nach verwendeter Lüfterregelung auch schon schwer, den Lüfter zum Stillstand zu überreden.
Man könnte jetzt argumentieren, dass man vom Kotetsu @300 UPM aus dem geschlossenen Gehäuse auch nur in sehr leiser Umgebung etwas hören kann und das auch nur, wenn man sehr genau darauf achtet, der laufende Gehäuselüfter macht sich aber mit ziemlicher Sicherheit auch bei reduzierter Drehzahl akustisch bemerkbar, was die Gehäusewahl in beiden Fällen eher suboptimal macht.
Man zahlt bei den Gehäusen viel Geld, für gute Gehäuselüfter, die man bei einem ATX-konformen Gehäuseaufbau nicht brauchen würde und für eine Dämmung, die beim geplanten System hauptsächlich als Isolierung dient, welche die Wärme im Gehäuse hält.
Ps: Zu deinem Kommentar mit Youtube, Word, Excel, Access und "einem Bildbearbeitungsprogramm" habe ich mich erst jetzt durchgearbeitet. Mangels Microsoft Office, kann ich das hier gerade nicht zu 100% nachstellen, aber mit meinem Open Office und folgenden zeitgleich geöffneten Dateien zuzüglich 20 Tabs im Firefox, komme ich nur auf etwa 5GB Speicherbelegung:
128MB / 211 Seiten .pps
53MB .accdb
28MB / 381 Seiten .doc
10MB / 94 Seiten .xlsm
9 MB .jpg (Gimp)
Meine Erfahrungen lassen mich vermuten, dass die Werte mit MS Office ähnlich sind. Beim Browser könne man sicher die Speicherbelegung mit Chrome noch etwas in die Höhe treiben, bei Word, Excel und Access braucht es aber schon sehr extreme Dateien, um die Speicherbelegung nennenswert in die Höhe zu treiben. Da bleibt als Argument für 16GB bei den von dir genannten Anwendungen nur das nicht näher genannte Bildbearbeitungsprogramm, bei dem man natürlich problemlos auch 16GB sprengen könnte, wenn man nur in Photoshop die passenden Projekte öffnet, welche dann aber vom Alltagsbetrieb der meisten Nutzer wieder sehr weit entfernt sind.