News Offliner: 4 Prozent der Deutschen haben noch nie das Internet genutzt

Red_Bull schrieb:
ich zahle immer in bar wenn es geht
Ich nur noch Karte, allein um dem Kupfer aus dem Weg zu gehen. Aber man muss mit Karten umgehen können, ohne Zweifel.
 
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Raptor85 schrieb:
[...]
So ganz allmählich darf man aber auch nicht mehr sagen, dass Leute ohne Netzzugang dadurch zu sehr diskriminiert werden.
Wer nicht gerade unter ganz besonderen Lebensbedingungen leben muss oder sich dafür so bewusst entscheiden hat, hat auch Internetzugang.
[...]
Ah, ganz schwieriges Thema. Ich würde es nicht nur auf Internet beschränken, sondern auch z.B. auf Smartphones. Geh doch heutzutage mal in den REWE oder vergleichbare Geschäfte. Ohne App mit Kundenkonto bist du absolut im Nachteil und hast keinen Zugang zu Angeboten, die vor einiger Zeit noch ganz normal im Ladengeschäft verfügbar waren.
Selbst ich als "Online Poweruser" fühle mich dadurch mittlerweile diskriminiert, da ich absolut keine Lust habe für jedes kleine Drecksunternehmen eine eigene App zu installieren und zu nutzen, nur damit die meine Daten abgreifen können. Das geht mir mittlerweile dermaßen auf die Nerven. Und Leute ohne mobiles Internet und Smartphone schauen hier komplett in die Röhre. Da darf man schon ruhig mal den Begriff Diskriminierung in den Raum werfen.
 
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Ich halte 4% für erstaunlich wenig. Über Kinder denke ich da gar nicht nach. Die allermeisten Eltern werden ihr Kind schonmal vor Netflix & Co. "geparkt" haben, sodass diese Zielgruppe - auch wenn nicht wissentlich - durch das Internet infiziert wurde.

Ich kenne aber so viele ältere Menschen über 80 Jahre, die noch nie etwas mit Computer oder Internet zu tun hatten. Die haben ein Festnetztelefon der Firma Gigaset daheim, einen Fernseher im großen Wohnzimmerschrank (Röhre oder "non-smart" Flachbild) und fertig.
 
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Wäre ich ohne Internet unglücklicher, glücklicher oder exakt genau so glücklich? Ich weiß es nicht.

Ich war ja auch vor dem Internet meistens glücklich, also würde ich sagen, es spielt dafür keine Rolle.
 
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Unterwegs offline sein, hat noch keinem geschadet... Daheim vielleicht auch ;)
 
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Beg1 schrieb:
Vieles ging früher eben auch ohne Internet, Spiele waren zum Release "fertig", da es keine Patchmöglichkeiten gab und Informationen bekam man aus Zeitungen/Zeitschriften, Freunde haben auf dem Festnetz angerufen etc.
Völlig richtig.

Ich sag's mal so:
Würden wir alle kein Internet mehr nutzen oder zumindest auf die technischen Möglichkeiten limitiert sein, die es Anfang 2000 gab, wäre ich denke ich nicht am Boden zerstört.
Das Handy wird lediglich zum Telefonieren und SMS schreiben verwendet, der Rest wird im echten Leben gemacht.
Kein Smart-gehype oder gar KI.

Aber alleine sich von der modernen Technik zu verabschieden, wird meiner Meinung nach mehr Nachteile als Vorteile mit sich ziehen.

Aber ja, selbst immer weniger zu denken und alles im Internet nachzufragen ist kein guter Weg, denn irgendwann ist man mal auf sich allein gestellt und merkt dann, dass man kaum was hinbekommt...

Grüße
 
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Es gab Zeiten Jahr 2000, da rief der Lehrer (bei Elternversamlung) dazu auf sich "endlich" mal einen Internetzugang zu holen, damit die Kinder die Arbeistblätter runterladen können. Auf die Frage, was mit den Leuten ist, die damals keinen Internetanschluss haben konnten (ländliche Gegend).. kam stottern vom Lehrer.. auf meine Nachfrage.. wie wäre es, wenn sie einfach Ihren Job machen, wie gehabt, für alle Schüler gleich, wie gehabt, und das Internet mal Internet sein lassen?
Wenn Internet verfügbar ist (Damals auch recht teuer) und Sie die Kosten teilweise übernehmen Herr Lehrer, können wir nochmal darüber konstruktiv diskutieren. Gerne im Elternbeirat. Oder ist Ihr Drucker defekt? den sie als Lehrmittel, wie alle anderen Arbeitsmittel, von der Steuer absetzen können? Minutenlang Stille.. Und einige grinsende Eltern

Den hatt ich gefressen :grr:
 
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Ohne Internet kann ich mir garnicht vorstellen, aber ich bin auch mit dem guten alten 56K von de Eltern aufgewachsen:D

Allein Banking ist ein segen.....nich mehr 1000 Zettel ausfüllen und 20x kontrollieren ob man nicht nen zahlendreher hat...


Internet und Phone machen das leben in vielen Bereichen einfach deutlich einfacher.
 
Sind vermutlich meine random Mates in CS2 die sich dann doch einmal im Jahr einloggen. :evillol:
 
Ich finde es überraschend, wie viele User eines ausgesprochenen IT-Forums das Offlinesein feiern.

Selbst bin ich über das Mobilfunk- und Festnetz online. Ich erledige so viele Dinge wie möglich über Onlinedienste. Auf sog. "sozialen Medien" bin ich eher wenig aktiv.

Was das Bezahlen angeht, habe ich bis vor COVID19 nur das Tanken mit Karte bezahlt, alles andere mit Bargeld. Während der COVID19 Pandemie habe ich zunächst mit Google Pay, später mit Apple Pay bezahlt. Inzwischen möchte ich es nicht mehr missen und trage Bargeld nur noch für den Notfall mit mir rum.
 
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Ich frage mich wie die Corona-Pandemie gesellschaftlich ausgesehen hätte, wenn:
a) viel weniger Menschen das Internet nutzen würden
b) viel mehr Menschen das Internet nutzen würden

Vernetzung von Forschenden um schneller gegen das Virus vorgehen zu können mal außen vor, ich bin neugierig ob es die Querdenkerbewegung so auch gegeben hätte wenn sich Menschen nicht im Internet zusammengefunden hätten und jeder seine Verschwörungstheorien per Mundpropaganda hätte verbreiten müssen. Wahrscheinlich nicht!
Andererseits bin ich aber auch überzeugt, dass der Lagerkoller den viele bei den Lockdowns erlebten und der dazu beitrug, dass sie sich der Querdenkerbewegung anschlossen, lange nicht so schlimm geworden wäre, wenn mehr Menschen mehr Dinge mit anderen Menschen im Internet getan hätten, statt sich eingesperrt zu fühlen und zu rebellieren.
Sprich: Wer als "Kellerkind" seine Freundesgruppe eh online hatte ist wahrscheinlich relativ unbekümmert Fortnite- oder World of Warcraft-spielend durch die Pandemie gekommen und hatte sogar eher mehr "Kontakt" mit Menschen als zuvor (aber halt online) während diejenigen, deren gesamtes Leben draußen stattfand, unter den Lockdowns litten.

Deshalb ist es eigentlich auch zwischenmenschlich betrachtet traurig, dass Menschen noch nie das Internet genutzt haben, denn damit werden sie von äußeren Bedingungen komplett abhängig, vereinsamen bei Krankheit und im Alter, wenn der regelmäßige Besuch von Bekannten nicht mehr so leicht möglich ist, sind auf Verkehrsmittel angewiesen oder enden bei r/rentnerfahrenindinge und wenn man Internetnutzung sehr genau nimmt heißt das ja auch, dass sie keine Streamingdienste nutzen und damit komplett am Programmplan von RTL oder MDR hängen, statt dass was sie wollen einfach zu jeder Zeit zu schauen.
 
Wenn, dann höchstens "die bewusst noch nie das Internet genutzt haben": Wie viele von denen telefonieren z. B.: Das läuft doch auch übers Internet.

Oder was ist z. B. mit meiner Mutter: Die hat richtiggehend Angst vor Computern und Smartphones und auch vor dem Internet, hat aber Kabelfernsehen, was übers Internet läuft, dto. Telefon über den Kabelanschluss und kommt auch immer wieder an, dass man ihr Rezepte einer Kochsendung (TV) aus dem Internet ausdrucken soll.

Praktisch nutzt sie das Internet ständig, obwohl sie mit Inbrunst behauptet, dass sie mit dem Internet überhaupt nichts zu tun hat und haben will!
 
Gurkenwasser schrieb:
Ich finde es überraschend, wie viele User eines ausgesprochenen IT-Forums das Offlinesein feiern.
Ist hier jetzt aber auch nicht unbedingt ungewöhnlich, dass ein guter Anteil Boomer mit einem großen Anteil weiterer Digitalisierungsfeindlichkeit. Siehst du in quasi jedem Artikel in dem es um mobiles bezahlen und co geht, wie hier ja auch schon :schaf:
 
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Nightmare85 schrieb:
kaum was hinbekommt...
Ist doch jetzt schon so, drück de jugend doch mal ne Landkarte in de Hand und geb denen ein Ziel, die kommen nie dort an^^
 
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PegasusHunter schrieb:
wenn durch inkompetente, kundenunfreundliche Unternehmen und Behörden, wichtige Serviceleistungen nur noch über das Internet angeboten werden. :grr:

Das ist die Zukunft, und der einzige Weg, solche Dienstleistungen wieder zeitnaher und unbürokratischer anbieten zu können.

Viele Institutionen sind doch heute personell gar nicht mehr imstande, das analog vollständig abzudecken.
Entweder begrenzt durch Budgets, oder wie bei uns, durch einen seit Jahren andauernden, eklatanten Mangel an geeigneten Bewerbern.
 
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Blood011 schrieb:
Ist doch jetzt schon so, drück de jugend doch mal ne Landkarte in de Hand und geb denen ein Ziel, die kommen nie dort an^^
Es war aber schon in den 80-90gern lustig wenn die Rekruten das erste mal Karte und Kompass in die Hand gedrückt bekammen. Ich habe es geliebt :schluck: :daumen:

Aber ich vermute die haben sich besser angestellt als die heutigen Greenhorns.
 
Tux schrieb:
4% Kann nicht sein.
Ich kenne privat schon 4 Menschen auf die das zutrifft. Zudem kenne ich Arbeitsbedingt auch einige Menschen die kein Internet haben/ benutzt haben. Ich denke eher das das 7-8 Prozent sind.
Du scheinst eine andere Umwelt zu haben.

Und nicht von dir auf andere schließen.
 
Nightmare85 schrieb:
Ich sag's mal so:
Würden wir alle kein Internet mehr nutzen oder zumindest auf die technischen Möglichkeiten limitiert sein, die es Anfang 2000 gab, wäre ich denke ich nicht am Boden zerstört.

ich würde sagen man sollte sich nicht abhängig machen vom internet.
was passiert wenn das interent zusammenbricht sei es ein blackout oder ein angriff...
was machen dann die ganzen leute die kein bargeld haben und sonst alles im internet machen...

wenn bei mir das internet ausfallen würde hätte ich noch genügend anderes zu tun, auf onlinebestellungen für unnützes zeug kann ich auch verzichten.
ich bin eh schon größtenteils autark, strom, wasser, heizung, lebensmittel zum teil.
unabhängig zu sein, vorallem von den energiepreisen, ist für mich sehr wichtig.
 
erazzed schrieb:
Und Leute ohne mobiles Internet und Smartphone schauen hier komplett in die Röhre. Da darf man schon ruhig mal den Begriff Diskriminierung in den Raum werfen.
Das ist ein Punkt. Dem stimme ich auch definitiv zu.
Ich kaufe z. B. auch viel bei Picnic ein. Aber ohne Smartphone kannst du bei denen noch nicht mal bestellen. Die haben noch nicht mal mehr ne Website. Was mich auch nervt, weil ich manchmal schon gerne meinen. Einkauf am größeren Bildschirm zusammenklicken wollen würde.

Ich habe das mit dem Diskrimieren auch eher so gemeint, dass die Leute Angst haben, irgendwo hinzuklicken oder eine Taste zu drücken und dann schreien, dafür müsste es auch eine Offline-Lösung geben.
Diese Menschen sollten so allmählich den Mut dazu aufbringen, sich mit dem Medium auseinander zu setzen. Aber das ist nur meine Meinung. Das mögen andere anders sehen.
 
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