ortsübliche Vergleichsmiete

hamju63 schrieb:
Wenn der Vermieter glaubt, dass er, nur weil er bei einer anderen Wohnung jetzt durch eine Neuvermietung eine höhere Miete erreichen konnte, bei Dir jetzt ebensfalls erhöhen kann, dann liegt er falsch.
Bei einer Neuvermietung ist er halt NICHT an den Mietspiegel gebunden.
Bei bestehenden Mietverhältnissen sehr wohl.
anscheinend doch nicht...
1601154572346.png

Quelle Mieterverein...
 
Nach 11 Jahren eine Erhöhung um 90 €. Das ist wahrlich ein Grund um auf die Straße zu gehen und für Mieterrecht zu demonstrieren.
 
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larska schrieb:
anscheinend doch nicht...

So weit mir bekannt ist, nur dann, wenn man in der blöden Situation ist, dass es keinen Mietspiegel gibt.
Oder Deine Wohnung relativ besonders ist, so dass es hier keine Mietspiegelangaben gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich dachte deutschland hat eine mietbremse? allerdings halte ich da überhaupt nichts von, aber ich finde auch die grunderwerbssteuer und die marklergebühr sind beide zu hoch. das machen immobilien in deutschland so teuer und letztlich dann auch die mieten.
 
Wenn etwas bauen in de teuer macht dann die auflagen durch den staat und die gemeinden. Die von dir genannten dinge jedenfalls nicht.
 
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larska schrieb:
Den aktuellen Fall finde ich nicht wirklich lustig...
Der Vermieter möchte die Miete ohne gesetzliche Grundlage erhöhen (deutlich über den Mietspiegel), droht bei Nicht-Zustimmung mit dem Verkauf der Wohnung.
Anscheinend hat man als Mieter auch kein Vorkaufsrecht, egal wie lange man schon in der Wohnung wohnt...

Lustig, ist anders...
Jetzt stell es bitte nicht so dar als hätte ich mich über deine Situation lustig gemacht. Ich habe mich darüber lustig gemacht, dass du dich in einem Land wie Deutschland sofort über den Staat beschwerst, weil sich dein Vermieter doch tatsächlich erdreistet hat nach 11 Jahren deine Miete zu erhöhen. Und zwar im sagenhafte 90€. Das sind umgerechnet etwas weniger als 1,4% p. a. was vermutlich gerade so der allgemeinen Inflation in dieser Zeit entspricht.
 
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capitalguy schrieb:
ich dachte deutschland hat eine mietbremse? allerdings halte ich da überhaupt nichts von, aber ich finde auch die grunderwerbssteuer und die marklergebühr sind beide zu hoch. das machen immobilien in deutschland so teuer und letztlich dann auch die mieten.

das ist so ein Unfug. Die Grundstücke sind super teuer, weil die Gemeinden kräftig dran verdienen. Die planen nur, wenn sie ordentlich abschöpfen können. Die Baukosten sind hoch wegen Energiestandards und Feuerschutz. Maklerkosten und Grunderwerbssteuer sind ja absolut vernachlässigbar.
 
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@uincom

Grunderwerbssteuer und Maklergebühren machen nicht den Löwenanteil aus, aber mehr als 13 % des Kaufpreises (abhängig vom Bundesland) ist sicherlich nicht absolut zu vernachlässigen.
 
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feynman schrieb:
Jetzt stell es bitte nicht so dar als hätte ich mich über deine Situation lustig gemacht.
war nicht meine Absicht

Ich glaube die Details dieser Sache sprengen den Rahmen dieses Threads...
feynman schrieb:
Und zwar im sagenhafte 90€.
Wenn man meine Wohnung mit Wohnungen vergleicht, die vorhandene Mängel nicht haben... (Kältebrücken, etc)
Oder meine Wohnung eben schon bei der Neuvermietung (vor 11 Jahren) deutlich über dem Mietspiegel vermietet wurde...
dann stehen die 90 € in einem anderen Licht...

aber wie gesagt die Details sprengen hier den Rahmen...
Ich möchte mich für die rege Diskussion bedanken!
 
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@Seppuku das ist absolut vernachlässigbar. Wenn aus Ackerland für 3€/m² auf einmal Bauland wird, das 1500€/m² wert ist, dann weiß man was Sache ist. Es gibt viel zu wenig Bauland. Wenn der Bau dann noch 2000€/m² kostet jucken die 13% kaum noch.
 
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@uincom
Wenn du günstig dein Grundstück separat kaufst und ein teures Haus darauf stellst, dann sind die Kosten anteilsmäßig gering.
Sollte Haus und Grundstück aus einer Hand stammen oder es sich um eine bestehende Immobilie handeln, dann ist der Gesamtpreis ausschlaggebend. Mit Notarkosten und Grundbucheintrag ist man dann schon bei über 15%. Das macht dann selbst bei heutigen "normalen" Preisen schon mal über 100k Euro aus. Das ist für mich nicht mehr zu vernachlässigen.
 
Das hat aber keinen Einfluss auf die Mieten? Die Wohnungen gibt es ja schon. Nur eine große Anzahl an Neubauten wird die Mietpreise senken können.
 
Also ich bin ja teures Bauland gewöhnt, aber wo soll denn der qm² 1500€ kosten? Oder war das dann inklusive HAus und das auf qm umgerechnet?
 
capitalguy schrieb:
ich dachte deutschland hat eine mietbremse
Vergiss es, die hat nur das Gegenteil bewirkt, da jeder Vermieter nun die Ausnahmen ausnutzt und wer die Miete noch nicht erhöht hat, wie der Vermieter des TE, der macht dies nun schnell ehe sie wie in Berlin noch weiter verschärft wird. Hätte man wirklich etwas gegen hohe Mieten unternehmen wollen, hätte man die Gemeinden veranlasst mehr Bauland auszuweisen, dies auch verstärkt und nicht zu teuer an Interessenten zu verkaufen die Sozialwohnungen bauen wollen und Bauanträge schneller zu bearbeiten, also das Angebot an billigem Wohnraum zu stärken. Aber genau das Gegenteil ist der Fall, selbst die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verkauft ihre Grundstücke gegen Höchstgebot und damit sollte klar sein, was dann dort gebaut werden wird.

Aber die politische Ecke aus der die Mietbremse kommt, steht mit der Marktwirtschaft auf Kriegsfuß und hat davon auch keine Ahnung. Außerdem sind populistische Tendenzen an beiden Enden des politischen Spektrums immer stärker zu beobachten, denn wer einfache Lösung für komplexe Probleme verspricht, erhält immer mehr Zulauf, auch wenn diese in aller Regel eben nicht funktionieren.

PS: Wer wissen will was passiert wenn man Preise (und Mieten sind eben die Preise für Wohnraum) zwangsweise einfriert, der schau mal was in den letzten Jahren in Venezuela passiert ist. Dort hat man die Lebensmittelpreise eingefroren mit dem Ergebnis, dass die Supermarktregale bald leer waren und dafür erkauft sich die Regierung die Zustimmung durch staatliche Lebensmittelunterstützung für Arme und die Unterstützung der Armee, die den Schwarzmarkt für Lebensmittel kontrolliert. Solche Zwangsmaßnahmen haben eben noch nie und nirgends funktioniert, dass Angebot und Nachfrage die Preise bestimmen, kann man einfach nicht aushebeln, man kann den Preis nur verschieben, wenn es nicht Geld ist, dann eben z.B. das man ein guter Parteigenosse ist oder wenigstens so tut.
 
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Holt schrieb:
da jeder Vermieter nun die Ausnahmen ausnutzt und wer die Miete noch nicht erhöht hat, wie der Vermieter des TE
ich habe jetzt noch folgende Info beim Mieterverein erhalten:
-
1601223235408.png

mein Vermieter hat mir allerdings nur "Screenshots" von Annoncen bei online-Portalen geschickt... das kann ja eigentlich nicht ok sein, da werde ich nochmal nach haken
denn:
1601223325148.png

und wie erwähnt, selbst bei Auslegung des Mietspiegels zu Gunsten des Vermieters kann man nicht auf die erwähnte Erhöhung kommen
 
larska schrieb:
das kann ja eigentlich nicht ok sein, da werde ich nochmal nach haken
Offenbar hast Du Dich ja schon an den Mieterverein gewendet. Ich hatte Dir ja von Anfang an empfohlen Dir entsprechende Unterstützung von Mieterverein oder einem Anwalt zu holen, denn ohne wird es nicht gehen, da kannst Du Dir sicher sein. Der Vermieter hat ja Blut geleckt als er gesehen hat welche Miete er bei der Neuvermietung der Nachbarwohnung erzielt hat, der wird nicht einfach klein beigeben. Gleichzeitig ist er offenbar kein Profi und daher ist es am Besten wenn Du die Sache nicht persönlich machst, sondern eben ein Dritter, der sich einerseits auskennt und andererseits nicht involviert ist, also immer schön sachlich bleiben wird. Du selbst wirst dies nicht schaffen und dann kommt es am Ende womöglich noch dazu, dass er Dich um jeden Preis loswerden will.

Wenn er droht die Wohnung zu verkaufen, dann überlege auch schon einmal ob und bis zu welchem Preis dies für Dich möglich und interessant sein könnte.
 
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Holt schrieb:
Wenn er droht die Wohnung zu verkaufen, dann überlege auch schon einmal ob und bis zu welchem Preis dies für Dich möglich und interessant sein könnte.
das tue ich gerade auch... allerdings hatte ich gedacht, ich hätte ein Vorkaufsrecht, aber das ist anscheinend nicht so...wenn mein Vermieter mir böse will, wenn ich mich gegen die Mieterhöhung wehre, kann er die Wohnung einfach an jemanden verkaufen, nur um mir einen "reinzuwürgen"...
Ergänzung ()

Holt schrieb:
daher ist es am Besten wenn Du die Sache nicht persönlich machst, sondern eben ein Dritter, der sich einerseits auskennt und andererseits nicht involviert ist
ich dachte eher, dass es besser wäre nicht zu zeigen, dass ich rechtlichen Beistand habe... sondern mir die Infos besorge, aber dann die Kommunikation über mich läuft...
 
larska schrieb:
allerdings hatte ich gedacht, ich hätte ein Vorkaufsrecht, aber das ist anscheinend nicht so
Dies sollte Dir der Mieterbund bzw. Dein Anwalt genau sagen können, aber ich fürchte ein Vorkaufsrecht welches nicht im Grundbuch steht, kann man im Zweifel auch nicht durchsetzen.
larska schrieb:
wenn mein Vermieter mir böse will, wenn ich mich gegen die Mieterhöhung wehre, kann er die Wohnung einfach an jemanden verkaufen, nur um mir einen "reinzuwürgen"...
Kauf bricht Miete nicht, aber der Käufer könnte natürlich eher Eigenbedarf anmelden oder skrupelloser darin sein einen Mieter zu vertreiben.
larska schrieb:
ich dachte eher, dass es besser wäre nicht zu zeigen, dass ich rechtlichen Beistand habe... sondern mir die Infos besorge, aber dann die Kommunikation über mich läuft...
Da bin ich anderer Meinung und damit bisher auch gut gefallen, ich sagen dann lieber: Lass uns Freunde bleiben und nicht darüber streiten, sollen sich doch unsere Anwälte darüber streiten! Damit bin ich bisher gut gefahren, zumal sein Anwalt dann auch dem anderen die Rechtslage erklären, so dass er dann auch keine Illusionen mehr über die Realitäten haben sollte. Zumindest wenn es ein guter Anwalt ist, der auch an einem Kompromiss und nicht nur an einer Gerichtsverhandlung interessiert ist.

Wenn Du persönlich mit ihm verhandelst, dann ziehst Du nur seinen Zorn darüber das eine Rechtsposition doch nicht so gut ist wie er es sich wünscht auf Dich. Du weißt doch, dass man den Überbringer der schlechten Nachricht gerne für diese schlechte Nachricht bestraft und genau deshalb sollte man dies anderen überlassen. Außerdem ist es nie verkehrt vorher die Instrumente zu zeigen, sich also gleich den Anwalt zu nehmen der als der Besten in dem Gebiet bekannt ist, dies nimmt der Gegenseite die Möglichkeit den zu nehmen und der andere Anwalt wird dann auch sofort erkennen, dass er mit billigen Tricks wie den "Screenshots" von Annoncen bei online-Portalen keine Chance hat, weil sein Gegenüber die schon alle kennt. Damit bin ich immer gut gefahren. Warum sollte man also Verstecken das man sich den bestmöglichen rechtlichen Beistand geholt hat? Dies motiviert den Vermieter doch nur es weiter mit solchen rechtlich fragwürdigen Mitteln zu versuchen und erhöht dessen Frust nur jedesmal wenn er damit gegen die Wand fährt, was dann nur seine Abneigung gegen Deine Person erhöht und damit seinen Wunsch Dich los zu werden, ggf. bis zum Punkt des "koste es was es wolle".
 
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Der Vermieter wird eine Kapitalanlage, die er eigentlich behalten möchte, doch wohl kaum verkaufen "nur" um dir persönlich einen reinzuwürgen. Das wäre ein ziemlich schlechter Bluff...
 
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