News Paperwhite 4 und Kindle 10. Gen.: Derzeit kein Jailbreak bei Amazons Kindle möglich

wagga schrieb:
Deswegen kaufe ich zu 90-95% der Spiele nur noch bei GoG. Da wundert es keinem das Tauschbörsen und Cracks wieder immer beliebter werden.
GoG ist super und ich wünschte es würde mehr Plattformen wie diese geben.

Tauschbörsen und Cracks habe, egal wie man argumentiert, keine Legitimation. Denn der Ersteller eines Machwerkes hat die alleinige Entscheidung darüber wie er sein Produkt anbietet, wenn er das z.B nur über Amazon machen will, haben wir das nicht in Frage zu stellen. Wir als Kunden können dann entscheiden ob wir uns darauf einlassen oder nicht. Doch wenn ich mich dagegen entscheide, dann muss ich auch und kein könnte, die Hände davon lassen. In dem Augenblick wo ich zum Kauf „Nein“ sage, ist die Sache entschieden, ohne wenn und aber.
 
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Crifty schrieb:
GoG ist super und ich wünschte es würde mehr Plattformen wie diese geben.
Ich wünschte mir das außer MMOs alle Spiele auf GoG verfügbar werden. Wobei das langsam immer mehr wird. Man hat halt nur mit 8-10 Jahre verhältnismäßig lange Wartezeiten leider.
 
wagga schrieb:
Man hat halt nur mit 8-10 Jahre verhältnismäßig lange Wartezeiten leider.
Wenn alle Spiele diese Wartezeit hätten, wäre es trotzdem ein normaler Release, nur halt später. Ich kaufe auch ab und zu bei GoG, da mir GoG diese Freiheiten bietet, wenn ich allerdings mal nicht warten kann, kaufe ich bei Steam.
 
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@Crifty Ich kaufe inzwischen seltener bei Steam versuche es zu vermeiden. Aber manchmal kaufe ich dort auch wenn ich nicht warten kann.
 
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eastcoast_pete schrieb:
Wie mitteilungsfreudig zum "Mutterschiff" sind die Kindles denn mittlerweile so ?
Kann man sich per DSGVO Daten-Takeout leicht anschauen. Jede einzelne Interaktion mit dem Gerät wird an Amazon gesendet.
MariaDocks schrieb:
Hach waren das noch Zeiten 2007, da konnte mein Kindle 3rd Gen jede PDF anzeigen und bearbeiten, in der Bibliothek hatte man auch unbeschränkten Zugriff und die eingebaute Sim-Karte ermöglichte weltweit zumindest rudimentären Zugriff auf das Internet und Wikipedia for free für nur einmalig 20€ mehr bei Kauf.
Das war auch die Zeit als man möglicherweise noch die Illusion haben konnte, dass die Techbranche für was Gutes steht.
 
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Azeron schrieb:
Wo bleibt denn da die EU? Apple wird immer zerrissen weil die sich gefälligst für alle öffnen sollen aber hier bei Amazon? Nope? Nix? Nada? Die machen immer mehr zu und keinen im Parlament juckts. Zahlt der Konzern die europäische Politik besser? Scheint wohl so.

Hab das Gefühl Amazon wird da überall ausgenommen. Da haste ja auch noch immer das Darkpattern wegen der beschissenen Amazon-Prime Abfrage wenn man was kauft wo der „Ja“ Button schön gehighlighted ist.

Amazon wurde von der EU als Gatekeeper eingestuft, jedoch die Kindle Geräte nicht, da sie keine 45 Millionen aktiven Nutzer aufweisen. Beim Cloud Geschäft hingegen schon weswegen Amazon neben Microsoft nun strenger reguliert wird.
 
Habe noch einen Paperwhite Gen 4 und mich betrifft das direkt. Hatte ihn schon ein paar Wochen nicht an, hoffe ich habe noch die alte Version, welche man Jailbreaken kann. Ansonsten verscherbel ich das Teil auf Kleinanzeigen, Amazon kann mich mal.
 
Floorp schrieb:
Jailbreaks, Raubkopien, etc. haben nie fuer Verluste gesorgt. Im Gegenteil.
Illegal ist es trotzdem....Du möchtest auch Geld wenn du Arbeiten gehst. Oder? Beim Raubkopien geht es nicht um die grossen sondern die Autoren usw.
 
Mein Paperwhite musste schon vor mehr als einem Jahr einem Tolino Vision 6 weichen. Damals hauptsächlich wegen der sehr viel besseren Calibre Unterstützung. Wie das Leben so spielt war das wohl eine richtig gute Entscheidung ;)
 
@Azeron
Mit dieser Begrenzung der Nutzeranzahl fällt schon vieles darunter.
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Wenn man die aktive Nutzeranzahl heruntersetzen würde, würden die Amazon Kindle Geräte darunter fallen.
Aber dann müsste im Umkehrschluss z.B. Apple auch sein watchOS für andere Betriebssysteme komplett öffnen.
 
Seven2758 schrieb:
Wenn man die aktive Nutzeranzahl heruntersetzen würde, würden die Amazon Kindle Geräte darunter fallen.
Aber dann müsste im Umkehrschluss z.B. Apple auch sein watchOS für andere Betriebssysteme komplett öffnen.
Man könnte auch einfach etwas differenzierter an die Sache rangehen. Ich meine, im Fall des Kindle gehts unter anderem darum dass ich Bücher kaufe die ich dann nirgendwo anders nutzen kann und Amazon mir die sogar wieder wegnehmen kann wie ihnen beliebt, mal abgesehn von der Nutzerzahl ist das einfach ne komplett andere Hausnummer wie zB. die Änderung eines Betriebsystems um es für andere zu öffnen.

Man macht sichs da halt einfach zu leicht. Das heißt alles, was unterhalb dieser Nutzerzahlen liegt, hat Narrenfreiheit, ganz egal um was es sich handelt und wie komplex oder nicht komplex das ganze ist und die EU putzt sich ab weil die sagt "Jo, das Gesetz sagt das halt so, was willste machen." Ja, ihr Pfeifen, dann ändert das Gesetz. Gott, wenn Politiker sich auf Gesetze ausreden und so tun als wäre das für immer so in Stein gemeißelt obwohl eben DIESE Leute Gesetze ändern bzw. anpassen können, da könnte ich explodiern.

Das ist ja so wie wenn jemand in nem Restaurant Koch ist, das Essen Scheisse schmeckt, man sich beschwert und der Koch dann sagt "Ja, im Rezept steht es halt so, kann man nichts machen." DANN ÄNDERE DAS REZEPT, DU BIST DOCH DER KOCH!
 
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Wo sind wir falsch abgebogen, dass es einem Unternehmen erlaubt ist ungefragt nachträglich die Eigenschaften eines Gerätes zu ändern?
Oh, achso: Das Materielle besitze ich, die Software dazu aber nicht.
Einfach Das Gerät als Einheit sehen.
Änderungen der Software nur durch direkte Zustimmung (weil nachträgliche Vertragsänderung).

Aber bis das bei den Gesetzgebern ankommt, für die Internet noch Neuland, ist wird es dauern.
 
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Azeron schrieb:
Ich meine, im Fall des Kindle gehts unter anderem darum dass ich Bücher kaufe die ich dann nirgendwo anders nutzen kann und Amazon mir die sogar wieder wegnehmen kann wie ihnen beliebt,

Im Falle des Kindle müsste Amazon andere Marketplaces wie Hugendubel, Thalia, ebook.de etc. zulassen und nicht nur den Amazon Store. Dann ist es unerheblich, ob die AWS Formate woanders nicht funktionieren, da man die Möglichkeit hat EPUB zu kaufen.

Azeron schrieb:
Man macht sichs da halt einfach zu leicht. Das heißt alles, was unterhalb dieser Nutzerzahlen liegt, hat Narrenfreiheit, ganz egal um was es sich handelt und wie komplex oder nicht komplex das ganze ist und die EU putzt sich ab weil die sagt "Jo, das Gesetz sagt das halt so, was willste machen."

Du musst aber berücksichtigen, dass es vor dem DMA 2023 diesbezüglich gar nichts gab und die Hersteller ihre Systeme komplett vernageln konnten.
Die EU muss erst einmal ihre gesetzten Ziele umsetzen, was schon nicht einfach ist, da sich alle Hersteller vehement dagegen wehren. Danach kann die EU immer noch weitergehen und differenzierter auf den Markt schauen.
 
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SSD960 schrieb:
Illegal ist es trotzdem....Du möchtest auch Geld wenn du Arbeiten gehst. Oder? Beim Raubkopien geht es nicht um die grossen sondern die Autoren usw.

Ganz ehrlich? Nein... und ich sage dir auch warum das irrelevant ist. Natürlich möchte ich (leider) Geld, wenn ich arbeiten gehe, meine kostbare Zeit gebe ich nicht umsonst irgendeinen abgefuckten Arbeitgeber (eher Zeitnehmer, denn ich bin der Zeitgeber). Aber ich habe auch tausende Stunden in Open-Source-Projekte gesteckt und Bezahlung als Autor abgelehnt, weil mich die Arbeit intrinsisch erfüllt. Das nur nebenbei. Zum eigentlichen Punkt: Das Argument „Raubkopien schaden den Autoren" klingt moralisch, ist aber faktisch kaum haltbar. Selbst die EU hat in einer offiziellen Studie festgestellt, dass Piraterie keine messbaren Umsatzverluste verursacht... im Gegenteil... sie kann Reichweite und Bekanntheit sogar steigern. Wer etwas wirklich kaufen will, kauft es auch. Beim Kindle-Jailbreak geht es zudem nicht primär ums kostenlose downladen, sondern um Gerätefreiheit... also das Recht, ein Gerät, das man legal erworben hat, so zu nutzen wie man möchte. DRM schränkt genau das ein, und das ist die eigentliche Problematik. Die Frage ist also nicht „Gönnst du dem Autor sein Geld?" sondern: Wem gehört dein Gerät, und wer entscheidet, was du damit tust?


PS:
Sorry CB Forum das ich meistens assig und 4chan-like schreibe. 😭
 
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Sehe ich nicht so...
 
Floorp schrieb:
Zum eigentlichen Punkt: Das Argument „Raubkopien schaden den Autoren" klingt moralisch, ist aber faktisch kaum haltbar. Selbst die EU hat in einer offiziellen Studie festgestellt, dass Piraterie keine messbaren Umsatzverluste verursacht... im Gegenteil... sie kann Reichweite und Bekanntheit sogar steigern. Wer etwas wirklich kaufen will, kauft es auch. Beim Kindle-Jailbreak geht es zudem nicht primär ums kostenlose downladen, sondern um Gerätefreiheit... also das Recht, ein Gerät, das man legal erworben hat, so zu nutzen wie man möchte. DRM schränkt genau das ein, und das ist die eigentliche Problematik.
Oder ganz simple heruntergebrochen, ohne Moral und Studien, wenn der dir gegenüber (in dem Fall der Autor) ganz deutlich „Nein“ sagt, dann heißt das auch „Nein“.
Kein „wenn“ oder „aber“, ganz deutlich „Nein!“

Ich verstehe immer nicht warum das jedesmal zur Debatte steht. Du willst es nicht erwerben, dann nimm die Griffel davon, denn die andere Seite sagt „Nein!“.
 
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