Naja, in 280h sollte aber mehr drin sein. Ich habe jetzt in Ultimatum nur knappe 130h auf der Uhr, wobei ich keine Ahnung habe, wieviel davon afk im HO warten auf Tradeanfragen war, während ich am Rechner was anderes gemacht habe. Ist natürlich in der Tradeleague, habe aber drei Charaktere bis ~90-94 gespielt und trotzdem hätte ich in der Zeit locker auch in SSF meinen Hauptcharakter erfarmen können, weil für den CA-Raider mit Kintsugi und dem passenden Bogen das Farmen von Prophecies und Betrayal ausreicht, um zumindest T16 bequem farmen zu können.
Gegen Ende hats dann trotz der geringen investierten Zeit nochmal für deathless A8 Sirus gereicht, was für mich auch davor das höchste der Gefühle war. Maven erspar ich mir lieber, schaff ich eh nicht.
Zumindest Shaper, Elder und damit auch Uber-Elder sind wirklich schnell erspielt. Dank Zana wird man mit den entsprechenden Maps zugeschüttet, und man kann den Atlas auch dementsprechend skillen (Uncharted Realms). Ich glaube zum Ende von Ritual sind bei mir so viele Guardian-Maps gedroppt, dass ich die alle täglich mehrfach hätte legen können.
Und wenn man eine Map in 1-2 Minuten schafft ist auch Sirus mittlerweile schnell zu erreichen.
Nur bei Maven habe ich den Eindruck, dass es wesentlich länger dauert, da habe ich aber nie gezielt drauf hingespielt und Mavens Writ immer sofort verkauft, wenn ich es zusammen hatte.
Mathil hat es in seinem Stream zur Ankündigung von Expedition (ich glaube zumindest, dass es der Stream war) schon gesagt: entscheidend ist das Wissen. Wenn andere in SSF-HC nach wenigen Tagen Maven legen sollte es innerhalb einer League auch für Normalos absolut möglich sein, so viel kann man doch in ein paar Tagen gar nicht spielen, dass man das auch als Berufstätiger nicht auch in drei Monaten schaffen könnte. Entscheidend ist, wie man die Zeit investiert.
Jetzt am Ende von Ultimatum wollte ich noch die 24 Challenges erreichen und hab Maps am Fließband durchgeballert und bin im Prinzip innerhalb von zwei Tagen von an A3 Sirus scheitern zu A8 Sirus deathless legen gekommen, weil ich endlich mal Map unmittelbar an Map gereiht habe. Ist echt krass wie schnell man voran kommt, wenn man effektiv spielt. Mal schauen, ob ich das "mindset" auch zum Leaguestart übernehmen kann oder wieder wie üblich rumtrödel.
Ich bin da ganz auf der Seite von GGG. Es braucht eine Balance zwischen dem Anspruch, dass alle ohne viel Aufwand alles sehen können müssen (was in Ritual bis auf Maven mMn sehr gut möglich war) und dem Anspruch, dass auch Streamer nicht nach wenigen Tagen mit allem durch sind. Zumindest Ritual hat einiges dann doch ziemlich trivialisiert. Und der Fokus auf die letzten Paar Bosse hat dem Game davor schon geschadet, weil es ihm die Relevanzgenommen hat.
Ich kann da die Spieler nicht verstehen, die nur Spaß haben, wenn sie irgendwelche Bosse erreichen. Wie das gehen soll will mir nicht in den Kopf. Macht euch der Weg denn keinen Spaß? Könnt ihr euch selbst keine Ziele setzen? Ich hab mehrere Leagues gebraucht, bis ich den Shaper mal getötet hatte, Uber-Elder dann erst in Ritual, Maven wie gesagt noch nie. Aber mir hat das nie gefehlt, weil ich eher auf den +3-Bogen hingespielt habe, oder eben Kintsugi, oder Level 21 Toxic Rain oder Caustic Arrow, oder was weiß ich, das nächste Upgrade eben.
Wenn ich 280h in eine League stecke mache ich das doch, weil mir die 280h schon Spaß machen. Der wird doch nicht dadurch geschmälert, wenn andere Inhalte zu Gesicht bekommen, die man selbst nie sehen wird, gerade wenn es so unheimlich viele Inhalte gibt. Delve, Heist usw. habe ich diese League auch völlig ignoriert und mir hat nichts gefehlt. Und warum sollte man dann andersrum so viel Zeit in ein Spiel investieren in der Hoffnung, dass man irgendwann am Ende einen Boss killen kann und dann damit der Spaß beginnt oder so?
Ich freu mich einfach, dass die Story hoffentlich endlich wieder Spaß macht. Dass man endlich mal ein bisschen mit den Support-Gems rumspielen kann, weil man nicht auf immer dieselben 5 festgelegt ist.
Auch diese League hatte schon ihre Durststrecken, das stimmt. Im Gegensatz zu Ritual war der Mapsustain schon spürbar schwerer. Aber ich hoffe einfach, dass das Spielen an sich wieder spaßiger wird, durch anspruchsvolleres Gameplay und mehr Möglichkeiten auch innerhalb eines Builds. Wenn es dann am Ende nicht reicht, um die Bosse legen zu können ist das halt so. Darüber definiere ich nicht meinen Spielspaß. PoE hat immerhin schon bevor es den Atlas überhaupt gab verdammt viel Spaß gemacht, als es maximal Atziri als "Zielboss" gab.
Ich glaube einfach, dass GGG verdammt viel kaputt machen würde, wenn sie das Spiel so auslegen würden, dass wirklich jeder alles sehen kann. Denn dann bietet es für die Kernspielerschaft keine Ziele mehr, die es vom ARPG-Einheitsbrei abheben.