News Paul Allen verklagt Google, Facebook, Apple und Co.

Benj

Lt. Commander
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Microsoft-Mitbegründer Paul Allen, der bisher neben seiner Tätigkeit für den Redmonder Softwarekonzern eher als Mäzen und Investor bekannt war, scheint nun auch auf dem Felde der Patentverletzungskläger tätig werden zu wollen.

Zur News: Paul Allen verklagt Google, Facebook, Apple und Co.
 

4lex

Lieutenant
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Diesen Satz wollte ich auch gerade zitieren Benni22
Sehr gut formuliert und ebenso wahr...
Schön, dass auch mal diese "Patent-Trolle" genannt werden.
Vom Gefühl her, würde ich auch sagen, dass es auf etwas Geld hinausläuft und die Sache erledigt ist.
Bleibt die Frage wie Microsoft mit Bing da steht... dieser Teil gefällt mir nicht. Alle anklagen und nur das "eigene" Unternehmen verschonen
 

Bueller

Captain
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Allerdings unterscheidet sich Allen von den meisten Patentklägern dahingehend, dass er im Gegensatz zu der gängigen Praxis keine recht weit und schwammig gefassten Patente in Geld ummünzen möchte. Dies deshalb, weil die betroffenen Patente von Forschenden in einer Allen gehörenden Firma entwickelt und angemeldet wurden, sodass Allen zwar nicht der Erfinder, aber doch der rechtmäßige Inhaber der Patentrechte ist.
Diese Formulierung impliziert, dass andere Patentverwerter nicht die rechtmäßigen Inhaber von Rechten wären und Allen sozusagen ein Kläger besserer Klasse sei, was Unsinn ist. Unterschwellig wird hier Partei für Allen ergriffen, so als beträte endlich ein Kläger den Gerichtssaal, der auch einen Grund dafür habe. Objektive Berichterstattung ist etwas anderes.
 

Bluescreen

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hui wenn mans macht dann aber richtig.^^
während die konkurrenz sich immer nur mit einem anlegt (bsp apple vs htc) macht es paul allen wohl gleich richtig^^
 

ChaosBimpf

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also wie ich das lese kommt die aussage von allen selbst um seine klage zu begründen und wurde nicht von computerbase so verfasst
 

Afrobert

Ensign
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Der Microsoft-Konzern, von dem man meinen könnte, dass er aufgrund der punktuellen Ähnlichkeit der Geschäftsfelder mit den beklagten Firmen ebenfalls eine Klage erhalten hätte, wurde in keinster Weise belangt. Ob eine Lizenzierung der Patente durch Microsoft erfolgte, ist nicht eruierbar.
Natürlich nicht. Schließlich besitzt Paul Allen relativ große Anteile an Microsoft, das er immerhin mitgegründet hat. Wer schneidet sich schon ins eigene Fleisch?
 

Joshua

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Wenn man sich die Patente so ansieht, frage ich mich wo genau da die Forschungsarbeit drinstecken soll. Und in Anbetracht der Tatsache, dass diese z.T. schon von 2001 sind, kann ich die Argumentation der Beklagten gut verstehen.

Fremdwörter schön und gut, aber Wort gibt es nicht.
 
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DommiS

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Fremdwörter schön und gut, aber da bekomme ich Augenkrebs. Das Wort gibt es nicht.
Durchaus: nachvollziehbar.

Zum Text:

Ich kann natürlich nicht bewerten, ob es sich um eine berechtigte Klage handelt. Jedoch habe ich die Meinung, dass man mit einem klar und verständlich vormulierten Patent durchaus ein "richtiges Recht" hat, entsprechende Forderungen einzuklagen.
Besonders ist ja, dass hier ein Unterschied zwischen den "Patent-Trollen" und Allen gezogen wird, da er im Gegensatz zu anderen Patente vertritt, welche klar vormuliert und definiert sind.

Wohl bleibt mir natürlich zu sagen, dass es auch hier ums Geld geht und ich den von Benni22 bereits zittierten Satz durchaus sehr passend finde. Auch wenn es sich um klare Patente handelt kann man sich doch mit Unternehmen, die eine solche Technologie nutzen an einen Tisch setzen und Lizenzen aushandeln.

Naja, möchte jetzt nicht, dass es so rüber kommt, dass ich Allen "in Schutz nehmen" möchte, aber ich denke, dass dieser eine Unterschied schon herausgelesen werden muss.

MfG
 

flappes

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Patente fördern nunmal Innovationen! Ne moment...

Forschung in Software klingt sehr lächerlich. Man hat ein Problem und löst es mit einer Software, dazu wird ein Programm entwickelt aber nichts "erforscht".

Bei der Forschung tastet man sich an ein unbekanntes Ergebnis heran, man Forscht und versucht einen Weg zu finden. Bei der Programmierung hat man ein Problem und eine Lösung, das ist vielleicht Fleißarbeit aber sicher keine Forschung.

Softwarepatente müssen weg, oder zumindest von Ihrer Patentierdauer auf wenige Jahre beschränkt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:

Spielkind

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Das Patentamt. Und ohne anwaltliche Vertretung ist es, meiner Meinung nach, für einen Erfinder fast nicht möglich eine korrekte Patenschrift für das Patentamt zu verfassen.

Was allerdings in letzter Zeit traurig ist, ist das der Stand der Technik mehr und mehr in verschiedenen neuen Kombinationen in Erfindungen einfliesst nur um den Wettbewerb vom Stand der Technik auszugrenzen. Diese Unsitte greift, egal in welcher Branche, mehr und mehr um sich. Für mich auch eine Form der eine Wettbewerbsverzerrung.
 

Blutschlumpf

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Ich finde es immer wieder interessant wie man jemanden wegen Software-Patenten verklagen kann.
Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass der Typ in den Code von Google, Facebook und co. reingucken kann, woher weiß er, dass da das Patent verletzt wird ?
Ist ja kein Schnipsel von Binärcode den man in der kompilierten Version noch sehen kann, deren Code läuft ja komplett im Hintergrund.

Lösung gibts eh nur eine:
komplette Abschaffung von Software-Patenten
Man sollte nur noch schützen was mindestens 100 Zeilen Code hat wovon 95% 1:1 übernommen wurden, selbst manche Freeware-Lizenzen halte ich für überzogen.
 
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Fetter Fettsack

Fleet Admiral
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Wer bestimmt denn, was klar formuliert und definiert ist? Die Patentämter, Anwälte oder Journalisten?
Es geht doch da eher darum, dass es Leute gibt, die es sich Sachen patentieren lassen, die derartig weitlaufig formuliert sind, dass da alles darunterfällt und dabei nicht einmal selber erforscht wurden.
Dann geht man her und verklagt Firmen, die etwas ähnliches entwicklet haben und verlangt Lizenzgebühren.

Sprich: selber macht man nichts weiter als sich etwas sehr schwammig beschriebenes patentieren zu lassen und dann klagt man Leute, die z.T. viel investieren um etwas Ähnliches dann zu realisieren.

Findest du, dass das begrüßenswert ist? :)
 

Bueller

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Es geht nicht darum, ob das begrüßenswert ist oder nicht. Der Artikel vermittelt den Eindruck, hier habe jemand, anders als "dubiose" Patentverwerter, ein berechtigtes und höher gestelltes Interesse an einem Rechtsstreit. Ich kann allerdings nicht erkennen, inwieweit sich dieses Vorgehen von dem anderer unterscheidet.
 

Devport

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Kein Patent Troll ?

http://patft.uspto.gov/netacgi/nph-...6,034,652.PN.&OS=PN/6,034,652&RS=PN/6,034,652

Systeme um den Benutzer über Ereignisse zu informieren dürfte es schon lange vor genanntem Patent gegeben haben ( Amiga OS, GeOS, etc - ich mach mir wegen so eines Trolls jetzt nicht die Mühe konkret nach Prior Work zu suchen ). Offensichtlich ist jedoch auch, dass einfach absolut alllgemein gehalten jegliches Informationssystem beschrieben wird, welches Benutzer auf Vorgänge aufmerksam macht.

Wie ich es hasse, wenn diese Geld-Honks Vorgänge patentieren lassen, die jeder Idiot automatisch programmiert, sobald die Notwendigkeit dafür gegeben ist. Ein Benutzer Benachrichtigungssystem ist keine geniale Idee, sondern entsteht von ganz alleine, wenn man es braucht. Drucker angeschlossen ? Der Benutzer muss informiert werden.

Das einzig positive ist, wenn sich die großen Firmen mit ihren Riesen-Patent-Pools gegenseitig angreifen. Aber leider wird es nicht lange dauern, dann merken die, dass es nichts bringt, sich ständig gegenseitig zu verklagen und dann beschliessen die ein Monopol Bündnis a la MPEG-LA zu gründen und zocken alle Bürger der Welt gemeinsam ab...
 
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Ostfriese

Forenkasper
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