Waldschrat2026
Cadet 1st Year
- Registriert
- Aug. 2026
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Hallo!
Folgendes Problem. Mein Rechner, 20 Jahre alt, Win XP, ASRock ALiveSATA2-GLAN (AMD Athlon 2.8 GHz, VIA K8T890 chipset), ohne Internetanschluss (reine Musikmaschine) war vormittags noch in Betrieb. Abgeschaltet und nach dem Mittag fror der Rechner ca. 1 Minute nach dem Booten ein, während ich noch auf dem Desktop war. Tastatur & Mouse tot, Monitore zeigten noch an (Grafikkarte für 1x VGA-Moni, 1xHDMI-Moni).
Hab den Rechner per Fronttaster abgeschaltet (3Sek. drücken). Wieder eingeschaltet, selbes Spiel, dauerte ca. 1 Minute. Beim nächsten Versuch blieb der Rechner bereits beim Booten hängen, auf dem Hauptschirm das XP Win Logo und der Fortschrittsbalken.
Hab ein ähnliches Problem vor längerem gehabt, der Austausch der Onboard-Zelle genügte und es ging weiter. Habe dementsprechend auch hier die Zelle gewechselt. Alte Zelle 2,65V, neue Zelle aus dem Laden frische 3,2V.
Leider das selbe Ergebnis, der Rechner blieb weiterhin direkt beim Booten hängen. Hab dann nach und nach die RAMs reduziert, auch mal die Slots gewechselt. Bei meinem System sind alle 4 DDRII RAM Slots belegt. Aber es tat sich nichts. Dann die Audio-Karte entfernt, auch mal den einen und den anderen Monitor von der GF-Karte abgezogen, keine Änderung.
Da ich kein Fachmann bin und wenigstens eine Dokumentation über das weitere Vorgehen und die Ergebnisse chronologisch haben wollte, hab ich den Kollegen GPT als (mit Vorsicht zu genießenden, aber immerhin in diesem Sachverhalt wesentlich kompetenteren) Hinweisgeber und Dokumentator der Vorgänge dazugenommen und das System bis aufs Skelett abgestrippt. Festplatten, Floppy, CD-Laufwerk, alles ab. Inzwischen läuft nur das Motherboard und der VGA-Monitor.
Netzteil ist ok, 11,7V / 5,2V / 3,3V.
Nun sollte kein peripheres Gerät mehr am Ausfall schuld sein, es wurden alle potentiellen Variablen entweder entfernt, bzw. die noch verbliebenen auf Funktion überprüft; Grafikkarte und nur ein RAM in den Slots.
Nun war mein Ansatz, im Bios nachzusehen, ob es da was Auffälliges gäbe. Ab dem Moment wurde klar, das würde das eigentliche Problem werden, denn ich kam nicht einfach ins Bios. Weder F1/F2/F11 wurde angenommen, weder "gehackt", noch dauerhaft gedrückt. Die Tastatur war schon vorher tot. Nun fiel auf, dass der Bootvorgang eigentlich jedesmal etwas anders verlief. Mal hing der Rechner schneller, mal später, mal blinkten die LEDs für Num Lock/Caps Lock/Scroll Lock auf, einmal, zweimal, manchmal dreimal.
Nun nahm ich etliche Starts vor, mit und ohne Knopfzelle auf der Platine. Das Ergebnis blieb weiterhin erratisch. Irgendwann war die Schlussfolgerung, im Bios könnte "Undefiniertes" stehen, ein Reset wäre zumindest eine Möglichkeit, um ins Bios zu kommen und einen stabilen Startvorgang zu ermöglichen. Das war inzwischen Tag 2...
War keine leichte Entscheidung, da ich später alle möglichen Settings für mein altes System händisch einstellen müsste und ich mich auch da auf Input von außen verlassen müsste. Wie gesagt, ein altes System, Hardware und Bios-Rumgefusche ist nicht mein Kompetenzgebiet. Aber irgendwas musste jetzt passieren, es ging schließlich gar nicht mehr vorwärts.
Also CLRCMOS1 kurzschließen und hoffen, dass sich das Bios jetzt zeigt. Tat es aber nicht....
Hab dann noch ein paar Mal ein und ausgeschaltet, mit zeitlichen Abständen von ein paar Minuten, mal mit Zelle, mal ohne. Irgendwann bekam ich endlich einen Bootscreen, der F1/F2/F11 anbot (und diverse Infos wie Bad Checksum), aber immerhin, ich kam ins Bios!
Hab testweise das Datum auf 2026 eingestellt, F10 und Exit. Das blieb leider für eine ganze Weile das einzige Mal, dass ich bis dahin kam. Habe dann diverse Messungen am Board vorgenommen, ob Spannungen da ankommen, wo sie sein sollten. Hab u.a. den ATX Stecker abgezogen, den CPU-Stecker, es soll ja Oxide geben.....
Es blieb chaotisch, kein erkennbares Muster, warum jeder Start anders war und quasi immer im Einfrieren endete, statt wenigstens auf dem Bootscreen. Hab dann längere Zeiten gewartet zwischen Ein- und Ausschalten, mal mit angeschaltetem Netzteil (wegen +5VSB).
Und endlich zeigte sich ein Muster; blieb der Rechner ca. 25-30 Minuten aus, egal ob Netzteil an oder aus war, es erschien zuverlässig der Bootscreen und ich kam weiter ins Bios.
Nun meine Frage, was zur Hölle steckt da für eine Logik dahinter, dass (vermutlich!) irgendwas auf dem Motherboard eine Spannung hält, die erst abgebaut sein muss, damit der Rechner beim nächsten Einschalten nicht einfriert? Ich hätte ja vermutet, dass entweder die Knopfzelle eine "falsche" Spannung halten würde, aber die Zelle war ja jetzt bei all den letzten Tests draußen. Oder ein Kondi im Netzteil? Aber dessen Spannungen waren schon nach Sekunden runter gegen 0V.
Ebenso unverständlich für mich; selbst, wenn das Netzteil an blieb, also +5VSB noch aktiv war, es war kein Hindernis dafür, den Rechner nach 25 Minuten starten zu können und den Bootscreen zu sehen! Macht alles für mich keinen Sinn, aber ich hab leider vom Bios und dem Motherboard selbst sowieso nur oberflächliches Wissen.
Kann mir jemand anhand der obigen Schilderung wenigstens aus dder Praxis heraus eine Vermutung anbieten, wo der Fehlerteufel zu suchen ist? Ich weiß momentan ja noch nicht mal, ob ich später, wenn das Bios korrekt eingestellt sein sollte, das System auf der Festplatte überhaupt zum laufen bekomme. Aber da sehe ich eher bessere Chancen.
Lediglich, die Ursache für das plötzliche Einfrieren nach dem Start und warum ich erst ne gute halbe Stunde warten muss, um STABIL einen Bootscreen zu bekommen, das muss mir jemand PLAUSIBEL erklären, damit ich ab da weitermachen kann. Mit viel Glück......
Waldschrat
Folgendes Problem. Mein Rechner, 20 Jahre alt, Win XP, ASRock ALiveSATA2-GLAN (AMD Athlon 2.8 GHz, VIA K8T890 chipset), ohne Internetanschluss (reine Musikmaschine) war vormittags noch in Betrieb. Abgeschaltet und nach dem Mittag fror der Rechner ca. 1 Minute nach dem Booten ein, während ich noch auf dem Desktop war. Tastatur & Mouse tot, Monitore zeigten noch an (Grafikkarte für 1x VGA-Moni, 1xHDMI-Moni).
Hab den Rechner per Fronttaster abgeschaltet (3Sek. drücken). Wieder eingeschaltet, selbes Spiel, dauerte ca. 1 Minute. Beim nächsten Versuch blieb der Rechner bereits beim Booten hängen, auf dem Hauptschirm das XP Win Logo und der Fortschrittsbalken.
Hab ein ähnliches Problem vor längerem gehabt, der Austausch der Onboard-Zelle genügte und es ging weiter. Habe dementsprechend auch hier die Zelle gewechselt. Alte Zelle 2,65V, neue Zelle aus dem Laden frische 3,2V.
Leider das selbe Ergebnis, der Rechner blieb weiterhin direkt beim Booten hängen. Hab dann nach und nach die RAMs reduziert, auch mal die Slots gewechselt. Bei meinem System sind alle 4 DDRII RAM Slots belegt. Aber es tat sich nichts. Dann die Audio-Karte entfernt, auch mal den einen und den anderen Monitor von der GF-Karte abgezogen, keine Änderung.
Da ich kein Fachmann bin und wenigstens eine Dokumentation über das weitere Vorgehen und die Ergebnisse chronologisch haben wollte, hab ich den Kollegen GPT als (mit Vorsicht zu genießenden, aber immerhin in diesem Sachverhalt wesentlich kompetenteren) Hinweisgeber und Dokumentator der Vorgänge dazugenommen und das System bis aufs Skelett abgestrippt. Festplatten, Floppy, CD-Laufwerk, alles ab. Inzwischen läuft nur das Motherboard und der VGA-Monitor.
Netzteil ist ok, 11,7V / 5,2V / 3,3V.
Nun sollte kein peripheres Gerät mehr am Ausfall schuld sein, es wurden alle potentiellen Variablen entweder entfernt, bzw. die noch verbliebenen auf Funktion überprüft; Grafikkarte und nur ein RAM in den Slots.
Nun war mein Ansatz, im Bios nachzusehen, ob es da was Auffälliges gäbe. Ab dem Moment wurde klar, das würde das eigentliche Problem werden, denn ich kam nicht einfach ins Bios. Weder F1/F2/F11 wurde angenommen, weder "gehackt", noch dauerhaft gedrückt. Die Tastatur war schon vorher tot. Nun fiel auf, dass der Bootvorgang eigentlich jedesmal etwas anders verlief. Mal hing der Rechner schneller, mal später, mal blinkten die LEDs für Num Lock/Caps Lock/Scroll Lock auf, einmal, zweimal, manchmal dreimal.
Nun nahm ich etliche Starts vor, mit und ohne Knopfzelle auf der Platine. Das Ergebnis blieb weiterhin erratisch. Irgendwann war die Schlussfolgerung, im Bios könnte "Undefiniertes" stehen, ein Reset wäre zumindest eine Möglichkeit, um ins Bios zu kommen und einen stabilen Startvorgang zu ermöglichen. Das war inzwischen Tag 2...
War keine leichte Entscheidung, da ich später alle möglichen Settings für mein altes System händisch einstellen müsste und ich mich auch da auf Input von außen verlassen müsste. Wie gesagt, ein altes System, Hardware und Bios-Rumgefusche ist nicht mein Kompetenzgebiet. Aber irgendwas musste jetzt passieren, es ging schließlich gar nicht mehr vorwärts.
Also CLRCMOS1 kurzschließen und hoffen, dass sich das Bios jetzt zeigt. Tat es aber nicht....
Hab dann noch ein paar Mal ein und ausgeschaltet, mit zeitlichen Abständen von ein paar Minuten, mal mit Zelle, mal ohne. Irgendwann bekam ich endlich einen Bootscreen, der F1/F2/F11 anbot (und diverse Infos wie Bad Checksum), aber immerhin, ich kam ins Bios!
Hab testweise das Datum auf 2026 eingestellt, F10 und Exit. Das blieb leider für eine ganze Weile das einzige Mal, dass ich bis dahin kam. Habe dann diverse Messungen am Board vorgenommen, ob Spannungen da ankommen, wo sie sein sollten. Hab u.a. den ATX Stecker abgezogen, den CPU-Stecker, es soll ja Oxide geben.....
Es blieb chaotisch, kein erkennbares Muster, warum jeder Start anders war und quasi immer im Einfrieren endete, statt wenigstens auf dem Bootscreen. Hab dann längere Zeiten gewartet zwischen Ein- und Ausschalten, mal mit angeschaltetem Netzteil (wegen +5VSB).
Und endlich zeigte sich ein Muster; blieb der Rechner ca. 25-30 Minuten aus, egal ob Netzteil an oder aus war, es erschien zuverlässig der Bootscreen und ich kam weiter ins Bios.
Nun meine Frage, was zur Hölle steckt da für eine Logik dahinter, dass (vermutlich!) irgendwas auf dem Motherboard eine Spannung hält, die erst abgebaut sein muss, damit der Rechner beim nächsten Einschalten nicht einfriert? Ich hätte ja vermutet, dass entweder die Knopfzelle eine "falsche" Spannung halten würde, aber die Zelle war ja jetzt bei all den letzten Tests draußen. Oder ein Kondi im Netzteil? Aber dessen Spannungen waren schon nach Sekunden runter gegen 0V.
Ebenso unverständlich für mich; selbst, wenn das Netzteil an blieb, also +5VSB noch aktiv war, es war kein Hindernis dafür, den Rechner nach 25 Minuten starten zu können und den Bootscreen zu sehen! Macht alles für mich keinen Sinn, aber ich hab leider vom Bios und dem Motherboard selbst sowieso nur oberflächliches Wissen.
Kann mir jemand anhand der obigen Schilderung wenigstens aus dder Praxis heraus eine Vermutung anbieten, wo der Fehlerteufel zu suchen ist? Ich weiß momentan ja noch nicht mal, ob ich später, wenn das Bios korrekt eingestellt sein sollte, das System auf der Festplatte überhaupt zum laufen bekomme. Aber da sehe ich eher bessere Chancen.
Lediglich, die Ursache für das plötzliche Einfrieren nach dem Start und warum ich erst ne gute halbe Stunde warten muss, um STABIL einen Bootscreen zu bekommen, das muss mir jemand PLAUSIBEL erklären, damit ich ab da weitermachen kann. Mit viel Glück......
Waldschrat