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Plötzlich chaotisches Bootverhalten auf 20 Jahre altem Rechner
Bei diesen alten Asrock Mainboards kommt mit F2 in BIOS, allerdings kann seinen das das mit USB-Tastaturen nicht funktioniert, mit einer PS/2 Tastatur müßte das gehen.
Ansonsten nach dem Einschalten warten bis die Tastatur aufblinkt, dann immer wieder F2 drücken bis das BIOS erscheint.
Den hab ich mir durchgelesen und kann keine Infos zu meinen Fragen finden. Sonst hätte ich die Fragen nicht gestellt.
Wie Voll ist die Festplatte/HDD? (kann man einfach in Windows sehen)
Wie ist der "Gesundheitszustand" der SSD/HDD?
Mit Crystal Diskinfo mal das/die Laufwerk/e) checken und Ergebnis Posten. (der Link ist vom Computer Base Dowloadbereich)
Wie schon erwähnt, würde ich mir mehr Gedanken darüber machen, die wichtigen Daten zu sichern, anstatt daran rum zu doktern. Wenn die Daten gesichert sind, kann man sich um die Hardware kümmern.
EDIT: Wenn die Platte/SSD auch 20Jahre alt ist, "Gold wert ist" und noch nie darauf geachtet oder mal getauscht wurde, würde ich mir über den Restlichen PC erstmal keine Sorge machen, sondern schnellst möglichst ALLES sichern.
20 Jahre alt. Wann wurde mal was an der Kühlung (Säuberung) bzw. der Wärmeleitpaste getan? Ist das ein Sockel 939? Könnte auch 754 sein. 2.8 GH hatte defacto kein echter 939er, der hier zu erwarten wäre. Athlon 2800+ gab es nur für 754. AM2 gab es noch den 5600+, aber dafür ist der PC wohl knapp zu alt bzw. der Chipsatz passt nicht. Wobei 20 Jahre hier relativ zu sehen. ... jedenfalls sollte die CPU wegen zuviel Hitze abschalten. Aber trotzdem möglich das die damit einen Treffer wegbekommt. Oder schlicht und ergreifend Festplatte defekt (ging bei 754/939 eine SSD reinzufrickeln?).
Regelmäßig gereinigt, sonst wären keine 20 Jahre draus geworden. Ja, auch mal Paste, aber höchstens aller 5 Jahre. Ist n Gefummel. Das Bios zeigt fluffige 52 Grad, scheint im grünen Bereich zu sein. Oder? Festplatte ist ab, es geht nur um Motherboard+Netzteil. Allein das spinnt schon rum und ich muss 25 Minuten warten, bevor ich ins Bios darf. Nich lustig....
Die gleichen Teile gebraucht zusammenkaufen (erstmal Motherboard, gleiche Revision) und 1:1 umbauen
Das gesamte Windows in eine virtuelle Maschine umwandeln
Einen "relativ kompatiblen" neueren PC besorgen (z.B. Core i3/i5 bis einschließlich Gen 4)
Oder alles neu machen. Windows 10 ist zwar häßlich wie die Nacht und ästhetisch und funktional eine Strafe, aber in der 32-Bit-Version sollte das meiste zum Laufen zu bekommen sein (am besten bis Version 1809 ohne die verkackte Bildschirmskalierung). Für reine Offline-Aktivitäten könnte Windows 7 Premium, ebenfalls in der 32-Bit-Version, immer noch eine gute Wahl sein.
Punkt 2 wird wohl passieren, Motherboard gegen gleiches Modell tauschen und das NT ebenfalls. Wenn das erstmal läuft, wäre das System auch wieder da. Aber bis dahin.... Es besteht noch geringe Hoffnung, dass es vllt. doch nicht die Hardware ist. Sehr geringe...
Ergänzung ()
TorenAltair schrieb:
Einfach eine VM erstellen und in einem aktuellen Rechner ausführen. Spannungen im BIOS haben 0 Aussagekraft.
Dafür hab ich zuwenig Technikdurchblick. Mal grob gefragt, vorausgesetzt, jemand setzt mir auf meinem "neuen" Laptop eine VM auf, sämtliche Pfade würden dann innerhalb des Systems wieder erkannt? Meine Plugins suchen unter ellenlangen Pfaden nach zB Samples, Patches usw. Teil des Pfades ist ua der Username vom alten System, wäre der automatisch wieder da? Hab noch nie mit VMs gearbeitet.
Man macht ein Abbild des bestehenden Datenträgers.
Bei einem neuen/gebrauchten Rechner (mit Windows Pro z.B. ist HyperV dabei) erstellt man dort eine virtuelle Maschine. Dort gibt man an was die Maschine hardwaretechnisch darstellen soll. Als Datenträger bindet man das Abbild von zuvor ein und startet einfach.
Ein Refurbished Business-PC kostet 100-200 Euro.
Ist halt ein Ratespiel. Nach 20 Jahren kann es fast alles sein.
Ich würde aber auch auf Kondensatoren tippen.
Persönlich würde ich als Allererstes versuchen, die Daten auf der Festplatte zu retten. Dann kannst du auch gleich ausschließen, dass der Fehler durch einen HDD-Defekt auftritt. Sobald die wichtigsten Daten safe sind, würde ich mich um die restliche Hardware kümmern.
Die Festplatten sind ok, das ist momentan auch alles abgeklemmt. Problem, ich komm nicht mal bis ins Bios. Das Ding hängt sich vorher auf - es sei denn, ich lass das Teil 25 Minuten aus. Dann kommt der Bootscreen und ich kann weiter ins Bios. Aber das sollte schon nicht so sein. Worans liegt - noch ein Rätsel.
Ergänzung ()
Staplerfahrer schrieb:
Dann würde ich mal alle Laufwerke abklemmen mitsamt Kabel. Ein defektes Laufwerkkabel kann das selbige Problem sein um nicht ins Bios zu gelangen. Ohne Laufwerkszugriff soll ein Bootvorgang ins Bios möglich sein.
Steht oben, ist alles längst abgeklemmt, Datenkabel wie auch Molex. Hier rattert nur das Motherboard, NT und ne Grafikkarte (hab auch ohne Karte getestet, blieb enbenso hängen). Bios nur nach 25 Min. Es ist verzwickt...
Ergänzung ()
Sje2006 schrieb:
Bei diesen alten Asrock Mainboards kommt mit F2 in BIOS, allerdings kann seinen das das mit USB-Tastaturen nicht funktioniert, mit einer PS/2 Tastatur müßte das gehen.
Ansonsten nach dem Einschalten warten bis die Tastatur aufblinkt, dann immer wieder F2 drücken bis das BIOS erscheint.
Yep, ist ne PS/2, F2 geht auch, sobald man den Bootscreen vorher erreicht (welcher bereits bad checksum anzeigt usw). Über den Punkt bin ich schon hinaus. Die Frage bleibt - warum muss ich 25 Min warten. Vorher ist da kein Reinkommen. Is irre....
Ergänzung ()
LeahpaR schrieb:
Den hab ich mir durchgelesen und kann keine Infos zu meinen Fragen finden. Sonst hätte ich die Fragen nicht gestellt.
Wie Voll ist die Festplatte/HDD? (kann man einfach in Windows sehen)
Ich hab versucht, die Frage richtig einzuordnen, da die Festplatte ja bereits nicht mehr Teil des Problems ist, da längst abgeklemmt, sondern das pure Reinkommen ins Bios schon unmöglich ist. Festplatte wird ja erst interessant, wenn die Basis erst mal wieder gehen würde.
LeahpaR schrieb:
Wie ist der "Gesundheitszustand" der SSD/HDD?
Mit Crystal Diskinfo mal das/die Laufwerk/e) checken und Ergebnis Posten. (der Link ist vom Computer Base Dowloadbereich)
Keine Ahnung, wie ich eine Festplatte testen soll, wenn ich keinen funktionierenden Rechner habe, an den diese Dinger passen. Wie gesagt, die Festplatte ist eh außen vor.
LeahpaR schrieb:
Wie schon erwähnt, würde ich mir mehr Gedanken darüber machen, die wichtigen Daten zu sichern, anstatt daran rum zu doktern. Wenn die Daten gesichert sind, kann man sich um die Hardware kümmern.
EDIT: Wenn die Platte/SSD auch 20Jahre alt ist, "Gold wert ist" und noch nie darauf geachtet oder mal getauscht wurde, würde ich mir über den Restlichen PC erstmal keine Sorge machen, sondern schnellst möglichst ALLES sichern.
Die Festplatten sind insofern goldwert, weil sie Teil des bislang funktionierenden Systems waren. Die Daten sind natürlich gesichert, was zB Projekte, Plugins, Programme, Samples usw betrifft. Aber Die Installationen, die unzähligen Pfade, das ist alles in 20 Jahren gewachsen. Klar, man kann alles mit viel Aufwand wieder neu herstellen, aber die Maschine ist ja gerade erst ausgestiegen, es ist nix explodiert oder verbrannt und es besteht noch ein Schimmer Hoffnung, dass ich hier eventuell noch einen Tip bekomme, der erklärt, warum ich nicht mal normal ins Bios komme. Alles andere baut dann darauf auf. Ein kompletter Um/Neubau würde meine Fähigkeiten noch viel mehr übersteigen als eine (gemeinsame) Fehlersuche. Ich geb der Sache noch etwas Zeit.
Ergänzung ()
TorenAltair schrieb:
Man macht ein Abbild des bestehenden Datenträgers.
Bei einem neuen/gebrauchten Rechner (mit Windows Pro z.B. ist HyperV dabei) erstellt man dort eine virtuelle Maschine. Dort gibt man an was die Maschine hardwaretechnisch darstellen soll. Als Datenträger bindet man das Abbild von zuvor ein und startet einfach.
Ein Refurbished Business-PC kostet 100-200 Euro.
Sollte die Fehlersuche hier nix bringen, wirds dann wohl so passieren. Geld spielt eine extrem untergeordnete Rolle. Ich will nur Folgendes vermeiden; alle Pfade wieder neu erstellen zu müssen. Alle auf der alten Kiste super laufenden Programme neu installieren zu müssen. Und dass meine uralten 32-Bit Plugins auf der VM dann laufen, kann ich auch nur hoffen...
Ergänzung ()
TorenAltair schrieb:
Man macht ein Abbild des bestehenden Datenträgers.
Bei einem neuen/gebrauchten Rechner (mit Windows Pro z.B. ist HyperV dabei) erstellt man dort eine virtuelle Maschine. Dort gibt man an was die Maschine hardwaretechnisch darstellen soll. Als Datenträger bindet man das Abbild von zuvor ein und startet einfach.
Ein Refurbished Business-PC kostet 100-200 Euro.
Sollte die Fehlersuche hier nix bringen, wirds dann wohl so passieren. Geld spielt eine extrem untergeordnete Rolle. Ich will nur Folgendes vermeiden; alle Pfade wieder neu erstellen zu müssen. Alle auf der alten Kiste super laufenden Programme neu installieren zu müssen. Und dass meine uralten 32-Bit Plugins auf der VM dann laufen, kann ich auch nur hoffen...
Ich will nur Folgendes vermeiden; alle Pfade wieder neu erstellen zu müssen. Alle auf der alten Kiste super laufenden Programme neu installieren zu müssen. Und dass meine uralten 32-Bit Plugins auf der VM dann laufen, kann ich auch nur hoffen...
Sorry, aber Hardware altert halt und ist irgendwann auch einfach mal kaputt. Und wenn das Wiederherstellen der Arbeitsumgebung dann einen kaum zu bewältigenden Aufwand darstellt, dann hat mensch in den letzten x Jahren was falsch gemacht. Wenn du den PC unbedingt weiter nutzen willst, wirst du zum Testen nicht darum herumkommen, mal ein am besten identisches Ersatzmainboard zu besorgen und das Ding auszutauschen. Netzteil ist auch ein Verdächtiger. Könnte beides angesichts des Alters der Hardware (und wahrscheinlich auch der XP-Installation) nicht ganz umkompliziert werden. Steile These: Umzug auf ein neues System oder in eine VM ist eventuell weniger Stress.
virtualisieren... kann ja auch keinen spaß machen musik zu produzieren auf dem ding. das rechnet sich doch nen wolf. die wartezeit die du dir da sparst, hast du nach einem tag wieder drin - im vergleich zur problemlösung
Die Festplatten sind insofern goldwert, weil sie Teil des bislang funktionierenden Systems waren. Die Daten sind natürlich gesichert, was zB Projekte, Plugins, Programme, Samples usw betrifft. Aber Die Installationen, die unzähligen Pfade, das ist alles in 20 Jahren gewachsen. Klar, man kann alles mit viel Aufwand wieder neu herstellen, aber die Maschine ist ja gerade erst ausgestiegen, es ist nix explodiert oder verbrannt und es besteht noch ein Schimmer Hoffnung, dass ich hier eventuell noch einen Tip bekomme, der erklärt, warum ich nicht mal normal ins Bios komme. Alles andere baut dann darauf auf. Ein kompletter Um/Neubau würde meine Fähigkeiten noch viel mehr übersteigen als eine (gemeinsame) Fehlersuche. Ich geb der Sache noch etwas Zeit.
Sollte die Fehlersuche hier nix bringen, wirds dann wohl so passieren. Geld spielt eine extrem untergeordnete Rolle. Ich will nur Folgendes vermeiden; alle Pfade wieder neu erstellen zu müssen. Alle auf der alten Kiste super laufenden Programme neu installieren zu müssen. Und dass meine uralten 32-Bit Plugins auf der VM dann laufen, kann ich auch nur hoffen...
Ergänzung ()
Sollte die Fehlersuche hier nix bringen, wirds dann wohl so passieren. Geld spielt eine extrem untergeordnete Rolle. Ich will nur Folgendes vermeiden; alle Pfade wieder neu erstellen zu müssen. Alle auf der alten Kiste super laufenden Programme neu installieren zu müssen. Und dass meine uralten 32-Bit Plugins auf der VM dann laufen, kann ich auch nur hoffen...
Nach menschlichem Ermessen wirst Du früher oder später nicht drumherum kommen, falls Du nicht vorhast, vor besagtem PC das zeitliche zu segnen.
Wie schon geschrieben: Schau' doch mal in den kommenden Wochen und Monaten bei Ebay nach dem identischen Motherboard. Die Revision gibt Dir "msinfo32" aus. Ein ATX-Netzteil, CPU oder DIMMs sind das kleinere Problem.
Mag auch sein, dass Du hier im Forum jemanden mit langjähriger Erfahrung im Motherboard-Löten findest, die/der für eine kleine Aufwandsentschädigung (und einen Leserartikel) z.B. einen defekten Kondensator oder ein anderes Bauteil austauschen kann. Man muss solche Kisten ja keinesfalls wegschmeißen (die um Größenordnungen langsamer rechnenden Apple's 1, 2, Amigas, Atari Falcons oder C16/64/128 laufen auch noch, und auch ich sammele ältere Laptops, die ich mir damals nie und nimmer leisten konnte), aber man sollte sich einen kleinen Ersatzteilvorrat auf Lager legen.
Sorry, aber Hardware altert halt und ist irgendwann auch einfach mal kaputt. Und wenn das Wiederherstellen der Arbeitsumgebung dann einen kaum zu bewältigenden Aufwand darstellt, dann hat mensch in den letzten x Jahren was falsch gemacht. Wenn du den PC unbedingt weiter nutzen willst, wirst du zum Testen nicht darum herumkommen, mal ein am besten identisches Ersatzmainboard zu besorgen und das Ding auszutauschen. Netzteil ist auch ein Verdächtiger. Könnte beides angesichts des Alters der Hardware (und wahrscheinlich auch der XP-Installation) nicht ganz umkompliziert werden. Steile These: Umzug auf ein neues System oder in eine VM ist eventuell weniger Stress.
Yep, beide Varianten stehen im Raum und wahrscheinlich ist die VM sinnvoller, allein schon als Sicherheits-Backup für meinen alten gaul. Aber ich muss mich in das Thema erst reinfressen, bin leider nur Anwender, zu wenig Insider, wenn überhaupt. Noten und Sounds sind mein Ding. Betriebssysteme nicht so....
Ergänzung ()
lazsniper schrieb:
virtualisieren... kann ja auch keinen spaß machen musik zu produzieren auf dem ding. das rechnet sich doch nen wolf. die wartezeit die du dir da sparst, hast du nach einem tag wieder drin - im vergleich zur problemlösung
Keine Ahnung, was du von XP denkst 😁, aber wenn ich da mit Wartezeit Probleme gehabt hätte, würde die Kiste nicht 20 Jahre bei mir die Bude verschönert haben. Bis vorgestern hat Reaper darauf noch geschnurrt wie ein Ferrari... Aber stimmt, ein virtuelles Backup zu haben.... ist ne Überlegung wert.
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samuelclemens schrieb:
Genau das war auch mein erster Gedanke. Aber lässt sich ein vm Image der Festplatte im Nachhinein noch ziehen?
Mal vorausgesetzt die ist nicht defekt?
Ich kenn mich da leider nicht aus, habs mit GPT besprochen. Es meint ja. Aber es gäbe schon ein paar Haken. Ich warte mal, was die Fachleute dazu sagen...
Ergänzung ()
Spock37 schrieb:
Nach menschlichem Ermessen wirst Du früher oder später nicht drumherum kommne, falls Du nicht vorhast, vor besagtem PC das zeitliche zu segnen.
Ich hab die Hinweise bzgl VM inzwischen schon mehrfach gehört und werds in Betracht ziehen. Zumal es vielleicht die einzige Option ist, wenn ich den Fehler hier wirklich nicht näher einkreisen kann.
Spock37 schrieb:
Wie schon geschrieben: Schau' doch mal in den kommenden Wochen und Monaten bei Ebay nach dem identischen Motherboard. Ein ATX-Netzteil, CPU oder DIMMs sind das kleinere Problem.
Kosten sind kein Problem, es müsste nur exakt das selbe Board sein, das NT ist weniger problematisch, yep.
Spock37 schrieb:
Mag auch sein, dass Du hier im Forum jemanden mit langjähriger Erfahrung im Motherboard-Löten findest, die/der für eine kleine Aufwandsentschädigung (und einen Leserartikel) z.B. einen defekten Kondensator oder ein anderes Bauteil austauschen kann. Man muss solche Kisten ja nicht wegschmeißen (Apple's 1, 2, Amigas, Ataris oder C64 laufen auch noch, und auch ich sammele ältere Laptops, die ich mir damals nie und nimmer leisten konnte), aber man sollte sich einen kleinen Ersatzteilvorrat auf Lager legen.
Bin mit Lötkolben großgeworden, das wäre easy, wenns ein sichtbares Problem gäbe. Aber es gibt leider nix Verdächtiges zu sehen und mein Gebiet ist eher Audiotechnik, keine Motherboards. Wird wohl auf Ersatzteile oder VM hinauslaufen. Ich geb der Sache noch ein paar Tage....
Das selbe Mainboard nachkaufen macht kein Sinn, da gebrauchte Mainboards unter den selben Problemen leiden können.
Desweitern muß man defekte Elkos (Kondensatoren) nicht zwangsläufig erkennen können.
Die können auch austrocknen ohne das was zu sehen ist, da hilft nur die Elkos durchzumessen auf Kurzschlüsse und ob die noch ihre aufgedruckten Werte erreichen.
Man kann auch beidem Board auf verdacht hin sämtliche Elkos austauschen.
Außerdem würde es machen mal ein Multimeter mit Startmoment an den 4 Pin zu hängen (Gelb +, Schwarz -/Masse), wenn bei einschalten die Spannung unter 11,5 Volt fällt kann das Netzteil die Ursache sein und das wäre einfach auszutauschen.
Unabhängig von Deinen Umbauversuchen, zuerst mal Deine bisherigen Festplatten sichern! Oder hast Du bereits Backups?
Dein Erlebnis ist genau der Beweis, daß man mit einer Migration einfach nicht lange warten soll. 20 Jahre ist zu lange. Ich habe über die Jahre meine Musik immer wieder migriert, so daß ich bis heute auf meine Kompositionen von vor 30 Jahren zugreifen kann.
Ich würde jetzt an Deiner Stelle einiges Geld in die Hand nehmen, und mir Profis suchen, die das vernünftig migrieren können. Dazu mußt Du erst mal genau auflisten, was für Software Du genau verwendet hattest.
Ergänzung ()
TorenAltair schrieb:
Einfach eine VM erstellen und in einem aktuellen Rechner ausführen. Spannungen im BIOS haben 0 Aussagekraft.
Das ist bei entsprechender Audiosoftware nicht so einfach, wenn die explizit auf Hardware und entsprechende Schnittstellen setzt. Meiner Erfahrung kann man da nicht alles direkt in einer VM betreiben, weil die Software dort nicht startet. Erst recht, wenn dann noch alte Dongles und andere Kopierschutze laufen.
Ergänzung ()
Sje2006 schrieb:
Das selbe Mainboard nachkaufen macht kein Sinn, da gebrauchte Mainboards unter den selben Problemen leiden können.
Reaper gibts heute noch, daß hättest Du schon lange mal migrieren können https://www.reaper.fm/
Laut KI kann Reaper 7 alte Projektdateien reimportieren. Bei Effekten und Plugins hast Du vermutlich Probleme und mußt sie neu machen.
Ich habe auch aus den 90ern von Steinberg Pro24 smooth nach Windows und Cubase 1.0 bis heute durchweg alles immer überführen können.
Was mir immer unbegreiflich sein wird: Wenn einem etwas wichtig ist, rechnet mal einen potentiellen Ausfall ein und schaut, daß man seine Sachen entsprechend VORHER sichert bzw. sich um Ausfallsicherheit sorgt (2.PC mit identischer HW usw.). Statt dessen es einige wie Du immer auf den letzten Drücker darauf ankommen mit dem Risiko, alles zu verlieren.
Ergänzung ()
Waldschrat2026 schrieb:
Die Festplatten sind insofern goldwert, weil sie Teil des bislang funktionierenden Systems waren. Die Daten sind natürlich gesichert, was zB Projekte, Plugins, Programme, Samples usw betrifft. Aber Die Installationen, die unzähligen Pfade, das ist alles in 20 Jahren gewachsen.
wie hast du das denn gemessen? übrigens sind 11,7 V im Idle oder ohne Last zu wenig. Ja es ist noch in den Specs, aber wenn Lastspitzen auftreten, könnte das schnell unter die 11,4 V fallen und das seltsamste Verhalten auslösen.
@Waldschrat2026 Habe jetzt nicht alles gelesen, aber ich habe ein vielleicht vergleichbares Problem mit einem NUC DN2820 von ca. 2014: Der wirft beim POST für eine halbe Sekunde eine rote, längliche Fehlermeldung, das sehe ich auch nur, weil ich wie auf allen meinen Rechnern das Boot-Logo deaktiviert habe. Ins BIOS/EFI komme ich nicht mehr, er bootet danach aber in der damals eingestellten Boot-Reihenfolge (USB, sonst SATA1). Laut einem Kollegen mit entsprechender Expertise hat der CMOS-Chip einen weg, also ist der Rechner eigentlich tot. Da er aber meine nicht produktiven Linux-Systeme von USB-Stick und interner SSD weiterhin bootet und bis auf das „kleine“ Problem, nicht mehr ins BIOS zu kommen, funktioniert, benutze ich ihn einfach so lange weiter, bis er irgendwann eines natürlichen Todes stirbt. 1:1 Ersatz gibt es natürlich schon länger, aber warum den Gaul nicht so lange reiten, wie es geht. In deinem Fall natürlich etwas anders, aber die Badewannen-Kurve bei PC-Hardware ist in den letzten 25 Jahren meistens 8-10 Jahre breit gewesen, spätestens danach sollte man mit dem spontanen Ableben jederzeit rechnen und entsprechend darauf eingestellt sein. Hilft dir jetzt wahrscheinlich auch nicht großartig, aber so ist das halt …