News Preiserhöhung von Amazon Prime in 2022: Betroffene können sich jetzt bei Sammelklage anmelden

Habe mich auch bei beiden Verfahren eingetragen. Sehe da nichts schlimmes dran. Amazon hat seine Kunden übervorteilt und muss das halt korrigieren. Ist ja nicht das erste Unternehmen dem sowas passiert ist. Von der Bank habe ich auch schon Gebühren erstattet bekommen bei denen nachträglich festgestellt wurde, dass die Erhebung rechtlich nicht einwandfrei war.

Dank solcher Geschichten sind schon viele Dinge verbraucherfreundlicher geworden, opt-in oder auch Online-Kündigung. Ich sehe das positiv. Und Amazon wird es gerade noch verkraften. Wer denkt, dass sie deswegen jemandem kündigen sollte nochmal prüfen wieviel EUR er pro Jahr an Amazon überweist. Das lohnt sich für die trotzdem.
 
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@Andy
Saubere Erläuterung der beiden Fälle. Eine wirklich sehr gute Zusammenfassung. Vielen Dank.
Insbesondere das hier war mir neu:
Nutzer, die Werbung sehen, steht nach Ansicht der Verbraucherschützer eine Entschädigung in Höhe des Zusatz-Abos zu.
Die Werbung im Prime Abo nervt mich nämlich extrem. Ist nur leider nicht mein Account, sondern der meiner Freundin und sie will nicht kündigen.
So gibts wenigstens (hoffentlich) Geld zurück.
 
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Warhead schrieb:
kann man nun also selber entscheiden, ob man die paar Euro sich erstreitet und damit dann das Abo gekündigt bekommt
Aber sicher doch!

Weil Amazon natürlich mehreren 100.000 Kunden kündigen wird wegen 20,90 €.

Das ist der bisherige Beteiligungsstand bei der Prime-Video Klage:
112.png

Und bei der Prime-Mitgliedschaft Klage wird es nicht viel anders ausschauen.
 
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Buttkiss schrieb:
Davon gehe ich aus das Ihnen das bewusst war. Aber wieviele geprellte Leute werden sich an einer Sammelklage beteiligen? vermutlich nur ein geringer Anteil so dass die Aktion trotzdem ein finanzieller Erfolg ist.
Glaube ich nicht, dass da so gedacht wurde. Da wurde maximal abgewogen ob ein paar Leute kündigen.

Denn damals gab es in Deutschland noch keine "Abhilfeklage" als Unterart der Sammelklage, sondern nur die Musterfeststellungsklage. Bei einer Musterfeststellungsklage kann man auch beitreten, gibt aber kein Geld zurück bzw. man hätte separat unter Berufung auf die Musterfeststellungsklage nochmal selbst klagen müssen. Das hätte natürlich kaum jemand gemacht.

Die Beteiligung an einer Abhilfeklage mit geringem Aufwand und quasi Null Risiko verbunden. Da sieht die Beteiligung ganz anders aus.
Auch werden sich andere Anbieter hüten sowas durchzuziehen, falls Amazon hier 2x verliert und die Erhöhung nebst Zinsen zurückzahlen muss.

Wobei ich die Argumentation bei der Erhöhung des Jahrebetrags ehrlich gesagt nicht nachvollziehen kann. Bei der Werbeeinführung kann ichs dagegen bestens nachvollziehen, das kam einfach so ins laufende Abo.
 
Und wenn ich da mitmache bekomme ich zwar paar euro zurück aber damit auch gleich einen Account Bann von Amazon ? Glaube kaum das die mich danach normal als Kunde behalten wollen. Wem der verlust der Accounts paar euro Wert ist kann das ja machen.
 
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Gibt es im Dashboard eine Übersicht mit Zeiträumen? Aktuell habe ich nur die Android-App zur Hand.
Bei mir war es ein wilder Wechsel zwischen Amazon-Familie, Einzelabo und Co.
 
HAse_ONE schrieb:
Ich versteh diese Urteile immer nicht. Nicht, dass ich das nicht gut finden würde, eher im Gegenteil. Aber Amazon erhöht die Preise, wer nicht will kündigt dann. Wie kann eine Preiserhöhung dann "nicht rechtens" sein?
Ich beziehe mich mal auf die andere Sammelklage. Bezahle jährlich, Laufzeit 1 Jahr. Während dieser Laufzeit ändert Amazon den Umfang, also einseitig den Vertrag. Die Wahl war jetzt mit Werbung oder glaube 2,99 monatlich mehr, damit es Werbefrei bleibt. Wenn die das bei jeden einzelnen nach ablauf des Jahres gemacht hätten, hätte ja auch keiner geschrien. So wurde Vertrag einseitig geändert und das sollte so nicht sein.

Diese Klage verstehe ich auch nicht ganz, da jeder ja zustimmen oder ablehnen konnte. Gibt es Leute die abgelehnt haben, weiterhin Prime haben, weil Amazon nicht gekündigt hat, sondern einfach mit neuen Preis abgebucht hat?
 
Kleiner69 schrieb:
wird wegen 20,90 €.
3x 20,90€ und der zukünftige Ablauf ist ja auch noch nicht geregelt.

M-X schrieb:
aber damit auch gleich einen Account Bann von Amazon ?
Dann werden sie gleich nochmal verklagt. Einfach rauswerfen aus laufendem Abo wegen rechtlich einwandfreien Vorgängen is nich.
Lasst euch doch von so nem Drecks-US-Konzern nicht so einschüchtern.
 
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h00bi schrieb:
Dann werden sie gleich nochmal verklagt. Einfach rauswerfen aus laufendem Abo wegen rechtlich einwandfreien Vorgängen is nich.
Na klar können Sie das, genauso wie du den Vertrag jederzeit Kündigen kannst, kann Amazon das auch. Es gibt keine Pflicht mit dir Geschäft zu machen. Daher viel Spaß ohne Amazon Account. Ist vielleicht auch besser für einige. Von den 20€ kann man sich dann ein paar Bier kaufen um sich mit dem Support von den anderen Shops zu streiten die man ab dann nutzen muss.
 
HAse_ONE schrieb:
Wie kann eine Preiserhöhung dann "nicht rechtens" sein?
Dein Vertrag mit Amazon enthält (übrigens von Amazon selbst bestimmte) Bedingungen, unter welchen Fällen der Preis erhöht werden darf.
Amazon bezieht sich in der Ankündigung der Preiserhöhung auf diese Vertragsklauseln und schiebt nach Ansicht der Verbraucherzentrale falsche Begründungen vor.

Es ist nicht so, dass Amazon nicht die Preise erhöhen darf. Aber halt nicht um 30% unter Berufung auf diese Klauseln.
 
Zuletzt bearbeitet:
M-X schrieb:
Na klar können Sie das, genauso wie du den Vertrag jederzeit Kündigen kannst, kann Amazon das auch.
Nein, du hast "Bann" geschrieben. Also Rauswurf aus dem akuellen Vertrag inkl. Sperrung des Zugangs zu deinen erworbenen Digitalen Inhalten. Das geht eben NICHT!
M-X schrieb:
Es gibt keine Pflicht mit dir Geschäft zu machen.
Das ist absolut richtig, aber das müsste sich Amazon überlegen, BEVOR sie dir an eine Plattform gekoppelte digitale Inhalte verkaufen. Egal ob ebooks oder gekaufte Filme auf Prime Video, ein pauschales Aussperren weil "dich wollen wir nicht mehr" ist ohne triftige Verfehlung des Kunden nicht möglich.
 
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h00bi schrieb:
Das ist absolut richtig, aber das müsste sich Amazon überlegen, BEVOR sie dir an eine Plattform gekoppelte digitale Inhalte verkaufen.
Kein Problem zugang zu den gekauften Inhalten bleibt erhalten, kannst halt nixmehr neues kaufen oder ändern. Account ist damit trotzdem weg.
 
Her mit meinem Geld.
 
h00bi schrieb:
Dann werden sie gleich nochmal verklagt. Einfach rauswerfen aus laufendem Abo wegen rechtlich einwandfreien Vorgängen is nich.
Amazon kann das aber, wie man in sehr vielen Videos sehen kann.
Die suchen sich dann einfach einen Grund aus (zuviel Ware zurück geschickt oder was auch immer)
Amazon ist damit immer am längeren Hebel, genau wie eBay oder Paypal.
Einen Grund müssen sie eigentlich auch nicht angeben, denn es langt "Verstoß gegen die Nutzungsregeln".
 
canada schrieb:
Diese Klage verstehe ich auch nicht ganz, da jeder ja zustimmen oder ablehnen konnte.
Nicht wirklich. Man konnte kündigen (ablehnen), aber eben nicht zustimmen. Der Preis wurde erhöht wenn man nichts unternommen hat. Der BGH hat in den letzten Jahren aber mehrfach festgestellt, dass eine einseitige Änderung solcher Verträge auf diese Art und Weise nichtig ist und setzt eine aktive Zustimmung voraus. Die hat Amazon aber nie eingefordert.
 
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Neodar schrieb:
Ist ja nicht so, als könnte man solch ein Prime Abo kündigen, wenn einem eine Preiserhöhung nicht passt, ne?
Nein, da muss geklagt werden. Einfach nur erbärmlich.
Erbärmlich? Wow. Da fährt aber gleich jemand die ganz großen Geschütze auf wenn Großkonzernen eine Klage droht.
 
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FWSWBN schrieb:
Einen Grund müssen sie eigentlich auch nicht angeben, denn es langt "Verstoß gegen die Nutzungsregeln".
"Verstoß gegen die Nutzungsregeln" ist übrigens schon ein angegebener Grund. Und der ist direkt angreifbar, weil eine Klage ist kein Verstoß gegen die Nutzungsregeln.
Das können Sie sich bei Einzelfällen erlauben, aber Rauswurf von über 100.000 klagewilligen Kunden wird Amazon sich nicht erlauben. Es gäbe dann sofort die nächste Abhilfeklage und deutsche Richter lieben solche Fälle. Und die Werbekunden finden das sicher auch nicht geil.
 
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Neodar schrieb:
Ist ja nicht so, als könnte man solch ein Prime Abo kündigen, wenn einem eine Preiserhöhung nicht passt, ne?
Nein, da muss geklagt werden. Einfach nur erbärmlich

Nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW waren die Preiserhöhungen nicht rechtmäßig, weil Amazon die Verträge mit den Kunden ohne Zustimmung geändert hatte.

Wenn es rechtswidrig war, wars eben rechtswidrig. Und genau um solche Sachen zu entscheiden sind die Gerichte ja da. Ich finde das auf CB immer wieder bewundernswert wie hier fast zwanghaft irgendwelche Big-Corps und Big-Player verteidigt werden.
 
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