Prinzipfrage zu PowerLine-Durchsatz (PowerLine vs. WLAN-Kaskade)

Nacho_Man

Rear Admiral
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Hi,
für die Installation von SAT-IP benötigen wir für die Wohnung unserer Mieter noch eine Netzwerkverbindung zum Receiver, der einen LAN-Anschluß hat.
Client wird wahrscheinlich dieser:
http://geizhals.de/telestar-td-2510-hd-5310447-a1145470.html?hloc=at&hloc=de

1.
Dieses Set hier hat brutto 500MBit/s, allerdings nur einen 100Base-TX (Fast Ethernet-Anschluß).
http://geizhals.de/avm-fritz-powerline-510e-set-20002575-a875445.html
Heisst das, dass der Brutto-Durchsatz von 100MBit/s noch durch den Übertragungsweg geschmälert wird oder dass bis zum LAN-Anschluß die 500MBit/s Durchsatzrate gilt (also von 500MBit/s kommen z.B. 220MBit/s durch --> LAN-Anschluß mit voller Geschwindigkeit)?
Die Wohnung hat einen anderen Stromzähler als die Ursprungswohnung (Phasensprung wahrscheinlich möglich).

2.
Es bestände auch die Möglichkeit, zwei normale AVM WLAN-Adapter zu kaufen und vom Dachboden (Fritz!Box 7490) über das Erdgeschoss bis zum Keller über eine WLAN-Kaskade aufzubauen.
Wird von AVM ja nicht direkt unterstützt, soll aber angeblich funktionieren.
http://geizhals.de/avm-fritz-wlan-repeater-450e-a1065058.html

Der benötigte Durchsatz muss nur für SD-Fernsehen (später vielleicht HD) reichen (an einem winzigen Röhrenfernseher mit Scart-Anschluß), was haltet ihr für die bessere Idee?
Hauptaugenmerk liegt auf Betriebssicherheit.

Ausserdem soll der Mieter natürlich nicht über uns ins Internet können, daher will ich den LAN-Anschluß in der Fritz!Box für Internet sperren. Sollte problemlos sein, oder?
 
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Wenn man das so liest, klingt das schwer nach murx! Wäre es dann nicht einfacher eine ordentliche Netzwerkverkabelung zu machen!?

Oder statt SAT IP eine ordentliche SAT Verkabelung!?
 
500 Mbit dLAN --> Marketing - der 100 Mbit LAN reicht locker weil drüber hinaus kommst damit sowiso nicht - das wissen die Hersteller genau und drum ist nur 100 Mbit verbaut.
Die Geschwindigkeit ist primär von der lokalen Elektroinstallation und der angeschlossenen Verbraucher abhängig - bereits irgendein Netzgerät das nicht sauber ist zieht die Bandbreite gnadenlos in den Keller bis zu Verbindungsabbrüchen. Selbst die neuste 1200+ Generation kommt selten über 350 Mbit/s raus - und das auch nur im besten Fall.
Bedeutet: Du müsstest es bei Dir selbst testen - eine verbindliche Aussage gibts nicht.

Der Mieter ist aber dennoch in eurem LAN wenn er an der Fritzbox hängt - das ist keine saubere Lösung. Oder Du müsstest davor ein Switch mit VLAN Unterstützung hängen und das dann so einrichten dass das 2 getrennte Netzwerke sind - solche Switchs sind nicht unbedingt günstig und man sollte was von der Thematik verstehen.

Würde auch eine ordentliche Verkabelung vorschlagen, das Vorhaben klingt nach Gebastel.
 
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nicknackman1 schrieb:
Wenn man das so liest, klingt das schwer nach murx! Wäre es dann nicht einfacher eine ordentliche Netzwerkverkabelung zu machen!?
Oder statt SAT IP eine ordentliche SAT Verkabelung!?
Tja, es hat schon seine Gründe warum man keine normale Verkabelung realisieren kann
(5 Wände durchbohren, keine Leehrrohre). ;)
Eigentlich brauchen wir ihm eh keinen TV-Anschluß zu stellen, da er nicht im Mietvertrag steht und der auch nicht von ihm mitbezahlt wird.. :p

Der Mieter ist aber dennoch in eurem LAN wenn er an der Fritzbox hängt - das ist keine saubere Lösung.
Was kann er denn im Netzwerk an Unsinn verzapfen, wenn er keinen Zugriff auf Internet hat und die Fritz!Box ordentlich gesichert ist?
Auf das NAS & und den SAT-IP-Server kann er ja auch nicht zugreifen ohne Berechtigung?
Anmerkung: Mieter ist Renter ohne Smartphone/Computer & Co.
War schon am Röhren-Fernseher ersichtlich. ;)

Noch eine Anmerkung: Am WLAN-Repeater vom Dachboden ins Erdgeschoss kommen mit einem AVM 310 (Brutto 300MBit/s) schon ~150 MBit/s an, mit einem starken Repeater sollte auch einer reichen. Gibt es da was stärkeres, sind Repeater die nicht in die Steckdose kommen vielleicht sogar besser?
 
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Ich habe die Tage PowerLAN bei einem Freund ausprobieren können. Die Devolo Range+ Technik mit "Diversity" soll ja sogar über Stromzähler hinweg gehen, weil der PE mitbenutzt wird. Von einem ins andere Zimmer gab es schwankende "bis zu" 10 Mbit. Auf die Entfernung ist das WLAN wesentlich besser. Da WLAN in der Garage (Party/Werkstatt) mies war, sollte eigentlich PowerLAN Abhilfe schaffen. Während über einer Stunde Hin- und Hersteckens in alle mögliche Steckdosen/Phasen, war der "sendende" Adapter irgendwann per LAN-Kabel immer dichter an die Garage gewandert, sodass man gleich ein Kabel hätte legen können. Jetzt steht ein WLAN-Repeater, die ich persönlich auch nicht mag, im Hauswirtschaftsraum, sodass man zwar langsames, aber immerhin stabiles WLAN hat. Dass PowerLAN so schlecht ist, hätte ich nicht erwartet.

Für Sat-TV das normale Koaxkabel nehmen, geht das nicht? Und hat der Mieter überhaupt einen SAT-IP Receiver?

Edit: Statt Repeater nehme ich gerne Client-Bridges. Die sehen aus wie ein Router, sie empfangen aber WLAN und setzen es auf LAN um. Edit: Beispiel: http://geizhals.de/linksys-wes610n-bridge-a707061.html?hloc=de
 
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Ich habe die Tage PowerLAN bei einem Freund ausprobieren können.
Was war das für ein dLAN? AVM hat ja eine ähnliche Technik zum Phasensprung.

Für Sat-TV das normale Koaxkabel nehmen, geht das nicht?
SAT-IP --> Fernsehen am Tablet/Laptop/Smartphone :)

Und hat der Mieter überhaupt einen SAT-IP Receiver?
Kriegt er alles gestellt (wieso auch immer, so gewollt vom Eigentümer)
Kabelfernsehen ist hier sehr teuer, deshalb wollen wir das angehen. :)

Statt Repeater nehme ich gerne Client-Bridges.
Kannst du was reichweitenstarkes mit externen ausrichtbaren Antennen empfehlen? :)

Habe aber gerade erfahren, dass an einer Ecke noch Platz für Kabelverlegung ist, eine Heidenarbeit zu Bohren aber immerhin machbar an einem Wochenende. Mal sehen was sich dazu morgen ergibt.
Die Kosten würden sich dann schon auf ~ 50€ für die Kabel und gewöhnlichen DVB-S Receiver reduzieren. :)
 
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Was kann er denn im Netzwerk an Unsinn verzapfen, wenn er keinen Zugriff auf Internet hat und die Fritz!Box ordentlich gesichert ist?
Einiges - er ist im LAN - er hat per Se auf alles Zugriff. Verwenden z.B. alle Windows PCs im Netzerk ein Passwort? Kenn ich bei Home Usern nur selten.
Vielleicht kommt er nicht auf die NAS Freigaben weil die mit einem Passwort geschützt ist - aber bei vielen NAS gibts Public Freigaben. Irgendwann vergisst man mal was abzusichern. Oder Sachen wie TV, AV Receiver, etc die immer häufiger auch ins Netzwerk können - die kann man teilweise gar nicht absichern. Oder irgendein Gerät das z.B. per DLNA seine Services im Netzwerk anbietet - wenn man nicht danach sucht sieht man es ggf gar nicht. Es reicht schon irgendein verseuchter Client oder sonst irgendwas das nicht richtig gesichert ist - die Daten landen im Netz (Du hast im zwar das Internet bei Dir gesperrt aber vielleicht hat er selbst mal ein Eigenes) - Rentner hin oder her. Es könnte auch andersrum sein: Du oder sonst jemand aus deiner Familie hat plötzlich Zugriff auf dem Rentner seine Kiste.
Ich würde das auf jeden Fall nie so machen oder bei irgendjemanden so installieren.

Aber scheint so als hättest Du (zum Glück) eine bessere Alternative gefunden.
 
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Dass PowerLAN so schlecht ist, hätte ich nicht erwartet.

PowerLAN hat nur ein Problem: es ist entgegen den Werbeversprechen eben kein Plug & Play! Fehler sind in 90% der Fälle Layer 8 Fehler!

Ordentlich geplant und aufgebaut klappts auch mit dem PowerLAN.
 
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Vielleicht kommt er nicht auf die NAS Freigaben weil die mit einem Passwort geschützt ist - aber bei vielen NAS gibts Public Freigaben.
Das war mir nicht bekannt, danke für den Hinweis! :)

Aber scheint so als hättest Du (zum Glück) eine bessere Alternative gefunden.
Mal sehen, schaut schon mal gut aus (Kabel müssen durch zwei Decken senkrecht nach unten). :)

Rentner hin oder her
Kann man ja nie wissen, vielleicht hat er ja letzte Woche die NSA gehackt. :evillol:

Fehler sind in 90% der Fälle Layer 8 Fehler!
Und wieder war es der Anwender. :D

Noch was ganz anderes: Die SAT-Kabel kann man sich ja relativ einfach selbst herstellen?
Unicable kommt nicht in Betracht und wir bräuchten dann noch 4 Kabel inkl. Fensterdurchführung (Unicable nicht möglich). Ist eine Kabellänge so auch bei 20m (mit Fensterdurchführung) unproblematisch?
 
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Und wieder war es der Anwender.

Tja ist halt so ... wenn der gemeine DAU meint er müsse die Arbeit eines Netzwerktechnikers machen ;p

Geht doch schon los frag mal die Leute die auf PowerLAN schimpfen nach Filter & Phasenkoppler ... der größte Teil ist ja sogar unfähig das im Duden ( Wiki ) nachzuschlagen ;p

Oder hast du zBsp. schonmal von den Leuten gehört das sie eine (Strom)Netzanalyse machen lassen
haben, umso sehen wo evtl. Probleme liegen, welche Filter man braucht und ob Phasenkoppler nötig sind ?
Gleichtakt / Gegentaktstörungen auf dem Netz fangen wir gar nicht erst an.

Das einzigste wirkliche Problem ist wie bereits erwähnt das einem von den Werbelügen auch weisgemacht wird einstecken --> läuft! dem ist definitiv nicht so.


Ist eine Kabellänge so auch bei 20m (mit Fensterdurchführung) unproblematisch?

da kannst du auch 100m nehmen ohne das du spürbare Probleme bekommst!
 
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Luxuspur schrieb:
Tja ist halt so ... wenn der gemeine DAU meint er müsse die Arbeit eines Netzwerktechnikers machen ;p
Geht doch schon los frag mal die Leute die auf PowerLAN schimpfen nach Filter & Phasenkoppler ... der größte Teil ist ja sogar unfähig das im Duden ( Wiki ) nachzuschlagen ;p
Oder hast du zBsp. schonmal von den Leuten gehört das sie eine (Strom)Netzanalyse machen lassen
haben, umso sehen wo evtl. Probleme liegen, welche Filter man braucht und ob Phasenkoppler nötig sind ?
Das einzigste wirkliche Problem ist wie bereits erwähnt das einem von den Werbelügen auch weisgemacht wird einstecken --> läuft!

Ich hatte vor Jahren schon mal eines der allerersten PowerLan-Adapter für Privatanwender, war eine Katastrophe.
Damals habe ich mich auch noch mit Phasenkopplern beschäftigt, aufgrund des Aufkommens von WLAN aber dagegen entschieden.
Meine Vermutung/Hoffnung war, dass sich mit den speziellen Techniken von AVM (Phasensprung --> 50cm Leitung nebeneinander, beim Stromzähler z.B.) bzw. Devolo (zusätzlich über Masseleiter) da inzwischen was getan hat.
Dem ist wohl nicht so. :D

Da kannst du auch 100m nehmen ohne das du spürbare Probleme bekommst!

Als Grundlage für die Verkabelung wollte ich diese beiden Sachen kaufen, brauche ich sonst noch was (sinnvolles)?
http://www.amazon.de/Sat-Montage-Se...id=1426885268&sr=8-1&keywords=Sat-Montage-Set
http://www.amazon.de/gp/product/B00CSS7MXK/ref=olp_product_details?ie=UTF8&me=
 
Meine Vermutung/Hoffnung war, dass sich mit den speziellen Techniken von AVM (Phasensprung --> 50cm Leitung nebeneinander, beim Stromzähler z.B.) bzw. Devolo (zusätzlich über Masseleiter) da inzwischen was getan hat.
Dem ist wohl nicht so.

ne richtige Analyse, ordentlich geplant und aufgebaut bekommst du ein Netzwerk das einem LAN in nichts nachsteht ausser in der maximal erreichbaren Datenrate. ( aber selbst die ist mit aktuellen Geräten selbst für VDSL100 ausreichend hoch )

Grundsätzlich:

Fibre --> LAN --> PowerLAN --> WLAN in der Reihenfolge ( gut LaserLink gibt es da auch noch, aber das ist für den gemeinen DAU eh unerschwinglich )
 
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=DarkEagle= schrieb:
Ist die Gästefunktion der FritzBox eine Option? Ist dann noch Zugriff auf SAT-IP möglich? Gästefunktion kannst Du auf LAN Port 4 schalten (http://avm.de/nc/service/fritzbox/f...w/949_LAN-Gastzugang-in-FRITZ-Box-einrichten/) oder auch als WLAN realisieren. Dann hat er gar keinen Zugriff auf dein Heimnetz.
Hmm, gute Frage.
Laut AVM:
Die Wiedergabe von IPTV (z.B. Telekom Entertain) und die Nutzung anderer Funktionen der FRITZ!Box (z.B. Portfreigaben, Telefonie) sind über den Gastzugang nicht möglich.
Ob ein Transport Stream wohl dazu gehört?
Dazu werde ich AVM bei Gelegenheit anschreiben. Nur für den Fall der Fälle. :p
 
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