Hallo!
Das liest sich ja alles wie ein Drama, mein Mitgefühl hast Du.
Erstmal finde ich es gut, dass Du Dich um die Lage kümmerst und hier im Forum anfängst zu fragen. Den Kopf in den Sand stecken und alles aussitzen wollen ist sehr verlockend, aber macht es nicht besser.
Das mit der Gewerkschaft kann ich Dir nur empfehlen. Die haben immer Ansprechpartner, auch extra für Jugendliche und Auszubildende. Genau für solche Umstände sind die da - die warten oft darauf zu helfen. Weiterhin kannst Du in der Berufsschule Lehrer ansprechen. Es sind ja nicht alle Lehrer doof und einen Vertrauenslehrer sollte es auch geben.
Per Anwalt gegen Eltern und Arbeitgeber vorgehen würde ich nicht machen. Wenn es nicht von alleine läuft, dann halst Du Dir nur noch mehr Probleme auf, die Dich zermürben. Selbst wenn man Recht bekäme - wenn kein Geld da ist, fließt auch nichts.
Jetzt konzentrierst Du Dich auf die Abschlussprüfung. Danach erst die nächsten Schritte einleiten wie neuen Arbeitgeber suchen, evtl. Realschulabschluss nachmachen usw.
Versuch Dich mal wie ein Außenstehender zu sehen. Was würdest Du jemanden raten, der in Deiner Situation ist.
Zwei Freunde von mir waren auch auf der Hauptschule. Einer hat damit eine Elektroinstallatuerausbildung gemacht, danach BFS, FOS und Studium Informatik. Der andere Großhandelskaufmann, Abitur, Studium Maschinenbau. Der erste hatte glücklicherweise volle Elternunterstützung, der andere bekam zig Zuschüsse.
Also, halt die Ohren steif!
PS: Ein Arbeitszeugnis kann man sich selber schreiben, der Arbeitgeber muss es nur unterschreiben. Oft hat der Arbeitgeber keine Lust zum Schreiben und schlägt sogar vor, das schreiben zu lassen und nur nach Durchsicht zu unterzeichnen. "Schreib's selbst - ich unterzeichne alles."