Fireplace April 2026

Probleme mit Professor

ali7566

Lieutenant
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Feb. 2007
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Hallo,

ich bin eigentlich ein Mensch mit dem jeder auskommen kann und ich verstehe mich auch mit vielen Menschen, aber unser Professor aka Studiengangsleiter raubt unserem Studiengang so langsam und sicher alle nerven.

Ich studiere technische Informatik und habe nun bestimmte Kernfächer die ich bei ihm absolviere: Der Professor benutzt gekaufte Folien die in Englisch sind, ist jedes mal aufs neue total unvorbereitet, ist nicht in der Lage eine klar strukturierte Vorlesung zu halten, wirkt sehr unkompetent aufgrund das er nicht vorbereitet ist. Es wird mit Fachwörtern rumgeworfen auf die nicht eingangen werden, sprachen wie HDL hat er nie erklärt und verlangt schon das wir mit 2 Folien HDL Code , HDL verstehen. Sachen die auf die Tafel gezeichnet werden sind unstrukturiert, konfus usw. Die Übungen sind eine Kathastrophe. Er ist des Englisch selber nicht so richtig mächtig (was er auch zugibt) und interpretiert die Aufgaben aus dem Buch falsch und beharrt meistens das seine Lösungen und interpretationen richtig wären. Es sind auch viele nichtwahrheiten die wir vermittelt bekommen, die in Büchern ganz etwas ganz anderes sind, und so nicht stimmen.

Ihr werdet jetzt denken, das ich den Sinn des Studiums und der Selbstständigkeit nicht verstanden habe, aber dem ist nicht so. Die Klausuren sind die Hölle, sehr hohe durchfallquoten, unfaire aufgabenstellungen, 8 umfangreiche Aufgaben für 90 minuten. Die Nachholer sind ernorm. Wäre es ein kompetenter Prof. der mir viel vermitteln kann so würde ich die schwere Klausur akzeptieren, jedoch nicht bei diesem unqualitativem Unterricht.

Ein weiteres Problem ist das es in unserer PO festgelegt ist das man keine Anwesenheitspflicht und Testate für generell alle Module brauch. Er ignoriert dies und ändert einfach mal salop die Vorlesungs und Übungszeiten, einfach mal so. In unserer Studiengangsordnung steht drinnen das das Modul in Deutsch ist, er ignoriert das Bewusst.
Übungsaufgaben bekommen wir meißt am Abend, die wir dann aber bis zum nächsten Tag fertig haben müssen und welche auch relevant für das Testat sind.

Unser Studiengang ist langsam nur noch am Kochen und langsam wird das echt schon zu viel.

Ich bin kein Studienanfänger, ich weiß wie Studieren funktioniert, ich hab auch nichts gegen Testate (im gegenteil ich finde Übungstestate sehr gut), aber ich möchte in den Kernfächern meines Studiums einfach eine Kompetente Veranstaltung haben bei der ich auch was mitnehmen kann für später, das regt mich am meißten auf, denn es handelt sich um ein Fach das mich eigentlich fasziniert aber durch die ganzen geschehnisse die ich oben erzählt habe die Lust verloren habe. Es geht nicht nur mir so, es geht 80 % so.

Wir haben auch schon oft den Prof. Persönlich darauf angesprochen und unsere Kritikpunkte genannt, jedoch sind seiner auffassung nach die Studierenden immer an allem schuld und die Kritik wird zwar angenommen aber nicht umgesetzt.

Was würdet ihr da machen ?
 
ali7566 schrieb:
Was würdet ihr da machen ?

Auf eine andere Uni/Fh wechseln bei der die Qualität der Lehre besser ist?

Ansonsten Fachschaft, Fachbereich ansprechen. Aber ob das wirklich was helfen kann, vor allem da es anscheinend am Prof liegt, wage ich zu bezweifeln.
 
Was ich machen würde?
Ich kann dir nur einen persönlichen Tipp geben: Augen zu und durch.

Ein (ordentlicher) Universitätsprofessor hat sehr umfassende Vollmachten. Du kannst sogut wie gar nichts ausrichten. Wenn er seine Vorlesungen auf Suomi halten will, kann er das auch ohne weiteres machen. Der Prüfungsstoff muss nichts mit dem Vorlesungsstoff zu tun haben. (er ist auch nicht verpflichtet überhaupt Vorlesungen abzuhalten - eine Literaturliste tut es auch)
In unserem Kulturkreis gilt gottseidank noch immer die Freiheit des Lehrens und die Freiheit des Lernens.

Mit Drohungen, Belehrungen oder Aufforderungen kommt man hier nicht weiter. (und auch nicht mit Paragrpahen, da Professoren von Gesetzes wegen so gut wie alle Freiheiten haben)

Habt ihr Studienvertreter? Die kontaktiert man als erstes. Dann schreibt man zusammen mit den Studienvertretern (die hoffentlich schon Erfahrung im Vortragen von Kritik ähh Feedback haben) eine Liste mit ein paar wichtigen Punkten. ("Die Studenten wünschen sich, um der Vorlesung besser folgen zu können: Inhaltsverzeichnis, roten Faden, gutes Skriptum, brauchbare Literaturliste, ...") EDIT: Beschwert euch dann aber nicht, wenn die ersten paar Prüfungen nach Einführung der Änderungen noch Mal einen Zacken heftiger sind - aber zumindest langfristig wird es vielleicht besser.

Ansonsten: Gibt es bei euch auf der Uni eine Lehrveranstaltungsevaluierung? Wenn da zum wiederholten Male schlechte Evaluierungen zurückkomen, überlegt der Professor vielleicht eher seine Vortragsweise. (oder dann erst recht nicht.:D)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich studiere an einer FH.

Das mit der Evaluierung hoffe ich auch das mal da ein paar Bögen zur Veranstaltung eintrudeln. Naja es ist ja schon depremierend, solche Professoren zu haben und nichts dagegen machen zu können.

Man kann und sollte nicht alles auf sich sitzen lassen.
 
Du studierst auf einer FH? Na dann ist die Sache schon wesentlich einfacher. Ein FH Professor ist (zumindest in Österreich) rechtlich bei weitem nicht mit einem ordentlichen Uni Professor vergleichbar.

Die Freiheit des Lehrens gibt es auf der FH nicht in einer derart ausgeprägten Form. Ein FH Professor muss sich an die vereinbarrten Rahmenziele halten. (und die Vortragssprache darf er imho auch nicht einfach so ändern, wenn im Studiengang Deutsch als Unterrichtssprache eingetragen ist)
 
Zähne zusammenbeißen und durch da, die gesetzlich vorgeschriebene Evaluation wird zeigen ob sie etwas nützt.
 
Die Regeln die du eben aufgezählt hast, sind soweit bei uns auch von Relevanz, sie werden auch in der Studiengangsordnung genannt.

Gruß Ali.
 
Mal mit den Jungs und Mädels von der Fachschaft darüber unterhalten ?

Habt ihr denn überhaupt eine solche Evaluierung ? Weil das ist nicht überall so.
Bei uns wurde das vor kurzem eingeführt, und jetzt merke ich quasi "live" wie es mit der Qualität der Veranstaltungen massiv bergauf geht.
 
stelle einfach fragen in der vorlesung, hallo könnten sie das bitte nochmal erklären, und wenn das alle machen wird er sich ändern müssen

und professoren haben nicht so viele freiheiten, wenn ein prof sich zu viele nimmt und der rektor erfährt das, dann kriegt der prof auf jeden fall was zu hören

wenn das ein sehr erfolgreicher prof ist und auf gelder der uni nicht angewiesen, wird er wahrscheinlich sich nicht so viel aus dem machen, was der rektor gesagt hat, profs sind aber nicht dumm, die werden es sich mit dem rektor nicht vermiesen wollen, sei es wegen einer fahrstuhlreparatur
 
am besten hilft aber, wen man sich auf eine vorlesung vorbereitet, frag den prof ob er das material vorher austeilt, oder als download zur verfügung stellt
 
Naja ob eine Evaluation immer zu einer Verbesserung führt wage ich bezweifeln, vor allem bei Lehrkräften die von schlechten Bewertungen beleidigt sind.
Leider ist es aber oft der Fall, dass man nicht viel ausrichten kann. Was möglich wäre, wäre dass genug Leute findet, die sich mit dir beim PRüfungsamt beschweren (dazu gehört auch die Sache mit dem Studienleistungen (Testaten) obwohl sie nicht in der Studienordnung stehen). Da wird dem Prof zwar bei berechtigten Zweifeln zwar nur ne kleine Rüge gegeben , aber vielleicht bessert er sich dann oder man zwingt ihn im Nachhinein die Bestehensgrenze der Klausur zu senken.

Es geht nicht nur mir so, es geht 80 % so.
Man sollte sagen, dass 80% auf wenige Prüflinge an einer FH (wenns hoch komt sind es doch nur 100 Leute )nicht so viel sind.
Bei 1000 Leute an einer großen Uni wäre es eventuell problematischer.
 
Zuletzt bearbeitet:
am besten hilft aber, wen man sich auf eine vorlesung vorbereitet, frag den prof ob er das material vorher austeilt, oder als download zur verfügung stellt
Jop, die beste Möglichkeit den Lehrer in der Stunde zu überrumpeln. Soetwas kann man in einer Sprechstunde Mal durchbesprechen. (aber man braucht wirklich nicht erwarten, dass es selbstverständlich ist, wenn Professoren ihre Lehrveranstaltungsunterlagen oder Vorlesungsfolien zur Verfügung stellen)

stelle einfach fragen in der vorlesung, hallo könnten sie das bitte nochmal erklären, und wenn das alle machen wird er sich ändern müssen
Wenn das Fach ohnehin schon als besonders schwierig gilt, würde ich mich nicht als Zielscheibe hinstellen und mit unnatürlichen vielen Fragen auffallen. (wie kommt das auch rüber, wenn nur gefragt wird - und in welche Richtung ändert sich dann der Prof??)

@Jace
Was soll der Rektor machen? Den geht das doch gar nichts an. Die Lehre ist ein interner Instituts-/Lehrstuhl-/Studiengangs-Ablauf. )
 
ali7566 schrieb:
Es geht nicht nur mir so, es geht 80 % so.

ein grossen problem ist, dass es da nichts zu verstehen gibt, das ist einfach so wie der prof es sagt

80% der studenten verstehen meistens nichts

das ist eben das resultat wenn man für die schule lernt und nicht für das leben

man muss sagen, dass die chaotischsten profs die schlausten sind
Ergänzung ()

Sherman123 schrieb:
@Jace
Was soll der Rektor machen? Den geht das doch gar nichts an. Die Lehre ist ein interner Instituts-/Lehrstuhl-/Studiengangs-Ablauf. )

der Rektor kann einen Professor nur in Rente schicken, da die Uni die Rente zahlen muss, bleibt er halt da

der Prof hat eine bestimmte Menge an Lehre selbst zu machen, wenn er sie nicht macht gibt es ärger von rektor
 
@ Fantom

An einer Uni kann ein Universitätspräsident einem Professor überhaupt nichts sagen, sicherlich ihn nicht "in Rente" schicken. [Selbstverständlich zahlt die Uni auch keine Rente -- ein Professor ist Beamter und erhält eine Pension, die nicht von der Uni bezahlt wird.]

Das Entfernen eines Professors aus dem Dienst setzt einiges an Einsatz voraus. Da muss jemand schon fast kriminell werden, damit man ihm am Zeug flicken kann. Freiheit der Forschung und Lehre, und all das.

Der Unipräsident ist ohnehin nicht der Vorgesetzte der Profs, der Dekan eines Fachbereichs auch nicht; keiner von beiden ist weisungsbefugt. Der Dienstherr eines ordentlichen Universitätsprofessors ist einzig und allein der Kultusminister.
 
Sherman123 schrieb:
@Jace
Was soll der Rektor machen? Den geht das doch gar nichts an. Die Lehre ist ein interner Instituts-/Lehrstuhl-/Studiengangs-Ablauf. )

Dekan bzw. Studiendekan ist nicht Rektor.
Und Studiengang ist z.B. nicht nur Instituts- sondern auch Fakultätssache..

Außerdem gehts auch nicht darum, dass der Dekan dem Professor richtig Dampf unter den Arsch machen kann.
Aber 1) Sollte die Uni ja wissen, dass da was schief läuft und die Verantwortlichen vllt. das Gespräch mit dem Prof suchen.
und 2) im schlimmsten Fall muss man dem Prof eben zeigen wo der Hammer hängt. Wenn er nicht gerade Topveröffentlichungen raushaut und ne Menge Drittmittel hat, kann man ihm ja systematisch die Räumlichkeiten abnehmen, Mittel kürzen, die zugigen Vorlesungssääle zuschieben,.. was weiß ich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn er nicht gerade Topveröffentlichungen raushaut und ne Menge Drittmittel hat, kann man ihm ja systematisch die Räumlichkeiten abnehmen, Mittel kürzen, die zugigen Vorlesungssääle zuschieben,.. was weiß ich.
...und das veranlasst einen Professor auf seine 150.000€ jährlich zu verzichten und eventuell keine ruhige Kugel mehr bis zur Pension zu schieben.:D (150.000 ist schon Professor-Oberklasse)

Ja sorry, ich habe dein Kommentar mit Fantoms verwechselt. Der Dekan ist schon ein studentischer Ansprechpartner. Man kann auch mit Hilfe des Dekans ein paar wichtige Punkte formulieren und sie so rüberbringen, dass der Professor sie auch wirklich annimmt. Diese Möglichkeit besteht natürlich.
 
Sherman123 schrieb:
...und das veranlasst einen Professor auf seine 150.000€ jährlich zu verzichten und eventuell keine ruhige Kugel mehr bis zur Pension zu schieben.:D (150.000 ist schon Professor-Oberklasse)

Wie kommst du auf 150.000 € im Jahr? Ich habe durch einen dummen Zufall mal eine monatliche Gehaltsabrechnung eines Uni-Professors gesehen, und der kam nich mal ansatzweise auf ein solches Gehalt.

DDM_Reaper20 schrieb:
[Selbstverständlich zahlt die Uni auch keine Rente -- ein Professor ist Beamter und erhält eine Pension, die nicht von der Uni bezahlt wird.]

Sicher? Ich habe an der TU Berlin studiert, und dort wurde uns immer gesagt, dass die Hauptursache der finanziellen Probleme der Berliner Unis eine Professoren-Schwemme in den 60er und 70er Jahren gewesen sei, deren Pensionen heute einen Großteil des Etats der Unis verschlingen....
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Studienkollege, hat schon den Dekan angeschrieben und nachgefragt ob nicht ein anderer Prof. für diese Fächer die Unterrichtung machen könnte. Der Dekan meinte das er der einzige mit den entsprechenden "Qualifikationen" sei.

Unsere FH hat noch eine zweitstelle die etwa 30 Km von meiner FH entfernt ist und dieses Fach auch anbietet. Ich überlege es dort zu schreiben, nur wurde dort leider auch ein Riegel davor gesetzt, denn wenn ich die Klausur in der anderen Zweigstelle bestanden hätte, müsste ich es wieder von meinem Prof. anerkennen lassen müssen da er auch mein Studiengangsleiter ist. Und da wird er ganz klar nein sagen! Gab schon ähnliche fälle ;)

PS: Wenn es nur um das eine Fach gehen würde, dann wär mir das auch egal und ich würde da wie manche sagen "augen zu und durch" anwenden aber da noch 1-2 Module kommen werden, ärgert mich das enorm.

Gruß Ali.
 
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