News Quartalszahlen: AMDs Embedded-Sparte egalisiert Ryzen-Einbruch

Colindo schrieb:
Sagst das und folgst dann mit drei Absätzen, wie sehr die Nachfrage niedrig ist. Hmm...
Ja, das habe ich tatsächlich unglücklich formuliert.

Ich finde, das die Nachfrage trotz der aufgeführten Punkte noch relativ hoch ist.
 
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Nagilum99 schrieb:
Und inwiefern ist das hierbei von Belang?
Man sollte die reinen Kosten 1:1 vergleichen können/ bzw seperat aufführen können!
INTEL kann viele Querfinazieren durch die Unterschiedlichen Sparten und ggf deren Erträge.
Aber Fakt ist , INTEL hat die letzen 10 Jahre ( minimum ) mehr als gute Gewinne gemacht und diese auch teilweise zurückgelegt. Die haben "noch" sehr gute Reserven , AMD baut sich gerade erst welche auf , auch durch richtige Entscheidungen , in den letzten Jahren und guten Personal ... etc.
 
MichaG schrieb:
Ich denke aber schon, dass Xilinx einen großen Teil bei Embedded ausmacht. Es war im Gegensatz zum Vorjahr ein volles Quartal mit Xilinx-Umsätzen, siehe hier:

https://pics.computerbase.de/1/0/7/6/0/0-9214e7ccee635fbc/11-1080.8cdef5f4.jpg
Sehe ich ebenfalls so. Zudem hat AMD damals nicht leichtfertig um die 50 Mrd. Dollar für die Übernahme von Xilinx bezahlt. Vielmehr war dies eine weitsichtige Entscheidung, die sich in Zukunft auch in den Sparten neben Embedded auszahlen dürfte.
 
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Nagilum99 schrieb:
Ich hab fast alle verkauft und gut Kasse gemacht. :>
ich hab nur wenige Verkauft und das bleibt auch so Inest ist wieder zurück, sämtliche Verluste der anderen ausgeglichen und mein Depot nun dank AMD noch immer mit +500% im Plus hoffe nach wie vor auf kurse von +250EURO oder aber Dividendenzahlungen irgendwann
Ergänzung ()

RickZor schrieb:
Sehe ich ebenfalls so. Zudem hat AMD damals nicht leichtfertig um die 50 Mrd. Dollar für die Übernahme von Xilinx bezahlt. Vielmehr war dies eine weitsichtige Entscheidung, die sich in Zukunft auch in den Sparten neben Embedded auszahlen dürfte.
eben das hat AMD sicherlich einige Türen geöffnet wo Sie vorher hoch keinen zugang hatten, dauert halt alles seine Zeit bis das zieht. bis jetzt war die Übeernahme ein voller erfolg, AMD hat zusätzlichen Umsatz & Gewinn, 5000neue Mitarbeiter, Zugang zu Bestandskunden von Xilinx und auch die Xilinx Sparte provetiert dank AMD von günstigeren Waffern, schnelleren Zugang zur High endfertigung.
 
Zuletzt bearbeitet:
cookie_dent schrieb:
AMD scheint im Moment mehr Richtig zu machen als Intel.
Ja und Nein. AMD hat sich mit Xilinx einen weiteren Geschäftsbereich "gekauft" und vor allem auch einen respektablen Forschungspartner im Bereich KI.

Dazu kommt, dass sich AMD durch den Kauf von Xilinx nun auch breiter aufgestellt hat und jeder Geschäftsbereich eine gewisse Wichtigkeit für AMD hat und AMD damit es auch verkraften kann, wenn ein Bereich mal ins straucheln kommt.

Aktuell sinkt "Client" stark, dafür gewinnt Embedet und damit kann man hier viel Ausgleichen. Dazu kommt, dass AMD die Forschungsausgaben auch entsprechend Buchen kann. Die Teams sind zwar festen Bereichen zugeordnet, aber man kann die Kostenanteile der Personalkosten und Co auch splitten. (Ich wurde damals bei einem größeren IT-Unternehmen in zwei Bereichen geführt mit entsprechenden Stundenanteilen, obwohl das Team einem Bereich fest zugeordnet war.)

AMD macht aktuell in dem Fall es richtig, dass sie in weitere Geschäftsfelder vorgedrungen sind, dass sie mit Xilinx fusioniert sind und dass AMD auch verstärkt die Synergiene der einzelnen Geschäftsbereiche nutzt. Ebenso - aktuell - richtig ist es, dass sie sich auf wenige Kerntechnologien "stützen". Sie können mit CDNA, RDNA , Zen sehr viel Abdecken. Jetzt kommen die FPGA und XDNA "noch" dazu, was ihnen weiter hilft.

Colindo schrieb:
Und so weit reduzierte Nachfrage, dass TSMC die Preise senkt, haben wir wohl noch nicht erlebt.
Hat TSMC nicht erst wieder die Preise erhöht, um ihre Netto-Marge von knapp 50 % zu halten? TSMC ist aktuell "quaso" Monopolist und kann die Preise entsprechend anziehen lassen, weil gerade Firmen wie AMD, NVIDIA, Apple und Co auf sie angewiesen sind. Samsung könnte hier interessantw erden, wenn es TSMC übertreibt, aber das auch nicht so einfach.

AMD ist auf TSMC weitgehend angewiesen, Samsung muss ja auch hier entsprechende Alternativen anbieten. TSMC kann aktuell also leider schalten und walten, wie sie es wollen.
Oberst08 schrieb:
Ich bin mir nicht sicher, ob Xilinx da so entscheidend ist, oder ob es generell Embedded ist.
Xilinx ist da mit entscheidend, weil Xilinx vor der Fusion/Übernahme pro Quartal ca. 1 mrd. $ umgesetzt hat. Die Zahlen fließen nun weitgehend da ein, weil AMD auch die Kunden von Xilinx mit übernommen hat und ein Teil der Aufträge.
Oberst08 schrieb:
Denn bei Intel hat Altera ja auch nicht geholfen, den Verlust einzudämmen. Und die bieten ja ähnliches wie Xilinx (FPGAs und CPLDs).
Hier musst du eher die Umsätze der Firmen vergleichen. Xilinx hat in den Jahren vor der Übernahme ca. 3,5 - 4,0 mrd. $ umgesetzt mit einem gutem Gewinn. AMD war 2019 etwas grö0er als Xilinx und erst 2020 und 21 konnte AMD entsprechend "überholen", aber auch nicht massiv. AMD setzte zum Zeitpunkt "der" Kaufankündigung ca. 16 mrd. $ um. Xilinx setzt ca. 25 % von AMD um, oder jetzt eben - kombiniert - ca. 20 %.

Intel hat Altera 2015 gekauft und Altera setzte damals ca. 2 mrd. $ pro Jahr um, während Intel damals pro Jahr bereits 55 mrd. $ umgesetzt hat. Altera hat also weniger als 5 % dessen an Umsatz gemacht, was Intel gemacht hat und wenn man das kombiniert, ist der Anteil von Altera bei ca. 4 %. Das ist quasi nichts.

godrarock schrieb:
Aktien sind nur gut, wenn sie Dividende ausschütten, alles andere ist fürs halsbrecherische, böse Spekulanten?
Was für ein Unsinn.
Na ja, auch wenn es stark vereinfacht ist, was da geschrieben wurde und man daher auch zurcht die Aussagen etwas gerade rücken sollte, so falsch ist es nicht was @[wege]mini geschrieben hat. Er hat zudem nichts von bösen Spekulaten geschrieben, sondern wertfrei von Spekulanten. Man sollte an dieser Stelle also nicht unnötige Aggression in einen Beitrag stecken, nur weil die vieleicht gemachte Grundaussage nicht der eigenen Meinung entspricht.
godrarock schrieb:
Man hat also Aktien nur für die Dividende?
Kommt halt darauf an, was deine Ziele sind und wie du im weiteren Verlauf Geld machen willst und hier ist auch der Unterschied zwischen "Investoren" und "Spekulanten" und deswegen ist seine grundlegende Aussage auch kein Unsinn, wie du es hinstellen willst, sondern der entscheidenden Unterschied:

Eine Firma die regelmäßig Dividenen zahlt - sofern es möglich ist - ist für jemanden, der investieren will, in der Regel interessanter, weil dann nicht mehr alleine der Aktienkurs über Gewinn oder Verlust entscheidet. Es kommt - wenn man die Aktien lang genug hält - irgendwann der Break-Even-Point und ab diesem hat man immer einen Gewinn, vollkommen unabhängig wie die Aktie sich von diesem Moment an entwickelt.

Das benötigt Geduld - je nach Firma auch sehr viel. Neben dem Punkt, dass sich aber die Investition irgendwann amorisiert, gibt es aber noch einen weiteren Vorteil: Es kommt Geld herein, dass man reinvestieren kann, auch hier erneut vollkommen unabhängig vom Aktienkurs, und das auch in die gleiche Firma, wenn man will. So kann man durch eine initiale Investition und viel Geduld mit der Zeit immer mehr Aktien der gleichen Firma kaufen. Das Vermögen baut sich ab einem gewissen Zeitpunkt - wenn man genug Dividenen bekommt - ab einem gewissen Zeitpunkt selbst weiter auf. Genau das macht in diesem Fall eine Investition aus.

Natürlich ist auch hier "Spekulation" mit an Board, man weiß ja nie, wie viel Dividenden eine Firma zahlen kann oder ob auch mal garkeine gezahlt wird, weil es nicht passt, genauso kann eine Firma hier pleite gehen und man hat ein Risiko, nur verliert bei dieser Form der Investition der Kurswert an Bedeutung und ist für den Investor 2. oder gar 3. rangig. Das Ziel für viele ist bei dieser Art von Investition, dass man irgendwann den Punkt erreicht, bei dem man rein von der Gewinnausschüttung leben kann, OHNE dass man das Vermögen angreifen muss. Man hat halt irgendwann seine n Tausenden an Aktien, die werfen pro Jahr die Summe m ab und von Summe m kann man gut leben und vielleicht noch die Summe o reinvestieren.

Das funktioniert bei einer Firma, die keine Dividene ausschüttet nicht. Hier ist der Aktienwert entscheidend und dieser entscheidet auch, ob man mit Gewinn oder Verlust heraus geht am Ende. Deswegen spricht man hier auch von Spekulation, man "spekuliert" darauf, dass die Aktie irgendwann mehr Wert ist, als an dem Tag, an dem man sie gekauft hat. Ebenso - und dass ist auch ein wichtiger Unterschied: Bei dieser Form der Investition wird für den eigenen Lebensunterhalt das Vermögen aufgebraucht - klar man kann Geld auslösen, nutzen und dann irgendwann "günstig" wieder einsteigen. Der Fokus liegt aber eben auf den Aktienwert und dieser Entscheidet.

Es ist am Ende halt ein Unterschied, ob man 100.000 Aktien hat, die am Ende es ermöglichen, dass man ca. 2.000 € im Monat aus Dividenen zur Verfügung hat, oder ob man dann pro "Monat" eine Aktie für 2.000 € verkaufen muss. Bei Option A hat man am Jahreende immer noch 100.000 Aktien, bei Option B hat man nur noch 99.988 Aktien und im Jahr darauf nur noch 99.976 und so weiter, bis es "irgendwann" bei ist.

godrarock schrieb:
Lieber keine Dividende als so wie bei Intel zwanghaft an der Dividende festzuhalten, nur um die Aktionäre zu befriedigen!
Da hast du natürlich recht. Dividenden, die aus der Firmensubstanz bezahlt werden, nur um sie zu bezahlen, sind Unklug, keine Frage und in so einem Fall wäre es auch besser, wenn die Firmen darauf verzichten. Sowas kann nach hinten losgehen.

[wege]mini schrieb:
Auf jeden Fall nicht, um auf einen Aktiengewinn zu spekulieren.
Das Problem ist eher, dass viele - selbst wenn sie sich mit Geld in der Börsenwelt versuchen - nicht den Unterschied zwischen den verschiedenen Arten der Vermögensbildung verstehen und diese auch immer wieder miteinander vermischen. Das liegt auch daran, dass man erst mal alles als Investition bezeichnet, egal ob man nun investieren oder spekulieren will und ich glaube diesem Fehler liegt auch godrarock auf.

Bei einer Investition geht es darum, dass man etwas in seinem Besitzt hat und damit dann Geld generiert. Bei der Spekulation geht es darum, dass man auf die Wertsteigerung des Objektes setzt und deswegen das Objekt zu einem Zeitpunkt X kauft und dann zum Zeitpunkt Y verkauft.

Deswegen sind ja auch AMD-Aktien zum jetzigen Zeitpunkt "noch" Spekulationsobjekte - das kann sich ja ändern. Hier setzt man darauf, dass der Wert steigt, um am Ende den Gewinn zu realisieren, muss er aber steigen.
godrarock schrieb:
Pauschal mal alle Aktien als nicht notwendig zu bezeichnen, nur weil sie keine Dividende zahlen
Es kommt halt darauf an, was das eigene Ziel ist. Redet man von einer Investition, dann hat er recht, redet man von einer Spekulation, hat er unrecht.

Und das hat am Ende auch nichts mit "bösen" Spekulanten zutun, sondern es ist einfach ein Unterschied, ob du eine Aktie kaufst und behältst und diese Geld abwirft, oder ob du entsprechend eine Aktie kaufst um sie irgendwann mit Gewinn zu verkaufen.
whynot? schrieb:
Nvidia hat derzeit ein KGV von 160, da ist perfektes Wachstum auf 5 Jahre eingepreist, die Nvidia Bubble wird platzen, Frage ist nur wann.
Das schöne an Aktien ist, wenn man nicht auf kurzfristige Gewinne durch "Spekulation" aus ist, dass man eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber dem Börsenkurs entwickelt, weil man Verluste durch mehr "Aktien" ausgleichen kann, wenn man langfristig einen Investitionsplan hat.
 
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Hallo zusammen,

wer ist denn der Erzrivale von AMD?

Viele Grüße und danke
 
Cleric schrieb:
Die Ryzen-Zahlen passen leider ins Bild des sehr schwachen PC-Marktes. Nicht gut.

Warum soll das nicht gut sein?

Wird eh Zeit dass die Hersteller wieder um die Kunden kämpfen müssen.
Lange genug waren Produkte schwer zu bekommen oder überteuert.

Das wird den Preisen gut tun.
 
DevPandi schrieb:
"noch" Spekulationsobjekte - das kann sich ja ändern

Ich hoffe es, da ich nicht nur Anleger, sondern auch Hardwarelover bin.

[wege]mini schrieb:
Über meine Meinung zum aktuellen Aktienkurs schweige ich mich einfach mal aus, ich gebe aber dabei fortwährend die Geräusche einer Dampflok von mir.

Das ist jetzt fast 3 Jahre her.

Auf jeden Fall ist AMD nichts, was man im Portfolio hat, wenn man seine Rente damit finanzieren will. Dafür gibt es besseres. Den Hypetrain kann man immer reiten, muss man aber mögen.

mfg
 
[wege]mini schrieb:
Ich hoffe es, da ich nicht nur Anleger, sondern auch Hardwarelover bin.
Das hoffe ich auch.

Aktuell ist AMD für mich wirklich nur ein Spekulationsobjekt, bei dem ich nur das Geld unterbringe, dessen Verlust ich nicht nur verkraften kann - also nicht weh tut - sondern dessen Verlust mich auch nicht juckt, weil ich es als Trinkgeld "betrachte". Aktuell sieht es daher so, dass von dem Geld, dass ich in 2 Techfirmen, eine Softwarefirma, zwei Hersteller für regenerative Energie und eine Immobilienfirma investiere, nur das Geld in AMD fließt, was dann überbleibt, weil es für die Aktienanteile nicht gereicht hat. Die "Kleckerbeträge", die da in AMD fließen hab ich abgeschrieben und wenn da am Ende was rum kommt: Toll! Wenn nicht: Dann eben nicht.

Und das Geld was in Intel, NVIDIA und Co fließen, tut auch nicht weh, wenn es "weg" wäre. Ich wäre dann etwas traurig, am Ende ist meine Altersvorsorge aber nicht darauf aufgebaut. Ein Hoch auf Wohnungsgenossenschaft und Betriebsrente.

[wege]mini schrieb:
Auf jeden Fall ist AMD nichts, was man im Portfolio hat, wenn man seine Rente damit finanzieren will.
Wenn man eine Rente "sicher" finanzieren will, sind ETFs/Fonds wohl die bessere Alternative. Es ist halbwegs sicher und ein Totalverlust nicht so gegeben. Man wird davon aber auch nicht reicht, das sollte man immer im Hinterkopf behalten. Da trau ich mir etwas mehr Risiko zu - deswegen direkt Aktien - aber ich bin auch nicht an kurzfristigen Gewinnen (innerhalb der nächste 5 - 10 Jahre) interessiert, sondern will irgendwann genug "Aktien" haben, dass die Dividenen ein schönes Zubrot sind - daher werden die Dividenen auch reinvstiert. In zwei Jahren - so die Hoffnung - ist dann der Punkt erreicht, an dem die Dividenen dann mehr Aktien ins Depot spühlen, als durch die direkte Investition und ich dann diese etwas umverteilen kann.
 
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DevPandi schrieb:
Man wird davon aber auch nicht reicht

Da ist ein T zu viel :D


Ich merke aber, du verstehst, wie das Spiel funktioniert. Und noch nie ist jemand davon reich geworden, dass er viel einnimmt. Man wird reich, weil man wenig ausgibt.

Und wenn man dann reich ist, fragt man sich, warum man reich ist. :evillol:

Auf allen meiner Girokonten lungern hohe 5stellige Beträge rum. Super.

Kann ich mich daran erfreuen? Nein.
Kann ich Verschwendung vor mir selber rechtfertigen? Nein.
Wird es jedes Jahr mehr? Ja.

Super.

Willkommen in meinem Leben. :heilig:

mfg
 
[wege]mini schrieb:
Ich merke aber, du verstehst, wie das Spiel funktioniert.
Wie heißt es so schön: Kenne deinen Feind.

Ich hab mir in den letzten 15 Jahren sehr viel Wissen über das System Börse, Investitionen und auch Buchhaltung angeeignet, weil ich selbst dem Kapitalismus in seiner "heutigen" Form kritisch gegenüber stehe. Die Grundsysteme hinter der Börse, Investitionen, aber auch Steuern, Sozialabgaben und Co hab ich relativ schnell durchschaut und damit auch, warum Reiche immer reicher werden, während es für die Mittelschicht heute fast unmöglich ist in diese Spähren aufzusteigen. Nur mit den "Grundlagen" kannst du in einer Diskussion nicht lange bestehen und du hast immer wieder Leute, die einem dann erst mal erklären wollen, dass man ja keine Ahnung hat. Um gegen solche Leute gefeit zu sein, muss man nicht nur die Grundlagen durchschauen, sondern man muss auch das System lernen zu verstehen und die Tricks kennen, die Firmen und eben die Reichen anwenden können.

Je mehr ich über das System in den letzten Jahren gelernt habe und wie alles funktioniert, um so "abstoßender" finde ich das System teilweise und wenn man dann bedenkt, dass selbst Vorzeigekapitalisten wie Henry Ford gesagt haben, dass zu viel Gewinn unmoralisch ist und sie ihre Arbeiter gut bezahlen müssen, damit diese sich was leisten können, dann wird einem erst klar, was aktuell teilweise abgeht.

Ich bin nicht gerenerell gegen den Kapitalismus, ich bin aber dagegen, dass die Allgemeinheit den Reichen die Risiken abnehmen bei ihren Investitionen, diese sich gleichzeitig aber über zu hohe Steuern, Auflagen und Co aufregen. Wir sehen es ja jetzt schon wieder, dass Banken "gerettet" werden müssen auf Staatskosten und damit eine Gruppe an Bänkern profitiert, die über Jahre Boni und Co kassiert haben. Genauso, dass Firmen Subventionen bis hinauf zu 50 % und mehr vom Staat erwarten, obwohl sie große Gewinne machen und teilweise ihre Investionen selbst stemmen könnten. Und auch da kenne ich die buchhalterischen "Tricks", dass man Investionen zwar nicht sofort vom "Umsatz" abziehen kann, aber entsprechend über die nächsten Jahre und damit dann die Steuerlasst für genau diesen Zeitraum auch senken kann, so dass man in der Endabrechnung nach den Jahren quasi eine 0 stehen hat und die GEwinne in der Zeit au den ursprünglichen Gewinn drauf gekommen sind, wenn man die Gewinne nicht als Gewinnbeteiligung ausgeschüttet hätte.

Deswegen schreib ich ja in letzter Zeit hier auch gerne davon, dass man sich hier ein paar mehr Zahlen ansehen muss und AMD gibt diese Zahlen ja auch weitgehend raus. Was "buchhalterisch" für das Finanzamt ein Verlust sein kann, muss kein Verlust im eigentlichen Cashflow sein.
[wege]mini schrieb:
Auf allen meiner Girokonten lungern hohe 5stellige Beträge rum. Super.
Ach, mein Girokonto ist da "leer", das Geld liegt dann eher auf dem Geldmarkkonto. Aber dank ein paar Unglücke im Leben, kann ich erst seit ca. 2 - 3 Jahren wirklich effektiv aufbauen.
 
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cookie_dent schrieb:
AMD scheint im Moment mehr Richtig zu machen als Intel.

Das, was AMD im Moment primär richtig machen, ist der Umstand, dass sie ihre Chips beim mit weitem Abstand weltbesten Auftragsfertiger produzieren lassen.

Die museumsreife Asbach-Uralt Fertigung von Intel kann da nichts gegen ausrichten. Intel wird mit Meteor Lake (den es im Enthusiast Desktop nicht mal geben wird, weil Intel nichts gebacken bekommt :lol: ) nun erstmalig EUV einsetzen. Das kommt jetzt mal locker 7 Jahre zu spät.

Insofern grenzt es an ein kleines Wunder, dass Intel "nur" bei der Effizienz meilenweit abgeschlagen sind, aber dass sie bei der Performance (natürlich mit Brechstange) noch einigermaßen mithalten können.

Es gibt ja so ein paar Berufsoptimisten hier, die ernsthaft glauben, dass Intel gegenüber TSMC in diesem Leben noch mal einen Fuß auf den Boden bekommen werden. Gut, Wunder gibt es immer wieder und vielleicht passiert das tatsächlich, wenn man 5x am Tag Richtung Santa Clara betet, aber ich glaube das erst, wenn ich die unumstößlichen Fakten sehe.

Ich glaube nicht, dass Intel jemals wieder zu TSMC aufschließen, geschweige denn vorbeiziehen werden. Gut für AMD... naja, jedenfalls so lange wie Intel nicht irgendwann das Handtuch werfen und alles (also auch die Compute Tiles) bei TSMC fertigen lassen. Das wäre mal echt interessant, wer dann vorne liegen würde bei gleicher Fertigungsqualität.
 
Apacon schrieb:
Mehr, auf jeden Fall.
Aber anscheinend auch nicht sonderlich viel. Klar, die Marge läuft. Aber zumindest das Client GEschäft ist massiv abgestürzt, AM5 scheint nicht sonderlich anzukommen.

Und auch so hat man mal eben 20% Gewinn verloren. Also ja, es sieht besser aus als bei Intel. Aber gut ist anders.

Naja ganz Europa ist weggebrochen als Markt wegen Inflation und miesem Wechselkurs, zu Corona haben sich quasi alle mit Hardware eingedeckt (die Preise damals hat jeder noch im Kopf) und durch die Mainboardkosten, naja da denken sich viele man kann noch warten. Trotzdem ok, hätte schlimmer sein können.
 
Verdammt gute Zahlen von AMD angesichts der Marktlage. Wieder einmal zeigt sich, dass es in der Krise gut ist mehrere stabile Geschäftsfelder zu haben, die Verluste in anderen Sparten zum Teil ausgleichen können.
 
Nagilum99 schrieb:
Ich weiß ja nicht wie dein EK war, aber meiner war gut genug das meiste zu verkaufen. Die Position wurde mir zu groß. Und nur weil ich sage, dass die Plattform zukunftsfähig ist, heißt das nicht, dass die Aktie mittelfristig großes Potential hat.

Sagen wir es so..ich hab bestimmt schon 3 mal auszahlen lassen, nur um mich zu ärgern nicht bis heute einfach gehalten zu haben.
Du hast mich nicht zitiert sondern editiert.
Gut dass du das klar gestellt hast.
 
Oberst08 schrieb:
Auch widerspricht deine Aussage mit Otto und Erna nicht meiner Behauptung. Denn im OEM Markt ist Intel viel stärker als AMD, insofern kaufen die höchst wahrscheinlich Intel.
Bei Eigenbauten wird häufiger der Rechner aktualisiert. Da kommt es schon mal vor, dass AMD User einfach nur die CPU aufrüsten, während Intel User da ein neues Board kaufen. Und das ist für die Board Hersteller (die übrigens nicht gleich den PC Herstellern von Otto und Erna sind) halt unschön, weil sie nicht nur weniger AMD Boards verkaufen, sondern auch länger Kosten (BIOS Updates) haben. Insofern ist es ganz logisch, dass die Hersteller weniger an AMD Boards verdienen, und das wollen sie jetzt vielleicht ausgleichen (die wollen schließlich auch was verdienen).

Vielleicht wollen sie es, aber wie man an den Preisen des billigsten AM5-Boards im Vergleicht zum billigsten Socket-1700 mit DDR5 sieht, tun sie es nicht. Fuer die hohen Preise von B650-Boards brauchen wir also eine andere Theorie.

Aber wenn wir mit solchen Theorien spekulieren, hier ist eine, warum die Hersteller bei Intel-Boards hoehere Kosten haben und die einpreisen: Bei Intel sind die Boards alle nach zwei Jahren obsolet, bei Vorlaufzeiten von mehreren Monaten und schwankender Nachfrage heisst das, dass die Hersteller auf einem betraechtlichen Bestand an Boards sitzenbleiben. Bei AMD koennen sie die Boards viel laenger verkaufen, und sie bleiben daher nur alle 5 Jahre (oder so) auf einem entsprechenden Anteil der Produktion sitzen. Da sind die Kosten der BIOS-Pflege klein dagegen. Als Beleg fuer diese Theorie weise ich auf die hoeheren Preise der Socket-1700-Boards mit DDR5 hin.

Was die Sache mit dem geringeren Umsatz wegen Aufruestern angeht, die sonst das Board mit aufruesten wuerden. So ein Aufruester verkauft normalerweise den alten Prozessor, und der Kaeufer kauft sich dann ein Board, wo er den reinstecken kann. Die Board-Hersteller haben dadurch nicht weniger Stueck verkauft. Und wenn man bedenkt, dass es wegen der Sockel-Kompatibilitaet mehr aufruestwillige gibt als bei Intel, machen die Board-Hersteller dank dieser Kompatibilitaets-Politik vielleicht mehr Umsatz als wenn AMD eine Inkompatibilitaetspolitik fahren wuerde wie Intel.
 
RogueSix schrieb:
Ich glaube nicht, dass Intel jemals wieder zu TSMC aufschließen, geschweige denn vorbeiziehen werden. Gut für AMD... naja, jedenfalls so lange wie Intel nicht irgendwann das Handtuch werfen und alles (also auch die Compute Tiles) bei TSMC fertigen lassen. Das wäre mal echt interessant, wer dann vorne liegen würde bei gleicher Fertigungsqualität.
Gut für AMD, wenn sie Monopol-Preiszuschläge bei TSMC bezahlen müssen?

Wenn du wieder günstigere Produkte haben willst, dann braucht TSMC dringend Konkurrenz. Und da gehört Intel zu den ganz wenigen Konzernen auf diesem Planeten, die dazu das Potential haben.

Denn wenn die Situation so weitergeht, dass TSMC auf den neuesten Nodes überhaupt keine Konkurrenz hat oder dass Apple einfach mal die komplette N3-Produktion bucht, dann wird es für Endkunden auf Dauer nicht günstiger.

Und wie man bei NVIDIA sehen konnte, ist es auch nur eine Behelfslösung, einen schlechten Prozess bei Samsung zu buchen, der locker 2 Jahre hinter TSMC hinterherhinkt.
 
Oberst08 schrieb:
1Wenn man mal B650 und B550 vergleicht, kann man grob 20€ für ein besseres VRM und einen teureren Sockel verargumentieren. Sind aber 100€ Unterschied, das liegt nicht am Verbrauch (der macht wie gesagt vielleicht 16-17€ aus), das liegt einfach daran, dass die Boardhersteller wohl mit AM4 nichts verdient haben.
Sehe ich nicht so, wenn du von 8 Phasen auf 16 gehst, sind das alleine je nach Art, DrMOS oder SPS 12 bis 36$ mehr... der Sockel ist sicher massiv teurer als ein AM4 und die meisten Boards haben zwei Layers mehr. Die günstigen haben 6-Layer die besseren 8-Layer.

Das abgespeckte ASRock B650M-HDV/M.2 kostet jetzt 159€, das B550 Tomahawk (als es herauskam) kostet ~190€, Das ASRock B650M Riptide mit besserer VRM kostet 174€. Das Tomahawk kostet jetzt 149€ und das Schwesternmodell Max Wifi liegt bei 175€. So gesehen sind die relativ gleichwertig. Das entsprechende B650 Tomahawk liegt bei rund 230€, hat 8 statt 6-Layer und bessere SPS. Wenn man jetzt eine Inflation von 20% von Mitte 2020 bis heute annimmt, dann sind das rund 50€ Aufpreis, was ansich ok ist. Das die Anfangspreise hoch waren ist nicht nur der Gier der Hersteller geschuldet, sondern auch dem Umstand, daß die ersten Boards alle mit Luftfracht kommen und die ist immer noch extrem teuer. So gesehen bekam man damals sehr gute €200 Boards und die bekommst Du mit AM5 auch. Daß die günstigeren Boards teuer geworden sind, vor allem bei AMD ist eigentlich gut, weil die VRM jetzt besser zu den CPUs passen, was leider nicht für A620 gilt. Bei denen kann man eigentlich nur das ASRock A620M-HDV/M.2+ um rund €105 oder das ASRock A620M Pro RS nehmen um 125€ (allerdings ist dann der Unterschied zum B650 Board relativ gering), alles andere ist leider Schrott. Aber selbst diese günstigen Boards sollten für einen 7800X3D und non-X CPUs vollkommen ausreichen, wenn man mit den eingeschränkten USB Ports auskommt.
 
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