Radsport, Tour de France und andere Radrennen

  • Ersteller Ersteller Tiara G.
  • Erstellt am Erstellt am
jimpannse schrieb:
@ Tour, mal gucken, der Papa von Evenepoel soll wohl hoffen, dass Pog die Tour auslässt und sich auf die Rennen fokussiert, die er noch nicht gewonnen hat und dann die Vuelta/Giro fährt. (zumindest meine ich das in etwa bei Insta gelesen zu haben)
Für Evenepoel würde das freilich nicht viel ändern, ausser das er dann halt gegen Vin verliert und falls Lipo die Tour fährt auch kein Freilos auf den besten Bora fahrer hat.
Bin ich voll bei Dir. Ich glaube aber nicht, Du schreibst es später ja auch, dass ein Fahrer der die Tour gewinnen kann jemals freiwillig verzichtet. Die Tour ist gefühlt halt doppelt so viel wert wie die Vuelta und der Giro zusammen.
Die Entwicklung von Lipo wird spannend zu sehen sein. Dieses Jahr war nach der Tour bei ihm die Luft komplett raus, aber das würde ich nicht überbewerten. Die Tour ist halt mal das Highlight.
Ich bin mir noch nicht so sicher ob Evenepoel der unangefochtene Kapitän ist. Bei Roglic hat man das dieses Jahr ja auch gedacht, aber ich gehe davon aus, dass man da eher mit Doppelspitze rangeht und schaut wer stärker ist. Natürlich auch sehr abhängig vom Saisonverlauf der beiden.
jimpannse schrieb:
Muss auch allgemein sagen, dass ich es trauig finde, wie man leute "wie" Ulrich, heute schon fast wieder "bewundert" für seine Leistungen.
Aber gut, dass sieht man ja auch in anderen Ländern, wo die Doping sünder voll Salonfähig sind, vor und hinter der Kamera.
Und am Ende, war Lance mit Doping halt besser als Ulrich mit Doping und genauso wäre es im Fall von Pog gegen Vin.
Wir hatten das Thema schon mal hier und @@mo schreibt im nachfolgenden Zitat im ersten Satz wie ich es schon immer sehe. Den Spaß und den Fakt, dass ich damals wegen Ulrich zum Radsport gekommen bin nimmt mir niemand mehr. Gleiches gilt für mich aktuell beim Duell Pog/Vin. Ich hab mega Spaß und wenn irgendwann mal rauskommt wie bei Lance/Jan, dass beide voll waren, dann waren es zumindest gleiche Verhältnisse und den Spaß nimmt mir keiner mehr. Natürlich wäre es schade, vor allem für den Sport, aber als Fan würde mich das jetzt nicht so treffen. Auch den Rest den @@mo da schreibt sehe ich sehr ähnlich. Lance ist eher der Befehlsgeber und Jan der Empfänger. Ist ähnlich wie bei Pog und bei Vin. Pog ist eher der Extrovertierte, der den Mund aufmacht und Vin das genaue Gegenteil. Aber wir schauen da halt nur von Außen drauf. Keine Ahnung wie es im Bus abgeht wenn die Tür zu ist.
@mo schrieb:
Ich habe seinerzeit die Duelle von Armstrong, Ulrich, Pantani, Virenque etc. natürlich auch mit Faszination verfolgt und war schon sehr enttäuscht als sich alles bestätigt hat was man insgeheim befürchtet hatte. Während mich Armstrong aber nur noch angekotzt hatte (auch weil ich seine Autobiographie noch im Kopf hatte), hat mir Ulrich irgendwie nur noch leider getan weil schnell klar war, dass er mit der ganzen Situation völlig überfordert war, vorher fremdbestimmt und nun allein gelassen geteert und gefedert. Hätte mich definitiv nicht gewundert wenn er Suizid begangen hätte.

Lord B. schrieb:
Als ob ich das nicht versucht hätte ;) Am Handy hats nicht geklappt @@mo
Layer 8 Problem ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Lord B.
@mo schrieb:
Ungewöhnlich, Alpe d'Huez wird in den letzten 3 Tagen 2 mal angefahren. Von verschiedenen Seiten. Wußte gar nicht, dass es da noch eine andere Zufahrt gibt.
Ja und beide Zufahrten sind auch richtig schön. Bin bin alle drei Strecken dieses Jahr gefahren und Col de Sarenne ist richtig gut.
Der letzte Abschnitt von dem Pass zu Alp de Huez ist schon was anderes, gleicht eher eine Naturstraße als normale Straße - es sei denn man erneuert das ordentlich bis zur Tour de France.
Die Hauptauffahrt hat nur den Vorteil es sind massig Radfahrer zum Überholen da. :D

Schade das die Tour de France nicht über über Andorra führt aber gut vielleicht ein andernmal.
Ist schon eine ganze weile her das die Tour de France mal in Andorra war.

Ingesamt sehen alle Etappen gut aus.
 
Shader schrieb:
Schade das die Tour de France nicht über über Andorra führt aber gut vielleicht ein andernmal.
So wie hier:

 
Passt eigentlich auch in diesen Thread, so als "TV"-Tipp:

Fritz schändet sich auf einem Langstreckenfahrradrennen (so ähnlich wie Brevets) und hat gewisse Taktiken, um eine gute Platzierung zu erreichen. Bisher habe ich 4 Folgen geschaut.

 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen :)

Vlt nur halb richtig hier.

Es kommt ja nächsten Jahr HBO Max nach Deutschland.

Jemand zufällig Informationen zur Hand, was aus Discovery+ wird, was der einzig voll bezahlte Streaming anbieter bei mir ist ?
(Einzig für den Sport Part, versteht sich)

Ich vermute ja fast, Discovery+ wird eingestellt und ich "müsste" dann HBO MAX + dann das Sport Abo kaufen (wo ich dann sogar noch gratis Werbung drinne habe?)

Denke, da wäre ich dann raus und "müsste" wieder den weg über Youtube und co gehen
 
Simon Yates hat überraschend seinen Rücktritt bekannt gegeben.
Kommt recht überraschend mit 33 und als aktueller Giro Sieger.
Ob mehr dahinter steckt als keine Lust mehr sich jeden Tag zu quälen, man weiß es nicht.

Für Visma und Vingegaard jedenfalls recht tragisch, gleichwertiger Ersatz zu dem Zeitpunkt wo alle Verträge schon gemacht sind dürfte schwierig sein. Und nicht der erste Rückschlag für das Team.

Die 'Machtverhältnisse' dürften sich dann weiter Richtung Pogacar bei der Tour verschieben.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: fahr_rad
@mo schrieb:
Die 'Machtverhältnisse' dürften sich dann weiter Richtung Pogacar bei der Tour verschieben.
Die waren ja ohnehin schon so wie PSG in der Ligue 1...

Schade für Jonas und das Team, aber mMn ist mit oder ohne Yates kein Kraut gewachsen bei einem fitten Pogacar...
Wer dem Radsport böses will, der würde sagen, dass das genau so lange so bleibt, bis man rausgefunden hat welche Mittelchen Pogacar hat die Visma nicht hat ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Lord B.
@FrankenDoM Naja, um sich ehrlich zu machen, dann hat (oder hatte Vin ) doch auch paar Jahre sehr gutes Zeug.
Gäbe es Pog nicht, würde Vin die Tour gewinnen, wie er will.
Pog lengt halt nur super ab, dass keiner mehr über ihn redet, kann mich noch super an das Zeitfahren vor 2-3 Jahre erinnern, als er Pog in "grund und Boden" gefahren ist, im Zeitfahren und da war Pog schon recht gut drauf.


Aber ja Pog, ist in seiner Gesamtheit auf einen anderern Level als Vin.
Und am Ende werden sie beide nehmen (und auch "alle" anderen) was auch immer grade noch so erlaubt ist
Sofern die UCI durchaus das selbe machen wird/könnte, wie damals zu Armstrong zeiten, den Deckel drauf halten, bis ein Floyd Landis kommt und was sagt.

@Yates, kann mir auch gut vorstellen, dass er einfach nicht mehr die Motivation hat, jeden Tag im Training 100% zu geben und im Rennen 110% um mitzufahren.
Und alles darunter wird vlt seinen Ansprüchen nicht genügen, und den dann daraus Resultieren Ergebnissen.
 
@jimpannse
Ich habe ja geschrieben welche Mittel UAE hat, die VISMA nicht hat. Die haben natürlich beide genug Mittelchen und auch VISMA hat super Mittelchen. Jonas hat ja letztes Jahr die Vuelta gewonnen ohne auch nur eine Etappe wirklich krass gewesen zu sein immer nur das Nötigste, aber immer mit dem Gefühl, dass die anderen machen können was sie wollen. So im Vorbeigehen ohne jede Spannung hat sich das angefühlt.

In dem Jahr als Jonas ihn geschlagen hat war Pogacar krank oder angeschlagen an dem Tag des Zeitfahrens. Da war von Herpes die Rede wenn ich mich richtig erinnere.

Am Ende des Tages ist es doch ähnlich wie damals bei Ulle gegen Armstrong. Damals waren beide voll bis oben hin.
Heute ist es doch genauso, also entweder sind beide voll oder keiner der beiden ist es. Ich glaube im Leben nicht, dass nur Pogi dopt.
Und genau mit der Erkenntnis ist es mir fast schon egal. Gleiche Bedingungen so zu sagen.
Selbst wenn in 10 Jahren rauskommt, dass beide gedopt waren ist es mir heute egal, weil heute macht es mir Spaß da zuzuschauen und das nimmt mir keiner mehr weg.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: fahr_rad, Lord B. und hendrik.
Sehe ich wie @FrankenDoM

Der letzte bekannt gewordene Dopingfall liegt vierJahre zurück. Nach der Tour 2022 wurde der sechstplatzierte Nairo Quintana nachträglich disqualifiziert, weil er während der Rundfahrt ein verbotenes Schmerzmittel verwendet hatte.

Gesperrt wurde der kolumbianische Star wegen dieses Vergehens allerdings nicht. Es war einer von lediglich drei Tour-Dopingfällen in den vergangenen zehn Jahren.

Kein Vergleich zu den großen Dopingskandalen früherer Tage wie jener um das Team Festina 1998 oder um die Tour-Superstars Jan Ullrich und Lance Armstrong in den Jahren nach der Jahrtausendwende.

Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass der Radsport nun "sauber" ist. Die große Überlegenheit Pogacars weckt Zweifel. Die Dopingredaktion des deutschen Fernsehsenders ARD zeigte letztes Jahr in einer TV-Dokumentation, wie leicht es immer noch ist, an medizinische Gerätschaften für Blutdoping zu kommen - pikanterweise in Pogacars Heimatland Slowenien.

Außerdem seien im Radsport inzwischen Dopingmittel angesagt, die schwer oder gar nicht nachweisbar seien, hieß es in der Doku.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: FrankenDoM
@hendrik.
Nur ergänzend...

hendrik. schrieb:
Es war einer von lediglich drei Tour-Dopingfällen in den vergangenen zehn Jahren.
Damals waren jetzt auch nicht so viele direkt positiv getestet. Das hat man ja alles erst später mit neueren Testverfahren belegen können. Armstrong hat ja fast ein Jahrzehnt lang dominiert ohne je positiv gewesen zu sein. Ulrich hat man bis heute keinen positiven Test nachweisen können.
Flyod Landis zum Beispiel hat sein ganzes Vermögen in Klagen investiert um zu beweisen, dass er nicht gedopt hat nur um am Ende der Kohle als Kranzeuge gegen Lance Armstrong auszusagen mit dem er gemeinsam gedopt hat.

Ich hoffe sehr, dass das aktuell schon deutlich besser ist und weniger Doper rumlaufen, aber so wirklich dran glauben kann ich nicht.

hendrik. schrieb:
Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass der Radsport nun "sauber" ist. Die große Überlegenheit Pogacars weckt Zweifel.
Ich finde es geht weniger um deren Überlegenheit. Ausnahmesportler gibt es immer wieder in jeder Sportart und meistens sind es sogar mehr als nur einer, weil sonst keine Show zustande kommt..

Worum es geht und was mich halt auch so nachdenklich macht sind die Werte die Pogi und auch Jonas gemessen werden. Nicht im Blut, sondern Leistungsdaten. Angefangen mit der Zeit auf Strecke X bis hin zur 27sten Nachkommastelle der Leistung in W pro Tritt oder die letzten 20 Minuten.
Diese Werte sind so unglaublich viel krasser, als die der damals nachweislich gedopten Vergleichsfahrer.

Da bleibt halt die Frage ob man "nur" mit Trainingsmethoden, Material und Technik sowas bewerkstelligen kann. Die damals haben vielleicht veraltet trainiert, ihr Rad war 4 kg schwerer und man hatte Öl anstatt Wachs auf der Kette, aber dafür waren die halt nachweislich gedopt.
 
Was bei diesen Vergleichen zwischen heute und damals gerne vergessen wird ist, dass heute erheblich mehr carbs (>120g/h vs. 60g/h) während des Rennens aber auch während des Trainings zugeführt werden. Erst dadurch ist es möglich so lang und so hart im Rennen zu fahren, bzw. man kann härter trainieren und erzielt dadurch bessere Trainingsergebnisse.
Dass diese ARD-Doku dies nicht erwähnt (und auch nicht erwähnt, dass andere Sportarten wie zb Fußball ebenfalls anfällig für Doping sind) wertet in meinen Augen die ganze Doku erheblich ab. Nicht, dass der Sport 100% sauber ist, aber zumindest die allgemeinen Leistungs-/Geschwindigkeitszuwächse können sehr wohl durch den War of Nutrition erklärt werden.
 
Lezek schrieb:
Was bei diesen Vergleichen zwischen heute und damals gerne vergessen wird ist, dass heute erheblich mehr carbs (>120g/h vs. 60g/h) während des Rennens aber auch während des Trainings zugeführt werden. Erst dadurch ist es möglich so lang und so hart im Rennen zu fahren, bzw. man kann härter trainieren und erzielt dadurch bessere Trainingsergebnisse.
Also vereinfacht ausgedrückt, einfach mehr essen...
Lezek schrieb:
Dass diese ARD-Doku dies nicht erwähnt (und auch nicht erwähnt, dass andere Sportarten wie zb Fußball ebenfalls anfällig für Doping sind) wertet in meinen Augen die ganze Doku erheblich ab.
Das wird nicht erwähnt weil es schlicht und einfach Whataboutism ist wie er im Buche steht.
Lezek schrieb:
Nicht, dass der Sport 100% sauber ist, aber zumindest die allgemeinen Leistungs-/Geschwindigkeitszuwächse können sehr wohl durch den War of Nutrition erklärt werden.
Da sind sich die Experten wohl nicht so einig und sehen das so klar.
 
Da hat sich viel bewegt, da hat er schon recht.
Kenne es selbst noch aus dem Triathlon von vor 6-7 Jahren. Da waren die Empfehlungen so je nach Größe und Gewicht grob bei 60-80g KH/Stunde.
Jetzt staune ich jedesmal, wenn Sebi Kienle bei der Übertragung von Frankfurt oder Hawaii erklärt, wie die Ernährung heute abläuft. Das ist schon ein brutaler Unterschied.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Lord B. und FrankenDoM
H1ldegunst schrieb:
Da hat sich viel bewegt, da hat er schon recht.
Ja, na klar, keine Frage.
Hab ich aber auch geschrieben, dass sich brutal viel getan hat. Nicht nur Ernährung, auch Technik und Trainingsmethoden zum Beispiel. Ich stelle ja explizit die Frage, welche auch die Experten bewegt, ob das reicht um diese Leistungen zu erklären.

Ich möchte auch nochmal klar rausstellen, dass ich den beiden kein Doping unterstelle oder mir eh sicher bin, dass es so ist.
Ich hoffe, dass es nicht so ist und glaube solange dran bis was anderes bewiesen ist.
Schauen und Spaß haben ist bei mir eh gegeben, weil ganz sicher nicht nur einer dopt, wenn sie dopen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Lord B. und H1ldegunst
Zurück
Oben