Radsport, Tour de France und andere Radrennen

  • Ersteller Ersteller Tiara G.
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So sah heute in Bilbao der Zielbereich aus, die Zeitnahme erfolgte deshalb bei der 3km-Marke.
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Unfassbar schade. Der (Straßen-)Radsport als eine der wenigen Sportarten, wo jeder ohne Eintritt hingehen kann. Sehr frustrierend, dass das so missbraucht wird.
Bin gespannt, wie es weiter geht mit der Vuelta.
 
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@H1ldegunst Hm ich glaube fast, so wird es bis zum ende der Vuelta aussehen
Ist ja jetzt schon auf 4-5 Etappen vorgekommen.
Zum Glück bis jetzt, "glücklich" verlaufen, weil das Tempo meist recht gering war oder man sie früh genug gesehen hat.

Sie sollen ja gerne ihre meinung ausdrücken, gerne solange und sooft wie sie wollen.
Sie sollen die Straßen bemalen (selbst wo ich Joggen/Laufen gehe, ist der Weg teilweise Weg bemalt) oder mit den Flaggen/Schilder.

Aber wenn es um die Gesundheit von unschuldigen geht, hört der Spaß auf, man darf auch nicht vergessen, wenn die Jungs gegen die Leute mit 70+ im Sprint/flachen/Abfahrt fahren, da ist ne gute chance auf schwerverletzte oder schlimmeres. (auf beiden Seiten)

Eine Lösung schwer, vernunft, denke davon haben einige von ihnen keine, ganze Strecke absichern, komplett unmöglich, über bleibt dann nur die Sprint ankünfte abzusagen(oder Zuschauer verbieten)
davon gibts ja eh nur noch 1-2.

Die einzige kleine Chance wäre es mit den "chefs" der Leute eine übereinkunft zu treffen, wie es auch nicht selten bei der Tour de France passiert, wenn die Bauern oder so mal wieder dicke Backen machen.
 
H1ldegunst schrieb:
Sehr frustrierend, dass das so missbraucht wird.

Das ist wie beim Fußball, wo es diverse Fanszenen auch tun oder gar die Vereine selbst, mit verschiedenen Themen.
 
So die Vuelta ist zuende.

Unterm strich, wohl (für mich) eine der langweiligsten Tours der letzten Jahre, relative Zahnlos, es haben halt einfach so Typen wie Carapaz, Hindley, Pog gefehlt, die bei guter Form war verrücktes tun oder einfach zeigen was sie können und das rennen für alle schwer aber sehenswert macht.

Gewinner :

Klar Jumbo/Vin/Kuss, wie heißt es so schön, Tore gewinnen Spiele, Defense Meisterschaften, Vin sicher nicht in der Form von der Tour (und ohne Pog musste er ja auch nicht mehr machen), aber trotzdem es gab nie wirklich zweifel am Sieg, Kuss auch wieder teilweise sehr Stark

UAE/Almeida, wer 2ter im Ranking wird und 7 Siege erreicht, kann kein verlieren sein

Bora, für mich dieses Jahr die beste Teamleistung von ihnen, 4ter Platz + knapp am weißen Trikot vorbei + 1 Etappen Sieg von Pellizzari

Ansonsten Lidl Trek, starkes Team, Mads Pedersen macht Mads Petersen sachen, nur bisschen unglüklich an mehr Etappensiegen vorbei.

Matthew Riccitello/Thomas Pidcock, starke Leistungen von beiden, weißen Trikot der eine, Platz 3 der andere
(aber zur wahrheit gehört natürlich auch, das die Vuelta schon recht "schwach" war)

Neutral/Verlierer (Sportlich)

viele gibt es eigentlich garnicht

Giulio Ciccone/Antonio Tiberi, da war sicher bei beiden die Hoffnung auf ein top10 da.

UAE, Ayuso : wenn es der Plan war 7x zu gewinnen 10/10, wenn nicht, als reine Teamleistung war das recht wenig,
Ayuso, wenn er wollte sehr Stark also bei 3-4 Etappen insgesamt, rest "Arbeitsverweigerung"

Landa/Bernal, hätte mir zuindest bei Bernal mehr erwartet, sofern die ersten Tage gut aussahen, aber immerhin 1 sieg, und beide vlt immer noch zu Stark von den Verletzungen beeinträchtigt

Der klare Verlierer :
Der Radsport, nicht nur aber vorallen auch die letzte Etappe hat gut gezeigt, dass man sich schnell einen sehr guten Plan machen muss.
Wie das aussehen kann, ganz schwer zu sagen.

Die Katze ist aus den Sack und die "gefahr" ist nicht so klein, dass jetzt auch andere Gruppen auf den Zug aufspringen und für sich "werben" wollen.

Die Jungs und Mädels verhaften, wird keine Lösung sein, sie sind Jung und ein paar Tage "Urlaub" haut sie wohl kaum und für lange/schwere Strafen wird es wohl nur mit Gesetzesänderungen geben
 
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Pogacar gestern auch mal wieder in Gönnerlaune.
Beim Rennen in Kanada/Montreal war er eigentlich schon weit vorne, hat dann aber auf den Teamkollegen McNulty gewartet und ihn gewinnen lassen.
Für mich sowas immer zwiespältig....!?


Die Lehren aus der Vuelta werden jetzt sicher heiß diskutiert bei den Veranstaltern und Sicherheitskräften. Am Ende kannst aber kaum was machen wenn Demonstranten in sehr großer Anzahl kommen. Es ist halt keine Stadionveranstaltung.
Ein Team mit dem Namenszusatz 'Israel' unter den derzeitigen politischen Bedingungen an den Start zu lassen war m.E. aber auch nicht die weiseste Entscheidung. Hat sich halt keiner getraut Klartext zu reden.
 
@@mo Spoiler :D, war grade an der wiederholung gucken :P, denke das hat er aber auch nur gemacht, weil (nord)Amerika > McNulty und er das Rennen schon gewonnen hatte, ganz großer Fan bin ich nicht davon, solange sie nicht "zeitgleich" ins Ziel kommen, soll der in frührung liegt auch gewinnen.

EDIT : so zuende geguckt, verrücktes Finale, Pog wartet und fährt McNulty liebevoll als Edelhelfer komplett von vorne für 15km ins ziel, kann man so durchaus mal machen ^^

@ Team Israel, wundert mich auch ein bisschen, sofern Spanien jetzt auch nicht der größte Fan von der aktuellen "gangart" von Isreal ist, aber machen wir uns nichts vor, so ganz unwahrscheinlich ist es nicht, das es trotzdem Passiert wäre. (wenn sie z.b. mit einen anderen Namen angetreten wären)

Und nächstes Jahr kommen dann gegner von UAE oder Lidl-Trek, weil sie Nestle sachen verkaufen (keine ahnung ob sie das wirklich tun) so oder so sehr schwer, die ganze sache.
 
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Na ja, all die Dinge wogegen es sich demonstrieren lässt gab es ja vorher auch schon. Und es ist ja nicht so, dass es nicht immer wieder Aktionen gegeben hätte. Die Vuelta hatte jetzt halt eine neue Qualität bzw. Quantität. Die ist aber m.E. schon der Tagesaktualität geschuldet, bzw. die Fortsetzung von Protesten die es derzeit fast überall gibt in der einen oder anderen Form.
Radtouren sind da nun mal extrem anfällig und man kann mit wenig Aufwand maximale Aufmerksamkeit erzeugen. Bin mir aber sicher, dass die französische Polizei ungleich härter vorgehen würde da die Tour ein nationales Symbol ist.
Es bleibt abzuwarten wie viel Nachahmer es geben wird. Ich hoffe nicht, dass die Vuelta so eine Art Game Changer war.
 
@mo schrieb:
Ein Team mit dem Namenszusatz 'Israel' unter den derzeitigen politischen Bedingungen an den Start zu lassen war m.E. aber auch nicht die weiseste Entscheidung. Hat sich halt keiner getraut Klartext zu reden.
"Lassen" ist gut. Die Regeln des Weltradsportverbandes UCI sehen vor, dass die beiden im Vorjahr besten Teams der UCI ProSeries zwingend zu allen Rennen der UCI WorldTour, inklusive der Grand Tours, eingeladen werden müssen. Israel Premier Tech (IPT) war dieses Jahr eines dieser beiden Teams. Gemäß Regelwerk hatte der Veranstalter der Vuelta also gar nicht die Wahl, IPT nicht einzuladen. Es bestand nur die Möglichkeit, dass IPT die Einladung von sich aus ausschlägt, haben sie aber halt nicht. Nächstes Jahr wird IPT sogar ein UCI WorldTeam sein, dann wird nicht einmal mehr diese Möglichkeit bestehen, weil WorldTeams gemäß Regelwerk verpflichtet sind, an den Grand Tours teilzunehmen.
 
SJAFNWEIF schrieb:
"Lassen" ist gut. Die Regeln des Weltradsportverbandes UCI sehen vor....
Es geht ja nur um den Namenszusatz, nicht um das Team an sich. Dachte, dass das klar sei.
Ob das was geändert hätte, lass ich mal dahin gestellt, aber mit ein wenig Antizipation konnte/musste man nach den jüngsten Entwicklungen damit rechnen.
 
Heute gehts im Straßenrennen der Männer um den Weltmeistertitel.
Der Kurs ist ja wirklich hart, quasi nur bergauf oder bergab. Und die Herren geben vom Start weg richtig Gas. Kein langsames Einrollen für die ersten 100km, was natürlich schon die ersten DNF zur Folge hat.
Ich bin gespannt, ob Pogi bei 100% ist, weil das Terrain mit den kurzen Rampen dürfte ihm eigentlich liegen.
 
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H1ldegunst schrieb:
Ich bin gespannt, ob Pogi bei 100% ist, weil das Terrain mit den kurzen Rampen dürfte ihm eigentlich liegen.
Natürlich ist er bei einem solchen Terrain der Favorit. Ob die Topform da ist, durfte man nach der Vorstellung im Zeitfahren bezweifeln. Aber anscheinend kann man das doch nicht als Gradmesser nehmen.

Ich hätte angesichts des Verlaufs des letztjährigen Wettbewerbs unabhängig davon nicht gedacht, dass er auch hier einen frühen Angriff startet. Alles Schwergewichte in der Verfolgergruppe. Es sollte ihm doch nicht wieder gelingen, alle vorzuführen? Oder etwa doch? Wetten wollte ich darauf noch nicht. 1 min auf 50 km sollte zu schließen sein.
 
Rossie schrieb:
Es sollte ihm doch nicht wieder gelingen, alle vorzuführen? Oder etwa doch? Wetten wollte ich darauf noch nicht. 1 min auf 50 km sollte zu schließen sein.
Doch, gelingt ihm!
Nicht zu fassen der Bursche! Greift 100 km vor dem Ziel an und fährt die letzten 66 km im Zeitfahrstil alleine das Ding nach Hause. RE erfolgreich den Stinkefinger verpasst nach der Klatsche im Zeitfahren.
Aber gut, kommt jeder mit Gold heim auf dem Terrain auf dem er am besten (unschlagbar) ist.
 
Wenn man der Stärkste ist, maximiert ein früher Angriff wohl einfach die Wahrscheinlichkeit auf den Sieg. Die Verfolger arbeiten meist nicht gut genug zusammen. Der fehlende Funk ist bei Weltmeisterschaften eine zusätzliche Hürde. Ist im Radsport nicht immer so, dass der Stärkste gewinnt und das ist wohl auch nicht immer gewünscht. Aber die beiden haben dieses Jahr erneut ihre Ausnahmeklasse bewiesen. Das muss man anerkennen.

Der Austragungsort ist auch zu loben. Die Durchführung der Wettkämpfe hat gut funktioniert und heute kam auch wieder richtig Stimmung auf. Das Profil war aber super hart. Dass nur 30 Sportler es ins Ziel schaffen, kommt nicht allzu oft vor. Eine ganze Menge Fahrer hatten allerdings mit Magen-Darm-Infekten zu kämpfen.

Die Leistungen von Pogačar über einen so langen Zeitraum sind wirklich beeindruckend. Die schlechteren Zeitfahren dieses Jahr trüben die Bilanz kaum. Wieder eine Ausnahmesaison. Superlative reichen kaum aus. Aber es gab auch Anzeichen, dass die scheinbare Leichtigkeit viel Mühe macht und die Belastungen allen Superstars zu schaffen macht. Da bin ich bei Lipowitz gespannt, wie er nächstes Jahr auftritt.
 
Fand die Wm auch sehr gut.

Die Stimmung und die Strecke konnten sich mehr als sehen lassen.
(und wurde zumindest bei den Junorinnen, mit einer sehr sehr guten Leistung der Äthiopierin Kahsay Tsige Kiros belohnt, die garnicht soweit von einen Podium weg war)

Die Idee, die Zeitfahren im convention center ? mit der guten Stimmung und Trommeln zu Starten, hatte auch was, da können sich die anderen Ausrichter gerne paar Ideen von abgucken.

Pog klar der verdiente Sieger, Ayuso/del Torro konnten wohl aus Bauch und Bein gründen nicht dran bleiben und Evenepoel macht mit sein Engel/Teufelchen und den schultern Evenepoel sachen.
Schön für Healy, der sich so für die tolle Saison, nochmal extra belohnt.

@ nur 30 im Ziel, ist natürlich nicht nur der schweren Strecke geschuldet, sondern zum Teil auch, das es ein 1Tages rennen auf einen Rundkurs ist/war, wo es halt auch keinen sinn macht, wenn man mal abgehängt ist, weiter zu machen, sofern man auch rausgenommen wird/wurde ?, wenn der Rückstand zu groß ist, da die Runde ja nur ~22Min gedauert hat.
 
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Kaum ist die WM rum, gibt's als Nachschlag noch eine EM.
Am Start tatsächlich Pog, Evenepoel und, man staune, Vingegaard.
Davon ab, eine Blaupause zur WM. Evenepoel gewinnt seinen Zeitfahrtitel und sieht beim Straßenrennen am Anstieg wieder nur die Rücklichter von Pog aus der Distanz, der das dann wie üblich zig Kilometer nach Hause fährt.
Und Vingegaard, chancenlos, schnell abgehängt, gibt auf. Ein-Tagesrennen sind halt nicht so sein Ding. Hätte er sich besser gespart.
 
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@@mo Hat mich auch überrascht, dass hier doch recht viele Starke leute am Start waren (auch wenn nur 17 leute im Ziel waren)

Immerhin, Pog, Evenepoel, Vin, Ayuso, Almeida

Wieder eine super leistung von Evenepoel, aber es hat sich auch wieder gezeigt, dass er selbst mit teilweise 4-5Helfern gegen mehr oder weniger Pog alleine, trotzdem kaum eine Chance hat, sobald der anstieg nur ein bisschen länger ist

Warum Vin am Start war, obwohl ein wohl in keiner guten Form war, überrascht mich schon, dann hätte er lieber in Italien bei den "kleinen" 1tages Rennen am Start stehen können oder wie jedes Jahr einfach "chillen" bis April :P

Dort hat dann Team UAE diese Woche (inclusive der Kroatien-Tour) die Siege 86-89 ? oder waren es 85-88? (überblick verloren) voll gemacht, Del Torro 1x, Yates 1x und 2x Brandon McNulty (1x Etappe + Gesamtsieg)

Neuer Record, und Pog, will dann sicher nächste Woche, mit dem 5ten Sieg in Folge, beim letzten Klassiker der Saison, der Lombardai Rundfahrt, den Deckel auf den neuen Rekord drauf machen.
 
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jimpannse schrieb:
will dann sicher nächste Woche, mit dem 5ten Sieg in Folge, beim letzten Klassiker der Saison, der Lombardai Rundfahrt, den Deckel auf den neuen Rekord drauf machen
Wenn es demnächst mal ein Rennen Paris - London gibt, mit Etappe auf dem Boden des Ärmelkanals in Taucheranzug gewinnt er das vermutlich auch überlegen....!? 🤷‍♂️
 
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@@mo Hm, dass klingt recht flach, auf 50km Kanal, ist das Tiefste nur 175m oder so, da müsste man dann doch ne ganze menge umwege nach süden Frankreich nehmen, da auch der Rest von Frankreich nach London, nicht soviel hergibt,

Als Zeitfahren, wäre es mal was, also der reine Ärmelkanal als Zeitfahren, aber wie oben schon gesagt, dass Profil würde für einen Gewinner Evenepoel -->Filippo Ganna sprechen, und dann je nach Tagesform, Vin/Pog und wenn sich Lipo weiter steigert, vlt sogar er, da er die letzten Zeitfahren, doch verdammt gut war, sobald er erstmal ins Fahren kam (da beziehe ich mich mal aufs flache.)
 
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