Recht auf HomeOffice

Das kommt natürlich immer auf den Arbeitsplatz an, wenn ich aber in der Buchhaltung jemanden habe, die im Home-Office ca. 20 Kundenaufträge am Tage abarbeitet, in der Firma jedoch nur zehn, dann weiß ich sehr wohl wo sie effektiver arbeitet.

Aber ganz klar, Controlling und Kennzahlen machen das erheblich einfacher und besser.
 
Nun ja, wenn dein AG oder Vorgesetzter dir als Arbeitsanweisung ein reporting auferlegt, dann du das auch entsprechend umzusetzen. Warum auch nicht?
Würde aber dann natürlich mit ihm über das Format und den Rahmen sprechen. Also in welchen Intervallen und wie detailiert sollen diese Berichte erstellt werden. Und dann setzt du das entsprechend um.
Natürlich würde ich hier die Dauer der Berichterstellung sicherlich ebenfalls einfließen lassen.
zB Bericht 03.03.2022
  • Kunde XY Support Call ; Drucker Probleme ; Dauer ~ 30min
  • Adminstrative Tätigkeit ; Aktualisierung der Doku zu Fehlerbehebung ; Dauer ~ 15min
  • usw usw
  • Administrattive Tätigkeit ; Erstellung Arbeitsbericht ; Dauer ~ 30min

Sollte ja absolut kein Problem darstellen. Geht eben auf euren Chef zu und macht praktische Vorschläge.
Macht ein mögliches Layout wie das aussehen könnte usw.
Besprecht mit ihm ob das soweit okay ist und in welchen Intervallen er das gerne erhalten möchte.
Dann macht eine Woche einen Teslauf mit ihm und bittet um Rückmeldung was er gerne noch anpassen möchte (Intervall, Tiefe, usw).

Das .. mal so am Rande zeigt euer Interesse und bringt ihn vielleicht dazu die Situation und seine Einstellung zu überdenken.
Und wenn er gerne mehr und öfter aktiv von seinen Angestellten angesprochen werden möchte, dann macht das doch einfach. Ruft an .. bindet Ihn in den Arbeitstag ein. So ist er im Bilde und zufrieden.

Des Weiteren ist Kommunikation hier ein sehr wichtiges Instrument für beide Seiten.
Gibt es also an gewissen Stellen vielleicht Schwierigkeit, unbrauchbare Prozesse o. ä ., kann mit ihm zusammen deutlich besser nach Lösungen suchen, ohne pauschal auf Unverständnis zu stoßen.
 
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Tatsächlich habe ich gestern erfahren, dass meine Kollegen den doppelten Corona-Bonus für 2021 erhalten haben wie ich. Dieser einmalige Bonus sollte aus Ausgleich dafür dienen, dass wir soviel im HomeOffice gearbeitet haben und da ja Strom- und Heizkosten hatten. Ich habe letztes Jahr genausoviel wie alle anderen im HomeOffice gearbeitet. Ich habe auch die selbe Qualifikation und den selben akademischen Abschluss wie meine Kollegen. Ich habe ein wenig länger Betriebszugehörigkeit. Fühle mich total frustriert seit ich das erfahren habe. :(

x-sector schrieb:
Sollte ja absolut kein Problem darstellen. Geht eben auf euren Chef zu und macht praktische Vorschläge.
Macht ein mögliches Layout wie das aussehen könnte usw.
Besprecht mit ihm ob das soweit okay ist und in welchen Intervallen er das gerne erhalten möchte.
Dann macht eine Woche einen Teslauf mit ihm und bittet um Rückmeldung was er gerne noch anpassen möchte (Intervall, Tiefe, usw).
Ihn interessiert der Inhalt oder das Layout meiner Arbeitsberichte nicht. Er liest die dann nicht mal. Vermutlich könnte ich reinschreiben "60 Minuten Sex mit Lebenspartnerin" oder "120 Minuten Xbox Rainbow Six" und er würde das nicht mal merken. Diese Arbeitsberichte sollen einzig dazu dienen, mich soweit zu frustrieren, dass ich kündige. Hat er genauso gesagt bzw. angekündigt.

x-sector schrieb:
Und wenn er gerne mehr und öfter aktiv von seinen Angestellten angesprochen werden möchte, dann macht das doch einfach. Ruft an .. bindet Ihn in den Arbeitstag ein. So ist er im Bilde und zufrieden.
Wenn ich meinen Chef anrufe, ohne eine aktuell wichtiges Anliegen zu haben, schreit er mich nur an, dass ich seine Zeit nicht verschwenden soll. Wenn ich ihn nicht anrufe, schreit er mich am nächsten Tag an, dass ich ihn nicht oft genug angerufen habe. Es ist unmöglich es richtig zu machen.
 
Okay .. das klingt nach einer sehr festgefahren Situation.
Kann und will mir da natürlich kein Urteil erlauben.
Aber wenn du so viele negative Erfahrungen machst, und vielleicht sogar ein oder mehrere Verstöße gegen das Gleichbehandlungsgesetzt vorliegen, solltest du dir grundlegende Gedanken machen.
Es klingt so, als sei euer Verhältnis schwer belastet und er seine Position nutzt, um dir den Tag zu erschweren.

Im Zweifel solltest du vielleicht hierzu ein Beratungsgespräch mit einem Fachanwalt in Erwägung ziehen.
So wie du es darstellst, hat diese Zusammenarbeit wohl eher keine Zukunft.

Egal was du machst, halte dich dennoch weiterhin an deine Pflichten als AN.
Sofern das Ganze eskaliert, und du tatsächlich rechtl. Beistand suchst und benötigst, solltest du dir nichts zu Schulden kommen lassen.
Mag dir, und das verstehe ich, natürlich sehr schwer fallen. Aber versuche impulsive Handlungen zu vermeiden und handele stets mit Bedacht. Denn alles andere kann dir nachher dann negativ ausgelegt werden.

Kopf hoch .. wenn es so schlimm ist ... ist die Chance sehr hoch einen deutlich besseren AG zu finden ;-)
 
x-sector schrieb:
Aber wenn du so viele negative Erfahrungen machst, und vielleicht sogar ein oder mehrere Verstöße gegen das Gleichbehandlungsgesetzt vorliegen

Bitte informieren , was Inhalt des Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) ist.
 
Darüber bin ich informiert. Aber anstatt mir vorzuschlagen mich zu informieren, hättest du deine Kentnisse hier teilen dürfen ;-)
Oder als minimal Gehalt deines Posts wenigsten den Link dazu.

Seiner Schilderung nach wird er benachteiligt (Corona Boni, Berichterstattung, usw).
In wie weit und was davon vllt. gesetzl. geregelt ist, kann aktuell nur er, oder eben ein Fachanwalt beurteilen.
 
Acrylium schrieb:
Ihn interessiert der Inhalt oder das Layout meiner Arbeitsberichte nicht. Er liest die dann nicht mal.
Dann musst du ja nur für 3 Wochen Berichte erfinden und dann kreuz und quer Copy Paste machen damit es nicht gleich aussieht. Oder denkst du das Berichtsheft von Millionen Azubis wäre für jeden Tag korrekt ausgefüllt?
Acrylium schrieb:
Dieser einmalige Bonus sollte aus Ausgleich dafür dienen, dass wir soviel im HomeOffice gearbeitet haben und da ja Strom- und Heizkosten hatten.
Ein Chef der nicht will dass ihr im HO arbeitet zahlt einen Ausgleich? Seriously?
Selbst bei meinem AG, der recht HO-freundlich eingestellt ist, ist der Vorgesetzte etwas aus der Haut gefahren als ein Kollege mal nach einem Ausgleich für Mehrverbrauch bei Strom, Heizung und Wasser gefordert hat.
Dazu sei erwähnt dass der Kollege wegen HO einen dicken Batzen Fahrtkosten einspart.
 
h00bi schrieb:
Ein Chef der nicht will dass ihr im HO arbeitet zahlt einen Ausgleich? Seriously?
Ja, das ist bei uns tatsächlich ein Bisschen widersprüchlich. Ich glaube, er hat Angst, dass ihm zu viele Mitarbeiter abspringen wenn er nicht auch mal was Positives macht. Er erzählt ja auch immer wieder, dass er HomeOffice nur erlaubt, um seine wertvollen Mitarbeiter vor einer lebensbedrohlichen Infektion zu schützen. Ich bin halt anscheinend nicht wertvoll genug. Das geht soweit, dass mich die anderen Kollegen schon fragen, warum ich da bin. Denn - sollte ich mich infizieren - durch meine ständige Präsenz alle Kollegen (die ja zwischen HomeOffice und Büro rotieren) ansteckend könnte.

Heute hat er aber klar angekündigt, dass sobald der Arbeitgeber nicht mehr verpflichtet ist, HomeOffice anzubieten, haben alle wieder im Büro zu sein.
 
x-sector schrieb:
Darüber bin ich informiert. Aber anstatt mir vorzuschlagen mich zu informieren, hättest du deine Kentnisse hier teilen dürfen ;-)
Oder als minimal Gehalt deines Posts wenigsten den Link dazu.

Seiner Schilderung nach wird er benachteiligt (Corona Boni, Berichterstattung, usw).
In wie weit und was davon vllt. gesetzl. geregelt ist, kann aktuell nur er, oder eben ein Fachanwalt beurteilen.
ok, hast Recht, hier Link dazu:

https://www.kluge-recht.de/arbeitsrecht-ratgeber/allgemeines-gleichbehandlungsgesetz/

"Das AGG will Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern bzw. beseitigen."

Kann jetzt natürlich nur der TE sagen, ob die Ungleichbehandlung darin begründet ist.
 
h00bi schrieb:
Dazu sei erwähnt dass der Kollege wegen HO einen dicken Batzen Fahrtkosten einspart.
Und woher weisst Du (oder der Chef) dass in diesem konkreten Einzelfall der Kollege mehr Geld spart wie er für HO drauflegen muss?

Mich "spart" das HO exakt 50 € ÖPNV Ticket/Jahr (den AG 70€) und u.U. ein paar Euro Wartung für Fahrrad. Dagegen stehen ca. 1 KW/h Mehr an Stromverbrauch pro Tag HO und erhöhte Essenskosten, da ich selber nicht regelmäßig für 4-5€ kochen kann. Über Wasser und allgemeine Abnutzung der nicht von der Firma gestellten "Infrastruktur" reden wir da noch garnicht und Heizkosten habe ich im HO hier keine.

Es ist natürlich meine eigene Dummheit, nur 4 km entfernt von der Firma zu wohnen und damit auch nichts von der steuerlichen HO-Pauschale zu haben. Die Kollegen, die vorher täglich 50km durch München mit dem Auto gependelt sind, sparen sich nicht nur viel Zeit sondern vermutlich auch mehr Geld, wie sie nun zu Hause für das HO ausgeben müssen.
 
Gleichbehandlungsgrundsatz würde hier greifen, wenn der Kollege nebenan, mit dem gleichen Arbeitsplatz und der gleichen Arbeitsleistung einen höheren Bonus bekommen hätte.

Das kann man durchaus einklagen.
 
Na ja, der "Kollege nebenan" arbeitet allerdings in einer anderen Abteilung und bearbeitet rechtliche Fragen, während ich nicht-rechtliches bearbeite. Der hat aber genauso eine 40 Stunden Woche und hat genausoviel vom HomeOffice wie ich gearbeitet.
 
Dann greift aber der Gleichbehandlungsgrundsatz nicht, weil er eben eine andere Tätigkeit macht.
 
gymfan schrieb:
Und woher weisst Du (oder der Chef) dass in diesem konkreten Einzelfall der Kollege mehr Geld spart wie er für HO drauflegen muss?
Weil er 40km vom Büro entfernt wohnt und seit 5 Jahren jeden Tag alleine mit dem privaten PKW herkommt.
EDIT: Und nicht zu vergessen: Bei uns ist Arbeiten von zuhause freiwillig. Wenn das jemand nicht möchte, darf er weiterhin jeden Tag in die Firma.

gymfan schrieb:
Es ist natürlich meine eigene Dummheit, nur 4 km entfernt von der Firma zu wohnen und damit auch nichts von der steuerlichen HO-Pauschale zu haben.
wieso? Du kannst doch wie jeder andere auch 120 (?) Tage a 5€ absetzen.
Bei mir ists mit der Entfernung genau an der Grenze. 17km = 5,10€ zu 5€ HO.
Rein steuerlich ists egal.
Aber in der Praxis spare ich trotzdem ~300 Liter Sprit pro Jahr, 4000km Fahrzeugabnutzung und in meinem Fall spart meine Freundin nochmal über 2000€ für die Haustierbetreuung.
Da sind mir doch 100 Piepen für Strom, Heizung und Wasser völlig latte.
Zumal ich meine Internetleitung zuhause dann plötzlich auch beruflich nutze und auch mit ~50% absetzen kann.
 
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Ich bin kein Fan von diesem "Recht" auf HomeOffice. Ich hätte als Arbeitgeber keinen Bock einen Mitarbeiter einzustellen, der ständig auf sein (Möchtegern) "Recht" pocht. Entweder es ist für beide Seiten ok, oder man sucht sich halt was anderes. Wieso muss man immer alles regulieren?!
 
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Was ist denn das für eine Aussage, der Arbeitgeber soll dem Arbeitnehmer alle Rechte einräumen, dann muss dieser auch nicht darauf pochen.
 
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