Rentendiskussion

So ein Schwachsinn....
Dann wohnen alle in der Stadt, der Wohnraum dort wird noch knapper und damit teurer und die ländlichen Gebiete sterben noch mehr aus und es wird noch unattraktiver diese mit Infrastruktur auszubauen. Und in der Stadt nimmt das Verkehrschaos noch mehr zu. Und was ist mit Familien, wo einer nicht pendelt also im Ort arbeitet und der andere aber in der Stadt weiter weg? Oder mit Landwirten, die dies nur in Teilzeit tun und ansonsten arbeiten und dafür Pendeln? Es gibt soviele Gründe dafür, dass die Pendlerpauschale bestehen bleibt und die deutlich zeigen, das es um weit mehr geht, als umzugsunwillige Arbeitnehmer...

Aber pauschalisierende, einfache Lösungen sind ja grade voll en vouge...
 
Dann will ich auch eine Subvention für meine teure Stadtwohnung. Für die gleiche Wohnung würde ich 10km weitaus weniger bezahlen.
 
gaunt schrieb:
Hinzu kommt das alte Lied der zur Verfügung stehende Ressourcen. Zuviele Menschen mit zu hohen Ansprüchen wollen immer mehr weiter und schneller. Wie soll das Enden? Unser Rentensystem könnte in Zukunft das kleinste Problem werden...
Mir ist vollkommen bewusst, dass das was ich sagen unglaublich Naiv klingt. Aber wenn ich die zwei Zukunftsoptionen habe wo die eine mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Zerstörung der Umwelt und Jahrzehnte langen Verteilungskriegen endet und die zweite zwar Naiv (bzw. einfach nur teuer) ist, aber wenigstens eine reale Chance auf ein friedliches zusammenleben bietet. Na dann fällt mir die Entscheidung recht leicht.
Gut erkannt, trotzdem ist es auch unnötig, sich jetzt über die Rentenanprüche zu ärgern, in 2040 wird die Welt eine ganz andere sein als heute und das im negativen Sinne. Wenn sich bis dahin noch die Zivilisation ohne großen Bumm halten konnte, kann man schon von einem Wunder sprechen.
Am besten ist wohl, man bekommt bis 2035 seinen tödlichen Herzinfarkt, denn drüber hinaus könnte es überall auf der Welt verdammt "ungemütlich" geworden sein.
Der Mensch hat keine natürliche Feinde, macht er sich halt selber einen oder gerade dadurch. Ungehemmte Vermehrung ohne erhöhte Todesrate bis zum großen Knall. Da sind Hai und andere große Räuber evolutionär deutlich weiter, selbst ohne natürliche Feinde im ausgewachsenen Zustand außer Mensch und trotzdem im Gleichgewicht und das auch noch ohne eigenes Bewusstsein.
Der Mensch ist wohl nur als erfolgreiches, aber kurzzeitig evolutionäres Model ausgelegt, das die Erde ein bisschen umgestalten soll und dann verschwindet er wieder. :evillol:


crashbandicot schrieb:
Dann will ich auch eine Subvention für meine teure Stadtwohnung. Für die gleiche Wohnung würde ich 10km weitaus weniger bezahlen.

Und würdest noch viel mehr zahlen, wenn die Pauschale weg wäre und sich jeder um deine Wohnung kloppen würde. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
crashbandicot schrieb:
Dann will ich auch eine Subvention für meine teure Stadtwohnung. Für die gleiche Wohnung würde ich 10km weitaus weniger bezahlen.
Du bist doch schon subventioniert... Deine Wohnung wäre wesentlich teurer, wenn die Pendlerpauschale nicht existent wäre. Sowie eben andere Dinge, die ich aufgezählt habe. War mir aber irgendwie klar, dass hier vornehmlich Neid eine Rolle spielt und keine logischen Argumente...
 
und jeder der in der stadt wohnt arbeitet auch gleich um die ecke dort!?
eher nicht.
und falls doch in der nähe ist man mit dem auto oder öpnv unter umständen wegen des verkehrs ähnlich lange unterwgs wie n pendler vom lande.
 
Zuletzt bearbeitet:
damn80 schrieb:
und falls doch in der nähe ist man mit dem auot oder öpnv unte rumständen wegen des verkehrs ähnlich lange unterwgs wie n pendler vom lande.
Das ist doch nur ne Ausrede ... wer wirklich arbeiten will, der steht natürlich auch um 03:10 auf, damit er rechtzeitig "stempeln" kann ... schließlich gehts dabei um das einzige, was wirklich zählt ... Geld.

Ich will auch Geld verdienen ... der Unterschied scheint nur zu sein, dass ich auch mit einem Gehalt zufrieden bin, welches mir meinen momentanen Lebensstandard finanziert. Ich bin daran gewöhnt, meinen Monat mit unter €1000 zu bestreiten ... seit etwas über 15 Jahren habe ich damit nichtmal mehr echte Probleme. Es funktioniert alles (zum Glück habe ich weder Haus, Hund Familie oder Auto), ich bin nur langsam wirklich unzufrieden damit, dafür nichts weiter zu tun, als Bewerbungen und Folgeanträge zu schreiben - genervt hat die finanzielle Abhängigkeit schon im Studium.

Ich hätte wenigstens ab und zu ganz gerne mal ein Bewerbungsgespräch ... und ich denke, das wird wohl jeder verstehen, der mal in der Situation war, einfach nichts zu finden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Pension ähh Rente, um die geht es hier, bitte nicht vergessen ;) (wink mit dem Zaunpfahl)
 
Pension ähh Rente, um die geht es hier, bitte nicht vergessen
:D Oh im Prinzip gehts sogar immer noch um die Rente. Zur Zeit disst Tomislav es Ölfchen weil der keinen Bock hat seine Rente zu bezahlen und statt arbeiten zu gehen lieber zwischen Gänseblümchen naggisch auf der Wiese liegt, Harfe spielt und Halleluja singt;-)

Ich will auch Geld verdienen ... der Unterschied scheint nur zu sein, dass ich auch mit einem Gehalt zufrieden bin, welches mir meinen momentanen Lebensstandard finanziert.
So isses halt. Insbesondere Jobs im kulturellen Bereich sind meist eher mäßig bezahlt. Aber irgendwie gehören sie (in meinen Augen) zur Gesellschaft dazu, und zwar auch dann, wenn man es selber womöglich garnicht nutzt. Z.B. ein Subventioniertes Opernhaus das man nicht besucht.
Dummer Nachteil der Jobs: Auch wenn man jetzt klar kommt ist es nahezu unmöglich eine Altersvorsorge (egal ob staatlich oder privat) aufzubauen, man wird also irgendwann auf Unterstützung angewiesen sein. Und jetzt kann man die Frage stellen ob das moralisch OK ist oder nicht. Warum für jemanden zahlen der aus freien Stücken einen gut vergüteten Job sausen lässt und statt dessen einer Brotlosen Kunst nachgeht. Rein monetär ist die Antwort natürlich einfach.
Ich stell mir halt die Frage, was wäre wenn es diese Menschen nicht mehr gäbe. Keine kleinen Bands mehr auf den lokalen Festivals, keine Oper, professionell gepflegt wird auch nicht mehr, keine Jugendförderung, keine Sozialarbeit bei Pennern, keiner mehr der kleine Kunstwerke am Straßenrand erschafft, keine Musiker und Karikaturenmaler in der Fußgängerzone... ganz viele kleine Dinge, die man nicht evtl. nicht zwingend braucht, ohne die die Welt aber grau und trist wäre.
Und wo kommt die Kohle her? Na von Leuten die gut bezahlte Jobs haben. Ich z.B. verdiene recht passabel und habe obendrein den Luxus eines Jobs wo ich zumindest nicht kotzen muss wenn ich hingehe. Natürlich hat man dann hohe Abgaben, aber am Ende bleibt doch mehr wie genug über. Und wenn man genug hat, macht mehr auch nicht glücklicher. Ein Mensch vom Typ Olf benötigt nach eigener Aussage 1k im Monat um über die Runden zu kommen, und verdient die meistens auch selbst, dann sind 40 Jahre seines Lebens schon "bezahlt". Die Kindheit müssen eh die Eltern berappen und dann sind wir wieder bei der Rente.
Geht ein Olf mit 65 in Rente hat selbst er ja en bissel Ansprüche angesammelt. 200€ im Monat vielleicht? Langt nicht, aber er hat seinen Job ja gemacht weil er Spass machte. Und das Endet nicht mit 65. Also macht er mit Halbgas etwas weiter und verdient im Schnitt weitere 300€ im Monat. Braucht er also noch 500€. Ölfchen ist vermutlich schon etwas älter; in den 60/70ern geboren? Dann hast du eine statistische Lebenserwartung von gerade mal rund 70 Jahren also 5 Jahre Rente zu 500€ im Monat macht in Summe gerade mal 30.000€.
Umgelegt auf meine Lebensarbeitszeit kostet mich der Olfsche Schmarotzerfaktor also ganze 62,50€ im Monat.

Mich kostet es also 65€ im Monat die Rente für einen Brotlosen zu übernehmen (den Rest verdient er ja selbst). Als Gegenleistung bekomme ich eine Gesellschaft, welche bunt und interessant ist. Wo mir auch mal Menschen begegnen die das was sie tun gerne machen, und nicht nur Roboter die über ihre Arbeit schimpfen. Das ist mir persönlich 65€ im Monat Wert. Zumindest sind diese Euronen hier deutlich sinnvoller investiert als z.B. dafür die Einlagen von Hedge Fonds und andere Spekulanten zu sichern.
 
gaunt schrieb:
:D Oh im Prinzip gehts sogar immer noch um die Rente. Zur Zeit disst Tomislav es Ölfchen weil der keinen Bock hat seine Rente zu bezahlen und statt arbeiten zu gehen lieber zwischen Gänseblümchen naggisch auf der Wiese liegt, Harfe spielt und Halleluja singt;-)
Und das ist meiner Meinung nach sogar noch eine Fehleinschätzung ... obwohl Tomi es wahrscheinlich genauso sieht.
Finanziell komme ich mit H4 zurecht (im Studium hatte ich zwar nicht viel weniger Geld, dafür aber um einiges höhere Ausgaben ... Studentenermäßigung hin oder her, €150,- für de KK waren einfach knapp 1/3 meiner kompletten Einkünfte ... weit mehr als die hälfte dessen, was nach der Miete noch übrig blieb). Von daher regt mich das Geschwafel von Konsumverzicht, zu dem junge Leute angeblich nicht fähig sind einfach nur auf ... nicht, dass es nicht tatsächlich so wäre, aber muss man das gerade Leuten um die Ohren hauen, die seit Jahrzehnten mit unter 1k im Monat auskommen "müssen" (ob nun freiwillig oder nicht ist für das Thema Konsumverzicht ziemlich egal)?
Ich könnte momentan auf der faulen Haut liegen, Harfe spielen und Eierkraulen ... erscheint es da nicht unlogisch, dennoch auf Stellenantzeigen zu reagieren, Initiativbewerbungen zu verschicken und sich Gedanken darüber zu machen, warum das bisher alles nicht so fruchtbar war.
Das könnte mir doch wirklich schnurzpiepe sein, wenn obiges Zitat auf mich zuträfe.
Ich bin sparsam und komme daher mit H4 zurecht ... bei der jobsuche geht es mir gerade um meine psychische Gesundheit (neben regelmäßigen Amts-Schikanen drehe ich langsam durch, weil mein Kopf zu viel Freizeit hat, und die "Sozialschmarotzer"-Rethorik geht einem auch ganz schön an die Nieren), aber ich bin mir sicher, dass ich auch bei guter Bezahlung nicht krampfhaft Geld rauskloppen würde, einfach weil es ja da ist ... ums Geld geht es mir dabei nur sekundär.

Auch mit einem anderen Job würde ich zunächst nicht groß anders leben ... bei einem Gehalt von Netto €1500,- würden die ersten paar Monate bis zu €400,- enfach liegen bleiben ... bis sich mein Lebensstandard daran angepasst hätte (die hundert extra würde die KK kassieren).
Woher ich das wissen will, wo ich doch noch nie ein solches Gehalt hatte?
Ganz einfach, Erfahrung am eigenen Leib. Im Studium hatte ich bis zum Ende ca. €650,- im Monat. Nach Miete, Krankenkasse und anderen Fixkosten blieben dann ca. €100 - 150,-. Danach dann H4 ... wohnung bezahlt, KK bezahlt und plötzlich über €250,- übrig.
Es hat eine Weile gedauert, bis mein Konto nicht mehr monatlich etwas dicker wurde.
Bevor der Einwand mit Studetentarifen kommt, ab 30 zahlst du den Mindestbeitrag von ca. €150,- ... auch als Student.

Wo ich gerade darüber nachdenke ... ist es eigentlich bei unserem momentanen System möglich, freiwillig in die gesetzliche Rentenkasse einzuzahlen (zum Beispiel für jemanden, der unterm Freibetrag bleibt, aber dennoch Geld übrig hat)?
Und wenn ja, ist das in irgend einer Weise sinnvoll ... wirkt es sich z.B. auf die zu erwartende Rente aus, wenn es sich um vollkommen freiwillige Einzahlungen handelt?
Ich weiß selbst, dass es weitaus bessere Wege gibt, überschüssiges Geld anzulegen, als die gesetzliche Rentenkasse ... allerdings geht es hier nicht um Börsenspekulation sondern um die gesetzliche Rente ... Ich dachte dabei auch nicht an große Summen, sondern im wahrsten Sinne an Peanuts, die nichtmal regelmäßig anfallen - ein Haus könnte man von den Beträgen nichtmal bauen/kaufen, wenn man 100 Jahre drauf spart.
 
Zuletzt bearbeitet:
^^
freiwillig vorsorgen wid doch bei einem grossteil der arbeiterschaft mittlerweile bestraft!

wo lag doch gleich die grneze aktuell für die rentengrundsicherung? ich meine das waren 2400€ brutto, netto bleibt da bei lohnsteuerklasse 1 nicht so viel übrig.
aber selbst wenn man spassarm lebt und jeden monat davon 500€ über hat und die in ne private rente investiert.

ja GLÜCKWUNSCH , in der rente angekommen, sie haben die arschkarte gezogen, ihre privatrente wird voll auf ihre grundsicherung angerechnet und sie bekommen für 40 jahre privat eingezahlte 500€ aus unserer rentenkasse GAR NICHTS.
also für das leben sinnlos die 500€ "gespart" und im täglichen leben dafür abstriche gemacht.
 
sie bekommen für 40 jahre privat eingezahlte 500€ aus unserer rentenkasse GAR NICHTS.
Ich würde im Moment eh keine langfristigen Anlagen machen. Gesetzlich ist klar und da hab ich auch kein Problem mit. Aber privat würde ich aktuell weder Bausparverträge noch Riester oder sonst was machen. Niemand kann dir eine Garantie geben, dass dein auf der Bank geparktes Geld in 40 Jahren noch da ist und nicht mittlerweile in der Insolvenzmasse des Unternehmens verschütt gegangen ist. Zudem muss dein Geld bevor du auch nur einen Heller Zinsen bekommst erst mal die Infrastruktur deiner Bank finanzieren. Und hier sind die Privaten im Vergleich zur Gesetzlichen Kasse erstaunlich ineffizient. Also lieber selber drum kümmern...
 
ich sag ja auch nicht das ich das will ich will nur zeigen wie absurd dieses "selbst vorsorgen" doch sein kann, die risiken wie du sie erwähnst sind mir auch bewusst und habe ich absichtlich aussen vor gelassen.

ansich finde ich das bei den privaten eh den grössten hohn das hier durch provisionen und ebühren ein doch recht grosser teil einfach im nichts verpufft für den versicherungsnehmer.

Also lieber selber drum kümmern...
damit meinst du? selbst geld sparen/anlegen oder in wohneigentum investieren!?
ja wer hat der kann und der macht das in der regel auch.
ich persönlich seh da für mich aber leider keine möglichkeiten.

mich würds auch nicht wundern die wohneigentümer je nach grösse später auch mal bestraft werden wenn das ding zu gross oder zu viel wert ist.
 
Und die Leute, die dich beraten bzw. das ganze verwalten sollen für lau arbeiten? Wenn sie von den Versicherungen bezahlt werden, steigen die Kosten, zahlst du als Kunde ebenso. ich finde Provisionen nicht ideal, aber von im Nichts verpuffen kann man wohl kaum reden. Niemand arbeitet für Lau und auch in der gesetzlichen Rente wird ein Teil deiner Einzahlung dazu genutzt, Kosten, die unter anderen durch Gehälter entstehen, zu decken. Private Versicherungen müssen dies eben gesetzlich ausweisen auf jeden Cent. Muss die gesetzliche nicht. Das heisst nicht, dass die Kosten damit einfach verschwinden...
 
Und die Leute, die dich beraten bzw. das ganze verwalten sollen für lau arbeiten?
Wenn ich nur einen objektiven Berater zahlen würde dann wäre das ja OK, nur leider verdampft der größte Teil in Marketing, Dividenden, Vorständen, Aufsichtsräten, Repräsentativen Geschäftssitzen, Firmenwaagen... Und davon hab ich herzlich wenig.
damit meinst du? selbst geld sparen/anlegen oder in wohneigentum investieren!?
Im Prinzip schon. Wohneigentum kann interessant sein aber auch ein Waldstück oder gar ne billig gekaufte Brache, ein bisschen was schnell griffbereit auf dem Giro, ein kleiner Teil spekulativ in Aktien, evtl. ein bisschen in Gold... breit streuen eben. Geht die eine Anlage den Bach runter ist wenigstens nicht gleich alles weg. Hast du aber 90% bei einer einzigen Bank in z.B. in nem Fond und da geht was schief dann bist du gekniffen. Die Bankenkrise ist lange nicht um. Der letzte Einschlag wurde über Bürgschaften und Verstaatlichung von Einlagerisiken abgefedert. Aber was wenn die Bürgschaften fällig werden und nicht ausreichen? Oder die aufgekauften Papiere plötzlich Wertlos werden? Dann fehlt den Europäischen Staaten aber mal richtig viel Geld in der Kasse.
Eine Bank kann man retten, aber wenns gleich 3-4 richtig große Trifft, dann landen die anderen (inkl. den ganzen Versicherungen) im Strudel und werden mitgerissen. Und das kann wirklich kein Staat der Welt mehr abfangen.

ich persönlich seh da für mich aber leider keine möglichkeiten.
Das ist nunmal das Grundproblem. Jemandem der "hat" kann man leicht sagen er solle doch bitte privat vorsorgen. Der muss sich "nur" die Frage stellen wie. Aber wenn man jemandem der nicht "hat" die gesetzliche Rente nimmt und dann verlangt er solle privat vorsorgen ist das bestenfalls ein Schildbürgerstreich wenn man es nicht als Frechheit bezeichnen will.

mich würds auch nicht wundern die wohneigentümer je nach grösse später auch mal bestraft werden wenn das ding zu gross oder zu viel wert ist.
Wirst du heute schon. 60 Jahre und Arbeitslos aber ein paar Wände? Na dann ess mal deine Wände auf bevor du auch nur einen € bekommst und da du die letzten Jahre nicht einzahlst sinken deine Ansprüche. Mit 60 noch Ansprüche auf 2500€ gehabt ist es dann 5 Jahre später die Grundsicherung die dich erwartet und die Wände sind weg. Was meinst du warum wir mittlerweile bis 68 oder gar 70 arbeiten sollen obwohl heute schon keine Jobs für "alte" mehr da sind und es in Zukunft sicherlich nicht besser ausschaut.
Aber auch so. Grundsteuer, Straßenkosten... die Gemeinden lassen sich ordentlich was einfallen um von den "reichen" Immobilienbesitzern zu profitieren. Und sie werden weiter "gute Ideen" haben... da bin ich mir sicher;-)
 
Tjoa, ich wäre auch mehr für Beratung per direkter Bezahlung sprich Honorarberatung. Zahlt der Kunde direkt und das machen Kunden im allgemeinen äußerst ungern, auch wenn es objektiv wesentlich bessere Beratung zur Folge hätte als per Provision. Warum das so ist, verstehen die meisten leider nicht. Aber das ändert nichts daran, dass die Versicherungen als solche und damit Verwaltungskosten trotzdem da sind, die bezahlt werden müssen. Und du wirst niemanden finden, der er ein milliardenunternehmen führt und dann auf von dir genanntes verzichtet. Ist übrigens auch bei Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit so, und die müssen nicht mal Gewinn erwirtschaften. aber anderen etwas zu gönnen, ist nicht so des Deutschen Manier. :lol:
 
Hallo

santander schrieb:
Dabei wird absichtlich übersehen, daß es dieses "uns" objektiv gar nicht gibt, da die Menschen hier in einer kapitalistischen Klassengesellschaft leben, in der es zwangsläufig extrem unterschiedliche Einkommenshöhen gibt, je nachdem wie "gefragt" die Arbeitskraft dessen am freien Markt (= Arbeitsmarkt) ist.
Und was hättest du gerne ? Sozialismus wo alle gleich wenig bekommen ? Wo niemand mehr leisten und mehr lernen will weil es nicht besser entlohnt wird ? Glaubst du da würde es uns besser gehen und mehr Rente geben ?

santander schrieb:
Und was ist das dann noch für ein Leben? - Wenn dann abzüglich des Pendelns, Arbeitens und des nötigen Schlafs nichts mehr davon übrig bleibt? Gerade noch die zwei Tage Wochenende, wo dann noch dazu die ganze Hausarbeit, die die Woche über vor lauter Pendeln und Arbeiten liegengeblieben ist, auch noch zu erledigen ist? - Das sind doch nur Zombies, die täglich stundenlang pendeln, um dann noch wenigstens irgendwie einen der Jobs ergattern, die wenigstens als "durchschnittlich bezahlt" gelten. Zieht man aber die enormen finanziellen Kosten fürs (Fern-)Pendeln mitsamt dem dafür nötigen Zeitaufwand selbst noch ab, bleibt wohl auch nur ein Stundenlohn übrig, der oft sogar unter dem Mindestlohn liegen dürfte.
Mehrere Millionen Menschen in Deutschland machen das tagtäglich und wenn diese Menschen das nicht machen würden dann würden wir alle noch viel weniger Rente bekommen.

santander schrieb:
So sehr verarmt ist ein erheblicher Teil des Proletariats ja hierzulande mittlerweile, weil man von der Gesellschaft allenthalben zu hören bekommt "Hauptsache Arbeit" - völlig gleich zu welchem Preis. Ein glühender Verfechter dieser Ideologie bist ja scheinbar du.
Was ist besser für die Finanzierung einer Gesellschaft (inkl. der Rente) ? Menschen die für wenig arbeiten gehen oder Menschen die sich vom Staat durchfüttern lassen ?

santander schrieb:
Hast du dir schon einmal überlegt, daß es bei einem Überangebot an Arbeitskräften nach den Gesetzen des freien Marktes zu einem Sturz der Löhne bis auf (theoretisch) nahe Null kommt?
Was sollen wir jetzt machen ? Geburtenkontrolle ? Sterilisation ? Menschen aus Deutschland raus schmeißen ?

santander schrieb:
Grundsätzlich sollte es doch so sein, daß die Arbeit zum Menschen kommt - und nicht der Mensch über täglich stundenlange Wege zur Arbeit.
Das ist selbst für das Glücksbärchiland zu naiv und weltfremd, wie soll wir das realisieren ?
Sollen wir alle 50km eine Fabrik und ein Bürogebäude errichten damit niemand mehr als 30 Minuten zur Arbeit benötigt ? Sollen wir aus ganz Deutschland eine Großstadt machen ?

DerOlf schrieb:
Das ist doch nur ne Ausrede ... wer wirklich arbeiten will, der steht natürlich auch um 03:10 auf, damit er rechtzeitig "stempeln" kann ... schließlich gehts dabei um das einzige, was wirklich zählt ... Geld.
Beim Thema Rente geht es nur ums Geld oder was glaubst du ? Wer eine gute Rente haben will der muss entsprechend viel einzahlen oder träumst du von 2000€ Rente für alle die nichts/wenig eingezahlt haben ?

DerOlf schrieb:
An anderer stelle hast du noch behauptet, dass gerade diese Gleichgültigkeit genau die falsche Einstellung ist, um überhaupt Arbeit zu finden.
Von niedrigen Gehaltsvorstellungen hast du mir auch dringend abgeraten ... in der freien Wirtschaft würden sich die Verantwortlichen von Lohhnvorstellungen unterhalb der 40.000 p.a. verarscht fühlen.
Da wußte ich noch nicht wie lange der Zug für dich schon abgefahren ist, das war zu einer Zeit wo ich es nicht für möglich gehalten habe das ein über vierzigjähriger mit zwei Studienabschlüssen keine Berufserfahrung haben kann.

DerOlf schrieb:
Aber wie du selbst sagst, mit über 40 ohne Praxiserfahrung und Führerschein/Auto da bin ich für viele einfach unattracktiv.
Das stimmt nicht.
Ich habe geschrieben das deine Bewerbungsunterlagen und dein Verhalten miserabel sind, die Ausrede mit dem Auto kommt von dir, ich habe immer geschrieben das ich nicht glauben kann das du ohne Auto keine Arbeit findest.

DerOlf schrieb:
Ich soll was an mir ändern, soll ich die Zeit mal gerade 20 Jahre zurückdrehen, und was richtiges studieren?
Ich kann leider nicht zeitreisen ...
Eine Zeitreise bringt dich nicht weiter, solange du dich (deine Einstellung) und deine Bewerbungsunterlagen nicht änderst.

DerOlf schrieb:
Da versuche ich es lieber auf meine Weise, zahle dadurch zwar nicht in die Kasse ein, vermittle aber wenigstens Wissen und Fertigkeiten, an denen Menschen eventuell in ihrer verbleibenden Freizeit Spass haben ...
Es wäre nur schön wenn wir Steuerzahler nicht diesen Spaß bezahlen müßten.

DerOlf schrieb:
wenn sie dafür neben ihrem Roboteralltag überhaupt Zeit finden.
Das meine ich mit deiner Einstellung, eine geregelte Arbeit ist für dich Roboteralltag und nichts für dich, vergiß aber nicht das wir Roboter dir dein gemütliches Leben inkl. Rente finanzieren, ohne uns Roboter hättest du nichts.

DerOlf schrieb:
Mein Bewerbungsfoto ist mittlerweile ein "ordentliches" ... also mit Hemd ... bisher ist trotzdem noch nicht mehr bei harausgekommen (ausser, dass ich dieses Foto echt ekelig finde).
Diesen Ekel erkennt man wahrscheinlich auf dem Foto.

DerOlf schrieb:
Wenn ich wie du einen gut bezahlten Job hätte, dann würde ich mit Freuden in sämtliche Sozialsysteme einzahlen ... im Gegensatz zu dir, du tust das offensichtich nur, weil das aufgrund der Gesetzeslage halt so ist ... eigentlich hältst du soziale Absicherung für unnötig, denn wer das tatsächich in Anspruch nehmen muss, der ist doch letztich selbst schuld.
Du hast Recht.
Ich würde jeden Sonntag eine Kerze anzünden wenn man die Arbeitslosenversicherung und das Arbeitslosengeld/Hartz4 abschaffen würde, dann hätten diejenigen die arbeiten gehen mehr im Portemonaie weil sie nicht andere mitfinanzieren müßten und diejenigen die nicht arbeiten gehen hätten einen größeren Ansporn endlich arbeiten zu gehen.
Ich würde jeden Sonntag eine zweite Kerze anzünden wenn man die gesetzliche Rentenversicherung abschaffen würde und ich den Betrag in eine private Vorsorge investieren könnte, dann wäre ich als Rentner ein reicher Mann weil ich nicht andere mitfinanzieren müßte.

DerOlf schrieb:
Dabei sollen diese Bemühungen gerade dazu führen, dass ich deine Rente mitbezahlen kann.
Du meine Rente mitbezahlen ? Das ist nicht nötig und abgesehen davon schaffst du es doch noch nicht einmal dein eigenes Leben (inkl. Rente) zu finanzieren.

DerOlf schrieb:
Aber da sie bisher nicht fruchtbar waren, hältst du es für eine freche Beleidigung gegenüber deiner Person, dass ich das überhaupt als Bemühungen bezeichne.
Ich bezeichne deine Bemühungen lediglich als erfolglos, was die Finanzierung deines Lebens und deiner Rente angeht.

DerOlf schrieb:
Denn bemüht hat sich deiner Meinung nach nur jemand, der damit auch was erreicht hat.
Wenn es um die Finanzierung von Rente geht dann Ja.
Wie viel Rente hätten wir wenn alle so wie du eine geregelte Arbeit als Roboteralltag bezeichnen und lieber Dinge machen würden die Spaß machen aber kein Geld in das Rentensystem einzahlen ?

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Tomi, du solltest auswandern (also nochmal), denn irgendwie verstehst du das System soziale Marktwirtschaft nicht und warum dieses System auch für dich von Vorteil ist.
Alle die soziale Leistungen komplett abschaffen wollen, sollten mal bitte die Konsequenzen davon ausmalen. Einerseits geht die Wirtschaft runter (jemand der viel Geld hat konsumiert nunmal nicht soviel, wie viele die wenig Geld haben), gleichzeitig wird das Lohnniveau noch weiter runter gehen, weil ich eben nicht mal eben so den Job wechseln kann im Wissen, dass ich keine Einbußen habe. Von der Kriminalitätsgefahr will ich gar nicht anfangen, denn Menschen die kein Geld zum Leben bekommen verschwinden nicht einfach und gleichzeitig wird nicht jeder Arbeit finden, das ist Unrealistisch.

Zu guter Letzt fehlt die Umverteilung dann komplett. Es besteht jetzt schon das Problem, dass sich Kapital akkumuliert und quasi in einem oberen Kreislauf hält und nicht mehr zu den unteren Bevölkerungsschichten gelangt. Auf Dauer geht das nicht gut.
 
Ich würde jeden Sonntag eine zweite Kerze anzünden wenn man die gesetzliche Rentenversicherung abschaffen würde und ich den Betrag in eine private Vorsorge investieren könnte, dann wäre ich als Rentner ein reicher Mann weil ich nicht andere mitfinanzieren müßte.
hmm ich mag mich irren aber das ist bestimmt nicht so das die dein geld in nem tresor horten und darauf warten bis sie es dir dann wieder auszahlen dürfen. das wird genauso "verwendet" wie das geld in der gesetzlichen, sprich es wird woanders ausgezahlt und wenn es bei dir dann soweit ist wird dir jemand anderes geld ausgezahlt.

und wenn kein geld da ist wirst du trotz toller garantien auf dein geld sicherlich keines sehen oder irgendwer anderes muss dann für dein geld aufkommen.
wir haben ja die letzten jahre gesehen wer letztlich z.b. für die banken bei problemen aufkommt, nämlich wir das dumme steuerzahlervieh.
 
damn80 schrieb:
und wenn kein geld da ist wirst du trotz toller garantien auf dein geld sicherlich keines sehen oder irgendwer anderes muss dann für dein geld aufkommen.
wir haben ja die letzten jahre gesehen wer letztlich z.b. für die banken bei problemen aufkommt, nämlich wir das dumme steuerzahlervieh.

Und wenn vor allem wenn durch seine herbeigewünschte "Sozialreform" die Gesellschaft bis dahin so kaputt ist, wie einem failed state, dann bringt ihm selbst ausländische Kohle nix, dann muss er raus aus Deutschland, um was von seinem Geld zu haben. Und wenn überall Ähnliches praktiziert wurde, sieht es dunkel aus.
 
Hallo

hallo7 schrieb:
Tomi, du solltest auswandern
Das ist genau das was ich vorhabe, falls ich es noch solange aushalte bin ich allerspätetens als Rentner weg.

hallo7 schrieb:
denn irgendwie verstehst du das System soziale Marktwirtschaft nicht und warum dieses System auch für dich von Vorteil ist.
Nur weil ich deine Meinung nicht teile oder unsere soziale Marktwirtschaft in vielen Bereichen nicht gut bzw. zu sozial finde, so heißt das noch lange nicht das ich etwas nicht verstehe.

Ich habe mal einen Bericht über Arbeitslose im Norden gesehen (ich weiß nicht mehr ob es Dänemark, Schweden oder Finnland war), dort muss jeder der arbeitslos wird direkt an einer staatlichen Vollzeitmaßnahme teilnehmen wo er Hilfe/Unterstützung bei Bewerbungen, Behördengängen, Problemen, etc. bekommt, dort werden Arbeitslose nicht einfach so alleine gelassen und ohne Gegenleistung durchgefüttert.
Dieses System finde ich deutlich besser als Arbeitslose hin und wieder in sinnlose und teure Beschäftigungsmaßnahmen an privaten Institutionen zu stecken, die nichts bringen außer das die Arbeitslosenstatistik besser ausieht.

Was spricht dagegen das Arbeitslose 3-4 Stunden täglich diverse Arbeiten für die Gesellschaft erledigen und im "Arbeitsfluss" bleiben ? Was meinst du wieviel Geld uns das sparen würde und wieviel besser es uns gehen würde ?
Weißt du wie schwer es ist einen Langzeitarbeitslosen (mehrere Jahre) wieder zu integrieren ? Ich habe es oft erlebt, denen mußt du Wochen bis Monate Zeit lassen um sich wieder ans aufstehen, arbeiten und an Disziplin zu gewöhnen.
Das können sich viele (vor allem kleine) Firmen zeitlich und finanziell nicht erlauben, vor allem weil es bei vielen Langzeitarbeitslosen auch gar nicht funktioniert diese wieder zu integrieren, das hat teilweise was von Kindergarten.

hallo7 schrieb:
Alle die soziale Leistungen komplett abschaffen wollen, sollten mal bitte die Konsequenzen davon ausmalen. Einerseits geht die Wirtschaft runter (jemand der viel Geld hat konsumiert nunmal nicht soviel, wie viele die wenig Geld haben), gleichzeitig wird das Lohnniveau noch weiter runter gehen,
Wo wäre da der Unterschied zur aktuellen Lage ?

hallo7 schrieb:
weil ich eben nicht mal eben so den Job wechseln kann im Wissen, dass ich keine Einbußen habe.
Wieso geht das nicht ? Arbeiten, Klappe halten, bewerben und ohne zeitlichen/finanziellen Druck das aussuchen das einem gefällt, das habe ich schon mehrmals gemacht und mich immer dabei verbessert.
Das schlechteste was man machen kann ist arbeitslos zuhause zu sitzen und darauf zu warten das der Traumjob einem von selbst zufliegt und an der Tür klopft, das funktioniert nicht.

hallo7 schrieb:
Zu guter Letzt fehlt die Umverteilung dann komplett.
Ich bin nun mal nicht der größte Freund vom "Vollkasko all inclusive" Leben, das sorgt dafür das viele sich gar nicht mehr selber versorgen können/wollen, ich bin eher ein Freund von mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung.

hallo7 schrieb:
Es besteht jetzt schon das Problem, dass sich Kapital akkumuliert und quasi in einem oberen Kreislauf hält und nicht mehr zu den unteren Bevölkerungsschichten gelangt.
Kann es noch schlimmer werden ?

damn80 schrieb:
hmm ich mag mich irren aber das ist bestimmt nicht so das die dein geld in nem tresor horten und darauf warten bis sie es dir dann wieder auszahlen dürfen.
Zumindest müßte ich nicht andere mit durchfüttern, es ist einfach nur nervtötend wenn Leute die nicht arbeiten wollen einem zurufen "Geh du Idiot mal für mich mit arbeiten.".

damn80 schrieb:
und wenn kein geld da ist wirst du trotz toller garantien auf dein geld sicherlich keines sehen oder irgendwer anderes muss dann für dein geld aufkommen.
wir haben ja die letzten jahre gesehen wer letztlich z.b. für die banken bei problemen aufkommt, nämlich wir das dumme steuerzahlervieh.
Garantien gibt es nirgends, beim aktuellen System füttere ich andere mit durch und dazu kommt das Risiko des Ausfalls des Rentensystems.

Apollons Axle schrieb:
Und wenn vor allem wenn durch seine herbeigewünschte "Sozialreform" die Gesellschaft bis dahin so kaputt ist, wie einem failed state,
Das aktuelle System ist noch viel kaputter, ich verdiene immer mehr aber meine Rente wird dank sinkendem Rentenniveau immer geringer.

Apollons Axle schrieb:
dann bringt ihm selbst ausländische Kohle nix, dann muss er raus aus Deutschland, um was von seinem Geld zu haben. Und wenn überall Ähnliches praktiziert wurde, sieht es dunkel aus.
Da hast du Recht, es ist unvorsichtig bis naiv sein Geld nur bei einer Bank in nur einem Land zu haben.

Grüße Tomi
 
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