RX 570 Leistungsaufnahme reduzieren - UV?

Mal sehen, wie ich das mache, wenn es soweit ist. Meine letzte einigermaßen "echte" Gaming-GPU war die GeFOrce 4 ti 4200. Seither halte ichi meinen PC zwar immer einigermaßen aktuell, aber dauerhaft eine Grafikkarte, die mehr als 100W zieht, habe ich damit noch nie benutzt. Bis vor 5 Jahren wars sogar nur ein BRuchteil davon: die 8600GT (weniger als 50W) sowie eine HD 6670. Spielen konnte ich damit trotzdem alles, was ich wollte (auch wenn es selten die Grafik-Blockbuster sind -- Elden Ring geht aber auch auf einer 1050 ti noch überraschend ordentlich in Full-HD, btw.)

Kurz mal eine gebrauchte HD H6850 gehabt (TDP: 127W). Aber eigentlich nur ein paar Wochen genutzt. Es heißt zwar immer: Die APUs werden irgendwann die Einsteigermodelle ersetzen. Aber ich sehe davon noch immer nichts. Soweit ich weiß, sind die aktuell schnellsten integrierten Grafikchips auf dem Niveau der 1050ti (Desktop). Karten, die jetzt 6 Jahre alt sind. Und auch für den Einstieg zu wenig.
 
Svennc schrieb:
Soweit ich weiß, sind die aktuell schnellsten integrierten Grafikchips auf dem Niveau der 1050ti (Desktop).
Das ist die Radeon 680M, und die bekommt man derzeit nur im Notebook. Die läge aber laut der Datenbank von TechPowerUp schon in etwa auf dem Niveau der RX 6400 oder Intel Arc A380, und somit tatsächlich auf dem derzeitigen Stand der langsamsten neuen Modelle für den Desktop.

Im Desktop ist bei den APUs allerdings immer noch bei der Vega 8 im 5700G Schluss. Bei der ist die RX 6400 noch mehr als doppelt so schnell. So schlecht steht es tatsächlich um den Stand der APUs für den Desktop. AMD hat auch sehr lange gewartet, bis die überhaupt kamen. Diese Cézanne-Dies sind zunächst bevorzugt als Ryzen 5000 in Notebooks gewandert. Erst nachdem sich Lagerbestand aufgebaut hatte, kamen die Desktop-APUs.

Von der Performance wären die Phoenix-APUs im nächsten Jahr wohl die Lösung, denn die werden nochmal eine Menge auf die 680M oben drauf legen. Die Frage ist nur, ob und wenn die überhaupt für den Desktop kommen. Von der Fertigung betrachtet sind das für AMD teure Prozessoren, weil es ein vergleichsweise großes Die auf dem aktuellsten Fertigungsprozess ist. Eine Wiederholung der oben beschriebenen Cézanne-Situation ist nicht unwahrscheinlich.

Fazit: Die Desktop-APUs werden auch in Zukunft wohl eher sehr deutlich den Einstiegsmodellen diskreter Grafikkarten hinterherhinken.
 
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Nixdorf schrieb:
Fazit: Die Desktop-APUs werden auch in Zukunft wohl eher sehr deutlich den Einstiegsmodellen diskreter Grafikkarten hinterherhinken.

Gefühlt hat sich da in all den Jahren auch nicht viel verändert. Eine wirkliche Alternative, selbst zu älteren GPUs, waren die nie. Leider wird allerdings mit den kleinsten Karten seit neulich auch sehr gespart, Stichwort 4 PCIe-Lanes. Meine Plattform ist Zen2, aber halt noch PCIe-3.0 (bei Intel gibts 4.0 ja sogar glaube ich erst seit letztem Jahr).

Hab mich jetzt doch mal ans Undervolten rangewagt über Afterburner. Bislang nur mal einen Core i3 übers Bios undervoltet (mit einfacher Offset-Einstellung). Im kurzen Benchmark war ich mit der 1050ti bis auf 900mV runter.

Ergebnis (gleicher Benchmark wie vorher, also Passmark DX 12): 10W weniger Verbrauch (-15%) bei gleichbleibender Leistung und Takt. Temperatur in der Spitze ebenfalls 10 Grad weniger.


Allerdings war das in-game nicht stabil. Selbst Grimrock 2 hat gefreezet. Erst 925mV funktionierten wieder. Erweitere Stabilitätstests stünden noch aus. Immerhin weiß ich jetzt, wies funktioniert. Falls ich mir in nächster Zeit eine RX 6600 hole, werde ich das dort auch probieren. :) 8GB VRAM hat meine nächste Karte auf jeden Fall. Alles andere ist nicht mehr zeitgemäß. Bin schon froh, dass ich mich damals habe überreden lassen, statt der GTX 1050 (2GB) die ti (4 GB) zu nehmen. Die 1050er hätte ich schon nach kurzer Zeit vergessen können.
 
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Svennc schrieb:
Leider wird allerdings mit den kleinsten Karten seit neulich auch sehr gespart
Das ist anders gelagert: Es gibt gar keine Entwicklung für solchen Karten mehr, eben weil das Segment von APUs abgedeckt werden soll. Die RX 6400 und RX 6500 XT basieren auf Notebook-Grafikchips. Die wenigen Lanes (passt energetisch nicht bei Notebooks) sowie fehlenden Video-Encoder-Einheiten (fehlt, weil bereits in der Notebook-CPU vorhanden) sind das Ergebnis.

Man baut darauf, dass Käufer flotter Desktop-CPUs sowieso eine der größeren GPUs kaufen, und Käufer der Desktop-APUs mit der iGPU zufrieden sind. Ohne die Preisübertreibungen in 2021 hätte man die oben genannten SKUs womöglich auch gar nicht gebraucht. Als eine eigentlich für knapp über 300€ angedachte RX 6600 aber 600€ kostete, gab es ein Vakuum bei der Versorgung mit bezahlbaren GPUs. Also hat man eher schlecht passende Notebook-GPUs für den Desktop umgewidmet.
 
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Eigentlich fehlt ja dann trotzdem was. Gut, ich weiß nicht wie populär die absoluten Einstiegs-Karten waren. Vermutlich haben die sich eh nie groß gerechnet. Wobei so was wie die GT 1030 ich glaube noch lange gesucht wurde...

Ich hab noch ein wenig mit Afterburner rumgespielt. Das Undervolting via Kurve scheint auf jeden Fall ergiebiger als das Powerlimit. Wenn ich den Takt der ti auf 1450 Mhz locke, kann ich von 1.025 sogar auf 0.75V scheinbar runter. Das sind 14% Performanceverlust. Aber 20W weniger Verbrauch (~28%).

Bei hundert Mhz mehr ist der Performanceverlust minimal (ca 5%), aber hier scheint die Karte mit ~0.825V zu laufen. Auch hier eine Energieersparnis von über 20% (Laut HWInfo).

Alles noch ohne wirklichen Stresstest. Zwar ist jede Karte anders. Aber wenn das einigermaßen übertragbar ist auf eine neue Karte, wäre das ja ein Anfang. :)
 
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